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Punker in Bayern in Haft

Wie wir der WOXX entnommen haben waren 10 Luxemburger Punker einige Tage in „Vorbeugungshaft“ anstatt wie geplant auf den Münchener Chaos-Tagen. Botschaft/ein luxemburgischer Parlamentsmitglied und ein Feierkrop Journalist haben sich für sie eingesetzt, doch scheint das die Münchner Polizei und die Verantwortlichen in Berlin wenig interessiert zu haben. Interessant wäre es einen Bericht von einem oder mehreren direkt betroffenen Punker zu bekommen….also bitte meldet euch bei uns!!!

Sozialforum in Luxemburg

Mit dem Prozess der jährlichen Sozialforn in Porto Allegre und im Herbst in Florenz haben sich jetzt auch lokale/regionale/nationale Initiativen gebildet. In Luxemburg haben schon einige Versammlungen des Sozialforums stattgefunden. Es ist sehr offen ausgerichte und im Grunde fèr alle Einzepersonen offen. Jedoch haben einige Organisationen sich bereits als ganzes an die Charta angeschlossen. Mehr dazu ist auf http://homepage.internet.lu/forumsociallux zu finden.

Iraq Sanctions – Humanitarian Implications and Options for the Future

Aus Anlass des 12. Jahrestages der Verhängung umfassender Wirtschaftssanktionen gegen den Irak (6. August 1990) legt das New Yorker Global Policy Forum gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen

aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich eine Studie vor, die sich mit den humanitären Folgen der Sanktionen befasst. Die englische Studie mit dem Titel “Iraq Sanctions: Humanitarian

Implications and Options for the Future” kommt zu dem Schluss, dass das bisherige System umfassender Wirtschaftssanktionen das Leid der irakischen Zivilbevölkerung verschärft und den politischen Zweck einer Lösung des Konflikts mit dem irakischen Regime verfehlt hat.

Die Studie ist in englischer Sprache erschienen und als PDf-Download http://www.weedbonn.org/unreform/Iraq-Sanctions-060802.pdf (505 kb) erhältlich.

Festung Luxemburg

In Luxemburg stehen 800 Abschiebungen bevor und der Justizminister ignoriert das Positionspapier von 11 Organisationen aus dem Flüchtlingsrat. Unter diesen Organisationen ist unter anderem die ASTM, Caritas und das Rote Kreuz. Obwohl in diesem Papier eine Zwangsausweisung nicht ausgeschlossen wird lässt eine Antwort des Justizministers weiterhin auf sich warten. Die ASTI hat das Papier nicht unterzeichnet, da sie es eh für illusorisch fand, dass Frieden die im Papier geforderten Mindeststandards für eine Rückführung akzeptieren. Auch Déi Gréng und Déi Lénk bleiben bei ihrem prinzipiellen Nein gegen Zwangsausweisungen. Doch dies reisst keineN LuxemburgerIn aus dem Schlaf und so ist es sogar möglich, dass im Tageblatt vom 8.August sogar steht, dass eine „fünfköpfige Flüchtlingsfamilie in ein Zwei-Mann-Zelt verbannt“ wurde….. please ACT!

Was ist los in den nächsten Monaten?

Leider haben wir es nicht hinbekommen für diese Queesch ein regelrechtes Programm zusammenzukriegen. Unter anderem sind wir uns nicht klar in welchem Raum wir unsere Veranstaltungen planen können. Sobald dies geklärt ist wird dies auf www.infoladen.lu angekündigt – also manchmal reinschauen. Hier jedoch einige Daten zum vormerken:

Vom 13.-15. September findet dieses Jahr wieder die Oeko-Foire des Mouvement Ecologique statt. LIFE un der Infoladen „Schréibs“ werden hier mit einem kleinen Stand vertreten sein.

Vom 13.-27. September sind die von den Car Busters ausgerufenen autofreien Tage! Zu diesem Anlass wird die Critical Mass am 27.9. hoffentlich mit deiner Beteiligung wieder zum Ausdruck unseres Wunsches nach autofreieren Städten.

Die EU ist da schon bescheidener: der „offizielle“ autofreie Tag ist am 22. September. LIFE wird mit seinem Solarmobil auf dem Galgenberg in Esch ein Konzert /wahrscheinlich „nove“) powern. Come and see us!

Am 5. Oktober ist wieder die Fête/Faites de la Résistance. Dieses Jahr wird sie jedoch anscheinend in der Stadt stattfinden.

Am 20. Oktober findet in der Kulturfabrik die nächste Tauschbörse des Tauschkrees statt. Nachdem die Tauschbörse vom 20. Juni einer voller Erfolg war und ein reges Tausches stattgefunden hat wollen wir nochmal mehr Menschen die Möglichkeit zum Tauschen – nehmen und geben ohne Geld – geben. Kontakt: www.tauschkrees.lu oder 26532895

In den Allerheiligen-Ferien findet vorraussichtlich von Donnerstags, dem 7. November bis Samstags/Sonntags (9/10.11.02) ein Treffen für Interessierte und/oder aktive Menschen statt. Organisiert wird es von LIFE und vielleicht mit dem Infoladen um Raum und Zeit zu haben sich mit Projekten wie „Natur-Waat ass daat?“, „Initiativ fir eng tolerant Cannabispolitik“, „Scooltour – Mam Solarmobil op Tour“, der nächsten Queesch-Ausgabe, Kletterworkshops, Ausflüge, reden, lachen,..usw. Das hängt aber noch davon ab ob genug Leute mitorganisieren und Pol sein Nachexamen besteht oder nicht UND ob Du dabei bist. Sag uns bitte Bescheid ob Du daran interessiert bist zu kommen, mitzuorganisieren und wenn Du eine Idee hast was dich am meisten interessiert. Kontakt: Gary&Pol: 26532895, life@lifeproject.lu

Filed under: News,PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Queesch - July 8, 2002 1:49 pm

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Warum eine ehrliche Suchtprävention nicht mit Repression vereinbar ist

Dadurch, dass die Gesetzgebung in Luxemburg nicht sehr realistisch ist und sogar Menschen die nur gelegentlich Cannabis rauchen, Angst vor der Repression haben müssen, ist eine ehrliche Suchtprävention nur schwer möglich, da die Betroffenen nicht mit ihrem Problem an die Öffentlichkeit gehen können.

Daneben stehen aber, die der Realität entsprechenden Fakten, welche auch viele Cannabiskonsumenten kennen, und welche die meisten Cannabiskonsumenten dazu bewegen, die Repression nicht ernst zu nehmen. Diese Fakten sind z.B:

  • dass Cannabis weniger gefährlich ist als Alkohol und Nikotin, was bereits durch den im Juni 1998 vorgestellten Bericht von Pr. Bernard ROQUES im Auftrag des französischen Gesundheitsministeriums bewiesen wurde. Auch sprechen folgende Zahlen für sich: Jährlich sterben weltweit ca. 10 000 Menschen durch illegalisierte Drogen. Dagegen sterben an Tabak ca. 3 Millionen und an Alkohol ca. 300 000 Menschen, völlig legal.

