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von Aline

Soss, du frees mech wéi ech d´Queesch fannen? Ech kucken se emmer ganz duerch, liesen deen een an deen aneren Artikel, lauschteren oder kucken d´CD, et sinn emmer e puer wierklech gutt an interessant Artikelen dran, doriwer eraus, kann ech se net eweggeheien, haiansdo, beim raumen bliederen ech dann erem an aalen Zaitungen an liesen verschidden Artikelen. Wat vlott as, datt emmer e puer ganz verschidden Artikelen dra sin, wann een se dann spéider erem fennt, dann befaast een sech vlait mat ganz aneren Themen, sou datt ech fannen d´Queesch eigendlech emmer aktuell as. Aline

von Andreas / Fanzine-Index

Hallo,

danke für die neue Ausgabe von “Queesch”! Das sieht wieder nach viel und anspruchsvoller Lektüre aus. Ich kann jetzt noch nicht viel dazu sagen, da ich erst bis Seite 15 gekommen bin. Sandra spricht da ein sehr aktuelles Thema an, über das ich auch schon mit Freunden diskutiert habe. Mir geht dabei insbesondere auf die Nerven, daß es immer wieder Leute gibt, die meinen, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben und die dann sofort eifrig dabei sind, daraus eine Religion zu machen. Und nichts anderes als eine alberne Religion (und damit vom Wesentlichen ablenkender Aberglaube) ist es, wenn man sich beispielsweise an dem Wörtchen “man” festbeißt oder gesinnungspolizeimäßig den Sprachgebrauch anderer auf potentielle Unkorrektheiten überwacht… Aber Sandra hat das ja gut auf den Punkt gebracht.

Habe ich Euch eigentlich schon die aktuelle (und nicht mehr ganz taufrische) Ausgabe #29 meines Zines “Blut im Stuhl” zugeschickt?

Ciao, Andreas www.fanzine-index.de

von Clemens Schittko

Autor des Gedichtes “Die Lust an der Überwältigung ist eine Unterwerfung”, publiziert in der Queesch Ausgabe Nr17 Das Queesch-Heft erhielt ich vor genau zwei Wochen. Besten Dank dafür! Es war für mich interessant zu lesen, dass die wirtschaftlichen und sozialen “Reformen”, die die luxemburgische Regierung in jüngster Zeit durchsetzt, bei uns in Deutschland bereits seit 2004 laufen. Ein weiteres Erstaunen betrifft den Beitrag über Walter Benjamin. Ich verstehe Benjamins Primärtexte ja kaum. Doch ging es mir bei der Lektüre des Textes über ihn irgendwie genauso – leider. Liebe Grüße aus Berlin Clemens

Filed under: Queesch Nr. 18 — Queesch - March 1, 2008 5:06 pm

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Sternennacht

Ich sah sie an und dachte, ohne vorher je einen solchen Definitionsversuch unternommen zu haben: “Das ewig weibliche ist die Kurve von ihren Oberschenkeln über ihr Becken bis zu ihrem Bauch.” Sie lag auf der Seite, langgestreckt, und dennoch ließ sie eine gewisse Kauerhaltung durchblicken.

Ich saß hinter ihr und fand den Anblick wunderschön. Es lag eine Atmosphäre von Geborgenheit in der Luft wie kunstvolle Falten werfende Vorhänge aus orangem Samt, die horizontal im Raum schweben. Sie strahlte eine innere Ruhe aus.

Ich denke, das war es: zur Ruhe kommen. Alle Gedanken, Ängste, beunruhigende Gespenster im Kopf hatten wir auf kleiner Flamme geköchelt, reduziert bis auf einen kleinen Quader, den wir mit den warmen Dämpfen, die metaphorisch aus unserer gefühlten Geborgenheit emporstiegen, einhüllten und ihn zumindest für diesen Abend vergaßen.

Gerne hätte ich die Kurve beschrieben. Wäre ich mathematisch dazu in der Lage gewesen, so, davon war ich fest überzeugt, wäre die Formel für das ewig weibliche dabei herausgekommen. Die Beschreibung anders, also mit der Hand auszuführen, traute ich mich nicht. Ich war noch nie gleichzeitig so zurückhaltend und begierig gewesen, einen Körper, ihren Körper, zu spüren. Vor allem: Sie zu umarmen. Als würde diese symbolische Verbindung eine immerwährende sein, eine Symbiose, ohne die das Leben trüb und grau wäre.

So schien es mir, und je mehr ich darüber nachdachte, umso größer wurde auch mein Wunsch, ihren Körper, ihre Wärme, ihre Atmung, ihren Herzschlag zu spüren und der Kauerstellung, die sie mittlerweile angenommen hatte, ein Bett zu geben. Männlicher Beschützerinstinkt par excellence.

Aber war es wirklich bloß das? War es nicht eher ein sexuelles Verlangen? Ich wollte dieser Frage keinen Platz geben. Ich nahm ihre Hand und setzte mich so neben sie, dass mein Rücken vor ihrem Becken war. Sie streichelte, als wäre dies ein Reflex, meinen Handrücken. Die Atmosphäre verdichtete sich. Jede Berührung von ihr löste in mir gleichzeitig Befriedigung und Verlangen nach mehr aus. Vielleicht brauchte ich nur jemanden, um den ich mir Sorgen machen konnte, ich allein und sonst niemand. Männliche Besitzergreifung delux.

