Scars of Guatemala

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On its campaign “Guatemala, les défis des femmes Mayas”, the NGO Frères des Hommes, presented on the 19th of November 2009 the film “Descubriendo Dominga” (directors Mary Jo McConahay and Patricia Flynn) at the Cinémathèque de la Ville du Luxembourg.

Na sua campanha “Guatemala les défis des femmes Maias”, a ONG Frères des Hommes, apresentou no dia 19 de novembro de 2009, o filme “Descubriendo Dominga” (realisadores Mary Jo McConahay e Patricia Flynn) na Cinémathèque da cidade do Luxemburgo.

Sur sa campagne ” Guatemala, les défis des femmes Mayas”, l’ONG Frères des Hommes, a présenté le 19 Novembre 2009, le film “Descubriendo Dominga” (réalisatrices Mary Jo McConahay et Patricia Flynn) à la Cinémathèque de la Ville du Luxembourg.

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Filed under: Discrimination,feminism,Gender,Human Rights,News,politics,War&Peace — Tags: , , , , — paula - November 21, 2009 10:40 pm

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The legalized slavery

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Com o número cada vez maior de desempregados e vãs promessas de um currículo impressionante, cada vez mais organizações que se dizem defensoras dos direitos humanos e não só, se esquecem de cumprir os direitos económicos de uma grande parte da população: os jovens qualificados em busca de emprego.

Os estágios não remunerados parecem ter vindo para ficar! Este mercado parece disseminar-se e fazer-se sentir sobretudo na área das ciências sociais e humanidades, área que os jovens se devem sentir tão agradecidos por ser empregues que até trabalham de graça.

With the increasing number of unemployed and empty promises of an impressive resume, more and more organizations that call themselves defenders of human rights  forget to meet the economic rights of a large population: qualified young people in search of employment.


The unpaid internships seem to have come to stay! This market seems to spread and be felt mainly in the social sciences and humanities, an area that young people should feel so grateful to be employed that they should work for free.

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Filed under: Discrimination,politics,Social — Tags: , , , , — paula - November 19, 2009 4:07 pm

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Politics and Youth

Português l English l French

How to make a difference, contribute to political debate and have fun? This 3 in 1 package is the explosive mix the Convention des Jeunes advertises and does not disappoint!

Como fazer a diferença, contribuir para o debate político e se divertir? Este pacote 3 em 1 é a mistura explosiva que a Convention des Jeunes anuncia e não decepciona!

Comment faire la différence,  contribuer au débat politique et vous amuser? Ce 3 en 1 paquet est le mix explosif que la Convention des Jeunes a publicité et ne déçoit pas!

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Filed under: Culture,politics — Tags: , , — paula - 3:04 pm

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“Freedom not Fear”: rendre la surveillance plus visible

Les droits de citoyen enterrés

Les droits de citoyen enterrés

Pour la première fois une grande coalition des organisations d’un spectre politique qui s’étend de la jeunesse libérale aux groupes anticapitalistes s’est mobilisé pour protester contre les politiques de surveillance.

La journée « Freedom not Fear » s’est déroulé le samedi dernière, 10 octobre 2009 à Luxembourg- Ville. Le matin, il y avait un point d’information à la Place des Capucins, l’après-midi une manifestation avait lieu en aller-retour de la gare jusqu’au centre-ville. La journée s’est clôturé le  soir avec un concert au Carré Rotonde.

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Filed under: News,politics,Social — Tags: , , , , — Natalia - October 12, 2009 6:38 pm

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Pressemitteilung der UNEL zum Lissabon-Vertrag

No means Yes means No

Die Europäische Union gibt vor, für Demokratie und Menschenrechte zu stehen. Allerdings scheint für die EU die Meinung des Volkes nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen. Nachdem der europäische Verfassungsvertrag 2005 in Frankreich und den Niederlanden durch Volksabstimmungen abgelehnt wurde, entschloss man sich auf Regierungsebene dazu, eine leicht abgeänderte Version desselben auf parlamentarischem Wege durchzuboxen. Einzig und allein die knapp vier Millionen wahlberechtigten Iren wurden direkt gefragt. Doch auch sie sprachen sich gegen diesen Vertrag aus. Prompt war von Neuwahlen die Rede. Es erweckte den Anschein, als ob das irische Volk solange gefragt werden sollte, bis es endlich mit „Ja“ stimmte. Dies ist nun eingetreten. Grund für Jubel sieht die UNEL darin nicht.

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Filed under: politics — Tags: , , , — Queesch - October 11, 2009 3:55 pm

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Pflicht zur Differenz

Linker Kulturrelativismus und rechter Ethnopluralismus oder Pro Asyl meets Otto von Habsburg.