  • Jeder zweite Polizist, der für eine Studie in Grossbritannien befragt worden ist, hat zugegeben, selbst schon Cannabis konsumiert zu haben. Das berichtet die Londoner Times. An der Umfrage der Joseph Rowntree-Stiftung nahmen 150 Beamte aus der Hauptstadt London und der Grafschaft Süd-Yorkshire teil. Etwa drei Viertel der Polizisten kritisierten, dass mit dem Verbot ansonsten gesetzestreue Menschen kriminalisiert werden. Die Mehrzahl der Beamten war der Meinung, dass das Cannabisverbot die Beziehungen zwischen der Polizei und jüngeren Leuten belastet, insbesondere bei Angehörigen ethnischer Minderheiten. Einmal wegen Cannabisbesitz Verhaftete seien weniger dazu bereit, bei der Aufklärung ernsthafterer Straftaten behilflich zu sein. aus Half Of Police Have Tried Cannabis [The Times (GB), 16.03.2002]

Dies sind jetzt nur zwei Fakten die zeigen wie sinnlos es ist Cannabiskonsumenten zu kriminalisieren, weitere Argumente und Fakten findest in dem Artikel speziell zum Thema Argumente.

DEE SAATZ MUSS ECH NACH ÄNNEREN SOUBAAL ECH WEES WEI DEEN ANEREN ARTIKEL IWWERT D’HAMMERARGUMENTER HEESCHT.

Da eine ehrliche Suchtprävention zu fördern, das erklärte Hauptziel von der „Initiativ fir eng tolerant Cannabispolitik“ ist, fordern wir vor allem eine Entkriminalisierung von Cannabis.

Auch vom Kiffen kann mensch Probleme bekommen!!! (nicht nur mit der Polizei)

Ich, der Autor des folgenden Textes, heisse Johny Diderich, bin 24 Jahre alt und koordiniere die „Initiativ fir eng tolerant Cannabispolitik“.

Ich bin süchtig nach Cannabis

Ich selbst bin süchtig nach Cannabis geworden, weil ich dachte, da Cannabis weniger gefährlich ist als Nikotin und Alkohol, kann ich davon auch nicht süchtig werden. Ich war aber nicht schlau genug, zu wissen, dass täglicher Cannabiskonsum früher oder später auch zur Sucht wird, was ja ziemlich logisch ist, wenn mensch bedenkt, dass ja auch dann täglich Nikotin konsumiert wird, denn ich drehe meine Joints mit Tabak. Aber ich bin jetzt nicht nur Nikotinsüchtig, sondern auch psyschisch abhängig von Cannabis.

Nach 4 Jahren (von 16-20 Jahre) exzessivem täglichen Cannabiskonsums (damals war ich sogar stolz, dass ich in einem Jahr, die Tage an denen ich nicht gekifft habe, mit einer Hand zählen konnte) habe ich dann festgestellt, dass ich gar nicht mehr anders kann, es auf jeden Fall sehr schwer ist mal einen Tag keine zu rauchen. Und die Angst vor Lungenkrebs und anderen Krankheiten, wird seit dem Tag immer grösser, ich habe sogar die Angst, dass es schon zu spät ist um wieder gesund zu werden.

Dass die jetzige Cannabispolitik, die am meisten Geld in Repression und die Kriminalisierung von Cannabis steckt, mir nicht viel geholfen hat, dürfte wohl jedem klar sein (das nur so als Bemerkung.)

Ich kenne 12jährige Kinder die kiffen…

…und ich weiss auch, dass die jetzige Cannabispolitik eher solche Fälle fördert als verhindert. Diese Initiative soll dazu beitragen, dass diese Kinder wenigstens ehrliche Informationen über die Folgen des Cannabiskonsums erhalten oder informiert werden wie sie verhindern können psychisch abhängig zu werden.

Darum kommen jetzt auf den nächsten Seiten Tips und Fakten über Cannabiskonsum und Cannabissucht:

Warum konsumiert mensch Cannabis?

Unterschiedliches Konsumverhalten: Cannabis wird in der Erwartung konsumiert, Verstimmungen zu beheben, Spannungen zu lindern, Genüsse des Hörens, Sehens, Fühlens und Spürens zu intensivieren oder eine andere Art des Denkens zu genießen. Zu unterscheiden ist der vernünftige Gebrauch, in dem das rechte Maß eingehalten wird, vom unvernünftigen Gebrauch, der bis zur akuten Intoxikation oder bis zum chronischen Exzess führt. Zu unterscheiden ist außerdem zwischen Anfängern, die ausprobieren, und erfahrenen Konsumenten, die präzise Erwartungen haben.
Anfänger empfinden Cannabis-Konsum als Abenteuer und Wagnis. Sie wissen nicht, worauf sie achten müssen. Sie kennen die feinen Zeichen des Rausches nicht und nehmen häufig zu viel. Der Konsum hat ihnen keine Lust gebracht, manchen sogar quälende Unlust. Dies erklärt, weshalb zwei Drittel derer, die Cannabis probieren, es bald wieder aufgeben.
Problematisch sind die gewohnheitsmäßigen Dauer-Konsumenten. Sie haben mit 23,5 Jahren nicht nur das niedrigste Durchschnittsalter, sondern auch am frühesten mit dem Konsum von Cannabis begonnen (Mittel: 15,9 Jahre). Sie konsumieren Cannabis bis zu viermal pro Tag, meist um sich vorübergehend aus Angst und Lebensnot befreit zu fühlen. Wer vor schädlichen Folgen des Cannabis-Konsums warnt, bezieht sich auf die Gruppe dieser exzessiven Konsumenten.
Erfahrene Cannabis-Konsumenten sorgen für hinreichend gute äußere Umstände und werden von den Wirkungen der Droge nicht überrascht. Wie es Alkohol-Genießer gibt, so gibt es auch Cannabis-Genießer. Die Forschungsergebnisse lassen es zu, auf einem vergleichbaren Niveau des Genusses den Cannabis-Rausch zu beschreiben.1

Folgen

Im Rahmen des gelegentlichen oder regelmäßigen Freizeitkonsums, selbst wenn er die Frequenz von zweimal pro drei Tagen erreicht, entsteht durch Cannabis keine Sucht und keine Abhängigkeit und ist mit gesundheitlichen Schäden nicht zu rechnen. Dieses Fazit der Wissenschaft steht fest.
Wird Cannabis exzessiv konsumiert, entstehen außer Toleranz-Erscheinungen keine Zeichen einer Sucht. Entsteht eine Abhängigkeit, kann sie leichter überwunden werden als beim Alkohol; denn die Entzugssymptome sind flüchtig und klingen innerhalb von Stunden, höchstens von Tagen ab. Es gibt keine somatischen Befunde von Belang.2

Daß sich im Zusammenhang mit starkem Cannabiskonsum auch Abhängigkeitsprobleme und andere psychische Komplikationen entwickeln können, ist unter erfahrenen Praktikern unstrittig und auch durch die Cannabisstudie des BMG (Kleiber 19979) gut belegt.

Durch die langjährig ideologisch geführte Debatte zum Thema Cannabis sind jedoch die Ergebnisse dieser Studie in erster Linie für eine Entdramatisierung und Versachlichung der Cannabisdebatte nützlich, denn ohne Zweifel sind Kiffer mit Problemen eher eine Minderheit. Man kann davon ausgehen, dass vergleichbar mit Alkoholkonsumenten ca. 5-10% der Cannabiskonsumenten Probleme im Zusammenhang mit dem Konsums entwickelt. Bei einer geschätzten Anzahl von 2,5 Millionen aktuellen Cannabiskonsumenten allein in Deutschland, ist die Zahl derjenigen, die mit Cannabis Probleme haben jedoch nicht gerade gering.

Beeinträchtigungen und Nebenwirkungen

Bei einer sehr hohen Dosis, insbesondere wenn Haschisch in grösserer Menge gegessen oder getrunken wird, kann es zu visionären Zuständen, lebhaften Imaginationen, zu Halluzinationen und Wahnvorstellungen kommen.
Möglicherweise führt dies auch zu Kreislaufproblemen, Angstzuständen und Erbrechen.
Falls vor dem Konsum Ängstlichkeit, Bedrücktheit oder latente psychische Probleme vorhanden sind, können diese Probleme durch den Cannabisgebrauch verstärkt werden.
Starker und anhaltender Cannabisgebrauch kann psychische Erkrankungen begünstigen, jedoch nicht verursachen.
Ein langjähriger Cannabisgebraucher mit chronisch starkem Konsum erscheint möglicherweise apatisch, energie- und motivationslos.

