Nächtliche Wartung


Forward everyone !

And with arms and heart,

word and pen,

dagger and gun,

irony and curse, theft, poisoning and

arson, Lets make…war on society!…

Déjaque

Seid gegrüßt ihr erlebnisorientierten AktivistInnen. In der folgenden Kolumne mit dem zuversichtlichen Namen „Nächtliche Wartung“, sollen Tips und Tricks aufgezeigt werden, welche weltweit Anklang im Bereich der „Ecotage“, bei TierbefreierInnen und sonstigen NachtschwärmerInnen gefunden haben, und mittels cleverem und effektivem Einsatz schon zu so manchem Erfolgserlebnis verholfen haben. Allerdings dienen folgende Beiträge der reinen Dokumentation und sollen auf keinen Fall irgendwelche Leute zu illegalen Taten anspornen.

Sabotage wurde bereits im Laufe der ersten industriellen Revolution konsequent von den Ludditen als Protestmittel gegen die ausbeuterischen Verhältnisse eingesetzt.

Wir sind eine kleine Armee von über 3000,

zum kämpfen zusammengeschweißt.

Und, verdammt, wir werden’s schaffen,

dass des Königs Armee in die Hosen scheißt.

Wenn König und Parlament nicht besser handeln,

Wollen wir England in einen Abfallhaufen verwandeln.

Und wenn die Dinge nicht billiger werden,

dann, verdammt, zünden wir das Parlament an

und machen alles besser auf Erden.

Über ein jahrhundert später haben AktivistInnen aus den Teilbereichsbewegungen der Tiefenökologie (Earth First!), des Antifaschismus, der Anticastorbewegung, Tierrechts und -befreiungsbewegung…, der Anarchoprimitivisten und und und , welche mehr oder minder alle in der Tradition der sozialen Revolte stehen, die Prinzipien der Sabotage übernommen, allerdings mit dem Zusatz dass jegliche Aktionen gewaltfrei sind, dass also keinen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren, physisch Leid zugefügt wird. Materieller Schaden war indes erwünscht. Sabotage hat sich indes als besonders erfolgreich in der Tierbefreiung erwiesen. Unter dem Druck vermehrter Aktionen musste so schon manch eine Pelzfarm schließen, bzw. Grünrocke seinen „Mordsspaß“ aufgeben.

In diesem Sinne wünschen euch die Kinder des Generals gute Unterhaltung beim Lesen dieses Auszuges aus der Tierrechtsbewegung, denn wie ihr alle wisst:

Kein General außer Ludd

Meint es mit den Armen gut“

Das hauptsächliche Ziel von Sabotageaktionen ist es, bestimmte Projekte/Aktivitäten zu stören oder zu verzögern. Ein gutes Hilfsmittel dafür ist eine Rauchbombe. Einige AbenteuerInnenversandhäuser verkaufen verschiedene Modelle. Die üblichsten dieser Rauchbomben sind entweder mit Reißzündern versehen oder müssen per Hand angezündet werden. (Ideal sind hier natürlich Rauchgranaten wie wir sie aus der Army kennen) Mit ein bisschen Phantasie bieten sie eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten gegen diejenigen Leute, die die Erde aus Profitgier oder Spaß zerstören.

Obwohl ihr Rauchbomben auch selbst basteln könnt, raten wir davon ab: a) sie könnten nicht funktionieren

b) wenn ihr was falsch macht, könnt ihr euch dabei selbst in die Luft jagen.

Am effektivsten sind diese Rauchbomben, wenn sie bei Hinterhalten eingesetzt werden. Das hat auch den Vorteil dass ihr über alle Berge seid, wenn die Dinger losgehen.

BEISPIEL: Rauchgranaten mit Reißzündern könnten beispielsweise unter einem Bagger angebracht werden. Eine Schnur, die an der Schaufel des Baggers und dem Reißzünder der Rauchbombe befestigt ist, wird für jede Menge Konfusion und Chaos sorgen, wenn der Bagger in Betrieb genommen wird.

Die Rauchbomben solltet ihr allerdings niemals bestellen, denn ihr wisst nie ob der/die VerkäuferIn euren Namen speichern bzw. weitergeben wird. Viele Kaufhäuser und Pelzläden sind mit Rauchdetektoren und Sprinkleranlagen ausgestattet. Eine kleine Rauchbombe wird Schäden in enormer Höhe anrichten…

Bis auf ein Nächstes die Kinder Ned Ludd’s

Sponsored by:

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Queesch - 13 March 2003 15:56

Trenner

Das „Pippi Langstrumpf-Kommando vom 15. Februar“ zum eher fragwürdigen Beitrag Dan Kersch’s im Tageblatt

(siehe „die Renaissance der Friedensbewegung“ vom 25 Februar 2003)