»Seit mehreren Jahren nimmt die Islamophobie in Deutschland beständig zu. Dabei verläuft das Zusammenleben mit Muslimen und ihren Einrichtungen grundsätzlich positiv. Kulturkonflikte sind in einer heterogenen Gesellschaft eine Normalität. Sie können und müssen im gleichberechtigten Dialog bearbeitet werden. Die großen islamischen Verbände bemühen sich trotz vieler Schwierigkeiten um die Integration. Das ist seitens der Politik endlich anzuerkennen.«

Presseerklärung Pro Asyl, 13.7.06

»Diese Islamhetze ist nur möglich, weil wir überhaupt nicht wissen, was der Islam ist … Ich bin gegen die Verteufelung des Islams, die hauptsächlich ein Erbe unserer Geschichte ist und die Religion total verkennt.« Otto von Habsburg im Interview mit »PURmagazin« 9/00

»Es sind aber nicht nur etablierte, konservative Kräfte Europas, die sich dem Zeitgeist der Islamophobie entgegensetzen. Nationalrevolutionäre Europäer haben seit je die Verbindung mit der arabischen … Welt gesucht …« Martin Schwarz in der Neonazi-Zeitschrift »Junges Forum« 3/04
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Filed under: Culture,Queesch Nr. 17 — Tags: , , — Queesch - March 15, 2007 10:46 pm

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autokultur.lu

Ob autokultur.lu, mobiliteit.lu, stau.lu oder www.carfree.infoladen.lu , die Frage ist ganz klar inwiewit das Auto unser Leben und das der Natur beeinflusst, oder sogar zerstört.

In dieser Rubrik will ich regelmässig darauf eingehen. In dieser Ausgabe schneide ich verschiedene Aspekte kurz an, wobei ich in den nächsten im einzelnen ins Detail gehen will.

Aus dem Autoland Luxemburg:

Wir bauen alles was uns in den Kopf kommt!

Das ist der einzige rote Faden der mir in der Verkehrspolitik in Luxemburg aufgefallen. Ein Beispiel: Nach jahrelangem politischem Streit über die Ost- oder Westvariante der Nordstrasse, legt die Strassebauverwaltung letztes Jahr eine Studie vor, die aussagt, dass die Zeschneidung des Grünewalds gar keine Probleme löst, sondern nur noch welche verursacht. Und was macht die Regierung? Sie baut eine halbe Westvariante in Form von aneinandergereihten Umgehungsstrassen! Und bevor der endgültigen Ausarbeitung eines Gesamtkonzeptes will das Bautenministerium noch schnell das Umgehungsstrassen-Puzzle bis in den Süden verlängern.

Vielleicht trifft der rote Faden nicht auf das Transportministerium zu, denn das Strategiepapier für den öffentlichen Transport, „mobiliteit.lu“, ist dem zuständigen Minister Grethen wohl nicht selbst in den Kopf gekommen. Oder hat er realisiert, dass der Verkehrskollaps vor der Tür steht? Doch auch wenn er das realisiert hat und mit dem angekündigten Ausbau des Schienennetzes einen wichtigen Schritt macht, bedeutet das leider noch nicht die Rettung. Denn hier kommt der rote Faden wieder: Denn auch wenn das Transportministerium den Öffentlichen Transport weiter fleissig ausbaut, fährt das Bautenministerium fleissig mit dem Ausbau der Strassen weiter.

Mehr zu den Plänen der Regierung können beim Mouvement Ecologique angefragt werden.

www.emweltzenter.lu und Grengen Telefon: 439030

Wird Esch ein Fahrradparadies?

Seit der Abwanderung der Stahlindustrie und dem kommen des Automobils kommt es nur noch selten vor, dass in Esch FahrradfahrerInnen zu sehen sind. Dem soll abgeholfen werden. Die Gemeinde Esch hat eine Vekehrskonzept in Ausarbeitung gegeben und das Resultat klingt vielversprechend: 2.000 Escher auf dem Rad, wenn die Pläne umgesetzt werden können! Dafür soll ein regelrechtes Radwege-Netz durch Esch gespannt werden um neben den Hauptachsen auch die Quartiere zu verbinden. Daneben soll es aber auch einen Ausbau des Busevrkehrs geben. So wird vorgeschlagen die TICE-Linien umzustrukturieren und durch einen City-Bus die verschiedenen Wohnviertel an das TICE-Netz besser anzubinden. Doch die sache ist anscheinend „noch nicht gegessen“, so Romain Molitor, einer der Planer. Denn es gilt noch die Geschäftsleute und die Autoklientel zu überzeugen. Dafür wünschen sich die Gemeindeverantwortlichen Verbündete… doch die RadfahrerInnen sind ja noch nicht da…oder?

Quelle: WOXX Magazine nr. 626 – www.woxx.lu

Mit der „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“(LVI) auf Tour und mehr

Die LVI ist ein Verein ohne Gewinnzweck, der seit 1985 das Fahrrad als verkehrsmittel in Luxemburg fördern will. Ob in der Stadt oder auf dem Land, ob als Transportmittel oder zur Freizeitgestaltung: die LVI setzt sich fürs Radfahren in Luxemburg ein wo sie kann.

Mit diesen drei guten Gründen Fahrrad zu fahren, fördert sie vielleicht sogar deine Motivationzum Fahrradfahren:

  1. Fahrradfahren macht nicht nur Spass – es spart auch noch Zeit. Kein Stau, keine Parkplatzsuche, kein Warten auf den Bus, keine langen Fusswege. Das Fahrrad bringt Dich vor die Haustür – individuell und zu jeder Zeit.

  2. Fahrradfahren spart nicht nur Zeit – es spart auch Geld. Mit dem Velo fallen weder benzinkosten noch Fahrgeld an und die Reperaturkosten halten sich ebenfalls in Grenzen.