Dieser Zustand ist jedoch nicht die Regel, liegt in der Persönlichkeit begründet und ist kein Indiz für ein cannabisbezogenes ‘amotivationales Syndrom’ (Antriebsverlust, Gleichgültigkeit, Leistungsablehnung).
Cannabisgebrauch beeinflusst während der Wirkungsdauer das Kurzzeitgedächtnis und verändert die Wahrnehmung.
Die Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen und das Bedienen schwerer Maschinen ist somit zum Zeitpunkt der akuten Wirkung eingeschränkt.
Das Rauchen von Cannabisprodukten birgt die gleichen Gefahren wie der Tabakkonsum.
Folgen eines langjährigen Gebrauchs können Bronchitis, Emphyseme und Lungenkrebs sein.
Folgende Personen sollten generell auf den Konsum von Cannabisprodukten aus gesundheitlichen Gründen verzichten:
Kinder und Heranwachsende, schwangere/stillende Mütter, Herz- und Kreislaufkranke, Lungenkranke, psychisch Erkrankte.
Generell gilt: Das Risiko einer Droge ist nicht absolut bestimmbar.
Es zeigt sich immer erst im Zusammenspiel von drogenspezifischer Wirkung, Persönlichkeitsfaktoren und sozialen Umfeldbedingungen.

Die Entwicklung einer körperlichen Abhängigkeit mit entsprechenden Entzugserscheinungen ist nicht gegeben. Unter Umständen kann jedoch bei einem täglichen, exzessiven Gebrauch eine psychische Abhängigkeit als Gewöhnung an die Drogenwirkung entstehen.
In der Regel ist Cannabis eine relativ leicht zu kontrollierende und regulierende Rauchsubstanz, die wenig Neben- und Nachwirkungen hat.

Depressionen bei täglichem Cannabiskonsum?

Einer australischen Studie zufolge (Victorian Adolescent Health Cohort Study)
kann intensiver Dauerkonsum von Cannabis das Risiko von Depressionen
vergrössern. George Patton vom Centre for Adolescent Health in Melbourne und
seine Kollegen untersuchten dafür den Cannabiskonsum von ca. 2000 Jugendlichen
über einen Zeitraum von 7 Jahren (von 14 bis 20). Zu regelmässigem
Cannabiskonsum bekannten sich im Alter von 18 Jahren ca. 7 Prozent der
Teilnehmer, weniger als 100 männliche sowie ca. 40 weibliche Jugendliche.
Weibliche dauerkonsumierende Jugendlichen waren häufiger von Depressionen
betroffen als die jungen Männer. Bei gelegentlichem Konsum konnte kein Einfluss
auf Depressionen festgestellt werden. Da der Teil der Studie, der sich auf
Depressionen bezieht, bisher weder in einer Fachzeitschrift noch in Buchform
veröffentlicht worden ist, sind keine weiteren Details verfügbar.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,183124,00.html

Victorian Adolescent Health Cohort Study Report: 1992 to 1998 [1999]
http://www2.harvestroad.com/cgi-bin/dpms/dpr.cgi/dpmsref54/copas/original/COHORT\
V2.doc

Thema: selbsthilfe, prävention

REGELN BZW: EMPFEHLUNGEN FÜR EINEN VERNÜNFTIGEN, RISIKOMINDERNDEN UMGANG MIT CANNABIS

Versuche, möglichst nicht tagsüber bei der Arbeit oder in der Schule zu konsumieren, sondern nur in der Freizeit (Kiffen reduziert Deine Konzentrationsfähigkeit)

Konsumiere nur, wenn Du ‘gut drauf’ bist, wenn Du Dich wohl fühlst. Cannabis verstärkt die jeweiligen Stimmungen…

Konsumiere maßvoll und nicht, um Deine Sorgen zu vergessen

Konsumiere nicht jeden Tag, mache Pausen, suche bewußt Gebrauchsgelegenheiten aus und belohne Dich nach besonderen Ereignissen selbst

Schaffe eine angenehme Atmosphäre und konsumiere in der Gemeinschaft von Freunden. Beim Erstkonsum wähle sorgfältig die Umgebung und die Mitkonsumenten aus

Stelle das Kiffen nicht in den Mittelpunkt, andere Dinge sind wichtiger (Freund/Freundin, Schule, Ausbildung, Beruf, Hobbys, Sport etc.)

Wechsele auch die Gebrauchsformen (Tee, Gebäck, Purpfeife, Bongs, Kawum etc.), hauptsächlich Joints mit viel Tabak sind auf die Dauer wegen der Schadstoffe (z.B. Teer) gesundheitsschädigend. Bedenke aber, bei Tee und Gebäck vorsichtig zu dosieren. Space Cakes (Haschkuchen) essen ist riskant, da meist die Dosis nicht bekannt ist. Also: Vorsichtig antesten und nichts nachlegen, da die Wirkung erst nach ca. anderthalb Stunden einsetzt.

Lasse den Rauch nicht zu lange in der Lunge, inhaliere nicht zu intensiv. Es ist nämlich ein Vorurteil, daß man nur so ‘stoned’ wird.

Gebrauche Cannabisprodukte nicht in Kombination mit Alkohol oder anderen psychoaktiven Drogen. Dies kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Verschiedene Drogen verstärken sich in ihrer Wirkung.

Achte jederzeit auf die Dosierung. Beim Erstkonsum reichen 0,2gr. Haschisch oder Marihuana aus

Sei Dir darüber im Klaren, daß es auch gestrecktes Haschisch im Handel gibt (Streckmittel: Henna, bestimmte Öle, Baumharze, Sand etc.). Langes Nachglühen beim Bröseln weist auf Streckmittel hin

Besorge Dir Dein Dope nur bei guten Bekannten oder baue es dir selbst zu Hause an. Minimiere das Risiko eines Strafverfahrens, indem Du nur geringe Mengen besitzt

Nach dem Kiffen – Hände weg vom Steuer

Bei Unwohlsein und zum Runterkommen: Trinke Vitamin C-haltige Fruchtsäfte, Zuckerwasser oder Cola und kühle Kopf, Nacken und Unterarme. Wenn Du Dich ängstlich, gestreßt oder beunruhigt fühlst, begib Dich in einen ruhigen Raum und bitte einen Freund/ eine Freundin bei Dir zu bleiben

Ein täglicher, intensiv – exzessiver Gebrauch birgt die Gefahr einer psychischen Abhängigkeitsentwicklung in sich.

HILFE BEI DROGEN – NOTFÄLLEN

Wenn jemand nach dem Kiffen (insbesondere in Kombination mit anderen Drogen wie Alkohol, Ecstasy, Pilze etc.) kollabiert – die Augen rollen nach hinten, Atemnot, kalter Schweiß, Koordinationsstörungen, Übelkeit – dann sorge schnell für frische Luft und absolute Ruhe. Bringe die Person in die stabile Seitenlage und kontrolliere Atmung/Puls.
Es gilt: Keine Panik, Ruhe bewahren und die betroffene Person nicht alleine lassen.Wenn Hilfe nötig wird, rufe einen Notarzt (Nummer 112) und beschreibe genau was vorgefallen ist und welche Drogen konsumiert wurden (der Arzt hat Schweigepflicht!).