Die LSAP zählt sich zu der Antikriegs-Bewegung. Ich frage sie, was war denn im Kosovo? Wie viele Angriffskriege bislang auch von den hiesigen SozialdemokratInnen mitgetragen und unterstützt wurden will ich hier nicht näher erläutern. Aber wollen wir mal nicht allzu nachtragend sein, immerhin wussten sie diese immer wieder gekonnt unter dem Deckmantel „humanitärer Einsätze“ zu verkaufen, oder im Rahmen, wie wir das heute nennen würden des Terrorkriegs. Vielleicht haben sie aber auch nach der Afghanistankatastrophe gelernt? Wieso, unterstützen sie dann dennoch die militärpolitische Normalisierung, ja treiben sie gar mit voran? Erstes öffentliches Gelöbnis, Aufrüstung des Militärs… – „wo sind sie denn unsere Sozis“ – sind sie etwa doch nicht gegen den Krieg? Sie wollen sich doch „direkt an die Regierung“ wenden, aber eine Aufforderung zur Abrüstung passt da wohl nicht hin? Was für ein Spiel wird da eigentlich gespielt? Kraftquelle der heimischen Großdemonstration war ohne Zweifel die „luxemburgische Koordination gegen den Krieg“, dies nicht zuletzt dank dem von den Parteien gern vergessenen Aufruf des „Forum Social Mondial“ und dem unentwegten, eifrigen Einsatz ansässiger AktivistInnen, bekannt unter dem Namen der „Jugend fir Fridden an Gerechtegkeet“. Am Zustande kommen dieses breiten Bündnisses waren diverse Organisationen und Parteien beteiligt gewesen. Doch nach und nach, infolge des Besitzes eines nicht unbedeutenden Teils des öffentlichen Medienapparates (u.a. das bürgerliche Tageblatt) und des finanziellen Übergewichtes, gelingt es den SozialdemokratInnen zusehends Einfluss auf die gesamte Bewegung auszuüben. Als Druckmittel wird zudem auch gerne das Mobilisierungspotential des OGB-L und ihrer Akolyten benutzt, ohne die ja bekanntlich das Thema Irak in Luxemburg nie thematisiert geworden wäre. (Tageblatt) Also kommt und lassen wir uns von ihnen dominieren, von der Parteiorganisation der LSAP, auf die sich stützen, es sich noch immer gelohnt hat. Diese Politik dürfte den meisten, u.a. den Urgesteinen der Friedensbewegung, nicht fremd sein. Mit dem Thema Frieden, „einem hehren und hohem Ziel“ lassen sich bekanntlich viele Leute mobilisieren, so auch zur Unterstützung von Parteien und der Rekrutierung neuer Mitglieder. Die Methode bleibt dabei die altbewährte: „Konstruktiv weitergearbeitet werden kann nur, wenn elementare Prinzipien der Bündnisarbeit beachtet werden“, was soviel heißen soll, als dass die Bewegung oder vielmehr die Koordination eine möglichst breite Masse ansprechen soll; jedoch inhaltliche Konsistenz bleibt dabei auf der Strecke. Ein paar Zeilen weiter wird kurz erwähnt dass über weitere Aktionsmöglichkeiten entschieden werden muss, dass allerdings eine weitere Massendemonstration primäres objektiv sein sollte. Ruft hier die LSAP zu direkten gewaltfreien Aktionen und zivilem Ungehorsam auf? Werden die LSAP und Konsorten fortan gewaltfreie Trainings anbieten? Wohl kaum in der Folge sie sich zuvor gegen eine Radikalisierung der Friedensbewegung aussprechen und sich mit den „verwässerten Positionen“ zu begnügen scheinen. Unter anderen Aktionsmöglichkeiten kommen dann eher tägliche Gebetsstunden gegen den Krieg in Frage, in bekannter Tradition des internationalen Bundes der Sufis oder so ähnlich. Massiver gewaltfreier ziviler Ungehorsam, vielleicht sogar Generalstreiks, werden die Druckmittel sein einen Irakkrieg erfolgreich zu verhindern. Einem solchen Aufruf wird die LSAP jedoch nimmer folgen, da die Vorbereitung auf zivilen Ungehorsam die Förderung von Selbstorganisation erfordert, was den angepassten und abgestumpften Organisationen nicht passt, verlieren sie doch dadurch zusehends ihren Einfluss, da ziviler Ungehorsam auf der Organisierung lokaler und autonomer Gruppen aufbaut. Damit lassen sich also kaum Wahlkämpfe gewinnen und indes lohnt es sich auch nicht mehr sonderlich sich für den Weltfrieden einzusetzen. (sic!) Dass die Sozialdemokraten sichtlich Angst haben als Heuchler demaskiert zu werden, bekunden sie mit dem Satz dass „Die Koordination wird mittelfristig nur weiterbestehen, wenn sie den bestehenden politischen Kräfteverhältnissen Rechnung trägt und nicht dazu missbraucht wird, politische Richtungskämpfe zu veranstalten, die den eigentlichen Auftrag der Koordination sprengen würden.“ In anderen Worten, bringt nicht die Verhältnisse zum Tanzen, sondern tanzt nach unserer Pfeife. Tut ihr das nicht, werden wir euch fortan nicht mehr unterstützen. Lang lebe die ideelle Leere!!! Die Sozialdemokraten wollen partout die gehorsame Masse gegenüber den Vorgaben ihrer Führungsregie. Welche Konsequenzen sollten wir daraus ziehen: Das Scheitern einer Bewegung ist oft die Folge von Resignation gegenüber bestehenden Machtverhältnissen oder die Folge mangelnder Konsequenz. Damit der Widerstand jedoch erfolgreich sein kann muss eine Vielfalt geschaffen werden und SELBSTORGANISATION muss großgeschrieben werden. Dies schließt sicherlich eine Koordination diverser gewaltfreier Aktionen nicht aus, somit sie gezielt und effektiv eingesetzt werden können. Sicherlich haben manche berechtigterweise Angst vor Nachteilen und Repression, jedoch angesichts gewaltfreiem zivilen Ungehorsams, und der Unterstützung breiter Bevölkerungsmassen braucht mensch die nicht haben. Stets vor Augen, muss mensch die ursprünglichen Ziele haben, welche mit der Gründung der Gruppe ins Auge gefasst wurden, denn mit der Zeit riskieren innerhalb der Gruppe Anpassung und Abstumpfung sich zu verbreitern. Die Koordination ist sicherlich in mancher Hinsicht ein positiv einsetzbares Utensil, jedoch sollte mensch nicht vergessen dass diese in unserem Fall nicht aus Einzelpersonen, sondern eher aus weisungsabhängigen Hauptamtlichen besteht, welche den Prozess, der für den Fortbestand der Antikriegsbewegung notwendigen Radikalisierung, zu hemmen riskieren. (Laut Dan Kersch jedoch: Dazu gehört auch, dass die Teilnehmer an der Versammlung der Koordination, oder zumindest jene, die das Wort ergreifen, verbindlich im Namen der jeweiligen Organisation sprechen.) Wieso sollte mensch spontan-individuelles Handeln nicht gutheißen? Wir werden des weiteren dafür sorgen dass diese Vertretungsberechtigungen abgeschafft werden, da kontraproduktiv und entmutigend. Anstelle schlagen wir netzwerkähnliche Organisationen vor, welche eigenständig und im Netzwerk korporativ Mitglied sind. Dies wird eine Unterwanderung von schlechtgesinnten Organisationen oder Parteien weitestgehend verhindern, oder zumindest wird dadurch nicht die gesamte Bewegung beeinflusst werden. Des Weiteren sollte Vereinsprofilierung weitestgehend gemieden werden, denn solange diese im Vordergrund steht, geht die Bewegung an ihren Zielen vorbei. Also Schluss mit den Selbstbeweihräucherungen. Zuletzt will das Pippi Langstrumpf Kommando darauf hinweisen dass wir den totalitären Anspruch den Dan Kersch mit folgender Behauptung ausspricht zutiefst verachten und missbilligen: „Man sollte nicht verkennen, dass es Kräfte innerhalb der Friedensbewegung gibt, die dieses breite Bündnis nicht wollen……und die versuchen werden, eine Radikalisierung der Friedensbewegung zu erreichen.“ Wir verstehen diese Aussage so, dass Kersch hier einen Hegemonialanspruch auf die Antikriegsbewegung ausspricht, mit der er zu versuchen sagt, dass die Leute sich entweder der Koordination anschließen können, oder aber fernbleiben sollen, da es keine andere legitime Bewegung neben dieser zu geben hat. Ihm zufolge stehen Radikalisierungstendenzen den Interessen demnach diametral gegenüber. Wir jedoch behaupten dass die Koordination wichtig ist, eine Radikalisierung jedoch für den Fortbestand notwendig sein wird und zudem ergänzend zu den bisherigen Widerstandsformen. Vielleicht haben die Sozis Angst mit einer Radikalisierung Farbe bekennen zu müssen, was sich für sie mit einer „Ridikülisierung“ äußern wird. Und noch was Herr Kersch. Wenn sich aus ihrem Artikel folgendes schließen lässt, das Krieg immer das Versagen der Politik ist, so bitte ich sie folgendes Zitat zu lesen, damit sie verstehen dass Krieg durchaus kein Bruch mit der Politik stellt: Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik, die die herrschenden Klassen
der kriegführenden Mächte lange vor dem Krieg getrieben haben. … Der
Frieden ist die Fortsetzung der gleichen Politik, unter Berücksichtigung
jener Veränderungen im Kräfteverhältnis der Gegner, die durch die
Kriegshandlungen eingetreten sind. Der Krieg ändert an sich nicht die
Richtung, in der sich die Politik vor dem Krieg entwickelt hat, er
beschleunigt nur diese Entwicklung.
“ (Lenin)
Solidarisch das „Pippi Langstrumpf Kommando“ Das tut was ihm gefällt.
Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Queesch - 15:55

Trenner

Review: monochrome CD/LP

FINALLY NEW ALBUM OUT!

After the genius and so beautiful record

“Laser” (1999), monochrome has released their new Cd “ferro”, produced, recorded and engineered by Bernhard Hahn and the band itself – the album released on the the label “Trans Solar records” (Germany)! Already with the first track, called “Fällt”, monochrome steps back to the roots of their last long player “Laser”, with such a fine and clean emo post-rock sound, framed by such a beautiful female vocalist! So awesome! … Maybe one of the best songs, that they have ever produced! Second song on these 20 minutes masterwork is called “Angelfire”, a track, that had been previously released on monochrome’s “Varia” 7inch (2002), brought out on “Dim Mak Records”!

Like the first song, also this one is inspired by the whole post-rock influence, framed by so nice guitar-parts – an outcry full of emotions, full of hope, desires and wishes! So great this German band from Stuttgart… I can’t believe it! With the third song, their sound gets slower and slower … from now on, there are much more single notes than chords, that are played – the drums sound much more electronic… like on a few tracks of the “Laser”-Lp or “Radio”-Ep… but the music stays so dreamful… lost in such a different world, so far away from everything, that makes you suffer, that makes you feel bad… from now on: just close your eyes and dream… it will come true… surely… in your thoughts, in your heart, in your soul!

