Liminaires
La lecture contemporaine que l’opinion publique s’est forgée au sujet des toxicomanies procède de ce diffus avènement d’un individu supposé souverain et maître de ce qui le constitue (conception déjà avancée par Locke pour qui « lhomme est maître de lui-même, et propriétaire de sa propre personne et des actions et du travail de cette même personne ») Pour partielle et partiale que soit cette lecture, c’est là cependant la quintessence des représentations que notre société dite post-moderne a développée au sujet de ce qu’est ou devrait être l’Homme d’aujourd’hui. Ces représentations sont entre autres le fruit d’un basculement, non pas seulement philosophique, mais également des responsabilités publiques et privées permettant, devant une société se délitant chaque jour davantage, de blâmer « la victime » (2), seule responsable d’un malheur auquel désormais elle semble à sa manière participer.
(more…)
Menschen benötigen keine “heimtückischen Rauschgifthändler” um an Drogen zu kommen, psychoaktive Substanzen lassen sich in jedem Haushalt finden.
Obwohl weltweit viele Menschen, vor allem jüngere, davon Gebrauch machen, so ist das Schnüffeln dennoch ein recht unpopuläres Thema, zumindest in unseren Regionen. Es wird kaum darüber gesprochen und nicht viel darüber geschrieben. Literatur rein zu diesem Thema ist schwer zu finden. Ein aktuelles und im Handel erhältliches deutsches Buch ist nicht zu beziehen, wohl gibt es aber viele Drogenbücher, welche die Problematik auf wenigen Seiten umreissen. Schnüffelstoffe sind leicht verfügbar im Handel, sind billig und obendrein legal. Informationen zur Aufklärung über die Gefahren im Zusammenhang mit solchen Stoffen werden von Suchtberatungsstellen kaum vermittelt. Spezielle Erhebungen im Zusammenhang mit dem Konsum von Lösungsmitteln gibt es meines Erachtens für Luxemburg nicht.
Nicht nur unter Jugendlichen herrscht ein Informationsdefizit, auch viele Erwachsene sind sich nicht über diese Problematik bewusst. Öfters sind es gerade die Eltern, die unbewusst Zulieferer für missbrauchte Produkte im Haushalt sind. Verglichen mit anderen Rauschmitteln, unterscheiden sie sich von der Verfügbarkeit – sie sind im Alltagsleben fast überall präsent.
Was ist Schnüffeln?
Unter Schnüffeln wird das bewusste Einatmen von Dämpfen flüchtiger oder gasförmiger Substanzen zur Erzeugung eines Rauschzustandes verstanden. Schnüffeln ist kein neues Phänomen. Das Orakel von Delphi soll nach neuesten Spekulationen berauscht von aus Erdspalten austretenden Gasen seine rätselhaften Prophezeiungen zum Besten gegeben haben. Seitdem leichtflüchtige Lösungsmittel zur Verfügung stehen, werden diese inhaliert. Im 19. Jahrhundert wurde Ether geschnüffelt – regelrechte Etherparties wurden veranstaltet. Lachgas wird seit über 200 Jahren zur Berauschung eingeatmet. Es gehört jedoch nicht zu den Lösungsmitteln. Die gesundheitlichen Risiken des Lachgaskonsums sind, bei Beachtung gewisser Sicherheitsregeln, relativ gering. Dies sollte jedoch keinen Anreiz zum Konsum darstellen. http://www.lachgasinfo.de
Als Schnüffelstoffe betrachtet man in der Regel handelsübliche Lösungsmittel wie Farb- und Lackverdünner, Benzin, aber auch lösungsmittelhaltige Artikel aus dem Haushalts- und Bastelbereich: Sprays, Nagellacke, Filzschreiber, Klebstoffe, Farblacke, Feuerzeug- und Campinggas, Fleckentferner, Wachslöser, TippEx, etc. Aber auch Schuhputzmittel, Haarspray, Möbelpolitur und sogar Insektensprays wurden geschnüffelt… Bei uns werden vorwiegend lösungsmittelhaltige Klebstoffe und Feuerzeuggas konsumiert, dies ist aber je nach Land, Gesetzgebung und Lebensstandard verschieden.
Wer schnüffelt?
Aus der ESPAD-Studie (Europäisches Projekt für Schulerhebungen) aus dem Jahre 1995 bis 1999 geht hervor, dass Schnüffelstoffe in den meisten Ländern an zweiter Stelle der am häufigsten konsumierten Substanzen sind. Belgien, Spanien und Luxemburg liegen dabei mit 3% an der unteren Grenze und das Vereinigte Königreich mit 20% an der oberen.
Weit verbreitet ist das Lösungsmittelschnüffeln in ärmeren Ländern, vorzugsweise bei Kindern und Jugendlichen (13 bis 16J) in Ländern der dritten Welt. Oft schnüffeln dort schon 8-Jährige. Schnüffeln kommt jedoch in allen gesellschaftlichen Schichten vor, meistens aber in Regionen mit grösseren sozialen Problemen, öfters sind es Kinder und Jugendliche aus zerrütteten Familien: Unzufriedene Menschen, für welche das Schnüffeln eine Flucht aus dem Alltag ist. Geschnüffelt wird vor allem auch dort, wo entweder die Drogengesetze sehr streng sind (Schweden), oder Kinder und Jugendliche sehr arm sind. In der EU ist Schnüffeln vor allem in Schweden, Griechenland und Grossbritannien verbreitet. Schnüffelstoffe treten in Konkurrenz zu Alkohol und Cannabis auf. Je weniger verfügbar bzw. je teurer diese beiden Drogen sind, desto mehr wird auch geschnüffelt. Aber auch in Ländern wie Rumänien, Russland und der Ukraine kurbeln Armut und harte Cannabisgesetze den Lösungsmittelmissbrauch an. In Australien, bei der armen Urbevölkerung ist es vor allem gängiges Fahrzeugbenzin, bei den Strassenkindern Zentralamerikas in hohem Masse Klebstoff für Schuhe. Als Anlaß zum Schnüffeln gelten im allgemeinen auch Neugierde und Langeweile. Auch in verschiedenen Berufen, die ständig Kontakt mit lösungsmittelhaltigen Stoffen haben (Lackierer), kommt Lösungsmittelmissbrauch vermehrt vor.
In Ländern mit sehr strenger Drogengesetzgebung wie Malaysia, werden Berichten zufolge nebst erhitzten Kunststoffen sogar Toilettensteine geschnüffelt. Sie werden zuerst erhitzt und können schädliche Stoffe wie Naphthalin und Paradichlorbenzol enthalten. Sie sind billiger als Klebstoffe und mancherorts sogar gratis in öffentlichen Bedürfnisanstalten zu beziehen…
Konsumformen
Produkte, welche zum Schnüffeln missbraucht werden, sind meistens Gemische verschiedener Lösungsmittel mit anderen Stoffen: Kohlenwasserstoffe (Leichtbenzin, Hexan), Chlorierte Kohlenwasserstoffe (Chloroform, Trichlorethylen), Ester, Ether, aromatische Verbindungen (Benzol, Toluol, Xylol), Aceton (Nagellackentferner), usw.
Jedes Produkt hat deshalb eigene Wirkungen und birgt spezifische Gefahren. Eindeutige Eigenschaften lassen sich den verschiedenen Produkten so nur selten zuordnen.
Je nach Beschaffenheit der Produkte gibt es verschiedene Konsumformen. Dämpfe direkt aus Behältnissen, Flaschen oder Tuben zu inhalieren ist nicht immer sehr praktisch, da nicht genügend Dämpfe entwickelt werden. Deshalb werden lösungsmittelhaltige Erzeugnisse meist auf ein Tuch gegeben oder in eine Tüte gefüllt und vor Mund oder Nase gehalten. Feuerzeuggas wird, was besonders gefährlich ist, direkt aus dem Feuerzeug eingeatmet oder von der Druckflasche in einen Luftballon gefüllt und aus diesem inhaliert. Praxis ist es auch, Hohlräume wie Jackenärmel mit Gas zu füllen. Dies hat zudem eine gewisse Tarnfunktion. Benzindämpfe etwa können gleich aus dem Tank z.B. eines Rasenmähers eingesogen werden… Besonders Leichtsinnige ziehen sich eine Plastiktüte über den Kopf, bei Ohnmacht kann dies schnell zu einer tödlichen Erstickungsfalle werden!
Wirkungen
Die Wirkungen der Schnüffelstoffe hängen wie erwähnt von der Substanz bzw. dem Substanzgemisch ab. Es können stimulierende, betäubende aber auch halluzinogene Wirkungen erzielt werden. Dieses öfters mit ein und demselben Produkt. Die Wirkung erfolgt schon nach wenigen Sekunden und kann je nach Wirkstoff und Dosis zwischen 15 und 45 Minuten andauern. Rauschzustände (etwa bei Ether oder Aceton) können dem von Alkohol ähnlich sein: Euphorie, Benommenheit, Lallen, Bewegungsstörungen und gestörtes Raum-Zeit-Gefühl. Herzrasen, innere Unruhe und Atemnot können auftreten. Visuelle wie auch akustische Halluzinationen, vor allem in höheren Dosen und bei chlorierten Kohlenwasserstoffen wie etwa Chloroform sind möglich. Der Konsum größerer Mengen kann zur Bewusstlosigkeit führen. Bei zu hoher Dosis kann Bewusstlosigkeit und Atemlähmung mit Todesfolge auftreten.
