Second Life – War edition

Von Linden Lab schon vor einiger Zeit ins „Leben“ gerufen, erfreut sich das Online-Spiel „Second Life“ immer größerer Beliebtheit. Die Anhängerschaft steigt täglich, wenn auch nicht alle wiederkehren die einen Avatar (= in Online- und Spiele-Welten, ist ein Avatar die individuelle Darstellung des Benutzers als animierte Person, wobei sich die Gestalt des Avatars im verlaufe des Spieles weiterentwickeln und auch verändern kann), wohl aus der üblichen gesellschaftlichen Neugier heraus, entwarfen, kann man trotz alledem immer wieder einer Vielzahl an „Mitspielern“ begegnen.

Second Life bietet eine Vielzahl an äußerst interessanten Ideen. Neben der Idee eines gelebten und belebten „Chatrooms“ ist die Möglichkeit, zu modellieren und kreieren was einem in den Sinn kommt, besonders hervorstechend. Wenn auch einiges an Übung und Zeit (und Geld) dafür – z.B. für ein eigenes „Haus“ – erforderlich ist.

In der Online-Welt ist auch gesellschaftlich ganz schön was los. So konnte man während des französischen Wahlkampfes beobachten wie sich Jean-Marie Le Pen als erster, gefolgt von Segolène Royal und schließlich auch Frankreichs neuer Präsident Nicolas Sarkozy sich in Second Life breit machten um auch noch die letzte Wählerstimme zu erreichen. Letzterer verteilte, wenn auch nicht persönlich, auf „Sarkozy Island“ virtuelle T-Shirts und Pizza- Stücke.

Aber auch andere Themen der Öffentlichkeit finden schnell Anklang in der „Zweiten Welt“. So durfte man, kurz nach dem Massaker an der Virginia Tech University, erleben wie Gedenksteine gebastelt wurden um den Opfern der Tragödie zu gedenken. Natürlich wurden dort dann auch noch Kerzen und Blumen abgestellt. Selbst Gruppen die zu Spenden aufriefen fanden sich dort bald.

Um komplizierte Zahlvorgänge braucht man sich auch keine Gedanken machen. Denn alles lässt sich ganz Einheitlich wirtschaftlich führen, dank der Lindendollar, die man gegen US- Dollar eintauschen („wechseln“) kann. Der Wechsel zurück von den Lindendollar in “echtes“ Geld geht natürlich auch. Es gilt bloß die Wechselkurse von Linden Lab zu beachten.

Auch für den (faulen) Online-Touristen wird etwas geboten. So kann man z.B. den “Second Bodensee“ oder den „Second Schwarzwald“ besuchen. Und selbst die Hannover Messe soll dort zu finden sein. Auch so manch ein Unternehmen hat eine „Niederlassung“ in der digitalen Welt.

Aber neben all den angenehmen und sozial wünschenswerten Abläufen des Spieles, musste man, glücklicherweise durch die Presse zügig publik gemacht, auch schon weniger schöne Nachrichten aus der Zweiten Welt hören. Es gab schon User die der Pädophilie frönten. Doch wurde schnell dagegen vorgegangen. Alles in allem bekommt man den Eindruck, dass sich alles in Second Life entwerfen und leben lässt, was es auch in der „First World“bereits gibt. Oder jedenfalls fast. Krieg gibt es dort noch nicht (ob das nun „gut“ oder „schlecht“ ist sei einmal dem Leser überlassen), aber vielleicht sollte man diesen Punkt überdenken und einen Ableger von Second Life ins Leben rufen, nennen könnte man es ganz schlicht: Second Life – War Edition.

Wie könnte man sich diese virtuelle Welt und den darin enthaltenen Krieg nun vorstellen? Das Beste was man tun kann, ist, dass man kopiert was die Wirtschaft mit solch großem Eifer vormacht und fusioniert. In diesem – meinem – Fall beruht die Fusion nicht auf zwei verschiedenen Betrieben, sondern auf zwei verschiedenen Ideen. Um „realistisch“ Krieg führen zu können, braucht es natürlich eine ausreichend groß dimensionierte Welt. Das sollte aber auch nur eine Frage von Speicherplatz sein, der, betrachtet man die aktuellen Festplattenpreise, durchaus sehr erschwinglich ist (vor allem mit dem Seitenblick zu den horrenden Rüstungskosten).

In besagter Welt würde man die Idee von Second Life, also das erstellen eines Avatars die Fähigkeit jegliche wünschenswerten Gegenstände modellieren zu können mit Google Earth, der digitalen Kartographie der Erde, kombinieren. So hätte man, durch diesen synergetischen Effekt, automatisch eine Welt geschaffen, die der unseren doch verblüffend nahe kommt. Also, der Platz ist da. Nun braucht es bloß noch einiger Arbeiten am Quellcode um auch solch wichtige Effekte wie Explosionen, einstürzende Gebäude,

Tod und Sterben und sonstige benötigten physikalischen Effekte zu erhalten. Glücklicherweise müssen die Programmierer – entgegen der allgemeinen Art und Weise – das Rad nicht abermals neu erfinden. Denn es gibt ja bereits mehr als genug, für alle Spielvarianten, Action- und Egoshotter-Engines (= ein Teil eines Computerprogramms, dass dafür zuständig ist die 3D-Darstellungen – möglichst realistisch – zu berechnen) derer man sich bedienen kann. Es ist damit natürlich auch klar, dass das altbekannte Fliegen der Avatare hiermit unterbunden wird.

Die Welt steht und dreht sich vielleicht sogar. Nun braucht es bloß noch Menschen (jeglicher Gesinnung) die sich dem Spiel anschließen. Natürlich gibt es verschiedene Arten von Spielern: „Terroristen“, „Counter-Terroristen“ und „Zivilisten“. Wer nun welche Rolle spielt ist vollkommen belanglos, da sich jeder „Clan“ so betiteln kann wie er das für richtig hält – genauso kann man selbstredend auch sein Feindbild nach eigenen Wünschen aufbauen. Also genau wie in der echten Welt.

Nun – und dessen ist sich der Autor auch vollkommen bewusst, gesteht es auch ein – kommt der schwierigste Teil dieser Idee (Kampagne?). Wie bekommt man Regierungen und Untergrundorganisationen dazu, sich am Spiel anzumelden und „zuspielen“? Sollte man es tatsächlich schaffen die Welt davon zu überzeugen sich der „War Edition“ anzuschließen hätte dies natürlich eine Großzahl an wirtschaftlichen Folgen: die Waffenindustrie würde herbe Gewinnrückgänge verbuchen müssen. Aber nun mal ehrlich, welcher Bürger hätte denn ein Problem damit, wenn die vom Staat erhobenen Steuern nicht mehr (oder jedenfalls bedeutend weniger) für das Aufrüsten des Militärs verwendet werden und es in der Welt kontinuierlich weniger Waffen gibt, die einen töten können?

Andererseits könnte sich das Ansehen einiger Länder in der nächsten „Program for International Policy Attitudes“ Umfrage drastisch verbessern, wenn man der Idee beitritt und abstand nimmt vom konventionellen Krieg. Und das Image ist ja bekanntlich alles. Oder? Wer alles online „mitspielt“ bräuchte ja auch keine konventionellen Waffen mehr, nukleare erst recht nicht. Aber auch all die Probleme und Konflikte rund um Israel, Afrika und sonst auf der Welt würden an Gewalttätigkeit abnehmen (vielleicht durch ungestörte Diplomatie gar verschwinden) nähme man die Idee des Spieles ernst.

Natürlich würden die beteiligten Mitspieler, wie erwähnt, einiges an Rüstungsgeldern sparen. So könnte China knapp 30,5 Milliarden US-Dollar in andere Projekte investieren. Auch Japan ($ 45,3 Milliarden), Deutschland ($ 31,1 Milliarden), Frankreich ($42,8 Milliarden) und die USA ($ 495,3 Milliarden) hätten einiges mehr an Spielraum für die Zukunft und die Gegenwart.

Somit müsste sich US-Präsident Bush jr. keine Sorgen mehr um „weniger wichtige“ (so Bush) Posten des Haushaltes machen. Die rund 500 Milliarden Dollar die man für Krieg benötigte und zur Finanzierung teilweise bei anderen Posten strich, kann man dann guten Gewissens wieder den „weniger wichtigen“ Bereichen wie Verkehr, Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung (äußerst unwichtig! anmk. d. A.) als finanzielle Mittel zukommen lassen.

Selbstredend ist es klar, dass nicht die komplette Summe für anderweitige Pläne zur Verfügung steht, da ja auch das „Spiel“, die kreativen „Künstler“ (also die Designer, Modellierer) und die „Regierungsspieler“ (ehemals Soldaten) entlohnt werden wollen. Doch eines steht schon fest: das kostbarste Kriegsmittel, das Kanonenfutter vor Ort fällt weg. Denn es werden sicherlich nicht so viele Zivilisten während des „Spieles“ sterben wie bisher, laut www.iraqbodycount.org, im Irak-Krieg der Fall ist: zwischen 67.000 bis knapp 74.000 Zivilisten ließen dort im Namen der „Freiheit“ ihr Leben. Die Anzahl der verstorbenen

Soldaten (mehr als 3.200) geht weiter in die Höhe. So hoch, dass US-Bürger, kurz vor dem 4. Jahrestag des Irak-Krieges, gen Pentagon marschierten um für eine Beendigung des Krieges zu protestieren. Es gibt noch so einige offene Fragen zu diesem Thema die einer weiteren Erläuterung bedürfen. So kommt unweigerlich die Frage in einem auf, wer eigentlich alles an diesem „Spiel“ mitspielen darf? Grundsätzlich sollte jeder Welt-Bürger die Möglichkeit haben, sowohl passiv (Ideen, Ratschläge, Taktiken u.ä.) als auch aktiv (also das Kriegführen und Kämpfen an sich) am Spielgeschehen teil zunehmen. Darauf folgt konsequenterweise die Frage nach dem „Wie?“.

Mein Vorschlag hierzu ist, in Anlehnung an das „One Laptop per Child“-Programm, ein von der ganzen Welt gefördertes Programm namens (und der Name soll auch Programm sein) „One PC per Human Being“ zu starten. Ob dann jeder Mensch einen eigenen Computer nach hause geliefert bekommt, oder große Rechenzentren für die Interessenten zur Verfügung gestellt werden, muss bei Start der Initiative genauer betrachtet werden. Wie auch im echten Leben, hat jeder die freie Wahl, oder sollte sie haben, für respektive gegen was er eintreten möchte. Logischerweise bedeutet das, je nach eigener und Landesideologie, immer noch ein gewisses Lebensrisiko.