The fourth song “Lufkissen” is louder again, completed by some drums-samplers… but damn… the play of the normal drums sounds completely different now! This is due to the fact, that monochrome actually plays with a new drummer and the fourth song is still recorded by their ex-member behind the snare – same for the song “Angelfire”… anyway… all these band members have such a huge music potential, that everything that they create, sounds so awesome … like the two next songs to come! But what the hell? The last song… I don’t know how to describe it, what to express!! Two e-guitars and and acoustic guitar, such a calm male-voice, such dreamful female lyrics… I can’t remember a song, that expresses so much, that is able to make me feel so melancholic … so great … so slow … so emo … with such a best jazz and blues inspired ending! This record should be in the cd-player from everyone, who thinks to be a weak guy with his hands in his pockets! GREAT RECORD!! GREAT BAND!! 10/10

(emile)

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Tags: — emile - 15:53

Trenner

Eine RTS die ihres gleichen sucht…

Freitag, 21 März. Um 16h00 war Treffpunkt auf der Place d´Armes wo alle dort anwesenden Menschen zusammen entscheiden sollten wo wir unserem Protest Ausdruck verleihen wollten. Leider hatten nicht viele Leute wirklich Lust sich an der Debatte zu beteiligen. Wir einigten uns dann darauf, eine RTS Party auf der alten Brücke stattfinden zu lassen. Das Bezugsgruppen-System klappte recht gut als wir uns – um 16h20 waren etwa 200 Leute anwesend – in kleine Gruppen aufteilten, um der massiven Polizeipräsenz auf der Place d´Armes aus dem Weg zu gehen. Die Klein-Gruppen nahmen verschiedene Wege zur alten Brücke. Diese für ein paar Stunden symbolisch in lebendigen Lebensraum umzuwandeln, schien uns ein legitimes Ziel. Der Anfang war dann auch sehr hoffnungsvoll. Die ersten Gruppen schlossen die Brücke mit freundlicher Hilfe der Polizei als die letzten sie gerade mal bei dem ewigen Feuer, betraten. Sofort sagte die Polizei, daß sie unserer Aktion nach einer 1/4 Stunde ein Ende bereiten wolle. Ich glaube, das war das Ziel der Polizei, nach den Aussagen verschiedener Teilnehmer der letzten RTS, keine friedliche RTS mehr zuzulassen!

Ausserdem verstand sie unseren Protest auch nicht ( Was auch nicht unbedingt ihrer Rolle entspricht ). Diese Tatsache wird nun umso mehr untermauert dadurch, dass am Tag zuvor bei der amerikanischen Botschaft großes Gedränge stattfand und mit Eiern und später nach Knüppeleinsatz der Polizei sogar mit Flaschen auf Polizisten geworfen wurde. Letztere drehten dadurch total durch und schlugen zum großen Teil auf unschuldige Menschen ein. So dass die Schülerdemo, wegen Kommunikationsunfähigkeit eines großen Teils der Polizisten, fast total ausser Kontrolle geriet!! Die Brücke war jetzt frei von Autoverkehr. Es gab Menschen, die spielten Fußball, andere Trommel und ein paar Skater genoßen die freie Bahn !! Der große Banner „Die Straße lebt“ hing leider am anderen Ende der Brücke, wo so gut wie keine Leute waren… Alle Aktivisten wurden von einem Polizisten in Zivil gefilmt. Mit ihm hatte ich die Gelegenheit, ein wenig zu diskutieren. Er war der Meinung, daß wir nur eine Bande von Grasraucher ( er hatte diesbezüglich eine menschenverachtende und voreingenommene Meinung, Fakten waren nicht gerade seine Stärke ) und Trinker seien. Am liebsten hätte er uns wahrscheinlich alle sofort verhaften lassen, doch er durfte uns nur filmen… Ein „Kindermensch“, wie Hesse ihn schon beschrieb halt… Leider gab es auch unter den Teilnehmern der RTS ein halbes dutzend Menschen, die wahrscheinlich nur gekommen waren, um mit der Polizei ihr Spiel vom Vortag fortzusetzen. Menschen, die weder das Konzept der RTS verstanden hatten noch sich am eigentlichen Konsens, die alte Brücke zu besetzen, beteiligten, und auch nicht verstanden, daß die Polizei nur ausführende Macht ist und sich nur an ihre Dienstbefehle zu halten hat und es deshalb einfach keinen Sinn macht, sich mit ihr direkt anzulegen !! Natürlich kann passiver Wiederstand, wie z.B. Sitzen und sich forttragen lassen, geleistet werden. So kam es dann auch, daß diese „Möchtegernchaostagepunks“ sich mit dieser megasymbolischen Aktion nicht zufrieden gaben. Sie motivierten eine Gruppe von fast 20 Leuten, um auch noch die Kreuzung zu blockieren und beklagten sich über die mangelnde Solidarität der restlichen DemonstrantInnen. Nach vielen Diskussionen gelang es schliesslich einigen RTS-Teilnehmern diese davon zu überzeugen, daß es besser wäre wenn wir alle auf der Brücke bleiben würden !! Es ging schliesslich hierbei um eine symbolische Aktion: Zu zeigen, daß wir nicht damit einverstanden sind, dass unsere Städte in reine Asphaltwüsten verwandelt werden und unsere Regierung sich nicht genug um alternative Transport&EnergieKonzepte bemüht und somit mit Schuld an Krieg, Umweltverbrechen und Unterdrückung trägt. Nicht zuletzt werden durch eine solche Haltung Menschen, denen ohnehin wenig an unserer Umwelt und den nächsten Generationen liegt, nicht zu einem Umdenken gebracht. Ich wurde auch von einem Polizisten angesprochen, dass man sich doch auf eine Zeit einigen könnte, bin aber nicht eifrig genug gewesen, um zwischen den Reclaim the Streets TeilnehmerInnen und der Polizei zu vermitteln. Allerdings ging auch alles sehr schnell und die Polizisten erzählten jedem etwas anderes… !! Denn gerade als die 20 Menschen von der Blockade der Kreuzung abgesehen haben, wurde andernorts Tränengas gegen einen Demonstranten eingesetzt. Ich habe dies selbst nicht miterlebt, wurde aber gerufen, um Fotos der 2 festgenommenen Demonstranten zu machen, die offenbar auch von Polizisten geschlagen wurden. Gegen diese wurde, nach Zeugenaussagen, Pfefferspray eingesetzt als sie einem Freund, der zimlich brutal abgeschleppt wurde, helfen wollten. Auf der Brücke fing die Polizei dann mit dem Räumen an, obschon nach Ausagen anderer RTS-Teilnehemer abgemacht wurde, daß wir uns um 18h00 auflösen würden. Es war jedoch erst 18h00 als die Polizei dann unbedingt räumen wollte. Dort waren alle RTS-Teilnehmer vorbereitet, wir setzten uns auf den Boden und ließen uns einer nach dem anderen fortragen. Nach dem Wegtragen zweier Blockadereihen waren die Polizisten müde und die Situation eskalierte an der Ecke wo die 2 Demonstranten festgenommen wurden. Diese schrieen nach Wasser, ihre Augen brannten vom eingesetzten Pfefferspray!! Es kam zu mehreren Rangeleien, die meisten RTSler probierten die Situation jedoch friedlich zu halten. Es kam trotzdem zu Auswüchsen von einigen alkoholisierten Teilnehmern und zu krasser Gewalt wie auch verbalen Auswüchsen seitens der Polizei. Ein Demonstrant, der friedlich versuchte dazwischen zu gehen, wurde von den Polizisten auf den Boden geknallt. Nur durch gutes Zureden von verschiedenen Leuten wurde er wieder freigelassen!! Die Polizisten verweigerten uns darüber hinaus auch ihre Dienstnummern mitzuteilen, wozu sie jedoch per Gesetz verpflichtet sind. Ausserdem ist Pfefferspray nicht erlaubt, auch nicht für Polizisten. Würde dieser Zwischenfall das Ende des RTS Konzeptes in Luxemburg bedeuten, so wäre das sehr schade. Auf jeden Fall muß, so sollte eine nächste Kundgebung stattfinden, diese in einem sehr breiten Konsens vorbereitet werden!! Daß die RTS an diesem unglücklichen Datum stattfand, war nicht die Schuld der „Organisatoren“. Vor einem Monat konnte ja niemand wissen, ob und wann ein erneuter Krieg im Golf beginnen würde!! Pol

Fotos, Flyer, Pressecommuniqué dieser RTS und mehr über das RTS Konzept findet ihr auf www.lifeproject.lu

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Queesch - 15:52

Trenner

Intro:

In der vorliegenden Ausgabe der Queesch finden sich zahlreiche Beiträge, in denen es um das Thema Musik geht. Aber was eigentlich ist gute Musik. Musik die Laut ist? Musik die schöne Balladen enthält oder einen heftigen Beat etönen lässt. Gute Musik ist meiner Meinung nach Musik die Menschen zum nachdenken anregt. Gute Musik kann eine Botschaft übermitteln oder ein Gefühl. Gute Musik bewegt die Menschen überall auf der Welt. Musik ist gut wenn sie so geworden ist wie sich derjenige, der sie speilte, aufnahm und barbeitet hat, dem entspricht was es sich vorgestellt hatte. Gute Musik geht durch den Bauch.