Nach dem Rausch ist nicht selten ein unangenehmer Kater mit Kopfschmerz, Übelkeit und Benommenheit zu verzeichnen.
Risiken
Der Konsum von Lösungsmitteln birgt eine ganze Reihe von Risiken, die stoffgebunden sind und die für die im Handel erhältlichen Produkte recht unterschiedlich sind. Die Risiken hängen von vielen Faktoren ab. Es kommt relativ schnell zur Toleranzbildung, d.h. immer grössere Mengen werden benötigt, um den erwünschten Rausch zu erzielen. Mit fortschreitendem Konsum nehmen somit auch die Risiken zu. Die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit ist in den meisten Fällen nicht gegeben, wohl aber die einer psychischen. Regelmäßiges Schnüffeln kann zu erheblichen körperlichen und seelischen Schäden führen.
Stoffe wie Butan (Feuerzeuggas) sind enorm schädlich, Todesfälle durch Herzstillstand sind bekannt. In Deutschland gab es 1996 den ersten Todesfall, in England starben 1995 etwa 30 Jugendliche, nachdem sie Butan- oder Propangas inhaliert hatten. Butangas ist auch feuer- und explosionsgefährlich. Ein Fall, wo vier Jugendliche in einem Auto Butangas schnüffelten ist bekannt. Einer von ihnen zündete eine Zigarette an, dabei kam es zu einer Explosion, alle vier erlitten schwere Verbrennungen. Zudem besteht beim Einatmen von Gas immer die Gefahr einer verminderten Sauerstoffaufnahme und somit einer Schädigung des Gehirns.
So genannte “Poppers”, bekannt unter Namen wie “Rush”, “Hardware” oder “Jungle Juice”, werden ebenfalls geschnüffelt. Hierbei handelt es sich in engerem Sinne aber nicht um handelsübliche Lösungsmittel, sonders um herz- und gefässwirksame Substanzen, welche dem Arzneimittelgesetz unterliegen. Poppers werden teilweise heute noch als Herz- und Geburtsmittel und zur Behandlung von Angina Pectoris eingesetzt. Sie verursachen ein Gefühl von Wärme und Herzklopfen. Sie haben eine aphrodisierende Wirkung, weshalb sie in vielen Sexshops unter der Hand verkauft werden. Sie bestehen aus organischen Nitriten, vorwiegend Isoamylnitrit, aber auch Butylnitrit, Isopropylnitrit, Isobutylnitrit und verwandten Stoffen. Häufigste Nebenwirkung sind Kopfschmerzen. Organische Nitrite reizen die Schleimhäute, vor allem Verätzungen an den Nasenschleimhäuten sind häufig zu beklagen. Poppers dürfen auf keinen Fall von Menschen mit Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen oder niedrigem Blutdruck benutzt werden. Sie dürfen auch nicht verschluckt oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, besonders Viagra, genommen werden. Die Folgen können fatal sein. Eine Überdosierung kann zu Schlaganfall und dauerhaften Lähmungen führen.
Einige Mittel wie z.B. Lachgas in Patronen produzieren enorme Kälte beim Verdampfen. Es kann zu gefährlichen Verletzungen durch Unterkühlung kommen, wenn Patronen unsachgemäss geöffnet werden, etwa mit Hammer und Nagel… Besonders schädlich für die Lunge ist das direkte Einatmen von Produkten wie etwa Haarfestiger oder Farbspray.
Schleimhautreizung, Atembeschwerden, Heiserkeit und Husten sind gängige Folgen exzessiven Lösungsmittelkonsums. Herzkreislaufversagen oder Atemdepression (verstärkt bei gleichzeitigem Alkoholkonsum) mit fatalem Ausgang können vorkommen. Vor allem aber haben Langzeitfolgen dramatische Ausmaße. Längerer Missbrauch kann bleibende Schäden an Nieren, Lunge, Leber und Herz verursachen und zu chronischer Nervenentzündung und irreversiblen Hirnschäden (Verblödung) und zum Tode führen. Manche Stoffe beeinträchtigen das Immunsystem, andere wie Benzol (im Fahrzeugbenzin) und seine Derivate Toluol und Xylol sind vor allem blutschädigend und krebserregend. Hexan, ein Bestandteil des Benzins kann permanente Schäden an Muskeln verursachen. Fast alle Stoffe können in den Fettzellen über längere Zeit im Körper gespeichert werden. Chloroform ist in erster Linie ein Lebergift, hemmt die Herztätigkeit und wirkt auf das Atemzentrum. Die Gefahr des Erstickens im eigenen Erbrochenen sollte auch nicht ausser Betracht gelassen werden.
Besonders dramatisch sind die Folgen bei Menschen in der sogenannten Dritten Welt, Menschen, die ohnehin in schlechten Verhältnissen leben, eine schlechte Gesundheit besitzen und sich zwangsweise sehr schlecht ernähren müssen, sie sind noch anfälliger für die schädlichen Wirkungen dieser Substanzen.
Ausblick
Um das Schnüffeln und einige Folgen zumindest teilweise zu unterbinden sind verschiedene Bestrebungen seitens Politik und Herstellern unternommen worden. Hochgiftige Lösungsmittel wurden durch weniger schädliche ersetzt. Produkte wurden mit reizenden oder abstoßend riechenden Chemikalien versetzt um einen Konsum zu verhindern. Einige Klebstoffe wurden auf Wasserbasis entwickelt. Manche Treibgase wurden durch nicht berauschende Gase wie etwa Stickstoff ersetzt. Pumpzerstäuber kommen gänzlich ohne Treibgas aus. In einigen Ländern, so z.B. in England ist es verboten Feuerzeuggas an unter 18-Jährige abzugeben. Die genaue Kennzeichnung der Inhaltsstoffe und den damit verbunden Risiken auf den Behältnissen wäre eine weitere Möglichkeit, um auf Gefahren hinzuweisen.
Manche dieser Massnahmen – wie das Vergällen mit Methylethylketon (MEK) – haben bei den Schnüfflern mehr Probleme für die Gesundheit verursacht, als die unvergällten Schnüffelstoffe selbst, andere haben eher für die Umwelt eine gewisse Relevanz, als dass sie zur Eindämmung des Missbrauches beitragen würden. All diese Massnahmen greifen nicht an der Wurzel des Problems, und verhindern auch nicht das Umsteigen auf andere Produkte. Benzin gibt es an jeder Tankstelle und Farbverdünner wird es auch immer geben.
In Ländern mit weniger strengen Gesetzgebungen, die zusehends auf Aufklärung und Hilfeleistung setzen und in denen auch der Gebrauch von anderen Drogen wie etwa Cannabis toleriert oder zunehmend nicht mehr geahndet wird, hat das Schnüffeln ein eher geringeres Ausmass. Versuche von Ländern mit strenger Gesetzgebung, wie etwa Malaysia, selbst das Schnüffeln legaler Produkte unter Strafe zu stellen, sind gleich zum Scheitern verurteilt: Schnüffeln ist vor allem ein soziales, kein Drogenproblem!
Generell ist zu sagen, dass Kindern eine Perspektive gegeben werden muss. Bekämpfung der Armut und Verbesserung der Lebensqualität, gute Verhältnisse zu seinen Kindern spielen eine grosse Rolle. Künftig sollte bei der Drogenaufklärung auch vermehrt über solche Stoffe informiert werden.
Johnny Theisen
http://homepages.spider.lu/johnnyth
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Vom Konsum von Lösungsmitteln ist prinzipiell abzuraten, dennoch sollten folgende Regeln erwähnt werden:
Freunde nicht im Stich lassen, wenn was vorgefallen ist, ein Arzt hat immer Schweigepflicht!
Unterlassene Hilfeleistung ist nicht nur strafbar, sondern auch das Letzte!
Vorsicht beim Umgang mit brennbaren Substanzen und offenem Feuer!
Keine Plastiktüten über den Kopf ziehen!
Nicht direkt aus Feuerzeugen, Gaskartuschen oder Spraydosen inhalieren!
Nicht allein oder an gefährlichen Plätzen (Baustellen, Dächer, usw.) schnüffeln!
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Hebammen feiern Lachgaspartys im Krankenhaus
Eine unkonventionelle Verwendung für Beruhigungsmittel haben australische Hebammen entdeckt. Sie berauschten sich im Dienst mit Lachgas – zusammen mit einem der Ärzte.
Sydney – Das staatliche Wollongong-Hospital ist offenbar nicht ein Ort der Drogen-Therapie, sondern des -missbrauchs. Das berichtet die Zeitung “Daily Telegraph”, die Gesundheitsbehörden bestätigten den Bericht. Die zehn Geburtshelferinnen sollen Stickstoffoxydul in leeren Kreissälen genommen haben, während in den Nachbarzimmern Kinder zur Welt gekommen seien.
SPIEGEL ONLINE – 31. Dezember 2001
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Es geht eben nichts über eine gute Stimmung bei der Geburt…
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Report
Das beschriebene Mittel ist heute recht selten geworden und wird – laut meiner Nachfrage bei diversen Apotheken – auch kaum mehr in Luxemburg verkauft. Keine hatte das Mittel vorrätig, heute gibt es praktischere Kältesprays in Druckdosen. Alle mir gezeigten Modelle enthielten keine chlorierten Verbindungen.