Alles was man nun zum allgemeinen Glück jetzt noch braucht, ist ein Manifest an Spielregeln und einen Vertrag der die Parteien an eben diese Regeln bindet. Denn ohne bindende Verträge hat ja nichts in dieser Welt seine Gültigkeit und dann auch erst Recht keinen Sinn. In dem Vertrag, der eine Art Abkommen zwischen allen beteiligten darstellt, wird zudem festgehalten wie genau die Brücke zwischen dem virtuellen Krieg und den Folgen in der „realen“ Welt von statten gehen soll. Denn es wäre ja Sinnlos, wenn man einen Angreifer im digitalen Krieg zurückschlagen konnte, dieser aber nicht von seinen Stellungen in der fassbaren Welt abzieht.

Wer also den Regeln und Verträgen – im Namen seines „Clans“ – zustimmt hat sich auch daran zuhalten. Oder kurz gesagt: das virtuelle Leben schlägt sich dann im Realen nieder. In den Regeln sollte auch festgehalten sein, dass Krieg nur noch (wenn überhaupt!) virtuell gestattet ist. Somit soll unterbunden werden, dass ein Sieg mit dem Computer dann mit echter Waffengewalt geahndet oder unterbunden wird.

Auch muss auf Papier geklärt werden wer, wann, wo und wie sich um die „Kriegsserver“ kümmern darf. Zudem muss die Frage geklärt werden wo die Server und Backup-Server platziert werden. Da es nämlich ein riesiger Vorteil wäre, wenn einer alleine oder mehrere Gleichgesinnte Zugriff auf die Hardware hätten. Aber auch die Programmierer, welche am Code des „Spiels“ arbeiten und ausbessern, dürfen nicht von einer Partei alleine sein, denn auch dies wäre ein absoluter Vorteil!

Optimaler wäre eine Instanz mit einer vorher festgelegten Größe an Repräsentanten ins Leben zu rufen. Um dort hinein zugelangen muss man von den Teilnehmern (die Gruppen die am „Spiel“ teilnehmen) gewählt werden. Wobei man mehrere Durchgänge abhalten würde und die Person mit den (je Durchgang) meisten Stimmen im Gremium landet. Dies führt man so lange fort bis die gewünschte Größe erreicht ist. Wurde man ins Gremium gewählt steht man natürlich für die weiteren Wahlgänge nicht mehr zur Verfügung.

Die Amtszeit sollte auf 2-4 Jahre beschränkt sein, wobei Wiederwahlen möglich sind! Auch die Finanzierung des Personals, der Hard- und Software muss wohl überlegt sein um Lobbyarbeit, in jeglichem Sinne, zu untergraben. Doch bleibt bei allem Schönwetter Gerede weiterhin ein Problem. Wie geht man vor, wenn trotz schönen Papierverträgen und Regeln, Teilnehmer reale Gewalt ausüben?

Natürlich ist es absolut klar, dass diese Idee, so angenehm (sprich positiv) sie für die Menschheit an sich auch sein mag, weit weg von der Realität ist. Und höchstwahrscheinlich für eine längere Zeit auch im Reiche der Utopie verweilen wird – falls sie überhaupt mal eine Chance haben wird in Betracht gezogen zu werden. Aber im Fernseher wird der nächsten Generation von Menschen schon seit etlichen Jahren gezeigt, dass man bei Streitigkeiten nicht gleich einen Krieg anzetteln muss. Es geht auch anders: man holt seine Pokémons aus der Tasche oder auch Wahlweise das Yu-Gi-Oh!-Kartendeck und „bekämpft“ oder um es martialischer auszudrücken bekriegt, sich so. vielleicht findet manch einer auch an der Kampfweise wie sie bei Angelic Layer* zu sehen ist Zuspruch.

Und selbst die Kartenliebhaber der älteren Generation wissen, dass man einen Streit auch gut bei einer Runde Magic schlichten kann. Sowohl was die Ideen anbelangt, real geführten Krieg aus unserem Leben zu verbannen und die auch was die theoretischen und praktischen Möglichkeiten betrifft, ermangelt es uns jedenfalls nicht an brauchbaren Lösungen. Wir haben also alles Nötige in unserem Repertoire.

Das lässt bloß eine logische –aber auch, tragischerweise, die aller schwerste – Konsequenz zu: Wir, also die „Krone der Schöpfung“ (= Meister der Kriegsführung?) an sich, müssen es wollen! Und wenn wir Krieg, in erster Instanz vielleicht auch nicht unbedingt abschaffen können (oder wohl eher wollen), so müssen wir doch zumindest drastisch – finanziell und menschlich – den Willen aufbringen eben diesen einzuschränken!

Stefan Klein

Filed under: Queesch Nr. 18 — Queesch - March 1, 2008 4:40 pm

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OPEN LETTER TO THE HUMAN LEADERS OF THE EARTH SURFACE

Dear Humans, Leaders of the Earth Surface,

The science fiction movies of the last century have beamed our minds into the space age, its 2007, the so called “future” has begun. We are more and more convinced of the supremacy of the human species, thinking that we’ll have a technical solution to every problem, considering ourselves almost as supernatural. Recent technological developments seem to confirm this: We move in space-ship-like cars and communicate even beyond the possibilities imagined in Star Trek. We have even managed to leave earth, and plan to colonize Mars and other planets.

We have forgotten that our life is deeply rooted in our mother planet, that we are animals, not more or less.

We’ll never be able to live outside the earth surface: it is here that we were born and here that we will live, here that will live our children, here, on the interface between the earth and the sky.

Life on other planets is very difficult: no atmosphere, no oceans, no forests, no moon, no birds chanting in spring, no apple trees nor banana palms. Everything’s different…we will not be happy out there, we’ll find nothing to eat, if we don’t starve, freeze, burn, or suffocate. Even if we managed to survive, it would be very difficult to live. We’ll become depressed and go crazy , homesick and endlessly regretting our beautiful and unique home, nest and mother: earth.

That’s why it is urgent to save and protect this planet, and to save it, first of all we have to stop destroying it, and thus to stop destroying ourselves and each other.

We have to recognize ourselves, the Earth Surface and everything on it, as a whole, at last, and apply democratic, ecological and humanist principles to all of it.

I call it POLITICAL GLOBALIZATION; it is the next necessary step in human evolution.

It has to come, because, despite our evolutionary progress, our economic system works like a predator, it wants to grow, to exploit, to eat, to rule, to be faster and fitter than the other. It is almost free of limits, free of preoccupation; it behaves like a hungry, primitive life form, like parasite bacteria eating its host, ignoring future survival problems.

Why? It is natural, everything is natural, and there is nothing “artificial” or “supernatural”. You and I, cars, trees, computers, dogs, nuclear power plants, war planes, are all natural, they are living systems or parts of them, parts of the big living system that scientists call the biosphere. And life wants to survive, to live, to grow, to multiply. It is the ever ruling jungle law.

The problem is that human means and reach have evolved enormously in the last centuries. We’re still in the jungle, but we’re sitting in a big computer-aided, comfortable, climatized, hi-speed, heavily armed bulldozer and have become able to destroy all of the jungle instantly. Now we are slowly recognizing that there isn’t much left of the jungle. But instead of getting out and looking around we are desperately trying to build a hydrogen powered engine for it.

Our political systems have evolved too, but unfortunately not as fast as our technology. There have been lots revolutions and renewal: Humanist ideas have spreaded all over the planet, and most of the countries are, at least in principle, democracies, which means that the people are sovereign of their country. Also social ideas of wealth redistribution and more equity have spread. In lots of places, the people have really taken the power. The big problem is, that this social and democratic revolutions have until now only been applied to nations, to territorial political systems.

Efforts that have been made to create institutions that have an international political authority are not really taken seriously: The UN General Assembly, assembling representatives of every government, has still very little power of decision. Institutions like the World Bank, the IMF, the WTO are mainly steered by the interest of their most powerful members, the “G8″: USA, France, Germany, UK, Russia, Canada, Japan and Italy, and also the EU as a whole. All of them lie on the Northern Hemisphere and above the tropic of cancer, in the temperate climate zone. They are the biggest producers of greenhouse gases, consume the most resources, invented the most lethal weapons, own the most nuclear warheads, and all of them have committed in their history very severe crimes, including genocide, murder, warfare, enslavement, torture, theft, plundering and ecosystem destruction.

But still, they think that they embody the good, the wise, the “developed” and “civilized” that they have to “civilize” and “develop” the rest of the world.

They also embody the capitalist system and represent 65 percent of the unleashed global economic actors.

Like the magician’s apprentice, we invented an economic machine, an industrial “perpetuum mobile”, in scientific terms: a system with a positive (amplifying) retroaction, growing exponentially. The more we consume, the more we produce, and then, we have to consume even more.

Territorial political systems, like nations and super-nations, are no longer able to control it. Maybe they are even built to defend it.

We have lost control.

Corporations can operate almost freely on the Earth surface, because they are not engaged to a territory, and thus they don’t need to subject themselves to the democratically achieved laws of a territory. If laws or economic frameworks are not in the interest of a corporation, it can easily change its territory. It can even play across the borders, to gain profit: Produce in China, sell in Europe.

In this way, corporations do not only undermine the democratic sovereignty of the people by setting themselves out of their reach, they can even extort the elected governments, to write the laws in their favor, the governments wanting them to act on their territory. In consequence, elected politicians lose their power of decision; they are no more than string puppets. The real world leaders are transnational corporations, whose leaders are not at all democratically elected.

THE PEOPLE OF THE EARTH ARE NOT SOVEREIGN OF THE PLANET, AND EVERY INHABITANT IS NOT AN EARTH CITIZEN.

Democracy, the basic principle, written down in almost every constitution, has been caught, bound and silenced in the sticky spider web of globalized predator capitalism.

But we’re able to recognize this, aren’t we? That’s what makes us human, in a positive sense: we have a conscience, we can see things coming, we have a historical memory, and are able to reflect about ourselves and our environment. That’s what makes us different from predators and parasite bacteria. We are also able to communicate, to share, to discuss, to network. We are able to invent. We are able to question, to change, to evolve. There are actually no reasons why it shouldn’t be possible to unite as a planet, politically. It is a matter of survival, of determination, and also of political will: The “northern” or “occidental”, or simpler the “rich”, community has to finally recognize its exploiting position in the global system, the fatal crisis that our enslaving, killing and polluting way of life implies to the rest of the world. We are the crisis, the third big crisis of the biosphere since life emerged, one billion years ago. The collapse has already begun. We are at the end of a geologic era.

