Sie kommen nach Luxembourg – die kontemporären Indierock-Helden meiner Altersgruppe.
Die düster angehauchte Stimmung wird gern mit Bands wie Joy Division und The Smiths verglichen, wovon man natürlich mehr oder minder agetan sein kann. Eine Orientierung am britischen New Wave Sound ist jedenfalls rauszuhören.
Dazu: Wenig hoffnungstragende Texte sowie schleppende Melodien sind tragendes Element des 2010 veröffentlichten Albums “Interpol”, ein wenig melancholischer als beispielsweise der bekannte Titel “The Heinrich Manoever”, zu dem wir in den Diskotheken rumhüpften.
Es hat sich im großen und ganzen nicht viel getan im altbekannten Interpolsound, bekanntermaßen schätzen wir jedoch Gewohntes. So ist es auch in diesem Fall.
Man erwartet keine Überraschungen, aber zweifelohne existiert eine intensive Vorfreude auf die US-amerikanische Band, welche mit dunkler Mystik, wundervoller Melancholie und den seichten Leiden der Zwischenmeschlichkeit überzeugt.
Macht euch also auf, liebe Freunde der Dramatik, der Melancholie und des Dahinträumens, die Türen der Rockhal in Esch/Alzette öffnen sich am 11. März 2011 um 19.00 Uhr. Veranstaler ist denAtelier.
“wundervollen Depressionen”
dann hat et anscheinend sälwer nach keng. nët datt ech him se wënsche géif. bon, domat well ech d’laura nët perséinlech ugräifen, ech kennen et jo nët an et as, objektiv gekuckt, keng affaire mee einfach e satz wéi x musékskritiker se schon dausendmol geschriwwen hun; mee d’queesch as jo och eng zeitschrëft, déi sech mat sachen konstruktiv-kritesch ausenaner sätzt.
mech nervt einfach de fait, datt depressioun generell dachs bagatelliséiert gët wéi e chic’en accessoire – ma wie géif sech da fräiwëlleg eng knupp eeter op der stier wuesse loossen oder sech express psyschesch ‘de fouss verstauchen’ an op mentale krätsche lafen? eben. et as eng wertvoll stäip fir betraffe leit datt et och an all form vu konscht en deel gët, deen dat probéiert auszedrécken, sech domat auserneen ze sätzen oder am bäschte fall no léisungen ze sichen. et fillt sech trotzdem u wéi en handicap, wéi eng wand aus schalldichtem glas – an d’emstänn, aus deenen et sech entwéckelt wann d’krankheet och e gesellschaftlechen hannergrond huet (muss se jo net zwangsleefeg), sin an deem fall dachs zimlech genau déi, géint déi och d’queesch probéiert unzekämpfen an alternativen (weider/) ze entwéckelen. aus deem grond och de kommentar, wann et iwwerhapt e wert huet dorop hinzeweisen da wahrscheinlech éischter bei engem medium wéi der queesch. also laura, no hard feelings vu menger säit aus… schéinen dag nach!
Comment by Jeff — March 31, 2011 @ 5:07 pm
ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen kommentar hundert prozentig verstanden habe (da luxemburgisch), aber was ich verstehen konnte seh ich ein.
ich habe hier eindeutig die falsche ausdrucksform gewählt, um eine ambigue stimmung oder emotion oder was auch immer auszudrücken. hatte selbst noch keine (krankhaften) depressionen, kenne es aber aus der familie.
hinzu kommt, dass ich es nicht gewohnt bin, feedback auf artikel zu kriegen. verleitet dazu, nachlässig zu werden, mit begriffen um sich zu schmeißen – dabei kann es vorkommen, dass man in dem versuch der anwendung einer super toll künstlerisch gehobenen sprache vollkommen daneben greift.
das ist mir nun klar, das werde ich auch hier ändern.
auf der anderen seite finde ich es jedoch durchaus nicht berechtigt, sich an einer unpassenden wendung festzuhalten und das in irgendeiner weise auf “die sichtweise der queesch” oder wie auch immer zu projizieren. hätte ein “kollege” den text mal zu sehen bekommen, wäre der zeigefinger möglicherweise bereits gezeigt worden.
danke trotzdem für die kritik, gut zu wissen, dass wenigstens gelesen wird, was ich schreibe. der ausdruck war dreck, seh ich jetz auch, ich werde es ändern damit du weißt was ich meinte.auch werde ich versuchen, mich in zukunft weniger von kommentaren verschiedenster musikjournalisten beeinflussen zu lassen.
ich lebe nicht in einer blase, von einem “schicken” status von depressionen habe ich allerdings noch nichts mitbekommen. von einer verharmlosung und einer überanwendung des ausdrucks allerdings schon. nun bin ich auch selbst in die falle getappt.
und du solltest (vor allem meine konzertanonncen) nicht auf das generelle ziel oder ideal der queesch übertragen. über den interpol text habe ich (fälschlicherweise) kein zweites mal nachgedacht, vite fait, sozusagen, da kann das passieren. denke ich.
also, um mal zum schluss zu kommen, ich verstehe deinen einwand, werde es ändern, entschuldige mich und weiß auch um umstände sowie auswirkung von depressionen. auch aus näherem umfeld.
schönen abend
laura
Comment by Laura — March 31, 2011 @ 5:43 pm
liebe laura,
vielen dank für die ausführliche antwort und die änderung. entschuldigung hätte es nicht gebraucht, das was ich im bezug auf die queesch schrieb hält sich ähnlich – eher als damit auf eine gelegenheit springen, die queesch schlecht zu schreiben, meinte ich eben im gegenteil (und deine antwort zeigt ja auch, dass ich da richtig lag :)) dass es gerade hier sinn macht, auf den punkt (wohlwissend, dass es ein detail ist) hinzuweisen; weil die queesch eine ganz andere art der selbstreflektion betreibt als eine reine musikpublikation etwa, deren arbeit sich anders orientiert. also statt von deinem artikel schlüsse auf die queesch ziehen, wollte ich vielmehr auf die generellen ziele/ideale der queesch hinweisen als (positiv-anerkennenden) grund, wieso ich es sinnvoll empfinde, auch mal auf ein kleines detail hinzuweisen. ich hoffe, du verstehst, was/wie ich meine; die länge meines vorigen kommentars ist da etwas irreführend was die beziehung ‘beigemessene wichtigkeit’ und ‘dazu aufgebrachte menge an wörtern’ betrifft :/
also konstruktiv gedacht (auch wenn die sprache im nachhinein etwas ungehalten rüberkommt, dafür meinerseits ebenfalls entschuldigung!). persönlich angreifen wollte ich dich damit nicht – ich lese das zwar auch nicht bei dir, aber sicher ist sicher ;)… blabla ich brems mal, kurz und bündig gelingt mir eher selten :)
also nix für ungut – danke nochmal, und dir weiterhin alles gute bei deiner arbeit für die queesch, und auch sonst! :)
liebe grüsse,
jeff
Comment by Jeff — April 1, 2011 @ 8:48 am