Als ich 16 war, kaufte ich mir ne Flasche “Chlorethyl”, ein anästhetisch wirkendes Kältespray, in der Apotheke, um damit zu experimentieren, nicht um mich damit zu berauschen.
Als ich an der Flasche roch, stellte ich fest, dass dieses süsslich riechende Gas irgendwie berauschend wirkte… so wurde erst einmal kräftiger inhaliert, mal schauen, was passiert… Das war absolut geil, am Anfang zumindest.
Hab dann auch gleich ein paar Kumpels Bescheid gesagt und wir haben das Zeug zusammen ausprobiert. “Geil, absolut geil”, zumindest am Anfang… Damals gab es eine kleine Epidemie im Land, bis ein Arzt Wind von der Sache bekam und es der Apothekerkommission mitteilte. Diese Welle flachte damals aber wieder schnell ab. Die Apotheker fragten daraufhin immer, was wir mit dem Chlorethyl tun würden. “Sportsprellungen, Fussballclub soundso”, wir bekamen es trotzdem…
Später mussten ich, wie auch meine Freunde, immer mehr davon inhalieren um den gewünschten Rauschzustand zu erlangen. Es wirkte nicht mehr so wie am Anfang, man musste fast eine halbe Flasche inhalieren. Dafür verursachte es aber ziemliche Übelkeit!
Es gibt verschiedene Stadien des Rausches, die fliessend ineinander übergehen. Anfänglich verspürte ich eine gewisse Euphorie, ein angenehmes Gefühl, die Sinneswahrnehmung veränderte sich, die Luft erschien in Punkte zerlegt. Danach hörte ich alles mit mehrfachem Nachecho. Erinnert irgendwie an einen Hubschrauber. “Heli-Akustik”, wunderbar bei Donnerwetter… Bei weiterem Inhalieren, erreichte ich das halluzinogene Stadium. Es ist so, als wenn es einfach knallt in deinem Kopf, sowas wie einen Flash, ein Zustand mit Wachträumen, die du als real erlebst, dir durchaus aber bewusst bist, dass es nicht so sein kann. Einmal beim Flash sah ich, wie ich rückwärts über den Stuhl flog, und sah dabei die Gasflasche in meiner Hand zerschellen. Das war natürlich alles nicht real, die Flasche war noch heil und ich fiel auch nicht vom Stuhl.
Die Halluzinationen waren sowohl akustischer als auch visueller Natur. Ich sah unter anderem, wie mir jemand die Füsse mit einem langen Messer aufschnitt. Das war total echt. Meine Bewegung war arg eingeschränkt, das Einzige was noch halbwegs ging, war die Flasche immer wieder zum Mund zu führen und den Gashebel zu betätigen. Wenn in diesem Zustand noch weiter inhaliert wird, fällt man irgendwann in eine Art Koma. Beim Aufwachen, so nach etwa 30 bis 60 Minuten, war mir stets hundeelend.
Ein Bekannter wollte die Flasche nie hergeben, bis er total weg war. Hat die Flasche immer sehr energisch und aggressiv verteidigt. Er sah “sie mal Fussball spielen, auf der anderen Seite…”. Als ich ihm nachher von seiner Vision erzählte, konnte er sich nicht mehr erinnern. Ich hatte es aber gleich auf Band aufgenommen, um ihn nachher zu überzeugen. Er war so begeistert, wollte dann auch mich in einem solchen Zustand erleben. Und so gaste ich voll drauf los. Hallus gabs zwar nicht, dafür wurde mir mächtig übel und ich kotzte vom 2. Stock auf den Bürgersteig.
Das war eigentlich eine schlimme Zeit, wenn ich jetzt so zurückdenke. Das war halt so ne Phase, die hielt knapp ein Jahr an, wir merkten, dass das Zeug enorme Nebenwirkungen hat: Schweissausbrüche, Abgeschwächtheit, Übelkeit, Appetitverlust, usw.
Das ist nun auch schon 18 Jahre her.
Dies soll ein kleiner Beitrag aus dem sonst so schönen Österreich sein. Leider bin ich, seit mehr als einem Jahr, ein Vater ohne Sohn. Die ganze Sache begann im Mai 2001. Aus dem Verdacht mein Sohn könnte süchtig sein wurde Gewißheit. Wir durchsuchten damals den Papierkorb in seinem Zimmer, welchen er aber mehr als Mülleimer nutzte. Wir, das waren Frau und ich. Im besagten Papierkorb fanden wir zunächst teils Ruß geschwärzte, teils Blut befleckte Wattepads. Auch ein kleiner Behälter mit Ascorbinsäure (Vitamin C) fand sich in seinem Zimmer. Ebenfalls ein auf der Innenseite zerkratzter Löffel. Das alles waren bereits starke Indizien und so suchten wir noch genauer. Leider mit Erfolg. Da waren viele Feuerzeuge und Kerzen und schlußendlich auch, in der Schachtel eines Computerspieles, Einwegspritzen.
Mein Sohn war damals seit nunmehr vier Tagen nicht Zuhause gewesen. Anfangs hatte er sich noch, mittels seines Handys, ab und an gemeldet. Jetzt aber, war er gar nicht mehr erreichbar. Unsere Verzweiflung war Angesichts dieser Entdeckungen genauso groß, wie unsere Verunsicherung. Was sollten wir tun? Was, konnten wir überhaupt tun?
Wir hockten beieinander und berieten, meist weinend, wie wir nun weiter vorgehen sollten. Wir brauchten Informationen. Jetzt da unsere heil geglaubte Welt am zusammenbrechen war. So rief ich zunächst einmal die Drogenberatung des Landes an. Ein Tonband lief unter dieser Nummer. Es gab die Dienstzeiten an. Diese waren Mo., Di., und Do., Fr. von 10 bis 12 Uhr. Jetzt aber war es kurz nach Mittag. So versuchte ich es als Nächstes beim grünen Kreis. Dort aber hob erst gar niemand ab. Danach rief ich das BAS an. BAS steht für „betrifft Alkohol und Sucht“. Wieder ein Band. Da hieß es man sei ab 17 Uhr wieder erreichbar. Das alles fand an einem Mittwoch statt. So warteten wir, auch wenn uns das sehr schwer fiel, bis 17 Uhr. Dann wählte ich wieder die Nummer des BAS. Eine Frau meldete sich am anderen Ende. Ihr erklärte ich unsere Situation. Daraufhin meinte sie, ja, grundsätzlich sei ich schon richtig beim BAS, doch die zuständige Dame hätte diese Woche Urlaub und wäre erst ab Montag wieder da. Weiters ergänzte sie diese Auskunft dadurch, daß sie meinte, aber der nächste Sprechtag der Zuständigen sei erst Dienstags und auch hier wisse sie nicht, ob diese noch einen Termin frei hätte. Was denken sie, geht in Eltern vor, welche sich in ihrer ganzen Verzweiflung an Stellen des steirischen Suchthilfenetzes wenden und denen Solches widerfährt?
Richtig! Wir hatten eine schlaflose Nacht. Irgendwann am nächsten Tag aber, meldete sich unser Sohn. Er war bei seiner Großmutter in Graz, wir wohnten etwa gut 20 Kilometer außerhalb, und er bat darum ihn abzuholen. Er bat auch darum, daß wir uns beeilen sollten weil er bereits wieder Krachte. Er hatte also bereits Entzugserscheinungen. Wir setzten uns somit in meinen Wagen und fuhren nach Graz. Zum Glück traf ich unterwegs auf keine Polizei denn, so wie ich hier gefahren bin, hätte mich das wohl den Führerschein gekostet. Ich hatte nämlich kurzer Hand die Straße in eine Rennstrecke umfunktioniert. Bei seiner Großmutter angekommen, hieß es wir hätten Pech. Er sei schon wieder weg. Er hätte es einfach nicht mehr ausgehalten. Was nun?
Wieder machte sich diese Verzweiflung, diese Ohnmacht in uns allen breit. Ja sie waren eigentlich sogar alles was uns blieb. Nur eine halbe bis dreiviertel Stunde danach aber, läutete mein Handy. Wieder war es mein Sohn. Er sagte er habe es nicht mehr aushalten können, sich Stoff besorgt und sich inzwischen einen Schuß gesetzt. Jetzt aber sei er an einer Telefonzelle, in der Nähe unseres ehemaligen Wohnortes, und wir sollten ihn dort bitte abholen. Auch meinte er, er wisse nicht mehr weiter, er sei süchtig.
Diesmal klappte es. Mein Sohn wirkte gleichermaßen deprimiert wie auch erleichtert. Erst mal, fuhren wir zurück zu seinen Großeltern. Wir gedachten, wenn wir noch in Graz blieben, leichter die nächsten Schritte einleiten zu können. So riefen wir dann unseren Hausarzt an. Wir wollten einen rat von ihm. Wenn es ging, auch geeignete Medikamente, um den bevorstehenden Entzug zu unterstützen. Irrtum. Er wagte es nicht uns Medikamente zu verschreiben, statt dessen verwies er uns an die Sigmund Freud Klinik. Da gäbe es eine Entzugsstation meinte er und diese würde uns weiterhelfen. Wir verabschiedeten uns von meinen Eltern und fuhren in Richtung der Klinik los. Inzwischen war es früher Abend geworden. In der Klinik angekommen, machten wir zunächst die Entzugsstation ausfindig, begaben uns dort hin und erklärten die Lage. Ein Mann, er war Stationspfleger, nahm jetzt die Daten unseres Sohnes auf. Leider stellte sich bald heraus, daß dies auch schon alles war. Er sagte uns, er könne uns leider keine Medikamente geben und einen Platz für einen Entzug gäbe es auch nicht. Sie seien völlig überbelegt und man müsse mit einer Wartezeit von gut drei Monaten rechnen, um an einen Therapieplatz zu kommen. Was also, um Himmels Willen, konnten wir jetzt tun?