Evidentially, we can’t simply transpose the actual governing system to a world government, we have to think further, learn from all of our horrible past experiences.

It is about governance, not government, which implies centralization of power. The Earth Surface is not a territory, because it has no borders. It has no center, because it is a sphere, thus there is no capital and there is no leader. It belongs to all (and none) of us, every individual of every species born on it has the right to live there happily.

We, humans, as we happen to have become the ruling species on this planet, have the responsibility for it, we have to preserve the other species. It has taken millions of years for an animal like the sea turtle to have evolved, we are younger than it and have to love and respect it, like we respect our grandmother.

If it is possible to write an encyclopedia, altogether, in every language, why shouldn’t it be possible to write down some basic rules, altogether? Global networking of people is the key to this, because it is really democratic, and based on wisdom, knowledge, and common sense, not on power, money or ideology: If an idea is good, it spreads, will be discussed and may be accepted, if it is bad, it won’t even spread or be denied by the global community. The global level could be connected directly to the regional and local level, where interconnected, small-scale base-democratic communities can function, as they still do in lots of places. Culture, identity and self-determination could flower everywhere and we would not need nations anymore because we would be responsible of ourselves.

I am deeply convinced that a global community can solve global problems. When we recognize ourselves, we evolve.

What can I do now, as a small cell of the huge organism that is humanity, or in a larger view all of the biosphere; every living thing; the big family of life. In European languages there is no precise word for what I mean. In mooré, an African language there is the word BUUD which has the exact meaning.So what can I do?

I can choose to, and I can choose not to. I can observe, listen, learn, think, seek, speak. I can try to liberate myself from mental slavery, I can try to help to liberate others, like Bob said. Together, we can stand up, speak up. We can create. We can show, expose, confront. But we have to be careful.

I still don’t really know what to do. As a human, I feel responsible, but I can’t carry all of the weight alone. That’s probably why I write this. Maybe you read it. Maybe you know. All of our generation carries this weight, and it is it’s getting more and more perceptible. Something is disturbing the youth of 2007.

Even if it seems hopeless, we don’t have the option to lose hope:

WE LIVE. Even if we die, others will LIVE. The earth has probably left “five billion years” until our space and time is going to collapse, until the sun is going out. That is a lot of time, far more as we can imagine. But what a beautiful thought: there is no apocalypse, there will still be humans, banana palms and sea turtles in thousands of years…

Evolution or extinction, we’ll have to choose now.

Filed under: Environment,Queesch Nr. 18 — Neckel - 4:38 pm

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UNEL – Qui sommes-nous?

Die Vorstellung auf deutsch ist auf der Homepage www.unel.lu zu finden.

L’UNEL, représentante plurielle des étudiant(e)s

L’Union nationale des Etudiant-e-s du Luxembourg (UNEL) est le porte-voix de tou(te)s les étudiant(e)s et élèves domiciliés au Luxembourg ou originaires de celui-ci, indépendamment de leur nationalité ou de leur appartenance religieuse ou ethnique. L’UNEL, qui est la seule association étudiante luxembourgeoise non corporatiste, ne se cache pas de défendre ses positions quand il s’agit de lutter pour un système universitaire et scolaire plus démocratique, ainsi que pour une société fondée sur la justice et la solidarité. Hostile à toute forme de pensée unique, l’UNEL, qui est libre de tout rattachement partisan, se démarque avant tout par sa volonté de cultiver le pluralisme des idées et le débat démocratique.

S’investir au niveau européen…

Contrairement à d’autres associations, centrées avant tout sur le Luxembourg et les intérêts des étudiants de nationalité luxemborgeoise, l’UNEL dépasse le cadre national et s’investit au niveau européen. Profitant de l’expérience acquise par ses membres à l’étranger, elle contribue à l’enrichissement du débat politique et éducationnel au Luxembourg. Ainsi, l’UNEL, qui, au printemps 2006, a activement participé au mouvement contre le CPE en France, a jeté les bases du mouvement anti-5611 quelques mois plus tard au Luxembourg. L’UNEL est la seule association étudiante luxembourgeoise admise au sein de l’ESIB – The National Unions of Students in Europe, qui regroupe toutes les associations étudiantes au niveau européen. Elle fait également partie de l’OBESSU (Organizing Bureau of European School Student Unions) et d’UNITED, le réseau européen contre le nationalisme, le racisme, le fascisme et pour le soutien des migrant(e)s et des réfugié(e)s. L’UNEL a compris depuis longtemps que les décisions les plus importantes en matière d’éducation se prennent aujourd’hui au niveau européen. Elle agit en conséquence, en mettant les décideurs politiques face à leurs responsabilités envers les étudiant(e)s.

…et faire preuve de solidarité internationale

Loin de se cantonner à une activité à l’échelle européene, l’UNEL a également une longue tradition de solidarité internationale, qui remonte à son opposition contre la guerre du Vietnam dans les années 1970. Après avoir été la seule organisation étudiante à manifester contre la guerre en Irak, l’UNEL est aujourd’hui investie dans une projet de solidarité avec la section française de l’Union générale des étudiants de Palestine (GUPS). Elle a également organisé des conférences au sujet de l’oppression subie par certaines minorités dans l’État d’Orissa en Inde.

S’activer au Luxembourg, pour que ça bouge enfin!

L’UNEL intervient régulièrement dans le débat public au Luxembourg, que ce soit sur des questions éducationnelles, sociales ou en matière de solidarité internationale. L’UNEL observe de manière critique la mise en place de la nouvelle Université du Luxembourg, dont elle veut qu’elle soit une université pour tous, et non pas une annexe de la place bancaire, réservée aux gosses de riches. Aussi exigeons-nous l’interdiction des frais d’inscription récemment introduits, la démocratisation de l’organisation de l’UdL, des bourses plus élevées, ainsi qu’une intégration véritable des enfants d’immigrés et de réfugiés. L’UNEL revendique également la mise en place d’un revenu de base pour tous les étudiant-e-s, qui garantirait à ceux-ci l’indépendance par rapport à leurs parents. Quant aux lycées, nous luttons contre la sélection à partir de critères sociaux et de nationalité, ainsi que pour une démocratisation du système scolaire, dans lequel les élèves pourraient enfin jouer un rôle actif. Finalement, l’UNEL est attachée au principe de laïcité : respectant la liberté de conscience de tout un chacun, elle rejette toute forme d’enseignement religieux dans les écoles et lycées publics.

Contactez-nous!

L’UNEL informe les élèves et étudiant(e)s sur leurs droits et prête son assistance en cas de problèmes individuels. L’UNEL soutient le magazine en ligne Outsider(www.outsider.unel.lu) et publie elle-même le bulletin interne Unel News.

Contact:

UNEL – Union Nationale des Etudiant(e)s du Luxembourg B.P. 324 L-2013 Luxembourg info@unel.lu www.unel.lu

N° de compte : IBAN LU79 1111 0171 1846 0000 Code Bic: CCPLLULL

Filed under: Queesch Nr. 18 — Queesch - 4:36 pm

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Interview to Kunn & the Magic Muffins

Kunn & The Magic Muffins

Mit der Erscheinung ihres letzten Albums “Don’t burn my paradise” zu Ferienbeginn, war die Ska-Reggae Musiksparte und insbesondere Winged Skull Records um ein Werk reicher. Nicht alle Kritiker haben sich mit diesem Silberling anfreunden können und dennoch darf behauptet werden, dass dieses Album etwas Besonderes ist. Mir haben die Titel “Mother Nature” und “Brother Man” am besten gefallen und es dürfte jeder ein oder mehrer andere Titel bevorzugen, doch diese Entscheidung möchte ich den Käufern und/oder Hörer der CD selbst überlassen.

Kunn & The Magic Muffins waren auch “On Tour” und haben im Sommer acht Länder, insbesondere den Balkan, bereist. Mir ist bekannt dass es überall einen guten Empfang gegeben hat und auch zumeist die Besucherzahlen gestimmt haben. Grund genug mich mit Bandleader Gilles Heinisch zu unterhalten…

Q: Das war ja mal wieder eine kleine Weltreise die “Kunn & The Magic Muffins” da hinter sich gebracht haben. Hast du für die Queeschleser einige Anekdoten anzubieten?

Gilles: Ja bei so vielen “Gigs” gäbe es einiges zu erzählen und es würde sicherlich den Rahmen sprengen auf alles einzugehen. Doch will ich den Queesch Lesern einen Vorfall nicht vorenthalten der uns besonders in Erinnerung bleiben wird. So haben wir während unseres Aufenthaltes in Polen einen Hirsch – leider keinen Blauen – überfahren. Dass muss sehr spät abends oder sehr früh morgens gewesen sein, ist jedenfalls Ansichtssache und nicht so wichtig. Der Hirsch also war uns bei tiefstschwarzer Nacht vor den Tourbus geraten und wurde in der Folge in Mitleidenschaft gezogen. Gut erzogen wie ich bin, steige ich aus dem Bus um mich ob des Befindens dieses Hirsches – der dann doch eher ein “Bambi” gewesen ist – zu erkundigen. Da erscheint aus entgegengesetzter Richtung ein LKW und brettert voll über das arme Tier. Da wusste ich der Hirsch ist tot!

Q: Das muss ja eine schreckliche Erfahrung gewesen sein. Was hast du dann unternommen?

Gilles: Tja wass kann man da machen… nichts. Also bin ich wieder zurück in den Bus, habe die traurige Nachricht rumgereicht, dann waren alle traurig. Doch auch in diesem Fall mussten wir weiter…

Q: Dänemark soll auch toll gewesen sein…

Gilles: Ja Dänemark war eine wirklich angenehme Erfahrung und der Auftritt im Kulturzentrum Støberiet darf als Erfolg angesehen werden. Beherbergt wurden wir übrigens im Jugendhaus und obwohl sie uns ja eigentlich nicht kannten, ließen sie uns ganz unbekümmert mit ihrem ganzen Hab und Gut allein. Morgens haben wir dann mit allen gemeinsam gefrühstückt.

Q: Wie viele besuchten denn so eure Konzerte?