  3. Fahrrad fahren spart nicht nur Geld – es ist auch gesund. Statt Zeit und Geld fürs Fitness-Center zu verschwenden, mit dem Velo hast du das tägliche Training gratis und dies fördert deine Sauerstoffzufuhr, deine Durchblutung, stärkt Rückenmuskulatur und beugt Herzkrankheiten vor.

Das alles, ohne die Umwelt durch Abgase, Lärm und Energieverbrauch zu belasten!

Du willst auch etwas fürs Fahrrad machen? Öfters mit dem Fahrrad fahren? Und dies alles nicht alleine? Dann melde dich bei der LVI: www.lvi.lu . Hier kannst Du auch ihren Kalender 2002 anfordern und Mitglied werden.

**********extra matt grafik:

Aktion! Crtical Mass – die alternative Fahrradtour

Es geht wieder los, nach der Winterpasue fahren wir wieder jeden letzte Freitag mit dem Fahhrad durch die Stadt und zeigen den Autos, dass der öffentliche Raum nicht nur ihnen gehört. Aufgepasst: Der Treffpunkt ist jetzt erst um 18:00 Uhr am Bahnhof in der Stadt, so können auch arbeitende Menschen mitfahren! Critical Mass ist eine direkte Aktion, keine Demo!

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Weitere Informationen zum Thema Auto findest du im Infoladen in einigen Zeitungen und Büchern sowie auf dem Internet bei:

www.carfree.infoladen.lu; über Aktionen in Luxemburg, Critical Mass und Reclaim The Streets

www.carbusters.cz; von der internationalen Zeitschrift „Car Busters“

*********layoutanmerkung: diesen abschnitt in den einen Rand oder einen Kasten setzen

Die folgenden zwei Texte geben krasse beispiele wie krank die Autogesellschaft bereits ist. Menschen die allzugut wissen was schlecht ist und zu sensibel sind lesen am Besten nicht weiter.

Die Auszüge sind aus der Zeitung „Car Busters“ und die jeweilige ursprüngliche Quelle ist angegeben.

« Autofahren = Liebe »

  • Ein tschechischer Chrysler Händler

Behandle deine Frau wie dein Auto?!

Folgende Anleitung zur Behandlung deiner Frau und deinem Auto sind von der Homepage www.autozena.cz (heisst übersetzt Autowoman).

  • Überprüfe und berühre es oft.

  • Versichere dich, dass dein Schaltknüppel fest ist und nicht feststeckt.

  • Prüfe etwaige Lecks.

  • Beachte, dass du das Obere an heissen Sommertagen abziehen kannst und es gut aussieht.

  • Sei vorsichtig, dass due nicht die Hälfte deines Gehalts an unnötigem Zubehör verschwendest.

  • Leihe es nie an Freunde aus.

  • Long rides can be tiring“ – Lange Fahrten können ermüdend sein. Sei nicht beschämt wenn du in der Mitte eine relaxe Pause einlegst.

  • Es ist immer gut mehr davon für verschiedene Angelegenheiten zu haben.

  • Deutsche Modelle sind solide und verlässlich doch unpassend für häufigen und schnellen Gebrauch.

  • Amerikanische brauchen viel Sprit.

  • Italienische Modelle sind begehrlich doch ihre Gefühle sind manchmal zu laut.

  • Japaner sind Massenprodukte und bekannt, also unattraktiv.

  • Französiche Modelle sind leicht zugänglich aber unbefriedigend.

  • Vemeide schnelle Modelle – ihr Vebrauch ist hoch und sie brauchen die ganze Zeit neue Schuhe/Reifen.

  • Desto jünger desto besser.

  • Pass auf, dass du der einzige Besitzer bist.

************et hängt vun da Plaz of ops de deen heiten matt dra setz….daat heescht du kanns en och eraushuelen

Rede mit deinem Auto

Willst du verzweifelt anderen zeigen wie du dich fühlst? Dann kauf einen Toyota Pod! Denn dieses Auto hat vorne Leuchststreifen, um durch Farben Änderungen in der Laune des Fahrers anzuzeigen. Durch messen des Herzschlags und des Zuckers im Blut kann das Auto Emotionen wie schreien, weinen und Wut ausdrücken. Gemäss der Stimmung wird es auch Musik oder die Klimaanlage anschalten. Die WerbebrOschüre von Toyota wirbt mit einem „Konzept was die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen einem Menschen und seinem Auto aufzeigt.

-MF Dnes, Oktober 23

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Driven to suicide – zum Selbstmord gebracht

Eine junge Selbtsmörderin ist in Seattle von einer Brücke gesprungen nachdem wütende AutofahrerInnen sie durch Bemerkungen wie „Spring Schlampe“ dazu gedrängt haben. Die FahrerInnen, die durch Schreien und Hupen die Frau bedrängt haben, waren in einem Stau gefangen, weil die Polizei verschiedene Spuren gesperrt hatte und während 3 Stunden versucht hat die Frau von ihrem Vorhaben abzubringen. Die Frau wurde nach ihrem Sprung in den Kanal in einem kritischen Zustand mit einem Bruch des Rückgrats sowie Verletzungen an Brust und Magen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei war vom Benehmen der AutofahrerInnen bestürzt. „Sei haben sie wüst beschimpft und gesagt sie soll springen“, so Clem Benton, der Polizeisprecher. Er sagte die Beschimpfungen wären so obszön gewesen, dass er sie nicht wiederholen will.

