Pressemitteilung der “Jonk Lénk”:
Schon immer kämpfen die indigenen Völker in Mexiko für ihre Rechte und für ihre Autonomie, so vor allem in den Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas. In Chiapas ist es indigenen Kämpfern gelungen, mehrere hundert Gemeinden zu befreien; in Oaxaca aber wurde der indigene Aufstand brutal vom mexikanischen Staat niedergeschlagen. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Übergriffen durch rechte Paramilitärs, die im Interesse der mexikanischen Regierung handeln.
So wurde am 27. April eine humanitäre Karawane in Oaxaca angegriffen, wobei 2 Menschenrechtsaktivisten getötet wurden und weitere verletzt. Die mexikanische Regierung geht nicht gegen solche Angriffe vor und erhöht gleichzeitig die Repressionen gegen die sozialen indigenen Bewegungen.
Am 8. Juni wird erneut eine humanitäre Karawane in Oaxaca unterwegs sein, darunter auch eine luxemburgische Menschenrechtsaktivistin. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch diese Karawane überfallen wird.
Wir fordern die luxemburgische Regierung auf, die mexikanische Regierung unter Druck zu setzen, um die bedrohten Aktivisten zu schützen und die Rechte der indigenen Bevölkerung zu wahren!
Deshalb fordern wir unverzüglich:
- Wirksame Schutzmaßnahmen für die Karawane am 8. Juni
- Auflösung aller paramilitärischen Gruppen in Mexiko
- Autonomie für die indigenen Gemeinden in Oaxaca und Chiapas
- Stopp aller Repressionen durch den mexikanischen Staat!
- Rücknahme aller neoliberalen Maßnahmen
Jonk Lénk