Gilles: Das war doch sehr unterschiedlich und eigentlich ist das auch nicht sehr wichtig, denn egal wo wir auftraten und wie viele das Konzert besuchten, die Stimmung war stets prima. Wenn du aber auf Zahlen beharrst, so will ich sagen dass in Tichy (Polen) die wenigsten waren, so etwas über 20… doch diese haben eine Fete steigen lassen, die auch für polnische Verhältnisse in die Annalen gehen dürfte. Den größten Zulauf hatten wir in Viljandi (Etsland). Es müssen mindestens 300 Besucher gewesen sein, die uns auf einer nicht konventionierten “After Party” – so ab 02.00 Uhr morgens – zugehört haben. Es war schon angenehm zu sehen wie die meisten bis zum Schluss “oofge-SKÄ-ngt” haben.

Q: Steht in naher Zukunft etwas auf dem Programm von wir wissen sollten?

Gilles: Aber sicher doch… wir haben noch einiges vor und das nächste ist ein Auftritt in Trier – EXHAUS – am 21. Dezember. Hier werden wir gemeinsam mit weiteren Bands für ein volles Haus sorgen. Unter anderen sind auch die Mannen von “Versus You” mit von der Partie. Wir bereiten uns auch wieder auf eine Tour vor, die uns bestimmt wieder in den Balkan führen wird, doch genaueres kann ich derzeit noch nicht verraten.

Filed under: Culture,Queesch Nr. 18 — Queesch - 4:34 pm

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Poverty in India, where does Luxembourg fit in?

On December 21 2006, Arcelor-Mittal – the world’s largest steel company – signed a Memorandum of Understanding with the Government of Orissa, one of the poorest states in India and governed by a BJD-BJP (a religious, neo-liberal, extreme-right winged) coalition. Despite being the source of tons and tons of valuable minerals, half of Orissa’s population live below the poverty line. Arcelor-Mittal is investing 6.8 billion Euros into the construction of a 12-million-tonne capacity steel plant. However, this is set to destroy multi crop land which is absolutely vital for the impoverished indigenous farmer population.

In 2003/2004 Orissa received an income of 93.5 million Euros through mining taxes and therefore, the Government of Orissa claim that the collection of mining revenue is an important source of income for the state. In comparison to this figure is Tata Steel’s annual net profit of 638.5 million Euros, a national company that has been active in Orissa for many years. However, it is significant to note that Companies like Tata Steel and Vedanta Aluminia have been exploiting Orissa’s natural resources and maltreating its rural population. They have destroyed some of the region’s natural environment through deforestation and toxic waste, and have generated numerous forced evictions of local tribes thus causing misery and, even death, amongst the indigenous population, deprived of their livelihood. Those who work for the steel and aluminium companies are underpaid; exposed to harmful and dangerous work conditions and, once the local resources have been spent and the area no longer proves profitable, are laid-off immediately.

National and local authorities, elected in order to defend the interests and welfare of the state’s population, fail to respect the fundamental rights that are explicitly granted to scheduled tribes by the Fifth Schedule of the Indian Constitution. This statute represents, in the form of an historic guarantee, the right to the land upon which they reside. However, this promise is not being honoured; scheduled tribes are evicted from their land, often by state backed police forces. In February 2004, 35 Adivasi families were evicted from Kinari village in the Kalahandi District, Orissa. “Police and workers of Sterlite Industries demolished the entire village with bulldozers. They did not even have time to move their cattle.”2 A proposed amendment to the law enables the selling of tribal land to non-tribals. The government argues: “land sale is one of the important ways for needy tribals to raise immediate cash”. However, the tribal people in Orissa do not feel the need for “immediate cash”. Furthermore, the state government welcomes multinationals by inviting them to Orissa, “desirous of utilizing natural resources of the State and rapidly industrializing it so as to bring prosperity and well being to its people.” One of their declared objectives is: “To promote [the] establishment of Steel Plants in the State”. Very much to the delight of Mr. Lakshmi N. Mittal: “Orissa is well known for its rich mineral reserves and as such is an ideal location for such a Greenfield venture. Mr Naveen Patnaik, its Chief Minister, has done an excellent job in attracting foreign investment to the region.” However, most of this investment is inevitably out-sourced with foreign and national companies exporting ‘their’ wealth abroad. Meanwhile, the state of Orissa has to borrow 180 million Euros for “development” purposes from the World Bank.

On their own website, the state government boasts over Orissa’s “unique cultural heritage, luxuriant forests & wild life, sprawling Chilika Lake, bountiful coastline, wide range of tribes & colourful canvass of art & culture.”3 What they don’t mention is how Tata, Vedanta and now Arcelor-Mittal destroy these “luxuriant forests” through the construction of steel plants, not to mention the subsequent pollution. They don’t utter a word about how the coastline is subject to continuous flooding, levels rising metre by metre, due to a constant rising of the sea level – a manmade disaster caused by climatic changes. They fail to mention the disappearance of that “wide range of tribes” due to displacements for mining projects and industrial damn buildings. The tribal people, who constitute 22 percent of the population – one of the largest concentrations in India – are forced to move to the cities where they and their “colourful canvass of art & culture” disappear. The result: miserable cardboard housing slums. They do not acknowledge the bird poachers that destroy the vegetation of the “sprawling Chilika Lake” or the illegal shrimp farms – a project first initiated by Tata House, India’s largest corporation.

On January 2, 2006, the local police force open fired on a demonstration against forced land eviction for industrial development, killing twelve and injuring fifty more people. Anil Kumar Mahapatra, a local activist in Kalingnagar, Orissa, compares: “If the recent Tata project worth 0.5 billion Euros has caused 12 deaths, how many people have to die for a 6.8 billion Euro Arcelor-Mittal project?” Arcelor-Mittal does not meet a warm welcome: Phulamani a local farmer, from Keonjhar in Orissa, says: “We will not allow Mittal steel to come up here. We will not give away our lands as they are our only source of livelihood. No matter what money the government or Mittal steel gives we will fight against it till the end.”4 People from seventeen surrounding villages have organised foot marches and protests to oppose the project. Their demands were firm: “Nyaaya Ka Vidhaan Ho, Sab Ka Haq Samaan Ho; Sab Ki Apni Ho Zamin; Sab Ka Aasmaan Ho (All laws be based on justice; May all enjoy equal rights; Let land belong to all, as the sky belongs to all).” And the farmers in Orissa do not stand alone.

Ekta Parishad, a popular Gandhian movement, fights through the means of non-violence for the rights of landless peasants (untouchables) and the indigenous people (Adivasi) in India. The movement acts on two levels: supporting and empowering the oppressed populations and encouraging the formation of a political pressure group on a national level. A new “padyatra” (foot march) is being planned in this October; the Janadesh 2007 (“People’s Verdict”) in an attempt to urge the government to take notice of the problems surrounding the access to land, the violation of human rights and environmental damage and pollution. This march is expected to start in Gwalior and end in Delhi (350km). About 100,000 protestors are expected to be joined by the 25,000 marchers (including about 200 Europeans) in front of the Parliament building in New Delhi for a sit-in and an open-ended hunger-strike. It is going be a protest of unprecedented scale and importance. The demands of the Janadesh include an immediate halt to the forced displacement of Adivasi and Dalit people; a reparation of damages caused by the destruction of native lands; the creation of a national land authority with an objective to support the impoverished; and the establishment of a true agrarian reform guaranteeing access to land, livelihood resources and fast track courts all over the country to protect the rural population from all kinds of abuses by local authorities or private companies. Mr. Rajagopal P.V., the president and founder of Ekta Parishad, is very explicit in his attitude towards the national government: “If you are interested to enter into dialogue to resolve the issue, you are not interested in fighting, and fighting is not our obsession. But in the absence of concrete dialogue and action from your side, we will fight.”

Ekta Parishad is supported by a network of European organisations and individuals – Ekta Europe – which actively supports the Indian movement in various ways. Arcelor-Mittal has got one influential shareholder in Luxembourg to whom we can demonstrate our opposition to the project in Orissa. Luxembourgians should numerously take part in the Bern-to-Geneva land-for-life march in Switzerland. This march, scheduled for September, is an attempt to promote the Janadesh 2007 in Europe (www.landforlife.ch). Through our participation, we can demonstrate that we do not agree with politics and investments that exacerbate the problems of poverty and misery for the deprived people in the world.

Gilles Ramponi

Filed under: Queesch Nr. 18,Social — Queesch - 4:24 pm

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Unter Strom – Electricity 2007

Seit 2002 steht die Grenzregion SaarLorLux jährlich unter Strom. Auch dieses Jahr darf die (Hoch-)Spannung steigen, wenn das Festival für elektronische Musik in die sechste Runde geht.

Wie jedes Jahr werden elektronische Musikliebhaber auf ihre Kosten kommen. Angesagte Künstler aus allen Bereichen der elektronischen Musik kooperieren miteinander. Aber etwas wird dieses Jahr anders sein. Denn das Festival wird nun auch im Hinblick auf seine Veranstaltungsorte international!

Da die individuellen Line Ups keine Überschneidungen aufweisen, kommt ein Besucher mit einem Kombiticket noch mehr auf seine Kosten. Das heisst, er hat die Möglichkeit, nicht nur eine Veranstaltung zu besuchen, sondern auch zwei oder gleich das volle Hochspannungsprogramm mit allen drei Veranstaltungen. Das ist zu einem stark reduzierten Preis möglich.

Die Künstler werden nach dem Relounge der Website unter www.electricity-festival.de ab Ende September nach und nach preisgegeben. Mit dem Ziel, Besucher aus Frankreich anzulocken und neue internationale Kontakte zu knüpfen, wurde mit dem Eurobahnhof und dem geplanten Umbau des Bahnhofsviertels ein Grundstein gelegt. Electricity gibt macht nun einen weiteren grossen Schritt zu einer internationalen Kooperation möglich.

Auch ein Austausch der lokalen Szene soll umgesetzt werden. Electicity soll als eine Art Plattform für junge Künstler stehen, die sich einem größeren Publikum präsentieren können. Die Deutsche Bahn und der TGV sorgen außerdem dafür, dass die Besucher günstig zu den Festivalorten gelangen.

Ebenfalls gibt es eine Zusammenarbeit mit der saarländischen Tourismuszentrale, die spezielle Angebote in ausgewählten Hotels anbietet. Nicht zu vergessen, dass die Fortschrittlichkeit des neuen Festivalkonzepts von Electricity damit honoriert wird, dass das Festival zur Abschlussfeier der „Kulturhautptstadt 2007“ am 08.12.07 in der Rockhal Luxemburg gefeiert wird.

Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Trägern in Luxembourg und Lothringen bricht unsichtbare Grenzen.file:///C:/Users/Luisa/Desktop/Queesch/Nr18/Q18UTSM.rtf Es gibt einen Austausch zwischen den Institutionen Electricity e.V., gegründet 2006 durch Pascal Strauss, Rockhal (Luxemburg) und L‘autre Canal (Nancy). Sie zusammen stellen ein Festival auf die Beine mit neuen Locations, einem neuen spannenden Programm und vielen neuen Begegnungschancen:_An drei Wochenenden werden die Regionen rund um Luxenburg, Nancy und in Saarbrücken elektrisiert.

Am 08.12.2007 in der Rockhal in Luxembourg (www.rockhal.lu)

Filed under: Concerts,Queesch Nr. 18 — Queesch - 4:21 pm

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Under The Stars, Me!

Schwedische Indie-Bands sind in aller Munde – da bleibt natürlich auch Luxembourgs Vorzeige Indepentend Konzertlocation „d:qliq“ nicht von verschont und serviert dem geneigten Musikliebhaber des Großherzogtums im Dreiländereck vermehrt Künstler aus dem hohen Norden. Das diese dort – und woanders in Europa – Halt machen, dafür sorgt oftmals eine kleine, aufstrebende Bookingagentur aus Berlin: „Under The Stars, Me!“ Auch in den nächsten Monaten stehen wieder einige von UTS,M! gebuchten Konzerte in Lux an – nicht nur mit schwedischen Bands und nicht nur Im „d:qliq“. Mit Mutiny On The Bounty hat man nun auch heimische Musiker mit an Board – höchste Zeit also, die Berliner Bookingagentur einmal vorzustellen.

Alles began mit Björn Kleinhenz. Der schwedische Singer / Songwriter begab sich auf seine erste Solo-Tour außerhalb seines Heimatlandes – eine handvoll Termine in Deutschland und Österreich standen an und  Björn Bauch und Tobias Stilz unterstützen ihn dabei – unabhängig voneinander. Das war 2003 und an eine Bookingagentur dachte damals natürlich noch keiner der Beiden. „Eigentlich wollte ich eine Band gründen, so wie wahrscheinlich Jeder der sich sehr für Musik Interessiert irgendwannmal den selben Wunsch hegt. Ich hatte mir auch schon einen tollen Namen ausgedacht, doch dummerweise gab es da zwei Probleme:

Ich konnte kein Instrument spielen und der Bandname war auch schon besetzt.“ Zwar blieb die eigene Band so ein Traum, zum Booking kam Björn aber trotzdem: „Bei mir kam das irgendwie aus Interesse heraus, ohne großen Plan vorher, ohne darauf hinzuarbeiten. Ich kam ganz simpel durch CD-Käufe mit einigen Bands in Kontakt, später habe ich diesen dann auf Tour geholfen – als Fahrer zum Beispiel und andere Sachen für sie erledigt. Irgendwann fragte dann mal ein Label an, oder ich die, weil ich eine Band hatte die ich toll fand und ihnen helfen wollte Jemanden zu finden der deren Platte herausbringen will. Es wurden dann im Laufe der Zeit immer mehr Leute.“ Sehr geholfen habe auch die  „Punk / HC Sozialisation“, wie Tobi anmerkt, „dadurch ergeben sich ja fast von alleine Kontakte zu Anderen (Bands, Veranstaltern, Zines und Labelmachern).

Daraus entsteht dann Nach und Nach ein funktionierendes Netzwerk.“

Teil von diesem ist auch Ralf, ein ehemaliger Mitbewohner Tobi’s, der schon 2003 „2fortheroad“ gründete. Ebenfalls eine Bookingagentur aus Berlin, teilt man – wie es der Zufall so will – die selbe musikalische   Ausrichtung mit UTS,M! „Dadurch habe ich ganz automatisch Booking miterlebt, selbst wenn ich dies nicht gewollt hätte. Dieses ganze Berlinshows-Ding fing da für mich erst so richtig an.

Im Laufe der Zeit hat sich das natürlich, vor allem was die Konzertgruppe angeht, sehr gewandelt, aber der DIY-Gedanke war immer da.

Zum Glück auch bei genügend Anderen – so stand man nicht immer so auf verlorenem Posten da.“

Nun Anno 2007 ist man schon einige Jahre dabei und beschränkt sich längst nicht mehr nur auf das Buchen von Konzerten: So organisiert man in Berlin zum Beispiel noch nebenbei zwei verschiedene Veranstaltungsreihen.

Die erste nennt sich „Le Club UTS,M !“ und findet schon seit geraumer Zeit statt. Björn erklärt das Konzept wie folgt: „Uns ging uns darum unsere Bands hier in Berlin selber zu veranstalten. Hinzu sind dann noch ein paar Konzerte mit Künstlern gekommen die wir gut fanden und finden.

Dabei setzen wir auf ein regelmäßig auftauchendes Publikum, das auch dann mal kommt, wenn es die Bands nicht kennt.“

Das sich ganz unabhängig von dem Bekanntheitsgrad und Genre der Bands ein festes Publikum entwickelt hat, welches eben auch dann vorbeischaut, wenn es die Bands nicht kennt und so wiederrum den Jungs von UTS,M ! ihr Vertrauen schenkt und sie darin bestärkt weiterzumachen, gefällt auch Tobi besonders gut. „Sweden Sweden“ heisst die zweite Partyreihe, diese ist noch relativ jung und auch wenn auch hier Bands spielen, geht es doch eher um den Partycharakter. „Die „Swe, Swe“-Parties sind auf jeden Fall Versuche, die Sache auf einem anderen Level und auch mit Support von Aussen zu stemmen. Vor allem aber, uns wird ja immer nachgesagt wir seien zu ernst, auch mal was in Sachen Feierrei zu tun. Denn das geht da ganz hervorragend. Die „Le Club UTS,M!“-Sachen sind dann eben doch eher reine Shows mit Fokus auf die live vorgetragenede Musik.

„Sweden, Sweden“ erlaubt da ganz andere Ansätze – eben Feiern.“

Desweiteren betreibt Tobi zusätzlich noch ein T-Shirt-Label, dessen Gründung auch schon einige Zeit zurück liegt: „I Shot A Man in Reno“ läuft schon eine ganze Weile. Das habe ich damals mit Wolfgang gestartet,  einem anderen ehemaligen Mitbewohner. Wir fingen an Shirts, Plakate und CDs zu machen, mittlerweile machen wir jedoch unabhängig voneinander weiter.

Wolfgang konzentriert sich in Wiesbaden zur Zeit eher mehr auf sein Diplom, während ich hauptsächlich nur noch Shirtkollektionen mache.

Da ist eine neue aber auch schon in Arbeit.Trotz dieser Nebenaktivitäten bleibt „Under The Stars, Me!“ doch primär eine Bookingagentur, die sich darum kümmert, Bands bei deren Touren zu helfen – mitlerweile betreuen sie rund 30 Künstler.

„Die meisten davon haben wir von Freunden empfohlen bekommen.

Ab und zu fragen wir auch selber von uns aus an, aber das kommt eher selten vor. Natürlich bekommen wir auch viele Anfragen von den Bands direkt, oder über deren Labels oder Promo-Agenturen. Wie wir mit einer Band in Kontakt kommen ist uns dabei egal, wichtig ist, das wir sie musikalisch und persönlich mögen – und sie uns natürlich auch.“

Zwar kümmert man sich mitlerweile auch um Bands wie Cinemechanica aus den Staaten, die beiden französischen Bands Jordan und Pony Pony Run Run oder den hier aus Luxembourg stammenden Mutiny On The Bounty, deren kommende Europatour sie gebucht haben, der Großteil der betreuten Künstler ist aber nach wie vor schwedischer Herkunft, was Björn wie folgt erklärt: „Das war ein schleichender Prozess und nicht beabsichtigt, wie viele immer meinen. Die ersten beiden Bands mit denen ich gearbeitet habe waren wie schon gesagt Björn Kleinhenz und Musika 77, die eben zufällig beide Schweden sind. Danach lag es nahe mit ihren Freunden was zu machen, man hatte ja jetzt nun schon einmal einen Kontakt. Daraufhin arbeiteten wir mit Boy Omega und The Book Of Daniel zusammen und so ging das dann immer weiter: Man lernte Freunde der Freunde kennen, wurde weiterempfohlen, knüpfte neue Kontakte. Mittlerweile kommen einfach die meisten Anfragen aus Schweden.

Ob man nun will oder nicht. Genervt sind wir davon natürlich keineswegs: Wir mögen sie ja auch.“ Die anfallende Arbeit umfasst dabei mehr als nur das Organisieren von Konzerten: „Wir machen eigentlich ziemlich viel. Neben dem Booking an sich, gibt es einige Managementaufgaben im Bezug auf Labels und Andere, danneben auch noch Merchandise, was speziell der Tob macht“, erzählt Björn und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu „Und auch persönliche Beratung wenn sich jemand verliebt hat.“

Nur eines gibt es nicht: Verträge. „Wir machen das nicht professionel, das heißt wir können nicht davon leben und haben dies in absehbarer Zeit auch nicht vor. Das ermöglicht uns ein völlig freies Arbeiten ohne Druck, ohne Einschränkung, oder plumpe Anbiederung an Irgendjemanden.

Wir können das machen, was wir wollen, wie wir wollen und mit wem.“

Und das möchte man an in Zukunft so halten. „Wir wollen so weiter wie bisher. Die eine oder andere Band habe ich auch schon im Hinterkopf – mal sehen, ob das was wird.“, meint Björn.

Kevin Goonewardena

Filed under: Queesch Nr. 18 — kevin - 4:18 pm

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Insolite, hip hop qui derange / Paris

Queesch: Pouvez-vous vous presenter dans quelques mots?

Ben:ça fait cinq, six ans qu’on fait de la musique ensemble. Avec Dis Nomiak, on se connait depuis perpète les jours, on a grandi un petit peu dans la même banlieue parisienne, une sorte de ‘playmoville’, qui ressemble un petit peu, par certains aspects à ici [se réfère à l'aréa de Kulturfabrik]. On était d’abord vraiment branché hip-hop, rap, machin, et puis à fur et à mesure de nos influences/expériences musicales on a apporté plus des versions électro, punk, rock dans ce qu’on faisait.