-Guardian, August 30 2001

***********Layout: dieen abschnitt in einen anderen Kasten oder Spalte, rand – hei kanns de och een eraushuelen.

Nachrichten aus aller Welt

West Papua / Indonesien

Für unser Öl sterben

Ungefähr eine Million Indigene leben in den Bergen und Wäldern der indonesichen Kolonie, West Papua. Ihre Lebensart und ihr Land werden von Öl-, Minen-, und Abholzfirmen bedroht. Die Firmen werden vom indonesischen Militär beschützt, welche mit Waffen aus dem Westen, über 200.000 Indigene – ein Fünftel der Bevölkerung – umgebracht haben. Die Blutspur kann bis in die westliche Tankzapfe verfolgt werden. Jet Petrol/Conoco fährt weiter mit der Ölförderung im Lorentz Nationalpark, eine UNESCO Biosphäre Reservat, welches eine Fläche von zwei Millionen Hektar Wildnis, ber 350 Vogelarten und 8 Stämme umgibt. Die Stämme haben die Ölförderungsanlagen besetzt, doch dann hat das indonesische Militär angefangen lokale EinwohnerInnen zu töten. Seitdem sind Dörfer zerstört, Flüsse verschmutzt und Wälder abgeholzt worden. Die Papuaner glauben, dass ein Boykott im Westen helfen könnte Conoco aus Lorentz rauszuwerfen.

-The Ecologist, Dez./Jan.

Nordamerika

If you Can’t Beat’Em, Pave’Em

Nach jahrelangem Kampf der Polizei, die “Unerwünschten”, also Obdachlose, von der “United Nations Plaza” zu entfernen, plant die Stadt von San Francisco jetzt eine Strasse durch die Mitte des Platzes zu bauen.In anderen Wörtern: lass die Autos machen, was die Polizisten nicht können. „Die Idee ist es den Raum aufzubrechen und so schwerer für Obdachlose zu machen, dass sie grosse Gebiete als ihr Heim deklarieren“, so der beigeordnete Direktor der Verwaltung für öffentliche Arbeiten.

-San Francisco Chronicle, 7.10.2001

Ecuador

Ölverlust verseucht den Amazon

Öl aus einer verlassenen Ölförderungsanlage im im Amazon des Ecuadors ist unkontrolliert in die Natur gelaufen und hat grosse Teile mitten im Amazon versecht. Laut einer internationalen Naturschutzgruppe wurde die Regierung erst nach Monaten spatter informiert.

-Car Busters Bulletin, 31.1.2002

Filed under: Carfree,PapierQueesch,Queesch Nr. 0 — Tags: , — Queesch - February 2, 2002 2:19 pm

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GLobalise Resistance        2001 : a War Odissey

« Nach dem 11. September ist nichts mehr so wie es war…. »

Diese Aussage haben wir über die letzten Wochen und Monate immer wieder in den Medien, Debatten und Aussagen von Ministern und anderen Politikern gehört. Eine Floskel, die einem mal einfach so als „Tatsache“ entgegengestellt wird. Grund genug für uns zu fragen, was hat sich denn wirklich geändert, wie genau sieht diese neue Zeit, die angebrochen sein soll, aus?

Doch fragen wir uns zuerst, welche Zeitspanne zu Ende geht. Die Zeitspanne von 1989 (Fall der Berliner Mauer) bis zum 11. September 2001 war, in der Hauptsache, gekennzeichnet durch eine Homogenisierung (Vereinheitlichung) der Welt. Ein Gesellschaftsmodell – der Kapitalismus – wurde in einer weltweiten ideologischen Offensive, nicht nur als Bestes, sondern ebenfalls als einzig real mögliches, präsentiert. Die Unmöglichkeit jeglicher Alternativen lässt der Politik nur noch einen sehr geringen Handlungsspielraum, nämlich: eine bestimmte Fläche Land zu verwalten. Die Regulierungsapparate der Wirtschaft (Weltbank, WTO, IWF) wurden in dieser Zeit zu sehr einflussreichen, doch nicht demokratisch kontrollierbaren Apparaten ausgebaut (wer hatte z.B. vor Seattle überhaupt schon mal was von der WTO gehört ?). In diesem Kontext ist das Motto der heutigen Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung : «Eine andere Welt ist möglich» in seinem aufbrechendem Optimismus revolutionär. Trotz alledem muss man die Zeitspanne zwischen 1989 und 2001 auch als eine Zelebration des Rechtsstaates, der bürgerlichen Demokratie (« alle vier Jahre ein Kreuzchen malen ») sowie der Gleichheit vor dem Gesetz sehen. Diktaturen wie die in Südafrika und in Südamerika wurden durch, wenn auch schwache, Demokratien ersetzt.