Wir berieten mit meinem Sohn die Lage, fuhren nach Hause und setzten das Gespräch mit ihm fort. Wir wollten herausfinden, was überhaupt, aus seiner Sicht möglich war. Nicht zuletzt, spielte ja auch seine Verfassung eine große Rolle dabei. Jetzt trickste er mich aus. Ich wußte das aber damals noch nicht. Er meinte, um bis zum und wenn möglich auch über den nächsten Tag zu kommen, brauche er etwa 3 Gramm Kokain. Na toll!
Das gefiel mir zwar überhaupt nicht, mangels einer besseren Lösung aber, begleitete ich ihn noch am selben Abend zu einem Dealer. Diesen störte meine Anwesenheit nicht im Geringsten. Für 3.800,- ATS, gab er meinem Sohn, auf offener Straße, drei Kugeln, gefüllt mit Kokain, je ein Gramm. Wir fuhren wieder nach Hause. Telefonisch bekamen wir, sogar noch für den nächsten Tag, es war immerhin schon Donnerstag, einen Termin bei einem Polizeiarzt der Stadt Graz. Dieser verschrieb uns nun wenigstens geeignete Medikamente. Es waren dies Mundidol und Tramal. Beides extrem starke Schmerzmittel. Beide konnten aber, auch das wußten wir zu jener Zeit nicht, auch als Ersatzdrogen von Süchtigen verwendet werden. Zum Glück aber, wußte das auch mein Sohn nicht. Wir schafften es zusätzlich auch, mit einem der Stationsärzte der Klinik einen Gesprächstermin zu bekommen. Nachmittags. Wieder fuhren wir in die Klinik, voller Zuversicht. Jetzt stand uns ein Gespräch mit einem, wie man uns sagte, was das Thema Sucht anging, äußerst kompetenten Arzt bevor. Nach einer kleineren Wartezeit empfing er uns. Ja, er schien wirklich sehr Kompetent zu sein. Er wirkte auch sehr bemüht nur, ein ungestörtes Gespräch war leider nicht möglich. Ständig klingelte das Telefon oder es klopfte jemand an der Tür. Das Ergebnis dieses doch ziemlich zerhackten Gespräches war ein Entzug Zuhause. Ihn starteten wir nun auch. Meine Frau kündigte hierzu ihre Stelle in einem renommierten Grazer Pelzmoden – Geschäft. Auch ich blieb etwa 14 Tage lang Zuhause. Mein Sohn verhielt sich dabei auch sehr tapfer. Ich hatte ihn gebeten, die Medikamente nur dann zu nehmen, wenn er seine Schmerzen schon gar nicht aushielte. Seine Schmerzen waren nicht nur leicht zu erkennen, sie müssen auch ziemlich stark gewesen sein. Dennoch kam er bei seinem ganzen Entzug mit insgesamt nur zwei Tramal und drei Mundidol aus. Der Bestand der Hoffnung, welche sich aus dem gelungen Entzug ergeben hatte, währte nur zwei Monate. Dann gab es bereits erste Anzeichen für einen Rückfall. Jedoch, es gab gleichzeitig aber keinen einzigen schlüssigen Beweis dafür. Im August feierte er seinen neunzehnten Geburtstag. So erhielt mein Sohn dann, nach einem Bluttest welchen er Anfang September machte und den mir der Arzt erklärte, die versprochene Belohnung für seinen Entzug. Ein Kurzurlaub in Kroatien. Leider konnte meine Frau uns nicht begleiten, da sie in der Zwischenzeit wieder eine sehr gute Stellung gefunden hatte. Es war mittlerweile Mitte September geworden. Der kleine Vater – Sohn – Urlaub war auch sehr schön. Auch wenn es nur drei Tage waren. Nach unserer Rückkunft aber, fuhr mein Sohn sogleich wieder weg. Wieder häuften sich die Verdachtsmomente. Es dauerte auch nur wenige Tage bis mein Sohn zugab, er habe wieder einen Fehler gemacht. Er habe sich wieder, wie er sagte aber nur Einmal, Kokain gespritzt.
Es stellte sich aber bald heraus: das war gelogen! Er war rückfällig geworden. Dann, eines Tages, verschwand meine Taxibrieftasche samt darin befindlichen gut 6.000,- ATS. Noch in der selben Nacht, allerdings schon sehr spät, kehrte mein Sohn zurück. Er brachte dabei sogar noch über 2000,- Schilling des Geldes mit. Er war verzweifelt. Wir auch. Wie hätte das auch anders sein können. Wieder berieten wir, alle drei zusammen, was wir denn noch tun könnten. Ich sagte meinem Sohn, daß wenn er sich wenigstens so weit kontrollieren könne, daß er uns nicht mehr bestehlen würde, ich ihn wohl aus dem Haus weisen müsse. Das war auch einem seiner Arbeitskollegen bereits geschehen. Auch er wurde natürlich weiterhin von seinen Eltern unterstützt. Nur hatten sie sich zu diesem Zweck ja auch erst einmal die eigene Existenz sichern müssen. Ich bat ihn, mich nicht dazu zu zwingen, da mir das mein herz zerreißen würde. Auch sagte ich ihm, ich würde es aber dennoch tun, wenn er mir keine andere Wahl ließe. Dieses Gespräch fand so etwa um Mitternacht oder auch schon etwas davor statt. Dann fiel mir ein mich bei der Exekutive erkundigen zu können. Und zwar, nach der Möglichkeit per Zwangseinweisung zu einem Therapieplatz zu kommen. Auch das tat ich natürlich mit vollen Wissen meines Sohnes. Die Auskünfte die ich dabei erhielt, lauteten etwa so: Das würde nur dann funktionieren, wenn wir zunächst die Rettung und die Gendarmerie riefen. Diese müßten dann den zuständigen Distriktsarzt rufen und dieser wiederum, müßte eine Selbstmordgefahr bei meinem Sohn bestätigen. Das besprachen wir ganz offen mit meinem Sohn und er war einverstanden. Er machte mit. Kurz darauf trafen Rettung und Gendarmerie bei uns ein. Mitten in der Nacht. Einer der beiden vom Roten Kreuz und ein Gendarm bemühten sich auch darum den Distriktsarzt zu uns zu holen. es dauerte aber fast zwei Stunden bis dieser auch bei uns eintraf. Es gelang. Mein Sohn überzeugte den Arzt von der drohenden Selbstmordgefahr und dieser ließ ihn nun auch tatsächlich einweisen. In die Sigmund Freud Klink. Es war wohl einer der schrecklichsten Momente unseres Lebens, sehen zu müssen, wie er nun, Mitten in der Nacht, von Rettung und Gendarmerie weggebracht wurde. Wieder brachen wir in Tränen aus. Kurz und Gut, schon bald stellte sich heraus, auch das war wieder ein Irrtum. Keineswegs nämlich, bedeutete es einen Therapieplatz. Nein, es ging dabei nur um einen Entzugsplatz. Der Unterschied war leider gewaltig. Nach nur sechs Tagen wurde er bereits entlassen. Besser gesagt, hinaus geworfen. Der dortige Stations-Oberarzt gehörte nämlich zu den Verfechtern von autoritärem Verhalten. Er schreckte nicht davor zurück, sich vor Entzugspatienten aufzubauen und mit ihnen herum zu schreien. Das erfuhr ich zunächst durch meinen Sohn, es wurde jedoch von allen anderen Patienten welche ich danach fragte, bestätigt. So warf er doch tatsächlich meinem Sohn dessen aggressives, im Entzug aber nur natürliches, verbales Verhalten vor. Körperliche Gewalt war ja zum Glück nie das Ding meines Sohnes. Er meinte zu mir, es gäbe für meinen Sohn wohl vor Ablauf von drei bis vier Jahren, keine Chance auf einen erfolgreichen Entzug. Keines meiner Argumente war imstande daran etwas zu ändern. Weiters meinte er, nach dem Entscheid einer Gerichts-Sachverständigen-Kommission, daß keine Selbstmordgefahr mehr bestünde, er würde ihn nun entlassen. Zwar fiel die Entscheidung der Kommission in meinem Beisein, doch Argumente zählten dort nicht. Innerhalb nur weniger Minuten traute sich deren Leiterin zu, festzustellen, es gäbe keine Selbstmordgefahr mehr. Und das bei Kokainentzug! Er, der Oberarzt, ergänzte das dann dadurch, daß er meinte, er könne ihn zwar schon auf offenen Entzug setzen, doch auch das habe nach seiner Meinung keinen Sinn. Auch die schon verzweifelt klingende, völlig aus eigener Motivation, gestellte Frage nach einer Musiktherapie meines Sohnes, änderte nicht das Geringste an seiner Meinung. Er sagte nur, wir sollten halt hinauf gehen auf die andere Station und uns dort erkundigen, es bestünde aber eben auch da eine Wartezeit. Während er uns das praktisch nur noch im Telegrammstil erklärte, schrieb er die Entlassung.