Ich war mir nicht mehr sicher, ob ich das Richtige tat. Gleichzeitig fühlte es sich einfach wunderbar an, so dass ich nicht über diese unangenehme Frage nachdenken wollte. Ich packte sie zu dem Quader mit Unangenehmen und ließ mir nichts anmerken. Sie rückte näher, so dass ihr Becken meinen Rücken berührte. Ich fing an, ihre Hand und wenige Momente später auch ihren Arm zu streicheln, nur mit Mittel- und Ringfinger. Ich spüre regelrecht, wie die kleinen Häarchen auf ihrem Arm sich aufrichteten und unsere gefühlte Nähe sich damit ebenfalls erhöhte. Sie lächelte.

Ein organger Schleier aus Intimität legte sich über uns, grobmaschig und trotzdem fein gewebt. Es schien wie eine natürliche Entwicklung, sich zu küssen. Und trotzdem war es merkwürdig, sie meinen unrasierten Hals küssen zu spüren. War ich es nicht, der sie begehrte? Wieso drehte sie den Spieß um, anstatt sich erobern zu lassen? Ich umarmte sie, und hatte Mühe, loszulassen. Es war deutlich zu spüren, dass wir beide diese Nähe brauchten. Ich fuhr mit der Hand über ihren Rücken, während ich den anderen Arm um sie geschlungen hatte. Sie hielt mich bloß fest, und ich hatte meinen Kopf auf ihre Schulter gelegt. Eine warme, dunkelrote Blase entstand um uns herum und langsam verschwand jeder Kontrast.

Die innere Wärme, die ich verspürte, beeinflusste mein Sehvermögen wie eine merkwürdige Droge, und mein inneres Auge überlappte sich mit den Dingen, die ich tatsächlich sah. Ich gewisser Weise war ich blind. Ich sah weiße Blutkörperchen in der roten Blase schwimmen, als wir uns küssten, unsere Zungen sich berührten und einander umspielten wie konjugierende Einzeller. Stoff Alles drehte sich um uns. Es schien für einen kristallklaren Moment so, als wäre der Punkt, an dem unsere Zungen sich berührten, das Zentrum des Universums, der einzige Fixpunkt in einem unendlich expandierendem und drehendem Kosmos, der Obelisk der Ordnung in der geleeartigen Masse des Chaos, und gleichzeitig drehte ich mich in dieser Vision der Klarheit, die bereits jetzt das geistige Pendant zu einem Orgasmus darstelle. Und ich wusste: Sie war meine Sofia, der verloren gegangene Teil von mir, nach dem ich seit ich denken konnte so schmerzlich gesucht hatte.

Jede Berührung von ihr machte mich blinder, rief eine tiefrote oder orange Luftblase auf der betreffenden Körperstelle hervor, die ich wirklich zu sehen schien, so sehr ließ sie mein reales mit mit meinem inneren Sehvermögen verschmelzen.

Wir küssten uns innig, ohne wild zu werden. Alle Bewegungen liefen mit einer zärtlichen Ruhe ab, die die Transparenz der Blase, die uns umschloss überhaupt erst möglich machte. Sie streichelte meinen Rücken, während ich meine Hand auf ihrem Bauch hatte, in immer dem gleichen Rhythmus, für einen ewigen Moment lang. Wie minutenlanges Luftholen.

War ihr Streicheln das Einatmen, so waren die Küsse, die da folgten, das Ausatmen. Ich konnte kaum mehr klar denken. Die Welt bestand nur noch aus Sinneseindrücken auf meiner Haut und Küssen.

Auf einmal waren wir beide nackt. Wir lagen auf ihrer Matratze und ich streichele ihren Rücken, während sie auf mir lag. Ich wusste, dass wir kurz davor waren, Sex miteinander zu haben, obwohl ich mich nicht erinnern konnte, sie ausgezogen zu haben. Wieder kam die Frage in mir hoch, ob das, was ich tun würde, das Richtige war. Und die undefinierbare Klarheit, dass sie die Eine war, die Sofia, nach der ich mein Leben lang gesucht hatte, kam zu mir zurück. Ich lächelte, als sie sich auf mich setzte und sich auf meinen Schultern aufstützte. Wieder wurde die Welt dunkelrot und bestand bloß noch aus großen, monotolithartigen Gefühlen, die sich in wilder Reihenfolge abwechselten und durch meinen Körper flossen.

Ich erwachte nackt neben ihr.

Original unter www.joeladami.net

Filed under: Queesch Nr. 18 — Joël - 5:03 pm

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Cette commune humanité ?