Kriminalisierung sozialer Bewegungen

Doch gerade diese Freiheiten werden heute mehr oder weniger offen angegriffen, eingeschränkt, abgeschafft. Diese Entwicklung zeigt sich wohl am krassesten in den USA. Es scheint, als ob die amerikanische Rechtsregierung gerade auf diesen Augenblick gewartet hätte um eine Politik durchzusetzen, die noch vor 4 Monaten politisch nicht durchsetzbar gewesen wäre. Bush besitzt heute so viel Macht wie Roosevelt während des 2. Weltkriege … und nutzt diese aus. Nicht weniger als 1200 Ausländer (meist Muslime) wurden in den USA festgenommen, noch heute sitzen mehr als 600 in amerikanischen Isolierzellen, ohne Beweise, ohne Recht auf Verteidigung durch Anwälte.

In Europa ist eine ähnliche Entwicklung festzustellen. Das von der EU verabschiedete Anti-Terror-Gesetz setzt politische Auseinandersetzungen, «visant à menacer et à porter gravement atteinte ou à détruire les structures politiques, économiques et sociales d’un pays», mit Terrorismus gleich. Jegliche Linkspartei, Gewerkschaftssektion, Feministen-, Pazifisten- und Antiatombewegung fällt in diese Kategorie. Jeglicher Versuch kritischer Auseinandersetzung, sit-ins, unangemeldete Demos, RTS oder andere Formen zivilen Ungehorsams, könnten theoretisch mit 2 bis 20 Jahren Gefängnis geahndet werden. Natürlich wird diese Gesetzgebung heute noch nicht angewendet; sonst wäre wahrscheinlich auch «Jugend fir Fridden a Gerechtegkeet» eine Untergrundorganisation, die im Untergrund arbeiten würde. Dies heisst jedoch nicht, dass in Momenten politischer Auseinandersetzung mit Zuspitzung sozialer Konflikte (Streiks, sit-ins) diese nicht appliziert werden könnte ; eine etwaige rechtsextreme Regierung (siehe Italien, Österreich) könnte diese präfabrizierten rechtlichen Repressionswerkzeuge ohne weiteres einsetzen…

Islamischer Fundamentalismus

Unter den Kriegsgegnern gab es einige, die eine Niederlage der USA, ähnlich wie die der Sowjetunion in den 80ern, prohezeiten. So kam die plötzliche Niederlage des Talibanregimes für viele recht unerwartet. Doch diese war keine militärische. Die durch und durch korrupten Anführer der Talibanregimente wurden nicht mit Waffengewalt bezwungen, sondern mit saftigen Schmiergeldern zum Einlenken überredet. Da die pakistanische Regierung, aufgrund internationalen Druckes, ihre bisherigen Unterstützungsgelder für das Talibanregime eingestellt hatte, war dies ein recht einfaches Unterfangen. Die alten afghanischen Talibankämpfer, Kriegsverbrecher und Mörder, haben sich heute fast alle wieder in ihren alten Heimatdörfern häuslich eingerichtet. Doch das Phänomen der Islamisierung (Verbreitung des fundamentalistischen Islamismus) bleibt. Auch nach dem 11. September hatte es nicht den Anschein, als ob die Politik auf diese Frage ehrlich nach Antworten suchen würde. Dabei ist Fundamentalismus, für Millionen von Muslimen eine Art Schutzreflex, auf die Kolonialisierung ihrer Länder, ob durch Israel, BP oder EXXON. Diese Entwicklung wurde durch die kapitalistische Globalisierung verstärkt und viele Menschen in den arabischen Ländern fühlten sich in ihrer kulturellen Identität bedroht. Vielen dieser Menschen erscheint der islamische Fundamentalismus als einzig effektive Antwort zur Wahrung ihrer kulturellen Identität und gegen die Ausbeutung der Ressourcen in ihrem Land, durch fremde Firmen. Das tragische dabei ist, dass sie durch diese Einstellung gerade den Rattenfängern in die Arme laufen, denen wenig am Glück der Menschen liegt. Im Rahmen theokratischer (auf Religion aufbauender) Staaten verschaffen sich die lokalen Religionsführer, Macht und Geld, die sie durch extreme Unterdrückung der Menschen (besonders der Frauen) abzusichern versuchen. Dies zeigt eindeutig, dass die durch den Kapitalismus hervorgerufenen Probleme fundamentalistische, nationalistische und faschistische Tendenzen auf den Plan rufen können (siehe Aufkommen des Faschismus im Deutschland der 30er Jahre), die wir mit allen Mitteln bekämpfen müssen – indem wir für eine Globalisierung des Widerstandes eintreten und konkret nach Gesellschaftsalternativen ausserhalb des Kapitalismus suchen.