INDRO e.V. Münster

Text & Inhalt:
Dr. Wolfgang Schneider
2.Auflage 2001



Falls Du Probleme mit dem Kiffen oder auch in anderen persönlichen Bereichen hast, wende Dich vertrauensvoll an die örtliche Drogenhilfe oder an andere soziale Einrichtungen wie z.B.:

CePT: Centre de Prévention des Toxicomanies

3, rue du Fort Wallis

L-2714 Luxembourg

e-mail : cept@ong.lu und Suchttelefon 49 60 99 (anonym 24/24St.)

oder

Jugend- an Drogenhellef

13 Grand-Rue 25, rue du Fort Wedell 4, rue des Charbons

L-9030 Ettelbreck L-2718 Luxembourg L-4053 Esch/Alzette

Tel: 81 91 22 Tel : 49 10 40 Tel : 54 54 44

oder

Life – die ecoCreActive Plattform

Johny Diderich


1 von Nedelmann, Dr. med. Carl :Drogenpolitik: Das Verbot von Cannabis ist ein „kollektiver Irrweg“;Deutsches Ärzteblatt 97, Heft 43 vom 27.10.00, Seite A-2833

2 idem.

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Tags: , — Queesch - 1:47 pm

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Eltern und Cannabis

Jürgen Heimchen


Im Dezember 1996 trafen sich im Sauerland Eltern von Drogenkonsumenten aus NRW, um über die Drogenpolitik und ihre Auswirkungen für sie und ihre Kinder zu diskutieren. Ein Ergebnis dieses Wochenendseminar, durchgeführt durch den “Landesverbandes der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit”, war die Forderung nach Legalisierung von Cannabisprodukten. Schon im Mai des folgenden Jahres gingen die Eltern in die Offensive. Vor dem Nordausgang des Essener Hauptbahnhofs sammelten sie in wenigen Stunden ca. 3000 Unterschriften für eine Legalisierung.

Nach dieser erfolgreichen Aktion unterstützte nun auch der Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit sowie der Länderverband Schleswig-Holstein/Hamburg öffentlich diese Forderung. Auch in offenen Briefen an die Verantwortlichen in der Politik versuchten wir unserer Forderung Nachdruck zu verleihen. Unser Staat hat den Verkauf, Vertrieb und die Kontrolle der legalen Drogen Alkohol, Nikotin und Medikamente durch Gesetze geregelt ( u.a. Lebensmittelgesetz ), für uns ist es daher nicht nachvollziehbar, dass im Bereich der “illegalen” Drogen Kriminelle bestimmen, wo es lang geht.

Die folgenden, schon im Mai 1997 in einem Flugblatt verfassten Argumente, haben auch im Jahr 2001 nichts an ihrem Wahrheitsgehalt verloren.

Betroffene Eltern fordern: Haschischfreigabe!!

So die Überschrift unseres Flugblattes vom Mai 1997. Wir setzen den in unserer Republik üblichen Schlagworten Fakten gegenüber.

  • Haschisch - die Einstiegsdroge?? 97,5 % aller Haschischkonsumenten ( ca. 3-4 Mill. in der BRD) steigen nie auf harte Drogen um ! ( BVerfG. – Beschluss v. 9.3.1994, 1577ff )

  • Haschisch - eine gefährliche Droge?
    Den jährlich 40.000 Toten durch die legale Droge Alkohol sowie den 70.000 Nikotintoten steht kein einziger Haschischtoter gegenüber!!

  • Trennung der Märkte
    Klare Trennung der “weichen” Droge Haschisch von den harten Drogen Heroin oder Kokain. Der fließende Übergang wird dadurch erheblich eingeschränkt.

  • Kriminalisierung
    Die Kriminalisierung des Drogenkonsumenten beschert schon dem überwiegend jungen Haschischraucher (Probierstadium) die Stigmatisierung. Sie verhindert gleichzeitig – aus Angst vor Entdeckung und Strafe – die Wahrnehmung von Hilferufen.

  • Entkriminalisierung
    Eine Entkriminalisierung der Drogenkonsumenten wollen alle Politiker, wenn man denn den großen Worten unserer gewählten Volksvertreter glauben könnte.

  • Coffee-Shop
    Gemütliches holländisches Café – das Rauchen von Haschisch ist keine Pflicht

Wir, Eltern und Angehörige von Konsumenten illegaler Drogen, fordern Straffreiheit und Legalisierung von Cannabisprodukten. Es ist unverantwortlich, daß sich unsere Kinder die relativ harmlose Droge Haschisch bei den Dealern besorgen müssen, die auch die “harten Drogen ” verkaufen wollen. Es ist auch nicht so, als sollte hier zu den legalen Drogen Alkohol, Nikotin, Tabletten u.a. nun noch eine neue Droge auf den Markt kommen. Haschisch ist schon seit Jahren auf dem deutschen Markt und kann fast an jeder Ecke gekauft werden; allerdings zu erhöhten Preisen, in schlechter Qualität sowie unter illegalen und kriminellen Bedingungen.

Liebe MitbürgerInnen, fordern Sie mit uns gemeinsam die Legalisierung von Haschisch ! Morgen schon kann auch IHR KIND zu einem Kriminellen abgestempelt werden, nur weil es einen Joint raucht!

Korrespondenzadressen:

Landesverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit NRW e.V., Gerichtsstr. 20 , 46236 Bottrop

Länderverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit Schleswig-Holstein/Hamburg e.V., Manhagerner Allee 17, 22926 Ahrensburg

Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e.V., c/o Jürgen Heimchen, Steinbeck 16, 42119 Wuppertal, Fon: 0202-423519, Fax: 0202-428577, Email: akzeptierende.eltern@t-online.de Bankverbindung: Stadtsparkasse Wuppertal, Konto-Nr. 958371, BLZ. 33050000

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Tags: , — Queesch - 1:35 pm

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Tabak – mebr als nur blauer Dunst

Eines schönen Tages entdeckte ich in der Bibliothek ein schwarzes Buch welches den Titel ,,TABAK“ in grossen roten Buchstaben trug. Als leidenschaftlicher Blaudunst-Fetischist sagte ich mir, dass dieses Buch ja vielleicht ganz interessant sein könnte und ich etwas mehr über das ach so liebliche Betäubungsmittel Tabak erfahren werde. Doch was ich dann las verschlug mir regelrecht die Sprache. Klar! Natürlich, dass Tabak Krebs, Gefässerkrankungen usw. hervorrufen kann war mir eigentlich egal. Dass auch Nicht-raucher, die sich zufällig in der Nahe meiner quarzenden Kippe aufhielten sich durch den ätzenden Gestank in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlten, war mir ehrlich gesagt auch egal. Doch, dass Tabakanbau (vor allem in der dritten Welt) mit Ausbeutung, Erpressung und regelrechter postkolonialistischer Versklavung zu tun hat, war mir dann doch ein bisschen zu viel.

Hier also nur einige Raucherinfos, die einen etwas anderen Blick auf das für manche doch so geliebte Rauchen werfen:

Die USA als Zentrum der internationalen Tabakwirtschaft

lm Bereich des internationalen Rohtabakhandels nehmen zu 90% die aus den USA stammenden Unternehmen die dominanteste Position ein. Diese sind durch teilweise sehr aggressive Übernahmen von Rohtabakverarbeitungsfabriken in den Exportländern (überwiegend Brasilien + Simbabwe) immer stärker in die Verarbeitungskette vorgedrungen. Mit ihrer offensiven Strategie begrenzter vorwärtiger Integration haben sie eine lndustrialisierung des Handels herbeigeführt. Viele traditionelle Tabakfarmen konnten (oder wollten) diesen Weg nicht gehen. Sie verpassten den Anschiuss an die neue Entwicklung und wurden von den aggressiven Konzernen übernommen. Diese aggressive Profitsucht führte dazu, dass heute nur noch ein Oligopol von 4 multinationalen (mit Gründungssitz in den USA) Unternehmen besteht. Es handelt sich hierbei urn Philipp Morris, B.A.T. , Reynolds und Rothman.