Et voilà, maintenant ça fait 2,3 ans qu’on tourne vraiment avec cette formule, d’allieurs avec DJ Voïvod, qui est notre producteur de son intitré, qui bosse avec nous depuis, pareil, 2, 3 ans. On essaie de sortir un peu des sentiers battus; de ne pas renier nos influences musicales, pas renier nos origines géographiques et mixer tout ça, pour que ça sonne o ressemble à quelque chose, le but c’est ça, c’est que ça qund même ressemble a quelque chose (rie).

Q: Vous êtes reconnus comme un groupe qui est politiquement engagé. Vous avez soutenu plusiers d’initiatives autonomes. Pouvez vous parler un petit peu sur ça?

Dis Nomiak: Reconnu… Reconnu par des gens qui font des choses, qui, et par le « mainstream » ou des choses comme ça pas autant que tel, en tout cas. Notre formation s’exprime beaucoup sur scène depuis nos débuts. Ça c’est construit beacoup dans les squats. On a fait énormement de concerts de soutien à droite et à gauche pour différentes choses, pas forcément regardent précisément politiquement. On a soutenu beacoup des street partys, des choses comme ça, ce qui pouvait être soutenu avec un oeil critique. On a participé dans beaucoup de faits de créer une dynamique de la contestation, d’expression de soi, de qui on est.

Après, c’est vrai qu’on n’est pas tenu ni par un mouvement, ni par un « groupe », c’est à dire qu’au niveau ideologique, on n’a jamais placé de barrières assez solides pour diviser des élans qu’étaient assez faibles. D’ou on vient, la force de résistance est assez faible. On a beaucoup voyagé entre les combats en fait, eh ben qui, nous on a un groupe politique par essence. La politique, c’est comment tu te situes dans la ville, et donc dans la vie, et c’est d’asumer notre façon d’être et que dès qu’il y a quelqu’un qui assume sa façon d’être et que cette façon d’être n’entre pas en collision avec la notre, n’entre pas en conflicte avec la nôtre, on ira le soutenir. Après, on ne se limite pas du tout à ça. On n’est pas politique politicien en fait.

Q: Mais, donc, quelle est votre motivation de s’engager? Povez vous decrire votre ennemi politique?

Dis Nomiak: Bon, juste la motivation d’entrer en politique, c’est d’assumer qui on est, et l’ennemi c’est celui qui va essayer de nier, de tuer. Celui qui essaiera de nier que je sais sera mon ennemi et celui-là il est partout, il n’est pas seulement la police, pas seulment les patrons, ets. Mais il est évidement surtout les patrons et la police, surtout tous les agents du capital… Du capital ou du système dominant, parce que le capital c’est un symbole parmi d’autres. C’est pas un fin en soi, puisque ça a des longues racines qui sont beaucoup plus anciennes que ça. Et donc, il y a cette idée que l’ennemi c’est celui qui niera que je suis, qui on est, et que cet ennemi-là peut se retrouver aussi dans nos crânes à nous mêmes. Parce que le conditionnement, il est assez profond, il est assez bien agencé pour que l’ennemi soit dans nos têtes à nous aussi. Ça commence là et après on reconnaît assez vite partout, on peut aller dans les millieux militants, c’est la même chose.

Ben: Il n’y a pas dans les milieux militants une espèce de zone de loin du monde, ou on est hors des choses.. Enfait on se rend compte qu’il y a toujours les mêmes schémas qui se reproduissent, au sein de nos propres groupes, au sein de notre propre vie… Nous, on est un peu dans cette optique-là, enfait c’est comme je disait arrièrement, de ne pas réduire le combat dans une seule direction politique. On pense sincèrement que chacun de nous peut devenir a qu’il combat, donc on se doit de rester vigilents sur nos actes, sur nos pensées, et d’essayer justement de mettre ça en confrontation avec d’autres pensées, histoire de crier une petite émulat… là dedans… On a autant peur du grand capitalisme peut-être, qu’il a l’air de se développer en Europe depuis pas mal d’années, on était m’eme pas nés que c’était déjà en route. Du petit modèle hétérosexuel de basse dans nos propres vies, des petites choses bien rangées dans leur petite case, voilà c’est ça notre combat. Donc voilà, c’est pour ça qu’on n’est pas figés dans une posture politique parce que, voilà, on est en plein dout. Je pense qu’il y a plein de gens partout en Europe qui se disent: Qu’est-ce que c’est que ce bordel on a crée, on a passé notre criés au loup, au faschisme, au capitalisme sauvage… Ben ouais, c’est comme toujours en France, en crie au loup et on a l’impression que plus personne n’entend les anarchistes, les autonomes, tous ces mouvements-là. On est arrivé là un petit peu a moment, à une sorte d’impasse. Et voilà, nous, musicalement, on se dit bon, il y a peut-être moyen de faire un peu que ce passe quelque chose, un petit-peu avancer les choses, de se dire voilà on réflechit sur nos mêmes, on réflechit sur la société plus globalement, c’est un mélange de choses…

Q: Qu’est qui se passe maintenant en France, depuis les élections..? On a beacoup entendu sur des repressions au gens qui ont protesté contre Sarkozy, des repressions très dures, même plus dures qu’avant..

Dis Nomiak: Après, il faut pas être naifs, c’est pas la Gauche qui a fait quoi que ce soit… Enfin, la gauche en France n’a eu jamais assez de povoir, François Mitterand c’est pas quelqu’un de gauche. Il y a eu quelques mesures de gauche: l’intermittance de spectacle, le Rmi, le SEMU, le revenu minimum ou la sécurité pour tous au niveau médical, ça c’est des choses qu’ont avancait en France la social démocratie, c’est quelque chose de très complexe en France. Mais en tous cas l’Etat a toujours été très fort en France, vraiment très fort. Et là, il accède à ceux qu’ils s’appelent « la droite décomplexé », c’est effectivement la répression toute asimute.

Il y a des gens en France qui maintenant pensent que le combat est déclaré et les camps sont marqués, et qui rentrent dans les pièges et qui effectivement se font captures facilement. Là, c’est qui c’est passé ces dernières semaines, c’est assez grave. Le lendemain des premiers tours, c’etait des perquisitions dans les squats parisiennes, c’étaient des choses assez violents qui étaient plus arrivés depuis 10 ou 15 ans. Mais ça fait déjà 6 mois que dans la presse des mots tels que « anarchiste » ou « autonome » ou « anarcho-autonome » apparaissent, qui n’etaient plus apparus dans la presse depuis d’ici 15 ans. Et à partir de là il y a eu des répressions séverès, juste après le deuxieme tour effectivement. Des 4 mois prison fermé pour rien, de 8 mois de prison fermé pour rien, c’est à dire que maintenant il va falloir faire attention, mais qu’en fait c’est comme un masque qui tombe. Mais nous, on ne vas pas se raconter qu’avant c’était mieux. C’est pas une question d’être pire, c’est un visage qui se montre, des camps qui sont effectivement plus marqués, mais une raison en plus pour être prudent et pout être organisé sérieusement. C’est plus du tout un jeu, c’est plus du tout de spectacle, il faut mésurer les actes et les propos, faut s’organiser sérieusement. Là c’est vraiment un combat qui commence. Au combat on n’y va pas à la légère, mais il y a plein de gens qui portent à la légère, et c’est dommage. Et après, il y a une vraie répression effectivement, mais cette répression-là n’est pas une surprise, elle n’est pas nouvelle, il ne faut pas dîre que c’est nouveau. Ce type-là, qui est passé au pouvoir, il est pas le fruit du saint esprit, il est le fruit d’une population. Là, c’est vraiment une continuité, c’est le fruit d’une tradition politique qui est très ancrée en France, d’une contre-éducation politique. L’éducation politique en France est au niveau zéro, il y a une espèce de paralysique qui est répandu et là qui se révèle, avec 50% des gens qui votent pour lui.

Il y a un vrai climat pour lui, mais qui n’est pas propre, enfin qui n’est pas nouveau. Juste il faut être plus solide maintenant, et se regarder-soi vraiment, comme disait Ben tout à l’heure, savoir qui nous, en combat, qui nous on aime, qui nous on veut défendre, et pas partir et pas passer par les grands ideaux, etc. La Gauche est morte, bon, c’est tant mieux. En fait la Gauche française a fait beacoup de mal en même temps qu’elle fasait quelques trucs biens, comme on disait tout à l’heure. Ell a endormi beaucoup, beaucoup d’esprits et si elle meurt comme ça là, bon, qu’on en profite pour faire autre chose. C’est très difficile à vivre et là c’est très dangereux vraiment, je pense, mais justement il faut être prudents. Et je pense que c’est pas un grand moment, c’est juste un tournant, qui était attendu et qu’il faut après… faut pas qu’on soit naifs, qoui.


L’Insolite éxiste depuis 1998 et est actuellement formé par:

Dis Nomiak Chant

DJ Staz DJ / scrachs / Machines / Guitare / Choeur

DJ Voïvod Instru./ producteur

L’Insolite sur soi:

RAPPORT ANTI-BIOGRAPHIQUE – Ramassis de déserteurs, distillant de l’antizèle libre de style dans les plaines habitées du Désastre. Staz l’alchimiste, bouilleur d’instrus notoire, jeteur de sorts sonores, déssoude à l’accoustique, atteint les tympans à coups de cross fader. Sa rencontre avec Sid Nomiak remonte à l’an 01. Le recoupement des témoignages laisse penser qu’elle a eu lieu dans une des playmovilles de région parisienne. Nomiak est alors connu de nos services pour débit abrasif et détournement d’ambiance. Au printemps de l’an 03, ils produisent un opus, cinq titres et deux nouvelles : Zone Libre. Intervient alors le troisième larron, Voïvod, dit l’Injekteur. Il vient du breakcore [noyau dur de la fracture]. Manie la scie comme la hache musicale, en dansant. La rencontre est explosive. On signale depuis une série de déflagrations dans les fissures du quadrillage urbain. Ce son n’est pas conforme aux normes sanitaires de la communauté économique. Il provoque mal au ventre. Nerfs acoustiques en panique, branle-bas de combat dans les caisses tympaniques. Pas de doute, c’est du son d’alambic.

http://www.insolite.ouvaton.org/groupe.htm

Filed under: Culture,Queesch Nr. 18 — Queesch - 2:29 pm

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« Mythos » Black-Block!