Heutzutage ist Musik überall anwesend, Zeitungen oder sogar ganze TV-musiksender sind ihr gewidmet. Leider ist dies alles Teil eines Riesiegen Commerzapparats, der nicht die Förderung der musik als Ziel hat, sondern Geld anzuschaffen. Die Menschheit interessiert sich nicht viel für den Inhalt der Musik, sondern viel mehr um die sound effekte, die Farbe des Covers oder den Namen des Künstlers. In dieser Queesch wollen wir deshalb zeigen dass gute Musik meist in Kellern oder Garagen entsteht, wir wollen zeigen dass Qualität nichts mit dem Preis der CD zu tun hat, sondern vom den Team hinter dem Lied. Musik ist nicht gleich enttertainment. Neue Musikrichtungen und Musikalische Innovationen entstehen ja auch nicht in den Labors Musikmassenproduktionsfirmen sondern halt kleinen muffigen probesälen.

Musik findest du auf unserer Heft-CD. Im computer befreit die CD ebenfalls Videos, Photos und Animationen zu den Inhalten der Queesch, und Informationen rund um die Organisationen die an der Produktion dieser Queesch beteiligt waren. Die beigelegte CD wurde von Youthmedia produziert und in Ünterstützung mit Schalltot zusammengestellt.

1-2 Seit: Musik/Schalltot ->Film Schalltot ->Video Petrograd ->Schalltot.lu ->Photos Schalltot concerts 3-4 Seit: Infoladen & Life ->Photoen Fridden-demo ->Lifeproject.lu ->Infoladen.lu ->Queesch als PDF

5-6 Seit: Cannabis & Youthmedia ->act4cannabis.lu

->youthmedia.lu

->yoohoo.lu

->act4school.lu Wir danken all den Musikern die uns Musikstücke zur verfügung gestellt haben, und all den Idioten die in irgend einer Weise sich bei dieser Ausgabe nützlich gemacht haben… Viel spass mit dieser Ausgabe und der Heft CD wünscht dir das ganze Queesch Team… Das verfickte Huhn

www.schalltot.luwww.queesch.infoladen.luwww.infoladen.luwww.youthmedia.lu

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Queesch - 15:51

Trenner

Monochrome „Ferro“ Tour 2003

Unglaublich aber wahr. Auf der Homepage des deutschen Labels Transsolar records, steht schwarz auf weiss geschrieben, dass die wunderbaren Monochrome samt neuem Album auf Tour gehen. Die neue Platte mit dem Namen „Ferro“ ist zum Tourbeginn am 01.03.03 in Strassbug veröffentlicht worden. Das Album beinhaltet leider nur sieben neue Stücke und dauert genau 20 Minuten, klingt nach langer Pause und leicht veränderter Besetzung trotzdem sehr vielversprechend (weitere Beschreibung siehe Review Monochrome CD emile). Überhaupt tut es gut, endlich mal wieder etwas von Monochrome zu hören.

Am 07.03.03 stand Blieskastel (nahe Saarbrücken) als nächste Etappe auf dem Tourplan. Worauf wir die Möglichkeit ergriffen und uns auf den Weg nach Blieskastel gemacht haben. Im Vorprogramm spielten Van Norden, eine neue lokale Band und Brazen aus der Schweiz (die zur Zeit mit Monochrome auf Tour sind). Etwa gegen 10 Uhr fing das Konzert an. Zu dem Zeitpunkt waren etwa 150 Leute im P-Werk anwesend. Van Norden haben angefangen und etwa eine halbe Stunde später gespielt. Die verspielten Stimmungswechsel liessen erahnen, dass ihre Influenzen aus der Indy-Core Ecke stammen. Von wechselnden melodiösen Pickings bis zu schnellen vertrackten noisigen Übergängen, begleitet von einem etwas einfachen aber treffendem Gesang. Gesangspassagen wie: „das Leben in snack.size … so wie Barbara Salesch, der Termin beim Zahnarzt … oder alles was ich will ist, dass es mir egal ist“ sind mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Zurzeit ist Van Nordens ein Demo-Tape mit vier Songs zu einem freundlichen Preis von 3 Euro erhältlich. Weiter ging es mit Brazen. Die Schweizer Band aus Genf hat vor kurzem ein neues Album veröffentlicht. Die Platta mit dem Namen „Orphaned“ ist auf dem Hamburger Label „Sticksister“ erschienen. Die neuen Stücke sind insgesamt melodischer und vom Gesang her eher ruhiger geworden. Ihren Stil könnte man als eine Mischung zwischen Post-Hardcore, Emo und Indierock betrachten. Dabei erinnern sie an Bands wie Cave-In oder Quicksand. Schlussendlich war es soweit, es war Zeit für Monochrome. Mittlerweile sind es fünf Jahre her, seitdem ich das erste Mal das Vergnügen hatte, Monochrome in Oberkorn (Lux) zu sehen. Allerdings war meine Freude damals begrenzt, da ich diese Band zu dem Zeitpunkt nicht gut kannte und ich nicht so recht wusste, was mich erwarten würde. Das erste Stück mit dem sie begonnen haben, war ein Klassiker von ihnen. Sie haben den ganzen Abend hindurch zwischen neuen und alten Liedern gewechselt. Bei den älteren Stücken ist mir aufgefallen, dass die Songs etwas in Rhythmik und Gesang verändert wurden. Was zum Teil auch daran liegt, dass der Drummer gewechselt wurde. Gerade die jazzigen Übergänge, die mir gut gefielen, klangen punkrockiger. Womit die Atmosphäre etwas an Charme verloren hat. Trotz allem haben Monochrome (wie im Greenhell recordstore beschrieben), mit ihrem Sound und dem Doppelgesang von Mark Calmbach und Ahlie Schaubel, der seinesgleichen sucht, Massstäbe gesetzt. Als Krönung des Abends, gaben die sechs Stuttgarter, der Nostalgie wegen (so Sänger Mark Calmbach), einen alten Dawnbreed Klassiker zum besten. Mit dem ersten Song der Downbreed 7th Luxus, mit dem Titel „Astronaut“ haben sich Monochrome glanzvoll verabschiedet. Die Leute haben den Abend förmlich genossen, getanzt und Textzeilen laut mitgesungen. Auf jeden Fall ist es immer wieder ein tolles Erlebnis diese Band live zu erleben.
Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Queesch - 15:49

Trenner

Schnüffelstoffe, Reiz und Risiken

Menschen benötigen keine “heimtückischen Rauschgifthändler” um an Drogen zu kommen, psychoaktive Substanzen lassen sich in jedem Haushalt finden.