Beispiel Brasilien

In Brasilien sind mehr als 150000 Kleinbauern vertraglich an die obengenannten transnationalen Grossunternehmen gebunden. Das System funktioniert wie folgt: Für jeweils eine Saison wird vertraglich festgelegt zu welchem Preisschema eine gewisse Masse an Tabak aufgekauft wird. Dieses System soll beiden Seiten eine gewisse Sicherheit geben. Jedoch – als hätte man es geahnt – ist diese Sicherheit nur für die Tabakkonzerne relevant, nicht aber für die Farmer. Vor allem unvorhergesehene Produktionsschwankungen unterminieren das System. So führen zB.: Abwertungen der brasilianischen Währung, die einerseits die Exportererlöse der Konzerne erhöhen, andererseits die Schutz- und Düngemittel verteuern, regelmässig zu Nachforderungen der Bauern, die gelegentlich militante Vorgehensweisen mit sich führen.

Es gibt für den einfachen Bauern keine Chance aus diesem Teufelskreis zu enfliehen, denn jeder Bauer schliesst ja mit den Konzernen einen jährlich zu erneuernden Vertrag ab, in dem er sich verpflichtet! eine gewisse Menge an Tabak an das Unternehmen zu liefern. Doch es soll noch schlimmer kommen! Das eigentliche Problem besteht darin, dass die Unternehmen direkt und regelmässig in den bäuerlichen Produktionsprozess eingreifen. Sie verpfiichten ihre Bauern alle wichtigen ,farm inputs“ dh. Saatgut, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel etc. von ihnen zu beziehen und nach ihren Weisungen einzusetzen. Diese Mittel sind in der Regel teurer und von den Bauern nur durch Verschuldung an der örtlichen Bank zu ertragen.

Dieses System war von den Konzernen von Anfang an geplant. Durch dieses Eingreifen in den Anbau und die daraus resultierende Verschuldung der Bauern ist es den Konzernen möglich die Farmer über die Vertragsdauer hinaus an sich zu binden und sie für ihre Zwecke auszubeuten. Die 4 genannten Konzerne gehen wie folgt vor: Da die Bauern sich beim Ankauf der Pflanzenschutzmittel etc. verschulden, bieten die Konzerne ihnen finanzielle Unterstützung an. Sie zahlen den Bauern die von ihnen selbst imposierten!!! Saatgüter und andere,,farm inputs“. Dabei verschulden sich die Bauern nicht mehr bei den Banken sondern direkt bei den Tabakkonzernen. Welch ein Glück aber auch! Diese haben also jetzt alle legalen Rechte auf ihrer Seiten und zwingen die Bauern oft bis an ihr Lebensende für sie zu arbeiten, denn irgendwie müssen sie ja ihre Schulden abarbeiten. Die Farmer erzielen also keinen finanziellen Profit. John Nkuchia, Dozent an der Michigan Universität, unterstreicht die fatalen Folgen dieser finsteren Machenschaften für das Leben der Farmer:”(…) trotz der Einkommen aus dem Tabakanbau (sind) zahlreiche Fälle von Unterernährung bei Kindern (bekannt) und die Wohnverhältnisse sind äusserst bescheiden. (…),, Nach Nkuchias Studie leiden 52% der Kinder aus der Migori-Region unter chronischer oder akkuter Unterernährung oder sind untergewichtig.

Die menschlichen Kosten des Tabaks

Das Rauchen beeinträchtigt nicht nur das Leben der Raucher, sondern hat auch einen hohen Preis für das Leben der Tabakfarmer, das ihrer Familien, und der Umwelt. Das Ausgreifen der Tabakkonzerne auf Entwicklungsländer, angezogen von billiger Arbeitskraft und billigem Land, bringt ein ganzes Bündel von gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Problemen mit sich.

Die Tabakkonzerne nehmen (wie bereits erwähnt) die Bauern unter Vertrag und schreiben ihnen vor welche Pestizide sie zu benutzen haben. Es wird eine gewaltige Menge an Pestiziden auf die Tabakpflanzen gespritzt – und dies nach Anweisungen der Tabakkonzerne!! Das Problem bei der Sache ist, dass die Bauern keinerlei lnformationen über die Gefahren der benutzen Gifte bekommen (oft wissen die Bauern nicht einmal, was sie genau auf das Feld sprühen). lnfolgedessen ist den Bauern der Entwicklungsländer nicht bewusst was für einer Gefahr sie sich beim Versprühen der hochgiftigen Pestizide aussetzen. Wie man sich ausreichend schützt ist ihnen nicht bekannt, ausserdem ist Schutzbekleidung zu teuer. In vielen Anbaugebieten der dritten Welt, stehen die Farmer in kurzen

Hosen und kurzdärmeligen T-shirts auf dem Feld und versprühen die hochgiftigen Pestizide aus. Ausserdem wird ein grosser Teil der Chemikalien (durch schlechte Ausrüstung, korrodierte Sprühdosen etc) vergeudet. Somit steigern sich wiederum wiederum die Kosten der Bauern. Jetzt ratet einmal bei wem sich die Bauern diese Kredite holen. – ein echter Teufelskreis! 1993 sind 6000 gemeldete Fälle von Vergiftung durch Pestizide bekannt geworden. Das sind 6000 Tote!! Muss man sich einmal vorstellen!

Tabakkonzerne behaupten oft, dass die Tabakindustrie ein Segen für die Entwicklungsländer sei, weil sie notwendige Deviseneinnahmen sichert und die Verschuldung abbaut. Mit der Realität hat das wenig zu tun. Denn wie wir wissen bekommen, die Tabakfarmer in den Entwicklungsländern kaum etwas von den Profiten zu sehen, die Tabakkonzerne mit ihren Ernten erzielen. Die Tabakbauern der Dritten Welt haben wahrlich ein grosses Kreuz zu tragen.

Und die Moral der Geschichte?

Dieser Artikel soll keine Moral haben. Sie soll auch nicht ermutigen mit dem Rauchen aufzuhören, denn so wird den Bauern nur noch schlimmeres Leid angetan. Es stellt sich jedoch hoffentlich die Frage wie man etwas gegen diese Vorgehensweise der Konzerne machen kann. Dieser Artikel ist also als Stimulant zu verstehen, sich Gedanken über die Lage der Tabakfarmer zu machen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Queesch - 1:34 pm

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Gegen jede Tötung nichtmenschlicher Tiere

Tiere sind wie du und ich, und nicht mit einem Uhrwerk zu vergleichen wie es Descartes zu tun vermochte. Sie sterben nicht nur einfach so, sondern sie sind zudem leidensfähige Wesen, welche wissen und spüren können dass sie sterben. De facto macht es also ein wesentliches Unterschied ob ich eine Kartoffel entzweie oder ein Schaf köpfe.

