Esst meer Fisch!

Untergrundartikel zum Thema Entwaldung und CO2. Krise ist immer auch Chance!

Grönland ist ungefähr 2’166’086 km² (216’608’600ha) gross. In Bohrkernen von Material unter dem mehr als 2.000 Meter dicken Eis auf Grönland wurden DNA-Spuren von Pinien, Eiben und Erlen sowie von Schmetterlingen und anderen Insekten gefunden.

Untergrundwissen zum Thema Wald und Kohlenstoff:

Allgemein anerkannt soll sein, dass Regenwald pro Hektar (ein Hektar ist 100 mal 100 Meter, 1ha = 10’000m²) etwa 200 bis 300 Tonnen Kohlenstoff speichere, die bei einer Vernichtung zum Grossteil als Kohlendioxid (CO2) freigesetzt werden. Wird ein Hektar Regenwald brandgerodet, gehen schätzungsweise 1000 Tonnen CO2 direkt in die Atmosphäre. Die Regenwälder Amazoniens dehnten sich im Jahr 2007 auf einer Fläche von rund 110’000’000 Hektar aus. Die Bäume borealer Nadelwälder erzeugen nur ein Drittel der Trockenmasse des tropischen Regenwaldes. Handgelenk mal Pi bindet borealer Nadelwald pro Hektar 100 Tonnen Kohlenstoff. Wird ein Hektar borealer Nadelwald brandgerodet, gehen schätzungsweise 300 Tonnen CO2 direkt in die Atmosphäre.

Die Rechnung ist also simpel:

Amazonas Regenwald vernichten minus Grönland mit borealem Nadelwald aufforsten gleich CO2-Bilanz.

110’000’000ha * 1000tCO2/ha – 216’608’600ha * 300tCO2/ha = 45’017’420’000 tCO2

Falls das Eis schmilzt, und Grönland aufgeforstet wird, oder es der Natur überlassen wird, Grönland wieder einmal mit einer Schicht Biomasse zu überziehen (wie während der Riß-Eiszeit), so werden eventuell 45’017’420’000 Tonnen CO2 gebunden. Damit wäre die vollständige Abholzung des Amazonas in der CO2-Bilanz schon um den Faktor 2.4 entschärft, also halb so wild.

Fazit:

Die Biosphäre ist weit weniger fragil, als ständig dargestellt wird. So haben kleine Veränderungen zwar grosse Auswirkungen, aber die innovative Investments der Biosphäre in neue Anlagemöglichkeiten haben schon solch verheerende Events wie das Sauriersterben mit Leichtigkeit in irre Wachstumsraten umgesetzt. Krise ist immer auch Chance.

Und falls alles nicht hilft: Esst mehr Meerestiere und Algen! Dann sinkt der Meeresspiegel. Moralisch ist das ok denn Zit. Kurt Cobain “It’s ok to eat fish, cause they don’t have any feelings”. Wir könnten auch Elefanten mit fiesen Algen mästen, um den Meeresspiegel weiter abzusenken, die Korallen zu schützen und gleichzeitig durch Elefantenabgase die CO2-Einsparnisse auf Grönland kompensieren. Nebenbei fallen auch noch Stosszähne für medizinische Zwecke an.

Bloss nicht den Überblick verlieren und keine Panik! Derweil besser auf der Discoinsel den Klimahandel wegtanzen!

Filed under: Uncategorized — Tags: , , , , — stefan - January 13, 2010 5:24 pm

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1 Comment

  1. Ja, und wenn das alles nichts hilft, düngen wir das Meer so sehr, dass es zu einer Algenblüte kommt. In komplexe Systeme eingreifen macht Spaß, ist überhaupt nicht gefährlich und wir lernen sicher was dabei!

    Comment by Joël — January 13, 2010 @ 9:31 pm

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