Die EU zieht in den Krieg…

Die Aussage, Krieg sei nichts weiter als „Politik mit anderen Mitteln“, scheint wieder für einen Grossteil der Bevölkerung als tragbar zu sein. Galt früher der Konsens, militärische Aktionen nur im Kader der UNO (die ebenfalls alles andere als ein Musterbeispiel an Demokratie und Gleichberechtigung ist), durchzuführen oder ihnen wenigstens diesen Anschein zu geben, so war der Afghanistankrieg eine Aktion der USA. Schon einige Tage nach den Anschlägen auf New York und Washington erklärten die USA Krieg gegen Unbekannt. Da die EU aber spätestens seit der Schaffung der europäischen Eingreiftruppe ebenfalls Anspruch auf militärische Interventionen, auch ohne die USA, angekündigt hat, überschlug sie sich mit Floskeln von « uneingeschränkter Solidarität  mit den USA », sah die gesamte westliche Zivilisation in Gefahr, kurz, wollte an der Seite der Vereinigten Staaten am Abenteuer Krieg teilnehmen. Nach der Einführung der Einheitswährung Euro, verkündigte die EU ebenfalls Anspruch auf eine tragende Rolle als weltweite militärische Supermacht. Nicht zuletzt wegen der enormen Ölreserven in Afghanistan und der geopolitisch wichtigen Lage, rücken heute europäische Panzer in Afghanistan ein. Die EU hat halt, als treibende Kraft der Globalisierung, auch spezifische Interessen, die sie versucht durchzusetzen. Wenn’s sein muss mit Waffengewalt. Diese bittere Erkenntnis des Afghanistankrieges muss sich auch in einer erweiterten Kritik an der Kriegspolitik widerspiegeln. Für die europäische Pazifistenbewegung bedeutet dies: verschärfte Kritik an der Kriegspolitik des eigenen Landes und eine (teilweise) Abkehr vom Mythos der «bösen» USA und der «guten» EU.

Bernard Thomas

Filed under: PapierQueesch,politics,Queesch Nr. 0 — Tags: , — Queesch - 1:02 pm

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Kein Krieg: Zitate

Kein Krieg
(T. & M.: Hartmut Engler / Ingo Reidl)
Kinderhände malen
Bomben auf ein Blatt Papier
und ein rotes Fragezeichen, keiner kann doch was dafür.
Die Guten und die Bösen, die Rollen sind verteilt,
das Drehbuch hdlt mit Sicherheit kein Happy-End bereit.
Das Fadenkreuz im Bildschirm und dann ein heller Knall.
Nur streng geschminkte Ahnungen vom wirklichen Verfall.
Das Meer schldgt hohe Flammen, und schwarze Wolken ziehn,
und mehr als sonst sieht man, die Leute leise betend knien.
Kein Krieg ist heilig,
kein Krieg ist gerecht,
im Teufelskreis der Waffen
wird gestorben und gerdcht.
Kein Krieg ist edel,
kein Krieg lebt von Mut,
er ist unvorstellbar grausam
und auch f|r sogenannten Sieger nur zum Verlieren gut
Unschuld ölverklebter Federn, die Welt verliert die Schlacht,
bis nicht mal mehr Profitgier unseren Todeshändlern lacht.
Haßgeimpft im Wüstensand, im Herzen schon das Gift,
bis kein Mensch mehr am Leben bleibt und dann erst Frieden ist.
Kein Krieg ist heilig,
kein Krieg ist gerecht,
im Teufelskreis der Waffen
wird gestorben und gerdcht.
Kein Krieg ist edel,
kein Krieg lebt von Mut,
er ist unvorstellbar grausam
und auch für die sogenannten Sieger zu viel verlorenes Blut
Schlimmer als ein Alptraum, Tote werden nicht mehr wach.
Die Bauern sind zuerst vom Feld bei dieser Art von Schach.
Kinderhdnde malen einen, der den Krieg verlor.
Im Radio läuft ,,Brüder”, und ich stell’s mir gerade vor.
Nie mehr vergossenes Blut, kein Herz mehr blind.
Stell dir vor, da_ Br|der endlich Brüder sind. Stell’s dir vor.
Kein Krieg ist heilig,
kein Krieg ist gerecht,
im Teufelskreis der Waffen
wird gestorben und gerächt….


PERVERSE FUEHRER

(World Trade Center)

Perverse Fuehrer in Allahs Namen:
im Kopf nur die Hoelle, in Ewigkeit Amen.
Verherrlicht den Tod, seid blind fuer das Leben:
Das kann euch Allah nicht Vergeben!

Perverse Fuehrer, in Christi Namen:
dealt auch mit der Hoelle, ohne Erbarmen.
Verwurstet die Menschheit, am liebsten global;
Hauptsach’ reich und Erfolg: das ist eure Moral.

Und wir? Da haeng’n wir im Dornengestruepp
von Hoellenmoral oder Monsterglueck,
was den einen beglueckt, weil’s den andern erstickt,
und wer’n selber langsam pervers und verrueckt.

Und traeumen doch alle vom Paradies.
Und wissen alle, was das ist.
Ham’s alle schon mal erlebt und gesehn.
Es ist ja da. Man kann hingehn.

Doch nicht mit Krieg und Hass und Rache.
Denn Leben ist eine heilige Sache.
Das zu erkennen, sind wir vielleicht hier.
Und wenn wir kaempfen, dann nur dafuer. Dann nur dafuer.