Vorerst sei jedoch angemerkt dass folgendes Flugi sich in keinster Weise gegen muslimisch, noch gegen jüdisch-religiöse Sensibilitäten richten soll, sondern allgemein, eine Verwerflichkeit des Tötens ohne Notwendigkeit darstellen soll. Sicherlich waren eine Vielzahl jetziger VegetarierInnen und VeganerInnen früher selbst fleischverzehrende Mörder. Jedoch wollen wir mit unserem Auftreten die Menschen weder angreifen noch ärgern, sondern lediglich aufklären und ändern. Wir wollen den Menschen klar machen dass sie sich durch gewohnheitsmäßigen Fleischverzehr an der Folter und Ermordung von fühlenden, leidensfähigen Wesen beteiligen und schuldig machen. Das Schlachten, das Töten, das Schächten….der Tiere ist dabei ein zynischer Ausdruck der menschlichen Tyrannei. Ethik ist unteilbar und mensch kann nicht einerseits Menschenrechte fordern und andererseits für banalste Zwecke – und hierzu gehört nun einmal der Gaumenkitzel auf Kosten des Lebens anderer – Tierrechte mit Füßen treten. Fleischessen bedeutet demnach vorsätzliches Töten, Mord, und dies aus niedrigem Beweggrund, wie wir bereits gesehen haben. All jene welche diese Realität bewusst verkennen machen sich der egoistischen Mittäterschaft schuldig.

Speziesismus ist die Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Art, so wie Rassismus und Sexismus die Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe bzw. zu einem Geschlecht sind; eine Ungleichbehandlung gleicher Interessen basierend auf ethisch irrelevanten Merkmalen. (http://.maqi.de)

Das Gemeinsame all dieser Ausbeutungsarten liegt also in der Missachtung der Interessen anderer Wesen, in der Verletzung ihrer Rechte – kurz darin, dass sie auf Grund eines bloßen Gewaltverhältnisses zu persönlichen Zwecken missbraucht werden.

Infolgedessen ist es unser aller Pflicht, auch wenn es paternalistisch klingen mag, in Konfliktfällen wie dem der Schächtung unsere Stimme den Tieren zu geben. Die Tiere sind auf eine Vertretung durch uns angewiesen, sonst sind sie den vom Menschen unterdrückerischen und ausbeuterischen Unterfangen ausgeliefert ohne diese beeinflussen zu können. Tiere haben in dieser Welt leider keine „Stimme“.

Menschenrechte und Tierrechte gehören zusammen. Man kann nicht für die Befreiung der Sklaven oder für die Emanzipation der Frauen oder für die Rechte von Kindern oder für die Rechte von Tieren sein. Vielmehr muss man einfach erkennen, dass die Interessen von Wesen nicht deshalb moralisch weniger zählen dürfen, weil sie zu einer anderen biologischen Spezies oder Kategorie gehören.“

Wir wollen dich daraufhin sensibilisieren, dass die Tiere uns Menschen verwandte Wesen sind und du sie auch als solche erkennen sollst. Folglich ist es klar dass du sie nach jenen moralischen regeln behandeln sollst, die du auch im Umgang mit deinen Mitmenschen für richtig hältst.

Des weiteren gibt es noch eine Vielzahl anderer Fakten welche gegen den Verzehr von Tieren und der damit verbindlichen Massentierhaltung sprechen. Zum Einen ist ein herbivore Ernährung gesünder, zum Anderen verursacht die Fleischproduktion immense ökologische Schäden und außerdem kann der Fleischkonsum als eine der Ursachen für den Welthunger verstanden werden. Mit den Folgen des Fleischkonsums nehmen wir uns also unsere eignen Lebensgrundlagen.

Fédération Anarchiste

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Queesch - 1:32 pm

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Queesch duerch den Gaart

Baptême

Me promenant souvent au bord de la musique,

Je vis un jour ses flots déposer à mes pieds

Une belle guitare ; et le sort habillé

De son manteau hasard, ce mécène pudique,

A sans doute voulu m’accorder ce scaphandre,

Appareil pour plonger dans l’univers des sons

Et, pour voir à travers, percé d’un trou mignon,

Parce que je chéris les calmes scolopendres,

Mille-notes rivés à l’acier des portées,

Qui, sans mots, m’ont confié l’endroit de la poterne

Menant à mon bonheur ; ces insectes hibernent

Jusqu’à ce qu’en riant vienne les ranimer

L’été d’un musicien. Dans l’élément sonore,

Pourvu d’une bouteille à airs joyeux et tristes,

Je trempe tout mon coeur, tandis que les touristes

Se trompent de bonheur, pour voir les madrépores

Cachés dans la musique il faut être profond.

Ô plage remplis-toi d’un public indigène

Des pays enchanteurs quand la mer est sur scène

Pour faire, onde pour onde, une immense audition !

Et qui sait condenser l’infini qui déferle,

Qui sait, comme la nuit, attraper une lune

Pour faire des marées notre langue commune,

Tout le monde l’appelle un vrai pêcheur de perles.

Daniel

Vocabulaire :

Le sort : 1. Das Schicksal 2. Der Zauber

Le mécène : Der Gönner

Pudique : 1. Keusch, sittsam 2. Plein de discrétion, de réserve

Le scaphandre : Der Taucher-, Raumfahrer-anzug

Le scolopendre : Der Tausendfüssler, le myriapode

La portée : 5. Die Notenlinien

La poterne : porte dérobée dans la muraille d’enceinte d’un château

Hiberner : Winterschlaf halten

Le madrépore : die Schwammkoralle

Indigène : eingeboren, einheimisch

Une audition : eine musikalische Aufführung

Condenser : 1. Verdichten, kondensieren 2. Bündig ausdrücken, zusammenfassen

Déferler : branden, fig. Niederprasseln, sich ergiessen

Les marées : Ebbe und Flut, die Gezeiten

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Queesch - 1:31 pm

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Pornographiesucht, Telephonsex und der „CPOS“

Wieso gibt es beim „CPOS“ (Centre de psychologie et d’orientation scolaire) keine Informationsblätter zum Tagesthema Pornographiesucht? Ist es so selbstverständlich, dass Schüler und Studenten mit den Kino- und Nachtklubplakaten umgehen können?

Vielen Menschen fällt es schwer sich selber etwas vorzunehmen und dies auch in die Tat umzusetzen. Oft benötigen sie die Hilfe von anderen Menschen. Diese Unterstützung kann verbal sein, aber auch in einer räumlichen öffentlich geförderten Gemeinschaft mit beschränkter Haftung bestehen.( Fraenhaus, Centre de prévention des toxicomanies)

So manche Menschen sind dem Befehlston von akustischen Telefonsexaufzeichnungen schon einmal erlegen und tragen demütigende Erinnerungen mit sich herum. Auch sind gewaltsame sexuelle Szenen in Bild, Ton und Funk derart unausweichlich, dass es wohl kein Kind gibt, welches noch nicht mit pornographischen Bildern konfrontiert wurde.

Wäre es da nicht angebracht öffentlich-rechtliche Kampagnen zum Thema Pornographie- und Sexsucht zu fördern?

Eine Einbeziehung dieser Problematik in den Biologieunterricht könnte ebenfalls Tabus vermenschlichen und Betroffenen die Erleichterung bieten an etwas „Erlaubtem“ zu leiden.

Um die Kommunikationsfähigkeit in Würde an Schulen und Universitäten zu pflegen, braucht es ernstes Verständnis. Hierzu gehört auch die Wahrnehmung von Pornographiesucht. Das Angebot von therapeutischen Methoden sollte deshalb unbedingt durch Informationsbroschüren und Aufklärungsplakate an Lehranstalten bestehen.

Denn gerade wenn das Misstrauen bei den Menschen besonders gross ist, bedarf die luxemburgische Gesellschaft zukünftige Bürger, die sich nicht scheuen ihre Probleme zu artikulieren.