Obwohl weltweit viele Menschen, vor allem jüngere, davon Gebrauch machen, so ist das Schnüffeln dennoch ein recht unpopuläres Thema, zumindest in unseren Regionen. Es wird kaum darüber gesprochen und nicht viel darüber geschrieben. Literatur rein zu diesem Thema ist schwer zu finden. Ein aktuelles und im Handel erhältliches deutsches Buch ist nicht zu beziehen, wohl gibt es aber viele Drogenbücher, welche die Problematik auf wenigen Seiten umreissen. Schnüffelstoffe sind leicht verfügbar im Handel, sind billig und obendrein legal. Informationen zur Aufklärung über die Gefahren im Zusammenhang mit solchen Stoffen werden von Suchtberatungsstellen kaum vermittelt. Spezielle Erhebungen im Zusammenhang mit dem Konsum von Lösungsmitteln gibt es meines Erachtens für Luxemburg nicht. Nicht nur unter Jugendlichen herrscht ein Informationsdefizit, auch viele Erwachsene sind sich nicht über diese Problematik bewusst. Öfters sind es gerade die Eltern, die unbewusst Zulieferer für missbrauchte Produkte im Haushalt sind. Verglichen mit anderen Rauschmitteln, unterscheiden sie sich von der Verfügbarkeit – sie sind im Alltagsleben fast überall präsent. Was ist Schnüffeln? Unter Schnüffeln wird das bewusste Einatmen von Dämpfen flüchtiger oder gasförmiger Substanzen zur Erzeugung eines Rauschzustandes verstanden. Schnüffeln ist kein neues Phänomen. Das Orakel von Delphi soll nach neuesten Spekulationen berauscht von aus Erdspalten austretenden Gasen seine rätselhaften Prophezeiungen zum Besten gegeben haben. Seitdem leichtflüchtige Lösungsmittel zur Verfügung stehen, werden diese inhaliert. Im 19. Jahrhundert wurde Ether geschnüffelt – regelrechte Etherparties wurden veranstaltet. Lachgas wird seit über 200 Jahren zur Berauschung eingeatmet. Es gehört jedoch nicht zu den Lösungsmitteln. Die gesundheitlichen Risiken des Lachgaskonsums sind, bei Beachtung gewisser Sicherheitsregeln, relativ gering. Dies sollte jedoch keinen Anreiz zum Konsum darstellen. http://www.lachgasinfo.de Als Schnüffelstoffe betrachtet man in der Regel handelsübliche Lösungsmittel wie Farb- und Lackverdünner, Benzin, aber auch lösungsmittelhaltige Artikel aus dem Haushalts- und Bastelbereich: Sprays, Nagellacke, Filzschreiber, Klebstoffe, Farblacke, Feuerzeug- und Campinggas, Fleckentferner, Wachslöser, TippEx, etc. Aber auch Schuhputzmittel, Haarspray, Möbelpolitur und sogar Insektensprays wurden geschnüffelt… Bei uns werden vorwiegend lösungsmittelhaltige Klebstoffe und Feuerzeuggas konsumiert, dies ist aber je nach Land, Gesetzgebung und Lebensstandard verschieden. Wer schnüffelt? Aus der ESPAD-Studie (Europäisches Projekt für Schulerhebungen) aus dem Jahre 1995 bis 1999 geht hervor, dass Schnüffelstoffe in den meisten Ländern an zweiter Stelle der am häufigsten konsumierten Substanzen sind. Belgien, Spanien und Luxemburg liegen dabei mit 3% an der unteren Grenze und das Vereinigte Königreich mit 20% an der oberen. Weit verbreitet ist das Lösungsmittelschnüffeln in ärmeren Ländern, vorzugsweise bei Kindern und Jugendlichen (13 bis 16J) in Ländern der dritten Welt. Oft schnüffeln dort schon 8-Jährige. Schnüffeln kommt jedoch in allen gesellschaftlichen Schichten vor, meistens aber in Regionen mit grösseren sozialen Problemen, öfters sind es Kinder und Jugendliche aus zerrütteten Familien: Unzufriedene Menschen, für welche das Schnüffeln eine Flucht aus dem Alltag ist. Geschnüffelt wird vor allem auch dort, wo entweder die Drogengesetze sehr streng sind (Schweden), oder Kinder und Jugendliche sehr arm sind. In der EU ist Schnüffeln vor allem in Schweden, Griechenland und Grossbritannien verbreitet. Schnüffelstoffe treten in Konkurrenz zu Alkohol und Cannabis auf. Je weniger verfügbar bzw. je teurer diese beiden Drogen sind, desto mehr wird auch geschnüffelt. Aber auch in Ländern wie Rumänien, Russland und der Ukraine kurbeln Armut und harte Cannabisgesetze den Lösungsmittelmissbrauch an. In Australien, bei der armen Urbevölkerung ist es vor allem gängiges Fahrzeugbenzin, bei den Strassenkindern Zentralamerikas in hohem Masse Klebstoff für Schuhe. Als Anlaß zum Schnüffeln gelten im allgemeinen auch Neugierde und Langeweile. Auch in verschiedenen Berufen, die ständig Kontakt mit lösungsmittelhaltigen Stoffen haben (Lackierer), kommt Lösungsmittelmissbrauch vermehrt vor. In Ländern mit sehr strenger Drogengesetzgebung wie Malaysia, werden Berichten zufolge nebst erhitzten Kunststoffen sogar Toilettensteine geschnüffelt. Sie werden zuerst erhitzt und können schädliche Stoffe wie Naphthalin und Paradichlorbenzol enthalten. Sie sind billiger als Klebstoffe und mancherorts sogar gratis in öffentlichen Bedürfnisanstalten zu beziehen… Konsumformen Produkte, welche zum Schnüffeln missbraucht werden, sind meistens Gemische verschiedener Lösungsmittel mit anderen Stoffen: Kohlenwasserstoffe (Leichtbenzin, Hexan), Chlorierte Kohlenwasserstoffe (Chloroform, Trichlorethylen), Ester, Ether, aromatische Verbindungen (Benzol, Toluol, Xylol), Aceton (Nagellackentferner), usw. Jedes Produkt hat deshalb eigene Wirkungen und birgt spezifische Gefahren. Eindeutige Eigenschaften lassen sich den verschiedenen Produkten so nur selten zuordnen. Je nach Beschaffenheit der Produkte gibt es verschiedene Konsumformen. Dämpfe direkt aus Behältnissen, Flaschen oder Tuben zu inhalieren ist nicht immer sehr praktisch, da nicht genügend Dämpfe entwickelt werden. Deshalb werden lösungsmittelhaltige Erzeugnisse meist auf ein Tuch gegeben oder in eine Tüte gefüllt und vor Mund oder Nase gehalten. Feuerzeuggas wird, was besonders gefährlich ist, direkt aus dem Feuerzeug eingeatmet oder von der Druckflasche in einen Luftballon gefüllt und aus diesem inhaliert. Praxis ist es auch, Hohlräume wie Jackenärmel mit Gas zu füllen. Dies hat zudem eine gewisse Tarnfunktion. Benzindämpfe etwa können gleich aus dem Tank z.B. eines Rasenmähers eingesogen werden… Besonders Leichtsinnige ziehen sich eine Plastiktüte über den Kopf, bei Ohnmacht kann dies schnell zu einer tödlichen Erstickungsfalle werden! Wirkungen Die Wirkungen der Schnüffelstoffe hängen wie erwähnt von der Substanz bzw. dem Substanzgemisch ab. Es können stimulierende, betäubende aber auch halluzinogene Wirkungen erzielt werden. Dieses öfters mit ein und demselben Produkt. Die Wirkung erfolgt schon nach wenigen Sekunden und kann je nach Wirkstoff und Dosis zwischen 15 und 45 Minuten andauern. Rauschzustände (etwa bei Ether oder Aceton) können dem von Alkohol ähnlich sein: Euphorie, Benommenheit, Lallen, Bewegungsstörungen und gestörtes Raum-Zeit-Gefühl. Herzrasen, innere Unruhe und Atemnot können auftreten. Visuelle wie auch akustische Halluzinationen, vor allem in höheren Dosen und bei chlorierten Kohlenwasserstoffen wie etwa Chloroform sind möglich. Der Konsum größerer Mengen kann zur Bewusstlosigkeit führen. Bei zu hoher Dosis kann Bewusstlosigkeit und Atemlähmung mit Todesfolge auftreten. Nach dem Rausch ist nicht selten ein unangenehmer Kater mit Kopfschmerz, Übelkeit und Benommenheit zu verzeichnen. Risiken Der Konsum von Lösungsmitteln birgt eine ganze Reihe von Risiken, die stoffgebunden sind und die für die im Handel erhältlichen Produkte recht unterschiedlich sind. Die Risiken hängen von vielen Faktoren ab. Es kommt relativ schnell zur Toleranzbildung, d.h. immer grössere Mengen werden benötigt, um den erwünschten Rausch zu erzielen. Mit fortschreitendem Konsum nehmen somit auch die Risiken zu. Die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit ist in den meisten Fällen nicht gegeben, wohl aber die einer psychischen. Regelmäßiges Schnüffeln kann zu erheblichen körperlichen und seelischen Schäden führen. Stoffe wie Butan (Feuerzeuggas) sind enorm schädlich, Todesfälle durch Herzstillstand sind bekannt. In Deutschland gab es 1996 den ersten Todesfall, in England starben 1995 etwa 30 Jugendliche, nachdem sie Butan- oder Propangas inhaliert hatten. Butangas ist auch feuer- und explosionsgefährlich. Ein Fall, wo vier Jugendliche in einem Auto Butangas schnüffelten ist bekannt. Einer von ihnen zündete eine Zigarette an, dabei kam es zu einer Explosion, alle vier erlitten schwere Verbrennungen. Zudem besteht beim Einatmen von Gas immer die Gefahr einer verminderten Sauerstoffaufnahme und somit einer Schädigung des Gehirns. So genannte “Poppers”, bekannt unter Namen wie “Rush”, “Hardware” oder “Jungle Juice”, werden ebenfalls geschnüffelt. Hierbei handelt es sich in engerem Sinne aber nicht um handelsübliche Lösungsmittel, sonders um herz- und gefässwirksame Substanzen, welche dem Arzneimittelgesetz unterliegen. Poppers werden teilweise heute noch als Herz- und Geburtsmittel und zur Behandlung von Angina Pectoris eingesetzt. Sie verursachen ein Gefühl von Wärme und Herzklopfen. Sie haben eine aphrodisierende Wirkung, weshalb sie in vielen Sexshops unter der Hand verkauft werden. Sie bestehen aus organischen Nitriten, vorwiegend Isoamylnitrit, aber auch Butylnitrit, Isopropylnitrit, Isobutylnitrit und verwandten Stoffen. Häufigste Nebenwirkung sind Kopfschmerzen. Organische Nitrite reizen die Schleimhäute, vor allem Verätzungen an den Nasenschleimhäuten sind häufig zu beklagen. Poppers dürfen auf keinen Fall von Menschen mit Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen oder niedrigem Blutdruck benutzt werden. Sie dürfen auch nicht verschluckt oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, besonders Viagra, genommen werden. Die Folgen können fatal sein. Eine Überdosierung kann zu Schlaganfall und dauerhaften Lähmungen führen. Einige Mittel wie z.B. Lachgas in Patronen produzieren enorme Kälte beim Verdampfen. Es kann zu gefährlichen Verletzungen durch Unterkühlung kommen, wenn Patronen unsachgemäss geöffnet werden, etwa mit Hammer und Nagel… Besonders schädlich für die Lunge ist das direkte Einatmen von Produkten wie etwa Haarfestiger oder Farbspray. Schleimhautreizung, Atembeschwerden, Heiserkeit und Husten sind gängige Folgen exzessiven Lösungsmittelkonsums. Herzkreislaufversagen oder Atemdepression (verstärkt bei gleichzeitigem Alkoholkonsum) mit fatalem Ausgang können vorkommen. Vor allem aber haben Langzeitfolgen dramatische Ausmaße. Längerer Missbrauch kann bleibende Schäden an Nieren, Lunge, Leber und Herz verursachen und zu chronischer Nervenentzündung und irreversiblen Hirnschäden (Verblödung) und zum Tode führen. Manche Stoffe beeinträchtigen das Immunsystem, andere wie Benzol (im Fahrzeugbenzin) und seine Derivate Toluol und Xylol sind vor allem blutschädigend und krebserregend. Hexan, ein Bestandteil des Benzins kann permanente Schäden an Muskeln verursachen. Fast alle Stoffe können in den Fettzellen über längere Zeit im Körper gespeichert werden. Chloroform ist in erster Linie ein Lebergift, hemmt die Herztätigkeit und wirkt auf das Atemzentrum. Die Gefahr des Erstickens im eigenen Erbrochenen sollte auch nicht ausser Betracht gelassen werden. Besonders dramatisch sind die Folgen bei Menschen in der sogenannten Dritten Welt, Menschen, die ohnehin in schlechten Verhältnissen leben, eine schlechte Gesundheit besitzen und sich zwangsweise sehr schlecht ernähren müssen, sie sind noch anfälliger für die schädlichen Wirkungen dieser Substanzen. Ausblick Um das Schnüffeln und einige Folgen zumindest teilweise zu unterbinden sind verschiedene Bestrebungen seitens Politik und Herstellern unternommen worden. Hochgiftige Lösungsmittel wurden durch weniger schädliche ersetzt. Produkte wurden mit reizenden oder abstoßend riechenden Chemikalien versetzt um einen Konsum zu verhindern. Einige Klebstoffe wurden auf Wasserbasis entwickelt. Manche Treibgase wurden durch nicht berauschende Gase wie etwa Stickstoff ersetzt. Pumpzerstäuber kommen gänzlich ohne Treibgas aus. In einigen Ländern, so z.B. in England ist es verboten Feuerzeuggas an unter 18-Jährige abzugeben. Die genaue Kennzeichnung der Inhaltsstoffe und den damit verbunden Risiken auf den Behältnissen wäre eine weitere Möglichkeit, um auf Gefahren hinzuweisen. Manche dieser Massnahmen – wie das Vergällen mit Methylethylketon (MEK) – haben bei den Schnüfflern mehr Probleme für die Gesundheit verursacht, als die unvergällten Schnüffelstoffe selbst, andere haben eher für die Umwelt eine gewisse Relevanz, als dass sie zur Eindämmung des Missbrauches beitragen würden. All diese Massnahmen greifen nicht an der Wurzel des Problems, und verhindern auch nicht das Umsteigen auf andere Produkte. Benzin gibt es an jeder Tankstelle und Farbverdünner wird es auch immer geben. In Ländern mit weniger strengen Gesetzgebungen, die zusehends auf Aufklärung und Hilfeleistung setzen und in denen auch der Gebrauch von anderen Drogen wie etwa Cannabis toleriert oder zunehmend nicht mehr geahndet wird, hat das Schnüffeln ein eher geringeres Ausmass. Versuche von Ländern mit strenger Gesetzgebung, wie etwa Malaysia, selbst das Schnüffeln legaler Produkte unter Strafe zu stellen, sind gleich zum Scheitern verurteilt: Schnüffeln ist vor allem ein soziales, kein Drogenproblem! Generell ist zu sagen, dass Kindern eine Perspektive gegeben werden muss. Bekämpfung der Armut und Verbesserung der Lebensqualität, gute Verhältnisse zu seinen Kindern spielen eine grosse Rolle. Künftig sollte bei der Drogenaufklärung auch vermehrt über solche Stoffe informiert werden.