Solcher Art vor den Kopf gestoßen, standen wir nun da, mein Sohn und ich. Was zum Donnerwetter sollten wir jetzt machen?
Wir setzten uns in meinen Wagen und diskutierten über die Lage. Dabei einigten wir uns darauf, immerhin war es ja Donnerstag nachmittags, es in der nächsten Woche mit einem neuen Anlauf zu versuchen. Wir wollten zusammen Beratungsstellen aufsuchen und hofften dabei etwas erfahren zu können was uns weiterhelfen würde. Dazu jedoch, sollte es nicht mehr kommen!
Am Wochenende kiffte mein Sohn wie ein Weltmeister. Er hatte sich doch tatsächlich in genau jener Klinik mit ausreichend Gras versorgt. Nun gut dachte ich, besser immer noch als Braunes oder Weißes (Heroin und Kokain). Er wirkte jetzt schon deprimiert. Dazu kam noch eine Nachricht auf seiner Mobilbox, das war am Montag, welche sehr verspätet erst eingetroffen war. Es ging ja nur um eine Arbeitsstelle welche er dadurch auch noch verlor. Seine sofortigen Bemühungen, nach Erhalt der Nachricht, diesen Job noch zu retten, blieben erfolglos. Montag Abend hatte er dann auch noch einen kleinen Blechschaden mit seinem Auto. Noch an diesem Abend machte ich mit ihm eine Schadensbesichtigung und meinte, das sei nicht so schlimm. Wir würden das schon wieder hin bekommen. Es schien ihm egal zu sein. Am Morgen des nächsten Tages erwachte ich durch eine Diskussion, welche meine Frau und mein Sohn führten. Er war gerade erst, früh Morgens, mit ihrem Auto nach Hause gekommen, welches er aber unerlaubt benützt hatte. Ich stand auf und griff schlichtend ein. Danach nahm mein Sohn eine Lexotanil, ein sehr starkes Beruhigungsmittel, das hatte er in der Klinik bekommen. Ich meinte er solle sich erst einmal ausschlafen und ich würde ihn dann später, per Telefon, wecken. Er hatte ja noch einige Wege zu erledigen. Darunter ein Termin beim Arbeitsamt. Als es mir nicht gelang ihn so zu wecken, stellte ich mein Taxi wieder ab und fuhr nach Hause. Was war da los?
Ich wollte und mußte doch nachsehen. Zuhause angekommen, fand ich meinen Sohn im Wohnzimmer vor. Er wirkte völlig belämmert. Auf die Frage was los sei, sagte er, er sei gerade erst munter geworden. Da sich aber im Zuge des folgenden Gespräches sein Zustand rasch verbesserte, liess ich ihn schlußendlich wegfahren um seine Wege zu erledigen. Gegen Mittag rief ich ihn dann auf seinem Handy an. Er war im Krankenhaus bei seiner Oma. Sie war inzwischen mit einem inoperablen Tumor auf der Leber eingeliefert worden. Auch mein Vater befand sich zu dieser Zeit im selben Spital. Er hatte so hohen Zucker gehabt, daß er Zuhause nicht einmal mehr wußte welche Tür wohin führte. Meinem Sohn hatte ich, noch bevor er Zuhause losgefahren war, gesagt, er müsse aber um 15 Uhr wieder Zuhause sein, da er wohl insgesamt viel zu wenig geschlafen hätte. Das kurze Gespräch welches ich nun mit ihm führte, sollte das Letzte gewesen sein, was ich von meinem Sohn hörte. Er meinte dabei, er habe nichts genommen, alles sei in Ordnung und er würde nur seine Oma besuchen.
Als er jedoch um 15 Uhr noch nicht Zuhause war, versuchte ich ihn wieder anzurufen. Er hob nicht ab. So sendete ich ihm eine SMS. Ich wollte wissen ob er gedenkt, bald Nachhause zu kommen. Eine Antwort erhielt ich auch darauf nicht mehr. So verging Stunde um Stunde. Gegen 19 Uhr kam meine Frau von der Arbeit Nachhause. Ihr berichtete ich nun, was wieder so alles vorgefallen war. Wir waren uns sicher, er hatte wohl wieder einmal sein Handy für Drogen eingetauscht. Das hatte er schon zuvor einmal gemacht. Wir waren uns ebenso sicher, er sei wieder rückfällig geworden. Wir berieten und berieten, was für Möglichkeiten gab es noch? Wieder machten sich Ohnmacht und Verzweiflung in uns breit. Wir weinten. Ich konnte, nachdem wir irgendwann zu Bett gegangen waren alles, nur nicht Schlafen. So stand ich wieder auf und schaltete den Fernseher ein. Es war der 17te Oktober, fast genau 0 Uhr 30 als es an der Tür läutete. Na endlich dachte ich, da ist er ja. Als es aber schon nach sehr kurzer Zeit noch einmal läutete, wurde mir sehr rasch klar, daß Etwas passiert sein mußte. Das würde mein Sohn nicht tun, er kannte den Hausbrauch und auch den Weg hinunter zur Tür. Jemand anders mußte also vor der Tür stehen. Um diese Zeit, wer wohl, außer der Gendarmerie konnte das schon sein?
Ich öffnete und tatsächlich, es waren zwei Gendarmeriebeamte. Ich bat sie herein und sie erklärten mir dann, daß es um etwa 21 Uhr 30 einen schweren Unfall in Graz gegeben hatte. Einen mit Todesfolge, wie sie sagten. Dann stellten sie mir noch einige Fragen bezüglich meines Sohnes und seines Fahrzeuges. Immer klarer wurde es. MEIN SOHN WAR TOT!
Als die beiden Beamten dann, nach etwa einer halben Stunde wieder gegangen waren, kam auch meine Frau aus dem Schlafzimmer. Jetzt mußte ich ihr erklären was geschehen war. Ich mußte ihr doch tatsächlich sagen, daß wir nun Eltern ohne Kind waren!
Es war die mit Abstand schrecklichste Nacht in unserem gesamten Leben geworden. Wir weinten uns fast die Augen aus und rauchten eine Zigarette nach der Anderen. So schlimm diese Nacht auch war. Sie war nur der Anfang der schlimmsten Zeit meines Lebens, welche aber leider, noch bis Heute währt.
Inzwischen habe ich zum Thema Drogen und Sucht sehr viel gelernt. Das ist auch der Grund dafür, daß ich mich maßlos ärgere, wenn man per Gesetz Menschen die doch eigentlich nur Suchtkrank sind, um ihre gesamte Existenz bringt. Was hat es denn schon für einen Sinn, sie auf diese Weise nicht nur durch den entstehenden Druck, zu Straftätern zu machen?
Was hat es für einen Sinn, sie dadurch auch noch durch verunreinigte Schwarzmarktdrogen in ständige Lebensgefahr zu bringen?
Und was hat es für einen Sinn, auf genau dieselbe Weise auch ihren Angehörigen so viel Leid anzutun?
Laßt sie doch einfach süchtig sein! Auch andere Menschen sind doch süchtig. Auch viele unserer sogenannten Idole aus Sport und Musik, sind nichts anderes als SÜCHTIG!
Es sind nämlich, um süchtig zu werden, gar keine Drogen notwendig. Es ist nicht so, wie man uns das gerne glauben machen möchte. Es gibt keine bösen Drogen, nur böse Menschen!
Auch gibt es natürlich unaufgeklärte Menschen. Doch wessen Schuld ist das?
Wer sind denn jene, welche die Wahrheit kennen, sie uns aber nicht sagen?
Wer sind sie, daß sie die Wahrheit auch noch zu verdrehen versuchen?
Warum muß immer nur das Geld entscheiden, welches man, auch durch Sucht, verdienen kann, wer Leben darf und wer nicht?
Ja, auch ich habe einen Teil der Schuld zu tragen. Ich bin mir dessen bewußt. Ich wußte damals einfach viel zu wenig über dieses Thema. Sie sehen ja, wie es sich auswirkte.
Ich jedoch, muß bitter für diesen Fehler bezahlen. Was aber ist mit Jenen, die durch ihre unverantwortliche und unmenschliche Gesetzgebung, wie auch durch ihre sture und uneinsichtige Haltung, dafür sogar Hauptverantwortlich sind?
Was ist mit Jenen, die ihre persönlichen Interessen über die ganzer Völker stellen?
Von Wolfgang Arlic
Dadurch, dass die Gesetzgebung in Luxemburg nicht sehr realistisch ist und sogar Menschen die nur gelegentlich Cannabis rauchen, Angst vor der Repression haben müssen, ist eine ehrliche Suchtprävention nur schwer möglich, da die Betroffenen nicht mit ihrem Problem an die Öffentlichkeit gehen können.
Daneben stehen aber, die der Realität entsprechenden Fakten, welche auch viele Cannabiskonsumenten kennen, und welche die meisten Cannabiskonsumenten dazu bewegen, die Repression nicht ernst zu nehmen. Diese Fakten sind z.B:
- dass Cannabis weniger gefährlich ist als Alkohol und Nikotin, was bereits durch den im Juni 1998 vorgestellten Bericht von Pr. Bernard ROQUES im Auftrag des französischen Gesundheitsministeriums bewiesen wurde. Auch sprechen folgende Zahlen für sich: Jährlich sterben weltweit ca. 10 000 Menschen durch illegalisierte Drogen. Dagegen sterben an Tabak ca. 3 Millionen und an Alkohol ca. 300 000 Menschen, völlig legal.