Alain Schmit

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — alain - 1:30 pm

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Obgeliesenes

Es ist die Position all jener, die weder „Optimisten“ („man braucht nichts zu machen“) noch „Pessimisten“ („man kann nichts machen“), sondern „Radikale“ sind, die den rationalen Glauben an die Fähigkeit des Menschen haben, der endgültigen Katastrophe entrinnen zu können. Dieser humanistische Radikalismus geht an die Wurzeln und damit an die Ursachen;

er versucht den Menschen von den Ketten seiner Illusion zu befreien; er postuliert die Notwendigkeit radikaler Änderungen , und zuvor nicht nur unseres ökonomischen und politischen Struktur, sondern auch unserer Werte, unserer Vorstellung von den Zielen des Menschen und unseres persönlichen Verhaltens.


Glauben heisst wagen, das Undenkbare denken und dennoch innerhalb der Grenzen des realistisch Möglichen handeln; Glauben ist die paradoxe Hoffnung, den Messias jeden Tag zu erwarten und doch nicht den Mut zu verlieren, wenn er zur festgelegten Stunde nicht kommt. Diese Hoffnung ist nicht passiv und nicht geduldig; sie ist im Gegenteil ungeduldig und aktiv und hält Ausschau nach jeder Möglichkeit, innerhalb des Bereichs realer Möglichkeiten zu handeln. Am wenigsten ist sie passiv, wenn es um das Wachstum und die Befreiung des eigenen Selbst geht. Sicher gibt es schwerwiegende Einschränkungen für die persönliche Entwicklung, die durch die soziale Struktur bedingt sind. Aber jene angeblichen Radikalen die meinen, innerhalb der heutigen Gesellschaft sei eine persönliche Wandlung weder möglich noch wünschenswert, benutzen ihre revolutionäre Ideologie als Ausrede für ihren persönlichen Widerstand gegen eine innere Wandlung.


Die Situation der Menschheit ist heute zu ernst, als dass wir uns erlauben könnten, auf die Demagogen zu hören – und am allerwenigsten auf alle jene Demagogen, die von der Destruktion angezogen sind – oder jene Führer, die nur ihren Verstand benutzen und ihr Herz verhärtet haben. Kritischens und radikales Denken wird nur dann fruchtbar sein, wenn es mit der kostbarsten Eigenschaft des Menschen vereint ist – mit einer Liebe zum Leben.


(aus: Erich Fromm, Studie zur Destruktivität des Menschen)



Place à la magie !

Place aux mystères objectifs !

Place à l’amour !

Place aux nécessités !


Au terme imaginable, nous entrevoyons

l’homme libéré de ses chaìnes inutiles,

réaliser dans l’ordre imprévu, nécessaire

de la spontanéité, dans l’anarchie

resplendissante, la plénitude de ses dons

individuels …


D’ici là, sans repos ni halte, en communauté

de sentiment avec les assoiffés

d’un mieux-être, sans crainte des longues

échéances, dans l’encouragemant ou la

persécution, nous poursuivrons dans la

joie notre sauvage besoin de libération

(extrait de REFUS GLOBAL, de Paul-Emile Borduas)

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Queesch - 1:29 pm

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Patcha Mama

Unique pouvoir autoritaire : Notre Mère Terre

Elle était là bien avant nous – Elle sera là bien après nous

Nos enfants aussi !!!

Epargnons leur le spectacle d’un avenir perdu

Die Natur ist eine intelligente und kraftvolle Energie. Sie kann sich jeder Zeit erholen, mit oder ohne Menschen. Mit Menschen ist uns sicher lieber, aber dafür muss mensch sich, die andern und die Natur kenne und respektieren, sich bewusst sein über die Schritte die mensch geht, über die Vor- und Nachteile, die Konsequenzen die man dadurch trägt.

Nur wenn mensch das Wissen hat und den richtigen Wert erkennt, Zweifel an der jetzigen Wertvorstellung hat, kann mensch für die Zukunft kämpfen. Denn was ist mehr wert: das Wasser oder das Gold? Für den Anfang dieser Welt sicher das Wasser. Für die Zukunft das Gold. Aber ohne sauberes Wasser ist es unmöglich zu existieren. Also keine Wasserverseuchung für das Gold. Sich zu bereichern am Gold das steht für das „philosophische“ Gold, nicht für das materielle Gold. Das Urgold und antike Gold, das für jeden von uns da ist, ist die Unität des Universums, die Lebensdauer der Natur, die Energie der Vorfahren, ihrer Wissenschaften, ihrer Philosophie, ihrem Versuch zu Luxus und Harmonie. Das ist unser Erbe, das ewige Erbe von Generation zu Generation. Wir müssen jetzt die Philosophie, die Macht und jede Glaubensrichtung analysieren; die durch Habsucht und Nicht-Akzeptanz aufgetretenen Konflikte müssen resümiert und koordiniert werden. Mit Naturbewusstsein, Intelligenz, Verständnis, Offenheit, Technik und Kommunikation können wir eine neue Harmonie realisieren. Das Lösen der jetzigen Probleme, das soll das Erbe sein an die jetzigen Generationen.

Aber Politik, Großkonzerne und Welt- und Waffenmächte machen sich anscheinend über die Konsequenzen nicht viel Sorgen. Die meisten machen sich nur Sorgen um Geld und Macht. Korruption für Geld, Korruption für Macht.

Patcha Mama bittet um Unterstützung von jeder positiven Energie zur Erkenntnis der wirklichen Werte! Für ein neues Denken. Brechen wir mit dem momentan allmächtig geglaubten Geldgott. Das Erbe liegt in der Natur, nicht in den Geldschränken, und es darf nicht im Besitz von ein paar sterblichen, unbewussten und profitsüchtigen Besitzenden sein.

Der Reichtum liegt in der Energie der Menschen, in ihren Händen und Gedanken und in solidarisch-bewussten Aktionen.

Romanozzi

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Queesch - 1:26 pm

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Can Masdeu : Eine Hausbesetzung

oder der Versuch, dem nahezukommen, was wir leben möchten

22. Dezember 2002, kurz vor Mitternacht:

Die Laternen erlöschen, 9 mit Werkzeug, Schlafsäcken und Leitern bepackte Menschen schleichen sich durch Collserola, das Waldhügelgebiet im Norden Barcelonas. Ziel ist ein altes Leprakrankenhaus, das seit 50 Jahren leersteht. Hunde schlagen an – nichts passiert. Weiter. Die erste Leiter hoch zum Hof, Gepäck hochziehen, die zweite Leiter zum 1. Stock, Fenster aufstossen, reinklettern und anfangen, die Eingänge zu barrikadieren. Kein auffälliges Licht benutzen, nicht zuviel Lärm machen. Endlich ist alles zu, schlafen, früh aufstehen, denn am naechsten Morgen kann schon die Polizei kommen.

(Während der ersten Woche ist die Räumungsgefahr noch gross, dann kommt der legale Prozess in Gange, wobei die Eigentümer Anzeige erstatten, die Polizei einige Personalien aufnimmt und irgendwann kommt es zum Gerichtstermin, was aber einige Zeit dauern kann.)

6 Monate später

halbes Jahr-Feier in Can Masdeu: wir sind immer noch da! Und so vieles ist in der Zwischenzeit passiert, aus dem heruntergekommenen Haus ist ein lebendiges Zuhause für 25-30 Menschen geworden, Nachbarn kommen vorbei, Aktivitäten finden statt, der legale Kampf geht weiter und alle sind eigentlich ein bisschen verblüfft, dass wir immer noch da sind. Und alle, die in dieser Zeit in Can Masdeu gewohnt haben oder auf Besuch waren, sind verliebt und angesteckt von der Energie in diesem Haus.