Johnny Theisen

http://homepages.spider.lu/johnnyth

——————————————- ——————————————- Vom Konsum von Lösungsmitteln ist prinzipiell abzuraten, dennoch sollten folgende Regeln erwähnt werden: Freunde nicht im Stich lassen, wenn was vorgefallen ist, ein Arzt hat immer Schweigepflicht! Unterlassene Hilfeleistung ist nicht nur strafbar, sondern auch das Letzte! Vorsicht beim Umgang mit brennbaren Substanzen und offenem Feuer! Keine Plastiktüten über den Kopf ziehen! Nicht direkt aus Feuerzeugen, Gaskartuschen oder Spraydosen inhalieren! Nicht allein oder an gefährlichen Plätzen (Baustellen, Dächer, usw.) schnüffeln! ——————————————– Hebammen feiern Lachgaspartys im Krankenhaus Eine unkonventionelle Verwendung für Beruhigungsmittel haben australische Hebammen entdeckt. Sie berauschten sich im Dienst mit Lachgas – zusammen mit einem der Ärzte. Sydney – Das staatliche Wollongong-Hospital ist offenbar nicht ein Ort der Drogen-Therapie, sondern des -missbrauchs. Das berichtet die Zeitung “Daily Telegraph”, die Gesundheitsbehörden bestätigten den Bericht. Die zehn Geburtshelferinnen sollen Stickstoffoxydul in leeren Kreissälen genommen haben, während in den Nachbarzimmern Kinder zur Welt gekommen seien. SPIEGEL ONLINE – 31. Dezember 2001 ——————————————– Es geht eben nichts über eine gute Stimmung bei der Geburt… ——————————————– ——————————————– Report Das beschriebene Mittel ist heute recht selten geworden und wird – laut meiner Nachfrage bei diversen Apotheken – auch kaum mehr in Luxemburg verkauft. Keine hatte das Mittel vorrätig, heute gibt es praktischere Kältesprays in Druckdosen. Alle mir gezeigten Modelle enthielten keine chlorierten Verbindungen. Als ich 16 war, kaufte ich mir ne Flasche “Chlorethyl”, ein anästhetisch wirkendes Kältespray, in der Apotheke, um damit zu experimentieren, nicht um mich damit zu berauschen. Als ich an der Flasche roch, stellte ich fest, dass dieses süsslich riechende Gas irgendwie berauschend wirkte… so wurde erst einmal kräftiger inhaliert, mal schauen, was passiert… Das war absolut geil, am Anfang zumindest. Hab dann auch gleich ein paar Kumpels Bescheid gesagt und wir haben das Zeug zusammen ausprobiert. “Geil, absolut geil”, zumindest am Anfang… Damals gab es eine kleine Epidemie im Land, bis ein Arzt Wind von der Sache bekam und es der Apothekerkommission mitteilte. Diese Welle flachte damals aber wieder schnell ab. Die Apotheker fragten daraufhin immer, was wir mit dem Chlorethyl tun würden. “Sportsprellungen, Fussballclub soundso”, wir bekamen es trotzdem… Später mussten ich, wie auch meine Freunde, immer mehr davon inhalieren um den gewünschten Rauschzustand zu erlangen. Es wirkte nicht mehr so wie am Anfang, man musste fast eine halbe Flasche inhalieren. Dafür verursachte es aber ziemliche Übelkeit! Es gibt verschiedene Stadien des Rausches, die fliessend ineinander übergehen. Anfänglich verspürte ich eine gewisse Euphorie, ein angenehmes Gefühl, die Sinneswahrnehmung veränderte sich, die Luft erschien in Punkte zerlegt. Danach hörte ich alles mit mehrfachem Nachecho. Erinnert irgendwie an einen Hubschrauber. “Heli-Akustik”, wunderbar bei Donnerwetter… Bei weiterem Inhalieren, erreichte ich das halluzinogene Stadium. Es ist so, als wenn es einfach knallt in deinem Kopf, sowas wie einen Flash, ein Zustand mit Wachträumen, die du als real erlebst, dir durchaus aber bewusst bist, dass es nicht so sein kann. Einmal beim Flash sah ich, wie ich rückwärts über den Stuhl flog, und sah dabei die Gasflasche in meiner Hand zerschellen. Das war natürlich alles nicht real, die Flasche war noch heil und ich fiel auch nicht vom Stuhl. Die Halluzinationen waren sowohl akustischer als auch visueller Natur. Ich sah unter anderem, wie mir jemand die Füsse mit einem langen Messer aufschnitt. Das war total echt. Meine Bewegung war arg eingeschränkt, das Einzige was noch halbwegs ging, war die Flasche immer wieder zum Mund zu führen und den Gashebel zu betätigen. Wenn in diesem Zustand noch weiter inhaliert wird, fällt man irgendwann in eine Art Koma. Beim Aufwachen, so nach etwa 30 bis 60 Minuten, war mir stets hundeelend. Ein Bekannter wollte die Flasche nie hergeben, bis er total weg war. Hat die Flasche immer sehr energisch und aggressiv verteidigt. Er sah “sie mal Fussball spielen, auf der anderen Seite…”. Als ich ihm nachher von seiner Vision erzählte, konnte er sich nicht mehr erinnern. Ich hatte es aber gleich auf Band aufgenommen, um ihn nachher zu überzeugen. Er war so begeistert, wollte dann auch mich in einem solchen Zustand erleben. Und so gaste ich voll drauf los. Hallus gabs zwar nicht, dafür wurde mir mächtig übel und ich kotzte vom 2. Stock auf den Bürgersteig. Das war eigentlich eine schlimme Zeit, wenn ich jetzt so zurückdenke. Das war halt so ne Phase, die hielt knapp ein Jahr an, wir merkten, dass das Zeug enorme Nebenwirkungen hat: Schweissausbrüche, Abgeschwächtheit, Übelkeit, Appetitverlust, usw. Das ist nun auch schon 18 Jahre her.
Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Tags: — Queesch - 15:47