Petite réflexion sur les élections législatives en divers pays d’Europe

Le débat actuel que pose à sa manière le politique, et par là-même la gestion de la cité, est à l’image de nos comptemporaines préoccupations. Ainsi écartelé entre une aspiration à se suffire à soi-même (en un contentement quintessentiellement individualiste[1]) et la nécessité de reconnaître au communautaire une dimension constitutive et pérenne des processus identitaires, l’individu d’aujourd’hui se retrouve tiraillé par des forces fondamentalement antagonistes délitant les repères dits d’antant. Confronté tout à la fois à une conception hédoniste d’un individualisme principalement possessif et à l’impératif d’un intérêt général sinon d’un bien commun dont  la question écologique incarne à elle seule la problématique la plus médiatique, tout un chacun est placé face au choix d’une société concurrentielle se déclarant fidèle au principe de solidarité tout en glorifiant cette notion absconse qu’est le mérite. Si le discours offciel est de louanger tout qui porte et développe la cohésion sociale, force est de constater que la tendance offcicieuse, c’est-à-dire la dynamique sociétale, se meut en une direction contraire.

Si le politique n’est pas tout, il n’est toutefois pas rien. Et si l’Etat-providence est derrière nous, cela n’excuse en rien sa volonté de s’extirper de la société pour en devenir le commentateur passif et se contenter d’incarner un bien pâle gestionnaire des risques[2]. Les hommes politiques qui se dénomment eux-mêmes d’actions sont plus souvent ceux-là même qui surfent sur l’émotion, ce point aveugle du champ politique qui leur permet d’agiter en tous sens cette opinion publique dont nous gavent les sondages  et qui s’apparante plus souvent qu’à sont tour à une étude de part de marché à conquérie sur le mode de la séduction plus que de la cohérence.

L’encouragement à encore plus de libéralisme, à retrouver le sens des valeurs et plus encore celui du travail laisse accroire que tout est possible…..à condition de le vouloir et en omettant de préciser qu’il faudra courber l’échine pour la plupart d’entre nous.

Ce changement, tant de fois annoncé et dont on ignore précisément le sens à lui attribuer, puisque le changement est par essence inhérent à toute société et ne requiert donc pas l’intervention du politique pour s’exécuter, néglige les contraintes qu’un siècle de constitutions diverses ont contribuées à bâtir au profit d’une illusoire omnipotence. Fi donc de cette foi collective en une vision sociétale où le changement est perçue comme étant intrinsèquement liée à l’idée de progrès.

La Communication joue en ce sujet son rôle à plein, recadrant ici et là par quelques formules aux allures de slogan publicitaire les régressions sociales comme des incontournables de la mondialisation et de la crise (perdurant d’ailleurs étrangement dans la réthorique des partis politiques, en Europe occidentale du moins) qu’elle soulève en divers endroits sur le vieux continent.

Reste l’individu, cette unité à séduire l’espace de quelques semaines et que l’on pourra négliger plusieurs mois durant, les élections clôturées. Cet individu étant le coeur, la cible à toucher. L’introduction (si légitime soit cette question) du pouvoir d’achat comme thématique politique en est le paragon.

Ce n’est pas en additonnant des voix que l’on constituent un projet de société, mais bien en les faisant résonner au travers d’un projet politique, et donc d’une commune humanité, qu’une dynamique durable pourra voir le jour et nous éclairer d’une vision à long terme où chacun puisse trouver place sans devant nécessairement nuire ou craindre l’autre.


[1]Et plus particulièrement en un individualisme possessif et donc matérialiste pour reprendre MacPherson C.B.(1971). Théorie politique de l’individualisme possessif, Paris, Gallimard.

[2]C’est là une thèse développée dans l’ouvrage de Beck U., La Société du risque. Sur la voie d’une autre modernité, Paris, Flammarion, 2001.

Filed under: politics,Queesch Nr. 18 — gregory - 5:02 pm

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Den Hirsch an d’Kaweeschelchen. Versuch vun enger Fabel

Le cerf et l’écureuil

Essai d’une fable

Il était une nuit, dans une forêt au milieu de l’Europe, un cerf. Fier, mais vigilant, il se baladait a travers le sous-bois de la forêt qui était obscure, mais pas entièrement.

La foret était découpé par des chemins morts, sur lesquels plus aucune plante ne poussait. Ces chemins étaient parcourus par des animaux bizarres, extrèmement rapides, luisants et bruyants. Dans la forêt entière, on les entendait hurler et ronfler.

Depuis longtemps le cerf ne s’effrayait plus quand ils passaient. Si longtemps qu’il se tenait à l’écart de leurs chemins, les animaux ne lui faisaient pas de mal.

Ainsi il parcourait la forêt en cherchant de la nourriture. Les lumières claires et froides des animaux rapides qui traversaient la forêt automnale clairsemée l’illuminaient parfois bleuâtrement.

Mais soudainement, le cerf sursauta. Quelquechose se faufila à travers le sous-bois.

Rapidement il se calmait parce la chose semblait assez petite. Elle brillait dans un rouge vif, c’était un animal, un écureuil. Il se rapprocha et grimpa le vieux chêne à côté de lui en un clin d’oeil. Aussi rapidement qu’il fut monté,il était redescendu et lui sauta sur sa ramure.

“Salut, Monsieur le cerf” il lança.

-”Bonjour l’écureuil,” réponda le cerf “fais gaffe, ne me raye pas la ramure avec tes griffes!”

-”T’inquiète, je suis prudent. Je suis à la recherche de glands pour l’hiver, je veux seulement m’essouffler un petit peu. En plus le renard m’a poursuivi.”