- Jeder zweite Polizist, der für eine Studie in Grossbritannien befragt worden ist, hat zugegeben, selbst schon Cannabis konsumiert zu haben. Das berichtet die Londoner Times. An der Umfrage der Joseph Rowntree-Stiftung nahmen 150 Beamte aus der Hauptstadt London und der Grafschaft Süd-Yorkshire teil. Etwa drei Viertel der Polizisten kritisierten, dass mit dem Verbot ansonsten gesetzestreue Menschen kriminalisiert werden. Die Mehrzahl der Beamten war der Meinung, dass das Cannabisverbot die Beziehungen zwischen der Polizei und jüngeren Leuten belastet, insbesondere bei Angehörigen ethnischer Minderheiten. Einmal wegen Cannabisbesitz Verhaftete seien weniger dazu bereit, bei der Aufklärung ernsthafterer Straftaten behilflich zu sein. aus Half Of Police Have Tried Cannabis [The Times (GB), 16.03.2002]
Dies sind jetzt nur zwei Fakten die zeigen wie sinnlos es ist Cannabiskonsumenten zu kriminalisieren, weitere Argumente und Fakten findest in dem Artikel speziell zum Thema Argumente.
DEE SAATZ MUSS ECH NACH ÄNNEREN SOUBAAL ECH WEES WEI DEEN ANEREN ARTIKEL IWWERT D’HAMMERARGUMENTER HEESCHT.
Da eine ehrliche Suchtprävention zu fördern, das erklärte Hauptziel von der „Initiativ fir eng tolerant Cannabispolitik“ ist, fordern wir vor allem eine Entkriminalisierung von Cannabis.
Auch vom Kiffen kann mensch Probleme bekommen!!! (nicht nur mit der Polizei)
Ich, der Autor des folgenden Textes, heisse Johny Diderich, bin 24 Jahre alt und koordiniere die „Initiativ fir eng tolerant Cannabispolitik“.
Ich bin süchtig nach Cannabis
Ich selbst bin süchtig nach Cannabis geworden, weil ich dachte, da Cannabis weniger gefährlich ist als Nikotin und Alkohol, kann ich davon auch nicht süchtig werden. Ich war aber nicht schlau genug, zu wissen, dass täglicher Cannabiskonsum früher oder später auch zur Sucht wird, was ja ziemlich logisch ist, wenn mensch bedenkt, dass ja auch dann täglich Nikotin konsumiert wird, denn ich drehe meine Joints mit Tabak. Aber ich bin jetzt nicht nur Nikotinsüchtig, sondern auch psyschisch abhängig von Cannabis.
Nach 4 Jahren (von 16-20 Jahre) exzessivem täglichen Cannabiskonsums (damals war ich sogar stolz, dass ich in einem Jahr, die Tage an denen ich nicht gekifft habe, mit einer Hand zählen konnte) habe ich dann festgestellt, dass ich gar nicht mehr anders kann, es auf jeden Fall sehr schwer ist mal einen Tag keine zu rauchen. Und die Angst vor Lungenkrebs und anderen Krankheiten, wird seit dem Tag immer grösser, ich habe sogar die Angst, dass es schon zu spät ist um wieder gesund zu werden.
Dass die jetzige Cannabispolitik, die am meisten Geld in Repression und die Kriminalisierung von Cannabis steckt, mir nicht viel geholfen hat, dürfte wohl jedem klar sein (das nur so als Bemerkung.)
Ich kenne 12jährige Kinder die kiffen…
…und ich weiss auch, dass die jetzige Cannabispolitik eher solche Fälle fördert als verhindert. Diese Initiative soll dazu beitragen, dass diese Kinder wenigstens ehrliche Informationen über die Folgen des Cannabiskonsums erhalten oder informiert werden wie sie verhindern können psychisch abhängig zu werden.
Darum kommen jetzt auf den nächsten Seiten Tips und Fakten über Cannabiskonsum und Cannabissucht:
Warum konsumiert mensch Cannabis?
Unterschiedliches Konsumverhalten: Cannabis wird in der Erwartung konsumiert, Verstimmungen zu beheben, Spannungen zu lindern, Genüsse des Hörens, Sehens, Fühlens und Spürens zu intensivieren oder eine andere Art des Denkens zu genießen. Zu unterscheiden ist der vernünftige Gebrauch, in dem das rechte Maß eingehalten wird, vom unvernünftigen Gebrauch, der bis zur akuten Intoxikation oder bis zum chronischen Exzess führt. Zu unterscheiden ist außerdem zwischen Anfängern, die ausprobieren, und erfahrenen Konsumenten, die präzise Erwartungen haben.
Anfänger empfinden Cannabis-Konsum als Abenteuer und Wagnis. Sie wissen nicht, worauf sie achten müssen. Sie kennen die feinen Zeichen des Rausches nicht und nehmen häufig zu viel. Der Konsum hat ihnen keine Lust gebracht, manchen sogar quälende Unlust. Dies erklärt, weshalb zwei Drittel derer, die Cannabis probieren, es bald wieder aufgeben.
Problematisch sind die gewohnheitsmäßigen Dauer-Konsumenten. Sie haben mit 23,5 Jahren nicht nur das niedrigste Durchschnittsalter, sondern auch am frühesten mit dem Konsum von Cannabis begonnen (Mittel: 15,9 Jahre). Sie konsumieren Cannabis bis zu viermal pro Tag, meist um sich vorübergehend aus Angst und Lebensnot befreit zu fühlen. Wer vor schädlichen Folgen des Cannabis-Konsums warnt, bezieht sich auf die Gruppe dieser exzessiven Konsumenten.
Erfahrene Cannabis-Konsumenten sorgen für hinreichend gute äußere Umstände und werden von den Wirkungen der Droge nicht überrascht. Wie es Alkohol-Genießer gibt, so gibt es auch Cannabis-Genießer. Die Forschungsergebnisse lassen es zu, auf einem vergleichbaren Niveau des Genusses den Cannabis-Rausch zu beschreiben.1
Folgen
Im Rahmen des gelegentlichen oder regelmäßigen Freizeitkonsums, selbst wenn er die Frequenz von zweimal pro drei Tagen erreicht, entsteht durch Cannabis keine Sucht und keine Abhängigkeit und ist mit gesundheitlichen Schäden nicht zu rechnen. Dieses Fazit der Wissenschaft steht fest.
Wird Cannabis exzessiv konsumiert, entstehen außer Toleranz-Erscheinungen keine Zeichen einer Sucht. Entsteht eine Abhängigkeit, kann sie leichter überwunden werden als beim Alkohol; denn die Entzugssymptome sind flüchtig und klingen innerhalb von Stunden, höchstens von Tagen ab. Es gibt keine somatischen Befunde von Belang.2
Daß sich im Zusammenhang mit starkem Cannabiskonsum auch Abhängigkeitsprobleme und andere psychische Komplikationen entwickeln können, ist unter erfahrenen Praktikern unstrittig und auch durch die Cannabisstudie des BMG (Kleiber 19979) gut belegt.
Durch die langjährig ideologisch geführte Debatte zum Thema Cannabis sind jedoch die Ergebnisse dieser Studie in erster Linie für eine Entdramatisierung und Versachlichung der Cannabisdebatte nützlich, denn ohne Zweifel sind Kiffer mit Problemen eher eine Minderheit. Man kann davon ausgehen, dass vergleichbar mit Alkoholkonsumenten ca. 5-10% der Cannabiskonsumenten Probleme im Zusammenhang mit dem Konsums entwickelt. Bei einer geschätzten Anzahl von 2,5 Millionen aktuellen Cannabiskonsumenten allein in Deutschland, ist die Zahl derjenigen, die mit Cannabis Probleme haben jedoch nicht gerade gering.
Beeinträchtigungen und Nebenwirkungen
Bei einer sehr hohen Dosis, insbesondere wenn Haschisch in grösserer Menge gegessen oder getrunken wird, kann es zu visionären Zuständen, lebhaften Imaginationen, zu Halluzinationen und Wahnvorstellungen kommen.
Möglicherweise führt dies auch zu Kreislaufproblemen, Angstzuständen und Erbrechen.
Falls vor dem Konsum Ängstlichkeit, Bedrücktheit oder latente psychische Probleme vorhanden sind, können diese Probleme durch den Cannabisgebrauch verstärkt werden.
Starker und anhaltender Cannabisgebrauch kann psychische Erkrankungen begünstigen, jedoch nicht verursachen.
Ein langjähriger Cannabisgebraucher mit chronisch starkem Konsum erscheint möglicherweise apatisch, energie- und motivationslos.
Dieser Zustand ist jedoch nicht die Regel, liegt in der Persönlichkeit begründet und ist kein Indiz für ein cannabisbezogenes ‘amotivationales Syndrom’ (Antriebsverlust, Gleichgültigkeit, Leistungsablehnung).
Cannabisgebrauch beeinflusst während der Wirkungsdauer das Kurzzeitgedächtnis und verändert die Wahrnehmung. Die Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen und das Bedienen schwerer Maschinen ist somit zum Zeitpunkt der akuten Wirkung eingeschränkt.
Das Rauchen von Cannabisprodukten birgt die gleichen Gefahren wie der Tabakkonsum.
Folgen eines langjährigen Gebrauchs können Bronchitis, Emphyseme und Lungenkrebs sein.
