Die Studentenvereinigung UNEL rief am vergangenen Samstag zu einer Mahnwache in Luxemburg-Stadt auf. Diese Aktion sollte auf die Menschrechtsverletzungen im Iran aufmerksam machen. Rund 50 Personen drückten ihre Solidarität gegenüber der iranischen Protestbewegung aus.
Mit Kerzen und einer Rede wollte die Union Nationale des Étudiant-e-s du Luxembourg (UNEL) den Iranern gedenken, die im Zuge der anhalten Proteste ihr Leben lassen oder schwere Folter erleiden mussten. Um 16 Uhr gingen rund 50 Personen diesem Aufruf nach und trafen sich auf der Place Clairefontaine.
In einem Redebeitrag erklärte Aurélie D’Incau, Mitglied der UNEL, was sie zum Abhalten der Mahnwache bewegt hatte: „Der UNEL ist es wichtig sich solidarisch mit demokratischen Bewegungen zu zeigen, insbesondere wenn diese hauptsächlich von Studierenden angeführt werden. Auch die Dachorganisation der Europäischen Studenten [die European Student Union, ESU; Anmerkung], rief in den letzten Wochen mehrmals dazu auf Aktionen zu organisieren.“ Aurélie D’Incau ging auch auf die Situation im Iran ein: „Demonstrationen sind im Iran kaum möglich. Regelmäßig setzt die Polizei Gewalt ein. Friedliche Demonstranten werden ohne Grund verhaftet, sie werden gefoltert und oft sogar umgebracht.“ Des Weiteren forderte sie im Namen der UNEL und im Einklang mit der ESU: „Der Iran hat der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zugestimmt und muss diese auch respektieren.“ Sie fügte noch hinzu dass, auch die europäische Union Menschenrechtsverletzungen, nicht nur im Iran, konsequenter verurteilen sollte. Außerdem sollten Organisationen aller Art eine aktivere Rolle im Kampf für die Demokratie und die Menschenrechte im Iran einnehmen.
Die Mahnwache endete schlussendlich mit einer Schweigeminute für die bisherigen Opfer.