Der Name Schwarzer Block leitet sich aus der meist einheitlich schwarzen Kleidung der Demonstranten ab, die auch ihr Gesicht oft mit schwarzen Tüchern verhüllen. Hervorgegangen ist der Block nach Erkenntnissen des deutschen Verfassungsschutzes aus der militanten Szene der Hausbesetzer und Kernkraftgegner Ende der 70er Jahre.

Nach den Widerständen in Nizza 2000, Genua und Göteborg 2001 wurden ein paar hundert Demonstranten gezielt als Verantwortliche für die Ganze Gewalt denunziert. Es handelte sich um den sogenannten „Schwarzen Block“. Der Black-Block wurde dann mit Hilfe von korporativen und bürgerlichen Medien zur Achse des Bösen dämonisiert, während es sich in der Realität bloß um eine Form des Protestierens handelt, bei welcher mehrere Demonstranten Klamotten der gleichen Farbe tragen, um von der staatlichen Gewalt nicht einzeln kriminalisiert zu werden („Black-Block“ ist natürlich ein Traumbegriff für den Aufbau eines gewaltgierigen Spektakels!.. dem auch verschiedene linksgerichtete Medien nicht widerstehen konnten). Wenn wir uns fragen, warum Menschen, die gegen soziale Ungerechtigkeiten protestieren überhaupt Angst haben müssen kriminalisiert zu werden, und sich deswegen verkleiden und sich entscheiden, an heißen sommerlichen Tagen stundenlang in der Sonne in schwarzen Klamotten zu demonstrieren, dann sind wir sofort bei der Gewaltmonopol-Frage: protestieren darfst du FUER, aber nicht GEGEN das System! Die Sündenbock-Macherei in Bezug auf die anarchistische Bewegung ist ein großes Absurdum, da diese traditionell seit Ewigkeiten nach einer Gesellschaft, die gerade frei von Gewalt, Zwang, Privilegien und Willkür ist, strebt.

Das Gewaltmonopol des Staates und dessen vielfältiger Gebrauch haben noch keinen Staat daran gehindert, die Ausübung von Gewalt den anderen in die Schuhe zu schieben.Trotz der Situation in welcher wir uns befinden, einer Situation der Unterwerfung durch dieses Gewaltmonopol, bleibt immer mehr Menschen nichts anderes übrig, als noch direkter die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse einzufordern oder zu erkämpfen. Doch genau alle die, welche sich nicht freiwillig von der von oben angeordneten Staatsgewalt unterwerfen lassen, werden sofort mit der staatlichen Gewalt konfrontiert.

Während den letzten Jahren wird mittels dieser Gewalt versucht, den immer stärker werdenden globalen Widerstand gegen die kapitalistische Globalisierung, welcher von den bürgerlichen Medien fälschlicherweise als Anti-Globalisierungsbewegung bezeichnet wird, zu durchbrechen. Erinnerungen werden wach an den blutigen Terror der Polizei gegen die Demonstranten in Genua 2001, wobei ein Demonstrant erschossen wurde. An die Proteste gegen die „Festung Europa“ in Göteborg, wo die schwedische Polizei Demonstranten kaltblütig in den Rücken schossen, oder an Evian, wo die Polizei den Sturz zweier Demonstranten von einer Brücke verursachte. Und es war mehr als sicher, dass es zu gewalttätigen Aktionen der Polizei gegen die Demonstranten in Heilligendamm kommen würde. Die Aufrüstung der Polizeikräfte, die bundesweiten Aktivitäten des Verfassungsschutzes, die Einführung einiger Ausnahme-Gesetze, das Außerkrafttreten des Schengener-Abkommens sind hier eindeutige Anzeichen gewesen.

Wer ein paar Tage vor der Großdemonstration angereist war und sich auf den Camps oder im Protestzentrum in Evershagen aufhielt, bemerkte gleich: Die G8-Proteste werden eine internationale Veranstaltung werden. Die deutsche Sprache war auf den Wegen und Fluren eindeutig in der Minderheit. Die Proteste begannen mit einem Erfolg. Ca. 60.000 Menschen demonstrierten am 2. Juni durch Rostock. Der Schwarze Block ließ es sich nicht nehmen, das zu praktizieren, was viele – möglicherweise jedoch zu einem anderen Zeitpunkt und an anderer Stelle – erwartet bzw. erhofft haben: Menschen griffen militant in das Geschehen ein, Banken wurden entglast und martialisch ausgerüstete PolizistInnen zurückgedrängt. Diese Angriffe waren ein Ausdruck davon, dass eine radikale Linke an der Protestvorbereitung und -durchführung beteiligt war, die sich nicht auf Mittel des zivilen Ungehorsams beschränkt und der Auffassung ist, die kapitalistischen Verhältnisse nicht allein auf friedlichem Weg überwinden zu können.Bündnisse, Gruppen und Einzelpersonen – auch aus der Linken – befürchteten danach, ihre geplanten friedfertigen Proteste nicht mehr wie vorgesehen umsetzen zu können.Verschiedene AktivistInnen und Organisationen ließen Abgrenzungsbestrebungen erkennen oder distanzierten sich bis zum Schluss von militantem Widerstand. Wobei vieles gar nicht mehr in die Öffentlichkeit drang: In den Medien war nichts von dem in Flammen stehenden Reifenlager an der Autobahn bei Laage einige Zeit nach der Ankunft von Bush zu lesen, ebenso nichts über die gestoppte Limousine – vermutlich der russischen Delegation. Auch die Brandanschläge auf deutsche Firmen und Vertriebsstellen im – hauptsächlich europäischen – Ausland als Reaktion auf die Polizeimaßnahmen während des G8-Gipfels sind weitgehend.

Reaktion auf die Vorwürfe ATTACs

Presse-Communiqué:Black Barrio (Camp Reddelich): Dies ist eine Reaktion auf die Vorwürfe ATTACs gegenüber dem autonomen Block. Wir verurteilen in erster Linie die aktive Kollaboration ATTACs mit der Polizei. Der ATTAC-Sprecher Monty Schädel teilte in einem ZDF-Interview mit, “man werde künftig eng mit der Polizei kooperieren und mutmaßliche Rechtsbrecher bei den Behörden denunzieren”. Unserer Meinung nach hat ATTAC nicht das Recht Proteste anderer Menschen so zu behindern, denn ATTAC ist nicht der Kopf der Anti-G8-Bewegung, sondern nur ein Teil davon. ATTAC hat nicht mehr Recht als andere Gruppen zu demonstrieren! Und selbst wenn ATTAC sich dieses Recht nehmen will, wie steht das im Zusammenhang mit ihrem eigenen Leitmotiv “an other world is possible”? Woher nimmt sich ATTAC das Recht, Linksautonome auf diese Weise zu kritisieren? ATTAC hat angekündigt, alle Menschen mit schwarzer Kleidung von den allgemeinen Protesten auszuschließen. Wir bitten die BürgerInnen der BRD sich in den nächsten Tagen schwarz zu kleiden.

Protestkundgebung gegen den G8-Gipfel in Rostock am 2. Juni

Nicht einmal 200m vom Ausgangspunkt aus angelangt, stoppte der Demozug als Polizisten versuchten, Presse und Zuschauer von einer Brücke zu verdrängen, und dies mit äußerster Brutalität. Der Einsatzleiter der Polizei musste mit wilden Gesten unterhalb der Brücke auf sich aufmerksam machen, um bei dieser ersten Provokation Schlimmeres zu verhindern. Den Passanten, Zuschauern und Demonstranten wurde sofort klar dass die Polizei bei ihrem Einsatz nur auf Eskalation durch Provokation aus war.Wurde das so von oben,also von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble selbst, angeordnet? Ebenso schnell wurde klar, dass die aus verschiedenen Bundesländern hergerufenen PolizistInnen schlecht organisiert und unkoordiniert waren. Die rechte Hand wusste nicht was die linke Hand tat. Oder wurde das bewusst so gehandhabt? Bei den Ereignissen an den darauffolgenden Tagen sollte sich herausstellen, dass verschiedene PolizistInnen aus ein- und demselben Bundesland (Bayern) sich aufführten wie die Hunde der Nation. Bullen aus Bayern, angereist mit Flagge des Freistaates, entblößten sich von Anfang an als faschistoide Truppe der illegitimen G8-Konferenz.

Einsatztechnische Dummheit

Der Münchner Polizeipsychologe Georg Sieber erklärte in einem Interview im Stern den Polizeieinsatz als “einsatztechnische Dummheit”. Es sei in Rostock eigentlich lehrbuchgerecht alles so gemacht worden, wie es nicht sein soll. Ein bayrischer Beamter erklärt: “Das Ganze wurde fast zwei Jahre lang vorbereitet. Mich hat es überrascht, wie wenig die Polizeiführung trotz der langen Vorbereitungszeit über die Taktiken und Pläne der Gipfelgegner wusste und wie unflexibel und starr sie auf deren Aktionen reagiert hat.” Die Liste aus Pleiten, Pech und Pannen ist lang. Beamte erzählen, dass Spezialeinheiten, die für Krisensituationen, wie die Demo in Rostock ausgebildet sind, stattdessen zur Bewachung von Gebäuden eingesetzt wurden. Nicht genügend vorbereitet sei auch der Einsatz unterschiedlicher Funksysteme gewesen. So sei eine Einheit beispielsweise aufgefordert worden, sich vorwärts zu bewegen. Der Empfänger habe jedoch stattdessen verstanden, er solle sich zurückziehen. Bereitschaftspolizeiabteilungen mit vier Einsatzhundertschaften seien komplett ohne Abteilungsführung eingesetzt worden.

Warum diese Provokation?

Der Demozug wurde, an einer zentralen Verkehrskreuzung von den Bullen die in Seitenstrassen und hinter Gebüschen lauerten, und mit Video-Kameras und Knüppeln ausgerüstet waren, bei Ankunft des Black-Blocks plötzlich angegriffen.Warum? Die Bullen suchten die Eskalation! Auf wessen Befehl? Bei diesem Einsatz wurde das Wohl eines Kindes das mit seinen Eltern am Demozug teilnahm, oder zuschaute (und das anderer Beteiligten und Zuschauer), rücksichtslos aufs Spiel gesetzt. Nur durch die massive Entgegenstellung der Demonstranten, sowie vieler Schaulustigen wurden die Bullen sich bewusst was sie eigentlich da anrichten würden. Mit einer „glorreichen Rettungstat“ versuchten sie dann den Schaden den Sie selbst provoziert hatten zu bereinigen. So „gut“, dass sie den Jungen von dessen Eltern abschirmten und beschützten, gerade als ob die Eltern Schuld daran hätten, was dem erschreckten Kleinen in diesem Moment passiert.