Folgende Personen sollten generell auf den Konsum von Cannabisprodukten aus gesundheitlichen Gründen verzichten:
Kinder und Heranwachsende, schwangere/stillende Mütter, Herz- und Kreislaufkranke, Lungenkranke, psychisch Erkrankte.
Generell gilt: Das Risiko einer Droge ist nicht absolut bestimmbar.
Es zeigt sich immer erst im Zusammenspiel von drogenspezifischer Wirkung, Persönlichkeitsfaktoren und sozialen Umfeldbedingungen.
Die Entwicklung einer körperlichen Abhängigkeit mit entsprechenden Entzugserscheinungen ist nicht gegeben. Unter Umständen kann jedoch bei einem täglichen, exzessiven Gebrauch eine psychische Abhängigkeit als Gewöhnung an die Drogenwirkung entstehen.
In der Regel ist Cannabis eine relativ leicht zu kontrollierende und regulierende Rauchsubstanz, die wenig Neben- und Nachwirkungen hat.
Depressionen bei täglichem Cannabiskonsum?
Einer australischen Studie zufolge (Victorian Adolescent Health Cohort Study)
kann intensiver Dauerkonsum von Cannabis das Risiko von Depressionen
vergrössern. George Patton vom Centre for Adolescent Health in Melbourne und
seine Kollegen untersuchten dafür den Cannabiskonsum von ca. 2000 Jugendlichen
über einen Zeitraum von 7 Jahren (von 14 bis 20). Zu regelmässigem
Cannabiskonsum bekannten sich im Alter von 18 Jahren ca. 7 Prozent der
Teilnehmer, weniger als 100 männliche sowie ca. 40 weibliche Jugendliche.
Weibliche dauerkonsumierende Jugendlichen waren häufiger von Depressionen
betroffen als die jungen Männer. Bei gelegentlichem Konsum konnte kein Einfluss
auf Depressionen festgestellt werden. Da der Teil der Studie, der sich auf
Depressionen bezieht, bisher weder in einer Fachzeitschrift noch in Buchform
veröffentlicht worden ist, sind keine weiteren Details verfügbar.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,183124,00.html
Victorian Adolescent Health Cohort Study Report: 1992 to 1998 [1999]
http://www2.harvestroad.com/cgi-bin/dpms/dpr.cgi/dpmsref54/copas/original/COHORT\
V2.doc
Thema: selbsthilfe, prävention
REGELN BZW: EMPFEHLUNGEN FÜR EINEN VERNÜNFTIGEN, RISIKOMINDERNDEN UMGANG MIT CANNABIS
Versuche, möglichst nicht tagsüber bei der Arbeit oder in der Schule zu konsumieren, sondern nur in der Freizeit (Kiffen reduziert Deine Konzentrationsfähigkeit)
Konsumiere nur, wenn Du ‘gut drauf’ bist, wenn Du Dich wohl fühlst. Cannabis verstärkt die jeweiligen Stimmungen…
Konsumiere maßvoll und nicht, um Deine Sorgen zu vergessen
Konsumiere nicht jeden Tag, mache Pausen, suche bewußt Gebrauchsgelegenheiten aus und belohne Dich nach besonderen Ereignissen selbst
Schaffe eine angenehme Atmosphäre und konsumiere in der Gemeinschaft von Freunden. Beim Erstkonsum wähle sorgfältig die Umgebung und die Mitkonsumenten aus
Stelle das Kiffen nicht in den Mittelpunkt, andere Dinge sind wichtiger (Freund/Freundin, Schule, Ausbildung, Beruf, Hobbys, Sport etc.)
Wechsele auch die Gebrauchsformen (Tee, Gebäck, Purpfeife, Bongs, Kawum etc.), hauptsächlich Joints mit viel Tabak sind auf die Dauer wegen der Schadstoffe (z.B. Teer) gesundheitsschädigend. Bedenke aber, bei Tee und Gebäck vorsichtig zu dosieren. Space Cakes (Haschkuchen) essen ist riskant, da meist die Dosis nicht bekannt ist. Also: Vorsichtig antesten und nichts nachlegen, da die Wirkung erst nach ca. anderthalb Stunden einsetzt.
Lasse den Rauch nicht zu lange in der Lunge, inhaliere nicht zu intensiv. Es ist nämlich ein Vorurteil, daß man nur so ‘stoned’ wird.
Gebrauche Cannabisprodukte nicht in Kombination mit Alkohol oder anderen psychoaktiven Drogen. Dies kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Verschiedene Drogen verstärken sich in ihrer Wirkung.
Achte jederzeit auf die Dosierung. Beim Erstkonsum reichen 0,2gr. Haschisch oder Marihuana aus
Sei Dir darüber im Klaren, daß es auch gestrecktes Haschisch im Handel gibt (Streckmittel: Henna, bestimmte Öle, Baumharze, Sand etc.). Langes Nachglühen beim Bröseln weist auf Streckmittel hin
Besorge Dir Dein Dope nur bei guten Bekannten oder baue es dir selbst zu Hause an. Minimiere das Risiko eines Strafverfahrens, indem Du nur geringe Mengen besitzt
Nach dem Kiffen – Hände weg vom Steuer
Bei Unwohlsein und zum Runterkommen: Trinke Vitamin C-haltige Fruchtsäfte, Zuckerwasser oder Cola und kühle Kopf, Nacken und Unterarme. Wenn Du Dich ängstlich, gestreßt oder beunruhigt fühlst, begib Dich in einen ruhigen Raum und bitte einen Freund/ eine Freundin bei Dir zu bleiben
Ein täglicher, intensiv – exzessiver Gebrauch birgt die Gefahr einer psychischen Abhängigkeitsentwicklung in sich.
HILFE BEI DROGEN – NOTFÄLLEN
Wenn jemand nach dem Kiffen (insbesondere in Kombination mit anderen Drogen wie Alkohol, Ecstasy, Pilze etc.) kollabiert – die Augen rollen nach hinten, Atemnot, kalter Schweiß, Koordinationsstörungen, Übelkeit – dann sorge schnell für frische Luft und absolute Ruhe. Bringe die Person in die stabile Seitenlage und kontrolliere Atmung/Puls.
Es gilt: Keine Panik, Ruhe bewahren und die betroffene Person nicht alleine lassen.Wenn Hilfe nötig wird, rufe einen Notarzt (Nummer 112) und beschreibe genau was vorgefallen ist und welche Drogen konsumiert wurden (der Arzt hat Schweigepflicht!).
INDRO e.V. Münster
Text & Inhalt:
Dr. Wolfgang Schneider
2.Auflage 2001
Falls Du Probleme mit dem Kiffen oder auch in anderen persönlichen Bereichen hast, wende Dich vertrauensvoll an die örtliche Drogenhilfe oder an andere soziale Einrichtungen wie z.B.:
CePT: Centre de Prévention des Toxicomanies
3, rue du Fort Wallis
L-2714 Luxembourg
e-mail : cept@ong.lu und Suchttelefon 49 60 99 (anonym 24/24St.)
oder
Jugend- an Drogenhellef
13 Grand-Rue 25, rue du Fort Wedell 4, rue des Charbons
L-9030 Ettelbreck L-2718 Luxembourg L-4053 Esch/Alzette
Tel: 81 91 22 Tel : 49 10 40 Tel : 54 54 44
oder
Life – die ecoCreActive Plattform
Johny Diderich
1 von Nedelmann, Dr. med. Carl :Drogenpolitik: Das Verbot von Cannabis ist ein „kollektiver Irrweg“;Deutsches Ärzteblatt 97, Heft 43 vom 27.10.00, Seite A-2833
2 idem.
Jürgen Heimchen
Im Dezember 1996 trafen sich im Sauerland Eltern von Drogenkonsumenten aus NRW, um über die Drogenpolitik und ihre Auswirkungen für sie und ihre Kinder zu diskutieren. Ein Ergebnis dieses Wochenendseminar, durchgeführt durch den “Landesverbandes der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit”, war die Forderung nach Legalisierung von Cannabisprodukten. Schon im Mai des folgenden Jahres gingen die Eltern in die Offensive. Vor dem Nordausgang des Essener Hauptbahnhofs sammelten sie in wenigen Stunden ca. 3000 Unterschriften für eine Legalisierung.
Nach dieser erfolgreichen Aktion unterstützte nun auch der Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit sowie der Länderverband Schleswig-Holstein/Hamburg öffentlich diese Forderung. Auch in offenen Briefen an die Verantwortlichen in der Politik versuchten wir unserer Forderung Nachdruck zu verleihen. Unser Staat hat den Verkauf, Vertrieb und die Kontrolle der legalen Drogen Alkohol, Nikotin und Medikamente durch Gesetze geregelt ( u.a. Lebensmittelgesetz ), für uns ist es daher nicht nachvollziehbar, dass im Bereich der “illegalen” Drogen Kriminelle bestimmen, wo es lang geht.
Die folgenden, schon im Mai 1997 in einem Flugblatt verfassten Argumente, haben auch im Jahr 2001 nichts an ihrem Wahrheitsgehalt verloren.
Betroffene Eltern fordern: Haschischfreigabe!!
So die Überschrift unseres Flugblattes vom Mai 1997. Wir setzen den in unserer Republik üblichen Schlagworten Fakten gegenüber.