-”D’accord. Quand tu es là haut tu peux en même temps me gratter un peu le cuir chevelu, ma ramure m’irrite un peu. Je crois qu’elle pousse.”

-”Pas de problème” disait l’écureuil.

Ainsi le cerf se se détenda…

-”Tu es un cerf tellement beau et fier. Et ta ramure fait peur à tous les renards.” le flatta l’écureuil.

-”Tu as raison, ca a des avantages, une ramure…mais parfois elle pèse lourd. Et c’est impossible de grimper sur des arbres avec.”

-”C’est vrai aussi…”

-”J’aimerai tellement savoir à quoi ressemble le monde depuis les couronnes des arbres.”

-”Mmmm…Je peux te le raconter, comme ça tu pourras l’imaginer…” proposa l’écureuil.

Den Hirsch an d’Kawechelchen

Versuch vun enger Fabel

Enges nuets, an engem Besch matzen an Europa koum ee stolzen Hirsch getreppelt. Dichteg, awer alerteiert koum en dohir an as duerch d’Deckicht vum Besch geschrat, deen zwar daischter wor, awer net ganz.

Doudeg Weer hun de Besch duerchschidden, op denen naischt mei gewues as. Iwwer des Weer, sin komesch, onheemlech schnell, liichtend Deieren gejauwt. Am ganze Besch huet een hirt Huerelen a Grommelen heieren.

Den Hirsch as scho lang net mei erschreckt, wann se laanschtgeschoss sin. Soulang wei en sech vun hire Weer wechgehalen huet, hun se em naischt gedoen.

Sou as en rondremgetreppelt an huet no eppes Iessbarem gesicht. Dei kaal, grell Luut vun den Jauwdeieren, huet den Hirsch heiansdo blo opliichten gedon.

Mee do as den Hirsch awer erschreckt. Duerch den Bliederteppech as eppes gehuscht. En huet nach erkannt wat et war, mee en huet sech schnell rem berouegt, well et huet relativ klengausgesinn. Et huet hellrout geliicht, et wor e Kaweechelchen. D’Deier as mei no komm, a schnell wei de Bletz as et deen heigen Eechebam niewent him eropgeklootert. Sou schnell wei et douewen war war et och schorem doennen, an as op sei Geweih geklootert. Den Hirsch war paff.

“Hey Monsieur Hirsch” sot et.

- “Salut Kawechelchen…Ma lues a ma mer nemme keng Schreibsen a mai Geweih.”

- “Du brauchs net ze ferten, ech passen op.”

- “Ech sin op der Sich no Eechelen, fir de Wanter. Ech well mech nemmen e bessen ausrouen. Virdrun war de Fuus hannert mer hir.”

- “T’as an der Reih. Wannsde schon do bas, kanns de mer och e bessen d’Kapphaut kraatzen, mai Geweih baisst neemlech. Ech mengen, et wiisst…”

Sou huet den Hirsch sech mol berouegt…

“Du bas sou en dichtegen Hirsch, an dei Geweih deet all Fuus ferten.” huet d’Kaweechelchen gefleiwt.

-”Jo dat huet schon e ganze Koup Avantagen, sou e Geweih…Et weit just heinsdo schweier. An et kann een domat net op Beem klooteren.”

-”Dat as och wouer…”

-”Ech geif sou gaeren mol wessen, wei d’Welt vun enger Bamkroun aus ausgesait…”

-”Hmmm…Ech kann der et erzielen, wannsde wells, da kanns de der et vlaicht virstellen…” huet d’Kaweechelchen proposeiert.

Der Hirsch und das Eichhörnchen

Der Versuch einer Fabel

Eines Nachts, in einem Wald inmitten Europas kam ein stolzer Hirsch daher. Aufrecht, aber wachsam kam er daher, stapfte durch das Unterholz des Waldes, der zwar dunkel war, aber nicht vollends.

Den Wald durchschnitten tote Wege, auf denen nichts mehr wuchs. Über diese Wege sausten eigenartige, unglaublich schnelle, leuchtende Tiere. Im gesamten Wald vernahm man ihr Röhren und Brummen.

Der Hirsch zuckte schon lange nicht mehr zusammen, wenn sie vorbeizichten. Solange er sich von ihren Wegen fernhielt, taten die Tiere ihm nichts.

So stapfte er umher und suchte nach Nahrung. Das kalte, gleissende Licht der Flitztiere, das durch den lichten, spätherbstlichen Wald glitt, liess den Hirsch manchmal blau aufleuchten.

Doch da schreckte der Hirsch auf. Durch den Blätterteppich huschte etwas. Er konnte noch nicht erkennen, was es war, doch beruhigte er sich schnell wieder, denn es schien relativ klein zu sein, jedoch flimmerte es hellrötlich.

Das Tier näherte sich ihm und erkletterte rasend schnell den hohen Eichenbaum neben ihm. Ein Eichhörnchen. So schnell es hinaufgeklettert war, war es auch schon wieder unten, zu seiner Überraschung hopste es auf sein Geweih und klammerte sich dort fest.

“Hey Monsieur Hirsch”, sagte es.

- “Salut, Eichhörnchen. Mach mir ja keine Kratzer in mein Geweih, und knabber es nicht an.”