Diese Bullen waren echt dümmer als es die Polizei selbst erlaubt.

Zwei Bullen im Einsatzwagen allein auf weiter Flur! Es ging ums nackte Überleben

Standen sie da um zu provozieren oder wurden sie schlicht vergessen? Bei Ankunft der Demo am Hafengelände von Rostock, nachdem die Provokationen der Polizei während des Umzugs keine Früchte getragen hatten und die Globalisierungskritiker auf die Schlussreden der Kundgebung warteten, war dieses einsame Fahrzeug ein gefundenes Fressen für Vereinzelte um ihren Frust abzulassen, oder: Diente das Fahrzeug vielleicht als Köder um die Eskalation zu provozieren? Kompetenzwirrwar, das nach Aussage der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auch dazu führte, dass die Berliner 2. Bereitschaftspolizeiabteilung den Anordnungen Baden-Württembergs unterstellt war, die Polizei Baden-Württembergs wiederum hatte auf das Kommando von Bayern zu hören. Mehrfach hätten Zugführer nur über private Handys Aufträge erfragen können. Ein Zugführer erzählt, er sei mit Berufsanfängern in den Einsatz geschickt worden. Aus seiner Sicht ein unkalkulierbares Risiko. “Die hatten soviel Schiss, es ist ein Wunder, dass die nicht vor Angst durchgedreht sind.” Bernhard Schmidt ist ein erfahrener Polizist. WM, Castor-Transporte, Kreuzberger Nächte. “Ich hab alles schon mitgemacht und bin kein Weichei.” Bei der Demo am 2. Juni in Rostock habe selbst er Angst gehabt. “So ein Einsatzfiasko wie da habe ich in meiner ganzen Dienstzeit noch nicht erlebt. Es ging ums nackte Überleben. Wir wurden regelrecht verheizt.”

Hetzjagd der Bullen gegen DemonstrantInnen

Nach dem « Ausrutscher » einiger Demonstranten, machten die Bullen eine regelrechte Hetzjagd gegen vermummte DemonstrantInnen. Mit Knüppeln, Tränengas und Pfefferspray stürmten die Bullen von der Seite in die Demo und griffen sich wahllos jeden vermummten DemonstrantInnen den sie kriegen konnten. Mit äußerster Brutalität wurden die „Festgenommenen“ aus der Zone herauseskortiert, nachdem sie auf den Boden geworfen, ihnen Handschellen angelegt wurden sie mit Knüppeln traktiert zum Parkplatz der Bullen gebracht, wo sie weiter brutalisiert wurden. Dem Legal-Team und einigen Journalisten wurde nach Ankunft der ersten Verhafteten durch Einsatz von Knüppeln, Fußstößen und Gebrülle der Platz verwehrt. Später wurden die Verhafteten zur Gefangenensammelstelle gebracht, wo sie wie Tiere in Käfigen eingesperrt wurden.Für die Polizei sind die Krawalle hochnotpeinlich. Wie es genau dazu kommen konnte, dass die Situation plötzlich eskalierte, dass zwanzig, dreißig Polizisten in den Demonstranten-Pulk stürmten, um einige Autonome herauszuholen, das ist noch offen. Auf jeden Fall provozierte die Polizei so, dass es zu einem gegenseitigen Aufwiegeln kam, zu einer beiderseitigen Eskalation der Situation, mit vielen Verletzten. Die Polizei hatte die Situation nicht mehr im Griff. In der Not wurde sie sinnlos brutal, setzte mit aller Härte Wasserwerfer ein, die martialisch auf die Demonstranten zupreschten. Nach all der gründlichen und wohl publizierten Vorbereitung der Einsatzkräfte ist diese Hilflosigkeit überraschend und schwer verständlich.

Unabhängige Presse

Weder dezentrale Blockadekonzepte noch andere Aktionsformen, die weitgehend dem dissent!-Netzwerk zugeordnet werden, waren medial vertreten. Genau dieses hätte meiner Meinung nach aber notwendiger Teil einer politisch offensiven Strategie sein müssen. Der radikalen Linken – und damit auch uns – ist es so gut wie nicht gelungen, eigene Akzente jenseits des zivilen Ungehorsams zu setzen und beispielsweise auf den morgendlichen Pressekonferenzen oder gezielt mit ausgesuchten Medien dem Black Block eine öffentliche Stimme zu geben. Die Chance dazu hätte es vielfach gegeben. PressevertreterInnen hätten liebend gern mit Menschen aus dem Schwarzen Block gesprochen. Dieses Bedürfnis ließ sich aus verschiedenen Gründen nicht befriedigen und doch hätten viele gern anderes in den Medien gesehen, als die Hetze über die “schlimmsten Krawalle, die Deutschland je erlebt hat”. Mit, nebenbei, dem wahrscheinlich geringsten Sachschaden, der bei “Krawallen” in Deutschland je entstanden ist. Das öffentliche Schweigen trug seinen Teil dazu bei, dass nach der Großdemonstration am Samstag fast nur noch der Wille zu Friedfertigkeit bis hin zu denunziatorischen Wortbeiträgen zu hören war. Die Aufregung um die Demonstration am 2. Juni brachte aber noch einen weiteren Erfolg für die Gegenseite. So hatte die Pressestelle von Kavala bereits am Samstag mit ihren gezielten Desinformationen angefangen und es dauerte einige Tage, bis auch die Medien – zumindest einige – dahinter eine Strategie erkannten. Die Deutsche Presseagentur dpa hat im Verlauf der Protestwoche zumindest eine Entschuldigung über ihre Ticker gejagt, in der die Agentur eingesteht, dass sie ihre Quelle – Kavala – nicht benannt hat und damit Meldungen aus der Polizeipressestelle zu Wahrheiten gemacht hat. Ob nun reihenweise verletzte ausgeflogene Polizisten, Giftattacken der Rebel Clowns Army oder Steinwürfe in Lichtenhagen, Vermummte bei der Migrationsdemo oder in den Blockaden: Deren Ticker hat wirklich keine der unzähligen Falschmeldungen ausgelassen und so die Stimmung gegen den militanten Teil der Antiglobalisierungsbewegung angeheizt und damit sicher auch die Debatte um die Wahl der Aktionsformen mit bestimmt

Die Aufgabe der unabhängigen Pressegruppe lag darin in erster Linie in der Reaktion auf die gezielte Desinformation seitens den offiziellen Presseorganen und nicht im offensiven Umgang mit militanten Aktionsformen. Auch wenn gute Argumente dafür sprechen, aus meiner Sicht wäre es medienpolitisch die richtige Strategie gewesen, hier stärker offensiv zu agieren. Nun bleibt zu hoffen, dass zumindest die damit angestoßenen Diskussionen einen emanzipatorischen Weg einschlagen werden, der nicht im Reformismus endet. Weit über 20.000 Menschen haben über die Tage verteilt auf den Camps genächtigt. Während die Kundgebungen am Militärflughafen Rostock-Laage Tausende von PolizistInnen binden konnten, gelang es zehntausend Menschen, an den Zaun um Heiligendamm vorzudringen und bis zum Gipfelende Zufahrtswege zu blockieren. Diese Bilder gingen ebenso wie die der Ausschreitungen ein paar Tage zuvor um die Welt. Die Stimmung, die diese Bilder produzierten, führte unterm Strich wieder zur Einigkeit: Wir sind an den Zaun gekommen und haben in diesem Punkt gewonnen. Aber eines ist allen ebenso klar: Das kann es nicht gewesen sein. Eine viele Jahre alte Parole behält jetzt erst recht ihre Gültigkeit: Widerstand ist angesagt, auch wenn der Gipfel nicht mehr tagt.

“Das Recht auf Revolution ist ja überhaupt das einzig wirkliche ,historische Recht`, das einzige, worauf alle modernen Staaten ohne Ausnahme beruhen, Mecklenburg eingeschlossen …” (F. Engels, MEW 22, 523).

Mikael

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Filmtipp: Der große Ausverkauf

Ein britischer Lokführer, eine philippinische Mutter, ein südafrikanischer Aktivist und die Bürger einer bolivianischen Stadt: Sie kämpfen bereits gegen das, was uns alle erwartet: den großen Ausverkauf. „Ich habe einmal bestimmte Aspekte der Wirtschaftspolitik mit moderner Kriegsführung verglichen. In der modernen Kriegsführung versucht man zu entmenschlichen, das Mitgefühl zu beseitigen. Man wirft Bomben aus 15 000 Metern, aber man sieht nicht, wo sie landen, man sieht keine Schäden. Es ist fast wie in einem Computerspiel. Man spricht von „body counts“. Das entmenschlicht den Prozess. Genauso ist es in der Wirtschaft: Man redet über Statistiken und nicht über die Menschen hinter diesen Statistiken.“ (Joseph E. Stiglitz / Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften) „Mit dem Film Der große Ausverkauf möchte ich zeigen, was hinter dem abstrakt klingenden Phänomen der Privatisierung öffentlicher Dienste steckt. Was es für die Menschen bedeutet, die davon direkt betroffen sind. Was eine Gesellschaft verliert, die Konzernen die Verantwortung für ihre Grundversorgung überträgt. Die Protagonisten in Der große Ausverkauf haben zu spüren bekommen, was es heißt, wenn ihre Wasser- und Stromversorgung, Busse und Bahnen und sogar das Gesundheitswesen komplett privatisiert werden. Sie haben mit etwas zu kämpfen, das uns früher oder später alle betreffen wird. Aber mir ist wichtig zu zeigen, dass die Protagonisten in Der große Ausverkauf keine passiven Opfer sind, sondern würdevolle und aktive Individuen, die in der Lage sind, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und die privatisierte Realität, in der sie leben, zu verändern. Und wenn es nötig ist – Widerstand zu leisten. Der Film möchte die Öffentlichkeit aufrütteln und auf eine schleichende und gefährliche Entwicklung aufmerksam machen, die unser aller Leben betrifft.“

(Regisseur Florian Opitz)

www.dergrosseausverkauf.de

Filed under: Culture,Queesch Nr. 18 — Queesch - 2:22 pm

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