Klaus der Geiger

Lesley Stahl: Wir haben gehört, daß eine halbe Million Kinder gestorben sind (wegen der Sanktionen gegen den Irak). Ich meine, das sind mehr Kinder, als in Hiroshima umkamen. Und – sagen Sie, ist es den Preis wert?“
US-Außenministerin Albright: „Ich glaube, das ist eine sehr schwere Entscheidung, aber der Preis – wir glauben, es ist den Preis wert.“
(Interview mit der damaligen US-Außenministerin Madeleine Albright in der Fernsehshow „60 Minuten“ am 12. Mai 1996, zitiert nach Junge Welt, 29.9.2001)

Die Attacken der Terroristen waren enorm grausam. Im Vergleich aber kommen sie an das Ausmaß anderer Gräuel nicht heran, beispielsweise an Clinton’s Bombardierung des Sudan ohne glaubhaften Vorwand, wobei die Hälfte der pharmazeutischen Vorräte des Landes zerstört wurde und auch eine unbekannte Zahl von Menschen getötet wurde (niemand kann sagen wieviele, da die USA eine Untersuchung durch die Vereinten Nationen blockierten und sich weiter niemand darum scherte, der Sachlage auf den Grund zu gehen).
(Noam Chomsky, zitiert nach Graswurzelrevolution Oktober 2001)

Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jedermann wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann.
Mark Twain – ‚Der geheimnisvolle Fremde,‘ 1916, Kapitel 9 v


In dieser Zeit kann es keine Regierungs- und keine Oppositionsparteien mehr geben, sondern nur noch Deutsche.
(Guido Westerwelle, FDP-Boss, nach den Anschlägen)


Den Dschihad (“Heiligen Kreig”) gibt es im Christentum auch: Bush verkündet ihn nur mit anderen Wort – aus einem christlichen Hintergrund heraus.
(Oliver C. Pfannenstiel in AlLIGAtor 10/01, Zeitung der Grünen Liga)


Und selbst den Sport erreicht die Gleichschaltung:
Der Boxkampf zwischen Sven Ottke und dem Australier Anthony Mundine wurde abgesagt, nachdem Mundine die USA kritisierten. Nun darf er nicht mehr antreten …
(Quelle: FR, 23.10.2001)


Hier folgt eine Presseinfo der Gruppe Landfriedensbruch, die offenbar heute an einen Presseverteiler verschickt wurde.

Zu den Anschlägen in den USA
Krieg ist überall! Darum: Gewaltinstitutionen abschaffen!
Die Aufregung über die Anschläge in den USA überdecken den
weltweiten Terror von Ausbeutung, Diskriminierung und Herrschaft

Jede Gewalt, die Herrschaftsverhältnisse schafft oder festigt, ist falsch. Die Selbstbestimmung der Menschen, ihr Recht auf ein freies und schönes Leben sind Werte, die unantastbar sind. Daher sind politische Aktionsformen, die dieses Recht auf Selbstbestimmung angreifen, niemals emanzipatorisch und nur als Akt der persönlichen oder kollektiven Notwehr verständlich.
Diese Bedingungen lagen weder bei den Anschlägen in den USA vor noch liegen sie beim täglichen Terror im Namen des Profit und der Herrschaft von Religionen, Nationen oder Organisationen vor.
Die Anschläge in den USA haben keinen Krieg eröffnet. Vielmehr ist der Krieg als Kampf gegen das Menschliche immer und überall existent. Er reicht von den großen Bombardements im Irak oder in Jugoslawien über die Organisierung von Bürgerkriegen bis zu den Diskriminierungen, Abschiebungen, dem Hungertod, der Folter, dem Entzug der Lebensgrundlagen, der Zerstörung der Umwelt und der Ausbeutung als Arbeits  oder Reproduktionskraft im Namen von Kapital und Nation. Dieser Krieg hat US Städte erreicht. Die Grausamkeit von Krieg, nun von AmerikanerInnen am eigenen Leib erfahren, ist nur näher gerückt. Doch sie sich für die meisten Menschen der Welt schon immer existent.
Die Reaktionen der Politik nach den Anschlägen sind Heuchelei. Die Selbsterklärung der NATO zu einem Verteidigungsfall übersieht, daß die NATO längst Krieg führt. Weltweit.
Die Anschläge von New York und Washington bieten nur eine Chance: Zu begreifen, warum Gewalt als Form der Gesellschaftsgestaltung nicht richtig ist. Gesellschaft muß aus dem freien Willen der Menschen in freien Kooperationen entstehen. Organisationen, die Gewalt systematisch organisieren, stehen einer freien Gesellschaft entgegen. Die Menschen selbst müssen das Leben bestimmen. Das Land, die soziale Interaktion, die Kommunikation, die Produktionsmittel – all das muß ihnen selbst gehören.

Weg mit der NATO! Weg mit allen religiösen Organisationen! Weg mit allen Grenzen! Weg mit dem Markt und den Marktinstitutionen! Kei neues Pentagon und World Trade Center aufbauen!

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 0 — Tags: , — Queesch - February 1, 2002 1:22 pm

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NPD – Aufmarsch wurde zur Lachnummer

Im Rahmen der für Trier grössten Naziveranstaltung der Nachkriegszeit wollte die

faschistische NPD am 29 Dezember eine Demonstration “gegen Kinderschänder”
abhalten. Unter diesem fadenscheinigen Motto versuchten die braunen
Rattenfänger einmal mehr auch in der Grenzregion einen Fuss in die
politische und öffentliche Tür zu kriegen.