- “Keine Angst, ich bin vorsichtig.Bin auf der Suche nach Eicheln, für den Winter. Ich will mich nur etwas ausruhen. Vorhin war der Fuchs hinter mir her.”

- “Ist ok, bei der Gelegenheit kannst du mir ja ein bisschen die Kopfhaut kratzen, mein Geweih juckt nämlich. Ich glaube, es wächst.”

Und so beruhigte sich der Hirsch…

- “Du bist so ein stolzer Hirsch, und dein Geweih jagt jedem Fuchs Angst ein.”, schmeichelte das Eichhörnchen.

- “Stimmt, das hat schon seine Vorteile, so ein Geweih. Aber manchmal wiegt es ganz schön schwer. Man kann damit nicht auf Bäume klettern.”

- “Hmm, ja das stimmt schon…”

- “Würd so gern mal wissen, wie die Welt von ner Baumkrone aus aussieht.” seufzte der Hirsch

- “Hmmmm…Ich kann es dir erzählen, wenn du willst, dann kanst du dir es vielleicht vorstellen…” schlug das Eichhörnchen vor.

(to be continued…)

Nicolas Graf

Filed under: Queesch Nr. 18 — Neckel - 4:58 pm

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An die Mütter dieser Welt…

Nach dem Schulabschluß entschied ich mich für ein Studium an einer Universität in einem fremden Land. Da bekannt ist dass die Mietkosten für einen Studenten immer zu hoch sind, lag es nahe dass ich mit jemandem zusammenziehen würde. In meinem Fall handelte es sich um eine weibliche Mitbewohnerin. Nach einiger Zeit meldete sich meine Mutter zum Besuch an und ich informierte sie vorsorglich über die Wohnverhältnisse. An meiner Uni ist sowas auch nicht ungewöhnlich, wobei wir ja lediglich die Miet- und Nebenkosten teilen.

Da war sie auch schon meine Mutter. Sie stellte natürlich fest dass meine Mitbewohnerin eine sehr schöne Person war und hatte natürlich längst vor ihrer Ankunft Zweifel bezüglich unseres Wohnverhältnisses. Uns aber nun in Echt zu sehen bestärkte diese Zweifel und machte sie um ein vielfaches neugieriger. Während ihres Aufenthaltes, wo sie uns eingehend beobachtete, überlegte sie sich ob da nicht doch mehr sei als nur ein “Zusammenwohnen”. Jedoch umso eingehender sie prüfte, eine Bestätigung für ihre Zweifel erhielt sie nicht.

Mir waren die Bedenken meiner Mutter von Anfang bekannt, wußte aber nicht wie ich das Thema angehen sollte. Schießlich entschied ich mich nach der Devise: “Der Angriff ist die beste Verteidigung” und sprach mit ihr. “Mutter, ich weiß was du denkst, aber ich kann dir versichern dass wir beide uns lediglich die Wohnung teilen. Wie du festgestellt hast haben wir eigene Schlafzimmer.” Mutter sagte nichts mehr und wir verbrachten noch einige Tage zusammen mit allerlei Krimskrams.

Nachdem meine Mutter wieder abgereist war kam meine Mitbewohnerin zu mir, sichtlich bemüht ein Problem anzusprechen was ihr peinlich erschien. Sie konnte partout den von mir in die Wohngemeinschaft eingebrachten Kaffeetopf nicht wiederfinden. Sie fragte mich also, ob nicht vielleicht meine Mutter diesen unachtsamer Weise eingepackt und mit nach Hause genommen haben könnte. Nun ich bezweilte dies, entschloß mich aber per E-mail an meine Schwester, in dieser Sache nachzuforschen.

Ich schrieb im vorsichtigen Ton: “Liebe Mutter, ich will hiermit nicht behaupten dass du den Kaffeetopf aus unserer Wohnung mitgenommen hast, aber leider ist dieser seit deiner Abreise unauffindbar. In Liebe dein Sohn.

Einige Tage später erhielt ich über meine Schwester prompt folgende Antwort. “Lieber Sohn. Ich behaupte ja nicht dass du mit deiner Mitbewohnerin schläfst. Allerdings, würde Sie in ihrem Bett schlafen, müsste Sie den Kaffetopf unter ihrem Kissen gefunden haben. Ich habe ihn dorthin gelegt am Tag meiner Abreise. In liebe deine Mutter.

Die Moral dieser Geschichte liegt auf der Hand. Belüge nie deine Mutter, insbesondere dann wenn sie sehr neugierig ist.

Der Originaltext, den ich als Geschichte nett fand und sich auf Äthiopische Mütter bezog ein paar erklärungen. Ich finde es prinzipiell falsch sich auf eine ethnische Gruppierung zu beschränken. In diesem Fall aber waren meine Bedenken andere. In der Tat war da zuerst die Tatsache dass Äthiopien gerade zu dem Zeitpunkt militärisch in Somalia aktiv wurde. Eine Aktion von der anzunehmen ist dass auch Weltpolizist USA an einigen Fäden gezogen hat. Desweiteren dürfte besonders uns in Europa bekannt sein, dass der durchschnittliche Bürger aus Äthiopien nur in Ausnahmefällen einen Sohn oder eine Tochter ins Ausland zur Universität entsenden kann. Es sind also “Privilegierte” die sich dieses leisten können, und ja, das macht sie mir suspekt. Äthiopien ist ein armes Land, in welchem jeden Tag Menschen den Hungertod sterben, und dessen Regierung mit Oppositionellen aller Art nicht gerade sanft umgeht. Dennoch erschien mir die Geschichte eine Liebeserklärung an alle Mütter dieser Welt zu sein, weshalb sie vielen zugänglich gemacht werden sollte, aber eben nur Sinngemäss statt auf einer ethnischen Grundlage.