Trenner

I’M GOING FOR A WALK

Am 23. März, dem ersten Samstag nach Kriegsbeginn, folgten 4.000 – 5.000 Menschen dem Aufruf der “Coordination contre la guerre” auf eine weitere Anti-Kriegs Demo in Luxemburg-Stadt.

Treffpunkt war, wie am 15. Februar, vor dem städtischen Hauptbahnhof. Doch diesmal waren es keine 15.000 Menschen, sondern lediglich ein drittel die von dort aus loszogen. Erklärungen hierfür gibt es womöglich viele, am Wetter kann es jedoch nicht gelegen haben. Gegen 15:10 Uhr gingen wir los in Richtung Pont Adolphe durch die Avenue de la Liberté. Nach überqueren der Brücke marschierten wir über den Boulevard Roosvelt wo unser Marsch auf der Place de la Constitution, vor der Gëlle Fra, endete. Es war den Demonstranten nicht gestattet worden an einer der Botschaften ( U.S.A., G.B., Spanien ) vorbeizuziehen.

Demonstranten/innen jedes Alters sorgten mit Fahnen, Spruchbändern und Musikinstrumenten für lebhafte Stimmung. Die regenbogenfarbenen Friedensfahnen und die NO BLOOD FOR OIL Slogans liesen keinen Zweifel am Sinn und Zweck dieser Demo. Greenpeace hatte sich einen Transporter besorgt auf dessen Ladefläche Aktivisten auf leere Ölfässer trommelten und zu denen die Manifestanten ihre Anti-Kriegs Parolen sangen. Auch die Polizei ging ihrer Arbeit nach. Sie regelten den Verkehr, mischten sich in Zivil unters Volk und filmten sogar die Demonstranten ( mal auf dem Bürgersteig, mal aus dem ersten Stock einer Baustelle).

Vor der Gëlle Fra angekommen, richteten sich vier Redner an die Demonstranten: Nico Wennmacher (FNCTTFEL), Agnès Rausch (Caritas), Élodie Malanda (JFFG) und Pascal Husting (Greenpeace). Sie beklagten sich über die Unmenschlichkeit des Krieges, der ja nun begonnen hatte und warnten vor den Auswirkungen die dieser auf allen möglichen Ebenen provoziert. Die Menschen wurden aufgefordert friedlich aber doch zielstrebig für den Frieden einzutreten. Man wolle Bush und seinen Verbündeten zeigen dass eine Mehrheit gegen den Krieg ist und dass sie somit nicht nur die UNO übergangen haben, sondern vor allem die Demokratie die sie unbedingt verbreiten wollen, untergraben.

Alles in allem war die Demonstration gegen den Irak Krieg ein schönes Beispiel von viel zu selten gezeigtem Aktivismus in Luxemburg. Jedoch spürte man während der ganzen Veranstaltung eine gewisse Bedrücktheit. Dies hatte wohl damit zu tun dass der Krieg schon begonnen hatte (Enttäuschung über die Wirkungslosigkeit der ersten Proteste), aber auch wegen der Vorfälle der vorangegangenen Tagen (Zwischenfälle auf dem Schüler Walk-out und auf der RTS).

+++ Le samedi 23 mars, entre 4.000 et 5.000 personnes s’étaient rendues à Luxembourg-ville pour manifester contre le début de la guerre en Irak.

Partout à travers le monde, les coordinations nationales contre la guerre avaient appelé à manifester le premier samedi après le début de la guerre. La marche luxembourgeoise, menant de la Gare à la Place de la Constitution en passant par l’Avenue de la Liberté, s’est fait sous l’œil (et caméra) veillant de la police. D’innombrables banderoles et drapeaux ont été portés dans les rues pour dénoncer l’injustice d’une guerre pour des ressources naturelles et contre l’opinion publique. Toutefois, l’atmosphère pendant cette manifestation n’a pas été aussi décontractée que lors du 15 février. Ceci était certainement dû au fait que la guerre avait commencé, mais aussi à cause des évènements des jours précédents (incidents au Walk-out des écoliers et lors de la RTS). L’après-midi s’est achevé sans aucun incident et la manifestation a tenu promesse d’une union pacifiste qui croit à d’autres solutions que la violence.

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Queesch - 15:45

Trenner

chief mart’s (01.2003.)

The music of chief mart’s may saond a bit strange: At times (very) loud, then quiet , groovy, then ambient, sometimes rock, then experimental, spacey with oriantal flavour…, it could be best described as „instruMENTAL Psychedelic Space Rock“. The, oftenly very long, songs of the band should invite the listener on a colourful journey to the unknown spheres of his mind.

A major enemy of the band ist boredom, so they try to combine as many influences as possible, like 70es Psychedelic Rock, 90es Space Rock, Electro and Ambient music, Progressive Rock of the great 70es dinosaurs, Dub, Post Rock, Drone Rock, Indie Rock… The chief-sound wouldn’t be possible without bands like: Pink Floyd, Ozric Tentacles, Colorstar, Motorpsycho, Yes, Genesis, the Orb, Mogwai, Tortoise, Trans Am, Masfel, Korai Oröm, GYBE!, Loop Guru, 16 Horsepower, Yo la Tengo, Laika, God Machine…. The story of chief mart’s began in 1998 when three friends from tétange began intense jamming. Nowadays chief has five members: Chris, Fabien,Gerard, Richard und Sylvain. Based on the „normal“ rockband-setup, chief mart’s uses a lot of electronic devices (synths, samplers, drum-computer); as well as Fender Rhodes, Organs, Vibraphone and exotic intsruments like the theremin, flutes, Sitar… Chief mart’s played quite a few concerts with other luxenbourgish bands, participated at the “Rock um Knuedler 2001” festival, played a totally improvised gig at the « Intro-Café » , and supported international acts like Colorstar, Fly Pan Am , Ghinzu, Grand Piano. At the « Arts n’ Noize» festival in 2000 the band contributed the sounds to the poems of writer Jean Portante.

Late 1999 a first Cdr “Imhotep’s galactic cubism theorie” was released ; to be followed in 2001 with the second self produced album “Cosmic hope indian eskimo fellowship” (still available for 10 € ). In the last months the band installed therir own little homestudio , and worked on new recordings to be released in spring 2003. Chief mart’s also wrote , with their electronic side project “Principal Trade Center” major parts of the soundtrack for the new movie of luxenbourgish director Geneviève Mersch.

www.chiefmarts.cjb.net

chief@chiefmarts.cjb.net

gerard johanns
Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Queesch - 15:38

Trenner

LE CAPITALISME, C’EST LA GUERRE ! GUERRE AU CAPITALISME !