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CAN MASDEU bedeutet in katalan: Haus der vielen Quellen

Bewohner:

25-30 Leute, Hälfte spanisch, Hälfte von woanders ( Europa oder Lateinamerika)

Ziel fünfzig-fünfzig Männer- Frauen, im Moment einige Männer zuviel

Alter: 20-45 Jahre

Mischung von Leuten, die schon lange politisch aktiv sind und NeueinsteigerInnen

Haus: ziemlich gross, ca. 40 Zimmer (rangierend von kleinen Kammern bis zu Hallen)

Jede/r hat sein eigenes Zimmer, es gibt einen grossen Schlafraum für Gäste, ein grosse Küche, einen noch grösseren Gemeinschaftsraum, eine Halle für Veranstaltungen, Konzertraum, Infoladen, Fahrradwerkstatt, Werkzeug-Bastlerraum

Rundrum: Biogarten, einige anarchistische Hühner und ein verrückter Hahn, selbstgebaute Sauna, zum Swimmingpool umfunktionierter Wassertank, selbstangelegtes Obstbaumfeld,

2 Baumhäuser mit Kletterkram, grosse Grasterrassen, und dahinter gaaaanz viel Wald

10 Minuten mit dem Rad zur Metro und Betonhochhäusern.

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Was wollen wir denn?-Brainstorming“

Dieses Haus ist nicht nur für uns, sondern offen für andere.

Nachbarn kommen vorbei, arbeiten im Garten, Ältere sitzen unter dem Lindenbaum.

Plattformen, Kollektive, Netzwerke machen ihre Meetings bei uns.

Teilnahme und Organisation von politischen Aktionen

Selbstversorgt, bzw.abfallversorgt, umweltbewusst, frei, selbstbestimmt

Menschen Raum geben zum aktiv werden

Offen sein für alle, vor allem für Leute, die nicht sowieso schon in der Szene sind, denn nur wenn wir nicht immer nur in der eigenen Suppe schwimmen, kann sich was ändern.

Beispiel sein, dass es auch anders geht.

Die Welt verändern, indem wir das leben, was wir wollen.

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Was ist es denn, was es so besonders macht?

Hoffnung – ein anderes Leben ist möglich! Es funktioniert, wenn Menschen mit Kreativität,Verantwortungs-und Gemeinschaftsgefühl, Initiative und Motivation zusammen leben und mehr als das, es reisst andere mit. Viel Toleranz und Respekt, keine stundenlangen Diskussionen über jeden Furz, sondern einfach mal machen, das ist das Geheimrezept mit dem dieses Haus funktioniert. Minimale Organisation, verantwortliches Handeln und Eigeninitiative und ein ständiger Versuch unsere Meetings zu verbessern.

Selbstorganisation und Unabhängigkeit: Wir kriegen keine Unterstützung von Staatsseite und haben trotzdem alles, was wir brauchen. Sei es von der Strasse, aus dem Müll, getauscht geschenkt, gezockt oder gekauft, irgendwie kommt alles zu uns, ohne dass jemand von uns viel Geldarbeit machen müsste.

Kooperation und Gemeinschaft: zusammenarbeiten, voneinander lernen, sich gegenseitig helfen und vor allem zuhören, versuchen zu verstehen, andere nicht mit Problemen allein lassen.

Kreise ziehen, in den Köpfen der Menschen etwas verändern, Ideen leben statt nur quatschen.

Wir brauchen keinen, der uns sagt, was wir zu tun haben, wir sind selbst verantwortlich.

Wir brauchen keine Gesetze, die nichts mit uns zu tun haben, wir haben einen gesunden Menschenverstand und geben uns Regeln selbst, wenn wir den Eindruck haben, wir brauchen welche.

Wir brauchen nicht für Geld zu arbeiten, wir arbeiten freiwillig, wann und wozu wir Lust haben – und wir arbeiten viel, weil wir motiviert sind, nicht unter Zwang stehen und das, was wir tun für uns Sinn macht.

Wir versuchen so wenig wie möglich Umwelt und Menschen kaputtzumachen, sei es direkt durch Müllproduktion, Abgasen… oder indirekt durch kaufen bei Transnationalen und von nicht veganen, umwelt-oder sozialschädlichen Produkten. Wir leben von Wohlstandsmüll, Selbstversorgung und einem möglichst geringen Rest, den wir kaufen. Natürlich gibt es noch vieles, was besser sein könnte, aber wir arbeiten dran.

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Die (Nicht-)Räumung:

Das Highlight in der Geschichte Can Masdeus ist zweifellos der gescheiterte Räumungsversuch der Polizei. Mitte April verhängte der Richter ein 2wöchiges Geheimnis um die legale Situation, was für uns bedeutete, ok, sie kommen. Tag und Nacht wurde an Barrikaden und gewaltfreien Verteidigungen gebaut. Am 30. April um 9h kam ein Anruf von unserem Späher: Sie kommen! Keine Panik, alle Türen verbarrikadieren, die Aussengruppe nach draussen, und die Innengruppe auf ihre Plätze. Ein Dreibein auf dem Dach, einer hing am Blitzableiter, eine Badewanne hing aus dem Fenster, es gab 3 „Todesbretter“ (deathplank), die aus dem Fenster ragten und auf deren Ende jemand sass, 2 Stühle hingen an der Hauswand und ein Seilweg führte zum Elektromast.

11 Leuten hingen insgesamt an der Hauswand, als die Polizei sich endlich durch die Barrikaden geschlagen hatte. Die Aussengruppe machte Pressearbeit und bald war klar, dass die Polizei nicht wusste, was tun. Richterliche Gewalt gebot ihnen, uns zu belagern – wir würden schon irgendwann von selbst aufgeben. Und so verging der erste Tag, die erste Nacht, es fing an ununterbrochen zu regnen, der zweite Tag, die zweite Nacht. Inzwischen war die gesamte Presse da, Titelblatt in den Zeitungen, stündliche Situationsberichte im Radio, Fernsehreportagen. Ebenso anwesend die Nachbarschaft und die Hausbesetzerszene, um uns zu unterstützen, plötzlich gab es unten ein Camp mit 200 Leuten, Leute kochten, es wurde Musik gemacht und immer wieder versucht, Essen und Decken zu uns durchzubringen – erfolglos, die Polizei blockte alles ab. Botschaften wurden eingeschaltet, der Rathausplatz besetzt, die Strasse blockiert, sogar in Amsterdamm besetzten einige Aktivisten die spanische Botschaft, bis diese Unterstützungsfaxe sandte. Die Frauen aus der Nachbarschaft stellten sich mit Wasserflaschen vor die Polizeikette, ältere Herren sagten der Polizei ihre Meinung. Der öffentliche Druck wurde immer grösser, und wir hingen immer noch dort. Dritter Tag: die Polizei zieht ab, der Richter hat den Räumungsbefehl vorläufig aufgehoben, Menschen stürmen in das Haus, die Küche ist überfüllt mit Essen, das von überall herkommt. Alle sind völlig fertig und verdammt glücklich, denn WIR HABEN GEWONNEN !!! (und wir gewinnen sonst nie…)

Nächster Gerichtstermin ist im September, wir werden sehen…

Mehr Fotos gibt’s bei www.barcelona.indymedia.org, Suchwort: Can Masdeu, mit Tipus: Imatges

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Ist euch schon mal aufgefallen, wieviel Häuser in Luxemburg leerstehen? Habt ihr euch schon mal darüber geärgert, wieviel Miete ihr bezahlen müsst und wie schwer es ist, etwas zum Wohnen zu finden? Viele Leute müssen Kleinstwohnungen teuer bezahlen, anderswo stehen riesige Häuser leer und verfallen. Schuld ist der Kapitalismus und die Lösung ist Direkte Aktion! SQUAT IT !! (Besetzen!)

Houses need people. People need houses. Common sense versus speculation.

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 1 — Queesch - 1:24 pm

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