Wenn sie anders denken, oder ihnen die Aussage nicht weit genug geht, teilen sie es uns mit

Kléiblad

Filed under: Queesch Nr. 18,Social — Queesch - 4:53 pm

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What’s up? annonce

“”WHAT’S UP”"

No der Entwécklung vun “Paper-Bird” (www-paperbird.lu), déi sech éischter als “Music publisher” gesinn an Lëtzebueger Muséksgruppen an dëser Form Ennerstëtzung zoukommen loossen, huet den Damiano Nigro sech Gedanken gemeet, wéi een dann och nach zousätzlech Promotioun kéint maachen. Nemmen “Promo” vun opsteigenden “Bands” an dann och nach am “Underground”-Beräich, dat gët et schon… also huet sech den Damiano Gedanken misse maachen, wéi een en méi bréedgefächerten Public kann ereechen. D’Iddi déi dann zum Produkt “WHAT’S UP” gefouert huet ass u sech einfach, et leet een sech net op eng festgelueten kulturell Ausriichtung fest, an et bidd en einfach en Agenda un, wou jiddereen, vun der Theatergrupp iwert den Geschäftsmann bis hinn zum Privatmann – an natiirlech och all Bands – hieren Event kennen ukennegen. “WHAT’S UP” ass dann och esouwuel ee “Printmedia” wéi een Internetsite. Seng Ausriichtung ass och kommerziell, well sech dat ganzt iwert Publizitéit finanzéiert. Dat muss een net gudd fannen, mee ouni Mënz léisst sech hautdesdachs nët méi allzevill op d’Been stellen. Den Damiano huet awer och an dësem Beräich seng eegen Viirstellung, an Reklamen sinn eigentlech un déi ugekennegt “Events” gebonnen. D’Broschüre erschéngt ab Dezember 1 mol am Mount an enger Oplaag vun mindestens 12.000 Stéck. D’Website – www.whatsup.lu – leeft parallel zur Broschüre an bitt méi Informatiounen zu den eenzelenen “Events” un. Concerten, Theater an wat soss nach esou lass ass, awer wéinst dem obligatoreschen Redaktiounsschluss net méi an d’Broschüre konnt opgeholl ginn, kann hei fonnt ginn. Op dësem Site kann natiirlech och Reklamm gemeet ginn, allerdéngs stinn am Moment just zwee “Banner” zuer Verfügung, sou dat een dierf soen dat et net stéiert. Et ass also eppes Neits wat ons do erwaard an et dierft ee gespaant sinn wat dësen Medium ons effektiv ze bidden huet. Den Damiano beweist op jidderfall eng zolitt Portioun Courage an Engagement. Et ass och net ouni Risiko an et wier fair sengem Kultur- an Manifestatiounsagenda, trotz der kommerzieller Grondlaag, eng Chance ze ginn. Wien also mengt en Event ze hunn, deen bei “WHAT’S UP” gudd opgehuewen wier, oder carrement eng Reklam wëllt, deen sollt sech ënner blabla@paperbird.lu mellen. All Konditiounen an soss bestoend Froen kritt all Interesséierten beäntwert, awer och konstruktiv Kritik ass hei gären gesinn.

Filed under: Queesch Nr. 18 — Queesch - 4:51 pm

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News

A greener Apple?

Bravo! Greenpeace’s Green my Apple campaign that I was writing about a few months ago actually moved Apple founder Steve Jobs to make environmental soundness of their products a top priority. This has been announced a few days ago in a letter from Steve Jobs (prominently linked from the Apple website’s front page) and was of course celebrated by the campaigners.

Well done, everybody that participated–Web 2.0 rocked the real world. But this can only be the beginning, in order to not poison us and our planet with toxic e-waste the whole industry must follow and go beyond. Focus needs to shift from North America and Europe to a more global picture. Poor working conditions of labourers in production and dismantling (especially in low-income countries like China, where most of the computers are produced nowadays) must also be reviewed critically and improved in order to achieve sustainability. I am very much willing to pay a little extra for a sustainable computer. How about you?

http://benn.org/

Carfree News

QUOTATION OF THE MONTH

“Ladies and gentlemen, I bring you the Democrats, promoting 19th century solutions to 21st century problems. If you don’t like it, ride a bike. If you don’t like the price at the pumps, ride a bike.”

US Congressman Patrick McHenry, who was complaining about a proposed bill from the Democratic party that would provide those who commute to work by bicycle instead of car a monthly $20 tax reduction.

IN THE NEWS

-Norway introduces strict car advertising rules. Beginning this month, Norway puts into effect what has been termed as some of the world’s strictest automobile advertising guidelines. No car can be advertised as “green,” “clean” or “environmentally friendly,” unless extremely well documented, which is quite difficult. The new law comes into effect on October 15th.