-
Haschisch - die Einstiegsdroge?? 97,5 % aller Haschischkonsumenten ( ca. 3-4 Mill. in der BRD) steigen nie auf harte Drogen um ! ( BVerfG. – Beschluss v. 9.3.1994, 1577ff )
-
Haschisch - eine gefährliche Droge?
Den jährlich 40.000 Toten durch die legale Droge Alkohol sowie den 70.000 Nikotintoten steht kein einziger Haschischtoter gegenüber!! -
Trennung der Märkte
Klare Trennung der “weichen” Droge Haschisch von den harten Drogen Heroin oder Kokain. Der fließende Übergang wird dadurch erheblich eingeschränkt. -
Kriminalisierung
Die Kriminalisierung des Drogenkonsumenten beschert schon dem überwiegend jungen Haschischraucher (Probierstadium) die Stigmatisierung. Sie verhindert gleichzeitig – aus Angst vor Entdeckung und Strafe – die Wahrnehmung von Hilferufen. -
Entkriminalisierung
Eine Entkriminalisierung der Drogenkonsumenten wollen alle Politiker, wenn man denn den großen Worten unserer gewählten Volksvertreter glauben könnte. -
Coffee-Shop
Gemütliches holländisches Café – das Rauchen von Haschisch ist keine Pflicht
Wir, Eltern und Angehörige von Konsumenten illegaler Drogen, fordern Straffreiheit und Legalisierung von Cannabisprodukten. Es ist unverantwortlich, daß sich unsere Kinder die relativ harmlose Droge Haschisch bei den Dealern besorgen müssen, die auch die “harten Drogen ” verkaufen wollen. Es ist auch nicht so, als sollte hier zu den legalen Drogen Alkohol, Nikotin, Tabletten u.a. nun noch eine neue Droge auf den Markt kommen. Haschisch ist schon seit Jahren auf dem deutschen Markt und kann fast an jeder Ecke gekauft werden; allerdings zu erhöhten Preisen, in schlechter Qualität sowie unter illegalen und kriminellen Bedingungen.
Liebe MitbürgerInnen, fordern Sie mit uns gemeinsam die Legalisierung von Haschisch ! Morgen schon kann auch IHR KIND zu einem Kriminellen abgestempelt werden, nur weil es einen Joint raucht!
Korrespondenzadressen:
Landesverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit NRW e.V., Gerichtsstr. 20 , 46236 Bottrop
Länderverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit Schleswig-Holstein/Hamburg e.V., Manhagerner Allee 17, 22926 Ahrensburg
Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V., c/o Jürgen Heimchen, Steinbeck 16, 42119 Wuppertal, Fon: 0202-423519, Fax: 0202-428577, Email: akzeptierende.eltern@t-online.de Bankverbindung: Stadtsparkasse Wuppertal, Konto-Nr. 958371, BLZ. 33050000
Am 15. März 2001 bekam Luxemburg mit den Stimmen von CSV und DP ein neues Drogengesetz. Im Grunde hat sich nichts wesentliches geändert, der Repression wird nach wie vor Priorität eingeräumt. Strafen für Drogenvergehen wurden allgemein herabgesetzt, im Falle von Cannabiskonsum riskiert Mann/Frau auch kein Gefängnis mehr, sondern nur noch eine “leichte” Geldstrafe, je nach Fall zwischen etwa 250 und 2500 Euro. Das Faktum des Gruppenkonsums wurde abgeschafft und trägt nicht mehr zu einer Erhöhung des Strafmasses bei. Cannabis in Präsenz von Minderjährigen zu konsumieren, kann zusätzlich mit einer Gefängnisstrafe zwischen 8 Tagen und 6 Monaten geahndet werden. Anstatt zumindest den Konsum von Cannabis oder halluzinogenen Pilzen zu entkriminalisieren und allenfalls zu reglementieren, wurden vom Gesetzgeber wiederum nur Strafen in Betracht gezogen. Mit Ausnahme von Cannabisprodukten wird auch absolut kein Unterschied zwischen den verschiedenen Drogen gemacht. Der Konsum anderer illegalisierter Drogen, wie etwa Ecstasy ist ebenfalls mit einer Gefängnisstrafe von 8 Tagen bis 6 Monaten und/oder 250 bis 2500 Euro Strafe behaftet.
Das Gesetz berücksichtigt in keiner Weise die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und geht eindeutig an einem anstrebenswerten Ziel vorbei: eine neue Richtung in der Drogenpolitik einzuschlagen, die auf Prävention, offener und ehrlicher Aufklärung, Förderung der Eigenverantwortung im Umgang mit Drogen und einer breiten Palette an Hilfsmöglichkeiten in kritischen Fällen basiert!
Letztendlich wurde durch das neue Gesetz zwar eine legale Basis für das Methadonprogramm geschaffen, die Möglichkeit zur Einrichtung von Fixerräumen und die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe wurden ebenfalls ab 2002 in Betracht gezogen. Die Verwirklichung dieser Projekte scheint jedoch bis auf weiteres verlegt worden zu sein. Großbritannien, die Niederlande und die Schweiz haben längst Studien zur kontrollierten Heroinvergabe durchgeführt. Die – äusserst positiven – Erfahrungen aus dem Ausland gilt es schnellstens auch in Luxemburg in die Praxis umzusetzen, Heroin muss wieder zum verschreibungsfähigen Medikament werden!
Nicht Heroin macht kriminell, sondern der Geldbedarf für den Schwarzmarkt. Viele Abhängige handeln selbst mit Heroin, um ihren eigenen Konsum zu finanzieren. Originalstoffabgabe würde diesen Teufelskreis durchbrechen. Durch Spritzenaustausch und Konsumräume könnten Infektionen und andere Risiken (ungewollte Überdosierungen) vermindert werden. Diese Massnahmen sollten ebenfalls auf Strafvollzugsanstalten ausgeweitet werden! Sie sind nicht gedacht um Süchtige in ihrer Sucht zu unterstützen, wie die Gegener solcher Massnahmen zu sagen pflegen, sondern um die Beschaffungskriminalität einzudämmen, vor allem aber um Menschenleben zu retten.
Ebenfalls ist im vermögenden Luxemburg zu bemängeln, daß es immer noch keine Nachtunterkünfte (Foyers de nuit) für obdachlose Abhängige gibt!
Warum eine Reform der Drogenpolitik?
Ob eine Droge als legal oder illegal eingestuft wird, hat recht wenig mit ihrem Suchtpotential, ihrer schädigenden Wirkung oder ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz zu tun. Die Leidtragenden der Prohibition sind in erster Linie die Konsumenten und Konsumentinnen, während kriminelle Strukturen und riesige unkontrollierbare Schwarzmärkte von der Illegalität profitieren.
Nicht nur verhindert eine repressive Politik einen bewussteren Umgang mit psychoaktiven Stoffen, sondern verursacht zusätzlich neue Probleme. Die Prohibition kostet die Gesellschaft ein Vermögen und richtet weitaus mehr Schaden an als der Konsum der illegalen Drogen selbst (Drogentote, Beschaffungskriminalität, Prostitution, organisiertes Verbrechen, Verbreitung von Krankheiten, Verelendung, Schulverweise, Inhaftierungen, usw.). Die Prohibition drängt vor allem die für soziale Ausgrenzung sensibelsten Personen, Jugendliche und junge Erwachsene an den Rand der Gesellschaft und fördert deren sozialen Abstieg durch die mit der Kriminalisierung verbundenen Sanktionen.
Es ist nicht sinnvoll, Gesetze so durchzusetzen, dass sie im Leben von Menschen mehr Schaden anrichten können, als das Verhalten, von dem diese Gesetze abhalten sollen, besonders wenn es ausser dem Bestraften keinen Geschädigten gibt. Die Niederlande betreiben schon seit 25 Jahren eine tolerantere Drogenpolitik. Neuerdings sind viele Länder, darunter Belgien, die Schweiz, England, Kanada und sogar Tschechien gewollt, andere Wege einzuschlagen. Drogenpolitik soll sich an der gesellschaftlichen Realität orientieren, auf Schadensverminderung und Hilfeleistung ausgerichtet sein und nicht weiter an längst gescheitereten moralischen Vorstellungen festhalten.
Was jeder Einzelne tun kann
Aktivisten, die sich für eine Drogenreform einsetzen gibt es in Luxemburg immer noch recht wenig. Es verstösst jedoch nicht gegen das Gesetz, für eine Änderung von Gesetzen einzutreten. Wenn Du das tust, nimmst Du nur dein im Grundgesetz verbrieftes Recht auf freie Meinungsäusserung wahr. Man muss auch kein Konsument sein, um vernünftigere Drogengesetze zu befürworten. Solange ein großer Teil der Bevölkerung Luxemburgs aber noch Dinge glaubt, wie etwa, dass Haschisch eine Einstiegsdroge sei oder die Kriminalisierung den Konsumenten oder der Gesellschaft nütze, liegt eine Entkriminalisierung oder Legalisierung von Drogen in weiter Ferne. Das Wichtigste ist deshalb einerseits sachliche und seriöse Aufklärung und andererseits Druck auf Politiker auszuüben und die Öffentlichkeit über die realen Fakten der Drogenproblematik aufzuklären.
http://www.drogenpolitik.org
http://www.cannabislegal.de
http://www.mapinc.org/mapde
http://groups.yahoo.com/group/legalsin
http://www.spider.lu/homepages/johnnyth
Johnny Theisen