Doch der Auftritt der stolzen Deutschen wurde sehr schnell zum peinlichen
Spiessrutenlauf; die Antifa-Aktionen machten dafür umsomehr Spass. Hunderte
AntifaschistInnen aus allen politischen Spektren hatten sich bereits am
Vormittag in der Innenstadt zusammengefunden und marschierten pünktlich
für 12 Uhr vor den Hauptbahnhof, wo die Nazis zur gleichen Zeit starten
wollten. Diese aber mussten  erst mal zwei Stunden lang auf einem Bahnsteig
ausharren, und sich “ihr könnt nach Hause fahren” Rufe von Seiten der
wartenden Antifas anhören.
Kaum hatten sie den Bahnhof dann über einen abgesperrten Seiteneingang
verlassen, hagelte es Schneebälle, Wasserbomben, Böller und alles andere
was gerade wurfbereit war. Ca 2 Stunden lang quälte sich der NPD-Zug so
durch die leeren Strassen von Trier Nord und die ebensoleeren Alleen
Richtung Südbahnhof.
Ständig begleitet von mehren Hunderten Antifas, die – vom Wetter äusserst
begünstigt – die in Schildkrötenformation laufenden Glatzköpfe ebensolange
fast unablässlich mit Schneebällen eindeckten – sowie mit Matsch,
dutzendweise Eier und Gemüse und dem diversen Inhalt einzelner Mülltonnen.

Auch die geplanten Kundgebungen mussten ausfallen, denn der
Lautsprecherwagen der Nazis funktionierte kaum bis gar nicht – ungewiss ob
das an den zahlreichen Schneebällen auf die Soundanlage lag, oder am
technischen Unvermögen der Ewiggestrigen! So ihrer akustischen Hegemonie
beraubt (und entsprechend von spöttischen Antifa-Parolen überstimmt) machte
der durchnässte und ständig von weiteren eisigen Wurfgeschossen
drangsalierte Haufen eher einen lächerlichen Eindruck.

Die Polizei , die immerhin mit einem der massivsten Aufgebote präsent war
die Trier bis dato gekannt hat, zeigte sich bei dem ganzen allerdings recht
unmotiviert und “deeskalierend”. Zwar wurde das nötigste getan um
Zusammenstösse zu verhindern, und bei der Räumung von einigen
Strassenblockaden ging es auch nicht gerade sanft zu, aber allgemein
begnügten sich die Grün-Weissen damit, in einem lockeren Spalier die Nazis zu
begleiten, ohne sich um die herumwieselnden Antifas zu kümmern.

Zwar wurde die Nazidemo nicht verhindert – was um den Preis einer heftigen
Eskalation wohl auch möglich gewesen wäre. So aber war es fast genausogut,
hat Spass und Stimmung gemacht und auch (den begeisternd Schneebälle
formenden) Kindern und anderen “Nicht-Strassenkämpfern” ausreichend
Möglichkeit geboten sich tatkräftig antifaschistisch zu betätigen. Ernste
Verletzungen gab es keine und ausser einem durch verirrte Wurfgeschosse
zerbrochenen Schaufenster gab es kaum  Schäden  [Einige Dellen und Kratzer
wird der Nazilautsprecher allerdings schon erwischt haben].

Auch in der mainstream Presse kam alles gut rüber, mit wohlwollender
[wenngleich in typisch bürgerlicher Sichtweise] Aufmerksamkeit für das
Bündnis gegen Rechts und hämischen Anmerkungen über die mit hunderten von
Schneebällen bombardierten NPDler.

Etwas besorgniserregend ist der Umstand, dass es nur wieder 500 Menschen waren [
und das in einer Studentenstadt mit internationalistischem Ruf], die aus
Ihrer faulen Feiertagslaune herauszulocken waren. Denn immerhin war dieser
Aufmarsch eine Premiere, hat entsprechend Furore gemacht. Aber was soll
Mensch schon gross erwarten von der lethargischen blinden “Volksmasse”, die
allerhöchstens mal verflachten Antifaschismus à la Schröder zu konsumieren
bereit ist (wenn dieser es zu Sommerlochmode ausruft).

Auch die Beteiligung aus Luxemburg (etwa zwei Dutzend Menschen) war nicht
gerade der Hit. Zwar hatte „Déi-Lénk“ kurzfristig für alle Luxis einen Bus
gemietet, was schon mal eine sehr löbliche Initiative war; aber an sich kann
mensch sich auch hier fragen, wo denn die vielen modischen Punks, Ökos und
anderen “Bewegte” aus Luxemburg waren, die sich doch sonst auf jeder irgendwie
“alternativen” Veranstaltung umhertreiben

Egal, das war ein Erfolg, der sich nicht kleinreden lässt, und nach einem in
antifaschistischer Hinsicht etwas schwierigen Sommer gab es diesmal in Trier
eine sehr gute – in einigen Momenten fast enthusiastische – Stimmung, gelungene
Aktionen und ein deutliches und breites Signal gegen rechten Schwachsinn!

Doch der Kampf geht weiter. Nazis gibts auch wenn sie keine Demo machen. Und
Faschismus ist kein Betriebsunfall.

deswegen : linksradikal ins neue Jahr !!

Es grüsst,
Alfred, der anarchistische Aal

Diesen Bericht mit Fotos gibt es auf :
http://kiss.to/anarchy

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 0 — Tags: — alfred - 1:16 pm

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