-Hungarian Government steps up support for cycling infrastructure. In the aftermath of the world’s largest Critical Mass rides and intensive lobbying efforts on behalf of bicycle advocacy organizations, at the end of August, the Hungarian government approved and signed the final “Cycling Hungary Programme”. This programme has earmarked roughly 235 million Euros, to be spent on cycling matters and infrastructure over the next seven years. The funds will come mainly from EU sources, with the goal to build cycle paths nationwide and promote cycling.

-After a REBAR-like PARK(ing) action in Geneva, Switzerland, the area in question turned permanently carfree, due to the fact that some protected plant species sprung up there, and so the area could no longer be reconverted to parking spaces. Background story in French, including photos: www.ville-ge.ch/geneve/amenagement/site_amena_ephemere/am_03.htm

-The city of Boston, Massachusetts is looking to become a more bicycle friendly place. Mayor Menino has recently declared his interest in bicycling, and the city is about to announce its Bicycle Program, including new bike lanes, among other things. Advocacy group LivableStreets Alliance is following the action (www.livablestreets.info).http://www.boston.com/news/local/articles/2007/08/25/menino_puts_new_spin_on_getting_around_the_hub/

-Police attacked and arrested 20 cyclists in Minneapolis, Minnesota, USA, on a 400 strong Critical Mass ride this past August 31st. According to Indymedia, the police, unprovoked, started attacking the crowd, first with excessively violent arrests, then mace, pepper spray, brandishing batons and using tasers (a type of stun gun) on bikers.http://twincities.indymedia.org/newswire/display/31148/index.php

-In Prague, Czech Republic, a new law stipulates the rights of all citizens, regardless of age, to be entitled to parking passes. As otherwise parking prices are on the rise and becomes exponentially more expensive with each additional car, this has had the unintended effect of many people transferring the ownership of their vehicle to their children. Thus Prague might now be the world leader in the number of young children who own luxury vehicles. http://www.radio.cz/en/issue/95226

-General Motors Corp. (GM) in Detroit, USA is experiencing a strike on behalf of the United Auto Workers. Analysts have noted that if the strike lasts for very long, it could cost the company billions of dollars – around $8 billion in the first month and $7 billion in the second month of strike.

Filed under: News,Queesch Nr. 18 — Queesch - 4:48 pm

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allamalacha

Ich würde ja so gerne Grosse Literatur schreiben, aber wie sollte ich? Ich habe weder Krieg noch Hunger (Diäten ausgenommen) erlebt, noch ist mir erwähnenswertes Unglück wiederfahren, noch leide ich an bösartiger Krankheit oder schrecklichen Familiengeheimnissen.

Ich habe keine Hunde, denen ich das artgerechte Kleinkindertotbeissen verbieten müsste, bin weder bluttrunkener Jäger noch (schlimmer!) Klimasünder, weil ich heroisch auf spritfressende SUV verzichte – genauso wie ein gewisser Politiker, der in einem Radiointerview behauptete, sein BMW X5 sei ein „ganz normales Familienauto“ – und ich unternehme auch keine Fernreisen, na gut, beides könnte ich mir eh nicht leisten, trotzdem leiste ich meinen Beitrag: ich habe meinen Söhnen das ozonlocherweiternde Pupsen untersagt.

Ich hadere noch nicht mal mit besonderer Wetterfühligkeit.

Wie soll unter solchen Umständen, Entschuldigung, Belletristik entstehen?

Man behauptet, ich würde in interessanten Zeiten leben, Terrorismus und so, aber das hat keinerlei Auswirkungen auf mich, ausser dass mein Arbeitsplatz neben der Synagoge liegt und ich deshalb schon mehrmals von maschinengewehrtragenden, schlechtgelaunten Polizisten vom Lieferantenparkplatz verwiesen wurde, und fast eine gebührenpflichtige Verwarnung wegen Beamtenbeleidigung kassiert hätte. Als ob ich mit meinem kindersitzbestückten, macdonaldsverseuchten Mini-Van eine Gefahr für die jüdische Gemeinschaft darstellen würde. (Na, gut. Vielleicht doch ein bisschen.)

Ich bin auch nicht Fan von irgendeinem Diktator, was mich medienwirksam dazu zwingen würde, den Heinrich-Heine-Preise abzulehnen.

Meine Nachbarn sind so aufregend, wie man es ich in einer Neubausiedlung nur wünschen kann.

Ich arbeite im Medienbereich, ebensogut könnte ich einer Versicherungsgesellschaft meine Dienste anbieten; die seelischen Abgründe meiner Kollegen reichen bestenfalls bis zu den Knöcheln.

Worüber sollte ich also schreiben?

Das Land, in dem ich lebe, zeichnet sich, ob politisch, sozial, wirtschaftlich oder kulturell vor allem durch Nachhaltigkeit aus.

Es war schon nachhaltig, bevor das Wort überhaupt erfunden wurde. Es hat sich weder durch Kriege, Revolutionen, Kolonialismus noch irgendwelche anderen Verbrechen an der Menschheit hervorgehoben. Es ist ein Ausbund von Mittelmässigkeit, und zwar in allen Bereichen.

Es ist resistent gegenüber Evolution, und deshalb recht erfolgreich.