En fait la soi-disante guerre contre le terrorisme n’est qu’un prétexte pour les dirigeants

politiques, militaires et financiers afin de justifier une guerre capitaliste contre les pauvres et les travailleurs/ses du monde entier. Les compagnies pétrolières et les fabricants d’armes capitalisent sur lafaim et la mort des irakien-ne-s comme ils le font en Afghanistan, en Colombie, aux Philippines et dans plusieurs autres coins ou des gens résistent au capitalisme

Il ne servira à rien de demander et de supplier les autorités politiques de suspendre la guerre car nous savons aussi bien qu’eux que la paix et la justice du capitalisme et de l’étatisme sont basés sur la misère et la mort. Cette guerre, et toutes les guerres nationalistes futiles du futur, ne seront jamais évités en faisant appel a ceux qui nous dirigent. Seulement quand nous, dont  le travail seul produit la richesse, nous débarrasserons de tous ces despotes meurtriers, pourrons vivre dans la paix et la liberté, ce qui est le droit de tous et toutes. En ce qui concerne l’Irak, une fois de plus, des populations civiles vont subir les conséquences des actes guerriers d’une poignée de “décideurs”.……………………………

Le conflit irakien apparaît comme l’intensification d’une guerre constante et internationale menée par les grandes puissances et les multinationales pour le contrôle des ressources naturelles et le pouvoir politique. Lutter pour la paix, la fin de l’embargo, et la fin du régime dictatorial nous semble donc indissociable d’une lutte globale pour l’autodétermination et l’autogestion des populations. Dans ce contexte se poser la question de savoir si la guerre va avoir lieu est un non-sens. Elle se déroule déjà depuis un bon moment. Ce qui est en jeu maintenant, c’est la forme qu’elle va prendre pour franchir un nouveau stade de la conquête du monde par les Etats-Unis soutenus par les autres puissances occidentales.

On peut cependant s’étonner de l’attention portée à l’Irak, alors que les états occidentaux soutiennent régulièrement les régimes dictatoriaux quand cela sert leurs intérêts. Ainsi, les armes recherchées ont été vendues gracieusement à l’Irak lors du conflit avec l’Iran par ces mêmes pays, et ont servi à l’occasion pour se débarrasser des kurdes et autres opposants.

Par conséquent les excuses vides pour justifier cette guerre sont indéfendables. Le régime tyrannique en Irak, une misère pour ses citoyenNEs et une menace pour ses voisins, n’est pour les puissances occidentales qu’une opportunité d’introduire une présence militaire dans un point économiquement et géographiquement stratégique sur l’échiquier global. Pendant qu’ils démonisent un tyran en Irak, ils supportent des monarchies et des dictatures à travers le monde. Ils feraient la guerre en Irak non pas parce qu’ils doivent mais parce qu’ils peuvent——————————————————————————————–
Pourtant il ne s’agit pas tout simplement d’une guerre entre le peuple américain et les peuples du reste du monde. C’est le capitalisme, une guerre contre les pauvres. Les investisseurs des compagnies pétrolières américaines auront de nouveaux pipelines en Afghanistan et un accès accru au pétrole irakien. Les fabricants d’armes auront de nouveaux contrats et les politiciens américains auront une excuse pour augmenter leur pouvoir. Pendant ce temps là, les pauvres et les salarié-e-s d’Amérique ne s’en tireront définitivement pas mieux. Nous continuons de vivre dans un monde de chômage et de salaire minimum, de racisme et de harcèlement, de surveillance et de prison, de loyers impossible et d’éviction – un monde qui n’est pas construit pour nous mais sur nous.

Il est donc nécessaire de se rendre compte que les élites des USA et de l’Irak, personnifiées par George Bush et Saddam Hussein, conduisent leurs pays ainsi que la plupart du monde, dans une confrontation désastreuse. Le coût de cet confrontation de puissances va être payé, en sueur et en sang, par des millions de personnes à travers le globe pour remplir les coffres des sultans de l’industrie, leurs  exécutants de l’Etat ainsi que les officiers de la guerre.

D’un côté le chômage, les petits salaires, le manque d’éducation et le manque de
logement dans les pays occidentaux de l’autre la famine et la guerre continuelle en Irak. Notre souffrance mutuelle est la pour le bénéfice de l’élite et les Etats qu’elle contrôlent. Les impôts des travailleurs occidentaux financent l’armée qui va garantir le contrôle de pétrole pas cher pour l’industrie et les profits de ses propriétaires.

Pas de guerre entre les nations, pas de paix entre classes !

Le pétrole pour lequel on tue empoisonne la terre. Au lieu de développer des formes d’énergie renouvelables et gérer les ressources pour le bénéfice de toute l’humanité, l’énergie la plus facilement contrôlable est extraite et mise en marché pour le profit des puissants. Ces guerres de pétrole ne sont pas seulement des guerres contre l’humanité mais contre la terre elle- même.…………………………
La présente crise économique de surproduction, d’esclavage salarial et la spéculation effrénée dans le marché financier ne peuvent pas être résolues par la destruction gloutonne de la guerre. La guerre va seulement augmenter les misères de nous qui devons payer pour les plaisirs de ceux qui exploitent le monde pour leurs propres désirs. Les citoyens du monde entier doivent dire non à Iraknophobie et dire oui a la liberté ! Non aux guerres contre nos amis citoyens et oui à la guerre contre les patrons et les Etats. La guerre va seulement s’arrêter avec la fin du capitalisme et du nationalisme. Non a la guerre contre nos amis travailleurs et oui a la guerre contre toutes les élites dirigeantes internationales ! Pas de guerre entre les nations, pas de paix entre les classes.

L’ennemi principal est dans notre propre pays !

Travailleurs salariés ou chômeurs de France, Belgique, Allemagne, Luxembourg, notre ennemi n’est pas dans les usines d’Irak. Ce ne sont pas des ouvriers ou des paysans irakiens qui nous imposent les licenciements, la flexibilité, la privatisation des services publics, les bas salaires ou les remises en cause de nos retraites. Nos ennemis, ceux contre qui nous devons lutter, c’est le patronat et les gouvernements successifs à son service. D’ailleurs, les chefs d’Etats, dictateurs et barons de l’industrie qui profitent des guerres, les dirigeants d’états-majors et les médias qui nous abreuvent de chants guerriers (au nom de « la patrie », du « nouvel ordre mondial », de « la croisade anti-terroriste », de « la guerre humanitaire » ou du « djihad ») ne crèvent jamais des guerres. Ce sont toujours les classes populaires, de tous les pays, qui paient le prix de la barbarie des dirigeants.  Ces mêmes bellicistes peuvent d’ailleurs oublier leurs conflits en cas de soulèvement populaire. ………

Bush, Chirac, Poutine, Ben Laden, Sharon, Tony Blair, Saddam Hussein, etc. font bien tous partie d’une même clique, celle des gestionnaires du capitalisme. Ils tentent de nous embrigader dans des guerres qui ne sont pas les nôtres. ……………………………………………………………………………………..
En Irak comme ailleurs, ce sont leurs guerres, des conflits pour leurs intérêts et ceux de l’oligarchie, tandis que nous, travailleurs de tous les pays, nous subissons partout la même exploitation capitaliste

Contre la guerre, refusons la paix sociale !

Pour ces raisons, nous refusons cette guerre, comme toutes les guerres, et affirmons notre soutien et solidarité à la population irakienne, victime de ce conflit. …………………………..
Nous constatons que le processus de guerre ne pourra être enrayé que par la multiplication des actions directes et de désobéissance. Lutter efficacement contre la guerre, c’est aussi remettre en question la société qui l’entretient, celle-ci étant basée sur le profit et le pouvoir. De nombreuses pistes restent à explorer; par exemple, une remise en cause quotidienne de notre dépendance envers le pétrole, dont les conséquences humaines et écologiques sont désastreuses…

Luttons, oui, mais pour nos propres intérêts : contre les licenciements, contre la misère, contre la remise en cause de nos acquis sociaux, et au delà contre ce système capitaliste qui n’offre à l’humanité que la guerre, le chaos et la misère !

Fédération Anarchiste (FA)

http://kiss.to/anarchy federationa@hotmail.com

ni dieu ni maître

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Tags: — Queesch - 15:37

Trenner
Older Posts »