Sollte sich mal eine Frage von imminenter Wichtigkeit auftun, wird eine Kommission gebildet, um jedweden blinden Aktionismus im Keim und mit dem Hinweis zu ersticken, dass der erwähnte Punkt nicht auf der Tagesordung steht, ausserdem habe man nach wochenlangen basisdemokratischen Grundsatzdiskussionen noch immer nicht entschieden, ob im Plenarsaal nun geraucht werden darf oder nicht.

Die Regierung dieses Landes beweist so beachtliches Sitzfleisch, dass es sogar globalen Heuschrecken das Fürchten lehrt. Und noch nicht mal aus Berechnung, sondern weil man weiss – und das hat die Historie bewiesen – dass sich die Aufregung früher oder später wieder legt.

(Dieses Land ist in der Vergangenheit immer wieder von zivilisierten Horden überfallen worden. Man brachte ihnen höfliches Desinteresse entgegen, schlussendlich ist es einem Barbaren egal, an wen er Steuern zahlt. Diese Einstellung hält sich bis heute.)

Geografisch ist dieses Land so klein, dass dem Eingeborenen ständig irgendwelche inzestuösen Verwandte über den Weg laufen.

Wie könnte man also bei der Vergabe von Arbeitsstellen von Nepotismus sprechen ? Hier hat man keine Schwierigkeiten mit fahnenschwenkendem Patriotismus. Zwischen all den Fahnen anderer Nationen fällt das nämlich gar nicht auf.

(Deswegen haben wir jetzt eine heraldische Diskussion am Hals: Querstreifen sollen ja mehr Profil geben!)

Unsere grossen Nachbarn werden mit freundlicher Verachtung und nicht zu verachtender Selbstironie als „die von der anderen Seite des Flusses“ oder „die jenseits der grossen Tankstelle“ oder „die, von hinter der Hecke“ bezeichnet. Diplomaten anderer Länder werden hierhin in den Vor-Ruhestand versetzt, denn das Schlimmste, was einem Diplomaten hier passieren kann, ist von einem besoffenen Lokalpolitiker als Geisel genommen zu werden.

Natürlich nur bis er umfällt und ausläuft. Der Lokalpolitiker.

Dieses Land wird gerne als grünes Herz Europas vermarktet. Oder als obskures Steuerparadies, wovon ich, als ehrlicher Bürger leider nichts merke.

Wie soll in einem solchen Land grosse Literatur entstehen?

Na, zunächst mal: überhaupt nicht.

Unsere Literaten haben die Sterbegrenze schon lange erreicht (andere die Grenze tout court überschritten), ohne gewillt zu sein, endlich abzutreten (In unserer kruden Sprache heisst das: „Tot, und zu blöd, umzufallen“.) Und Platz zu machen für nicht vom Kulturministerium subventionierte und von der Priesterschaft abgesegnete Schreiberlinge.

Ach, ja, die Tagespresse.

Nun, sie ist interessanter als die Gebrauchsanweisung für den Staubsauger und in etwa so informativ wie die Kalorienangaben auf der Frühstücksflockenpackung.

Nun, man braucht morgens was zum Lachen.

Will man Leserbriefe als Barometer der allgemeinen Stimmung nehmen, dann beschränkt sich die völkische Aufregung auf Folgendes: nicht autorisierte Hundehäufchen im heimischen Garten; Grundstücke, die nicht in den Bauperimeter fallen, obwohl Nachbars von Hundekacke verseuchte Wiese das tut; die Frage, ob das Leben allgemein so sein muss, denn früher ging’s schliesslich auch ohne, und niemand hat sich gross drüber aufgeregt.

Und sollten irgendwann mal Ausserirdische hier einfallen, dann würde sich irgendein besorgter Bürger bestimmt darüber beschweren, dass es den Ausserirdischen heutzutage an Respekt und Moral fehlt, weil sie ihre Sitze in den öffentlichen Transportmitteln nicht für ältere Mitmenschen freiräumen. Und eigentlich: wie soll man bei all den Tentakeln wissen, wer Männlein, und wer Weiblein ist, und ob in wilder Ehe verbandelt oder kirchlich-steuerlich getraut, und überhaupt: ist grün mit rosa Flecken jetzt das neue schwarz?

Natürlich gibt es regierungs- und allgemeinkritischen Ersatz.

Ersatz im französichen Sinne.

Er/Sie ernährt sich vegan (vegetarisch ist was für Weicheier-Innen), kauft nur bio-ethisch vertretbare Luxusartikel-Innen, verbreitet ironiefrei Verschwörungstheorien und „fickt das System“ indem er/sie sich (man/frau bewundere den ideologischen Märtyrer!) überdimensionierte Beamtengehälter in den politisch korrekten Gutmensch(Innen-)arsch schieben lässt.

Eines muss man ihnen lassen: sie haben die schwierigen Phasen der 68er Kulturrevolution (WG-Streitereien, Freie-Liebe-Eifersüchteleien, BH-Verbrennungen, strickende Männer und Klingelscherze) mit einem Satz hinter sich gebracht und sind jetzt schon da, wo Joschka Fischer erst mit 50 stand: bei der selbstzufriedenen Gewissheit, dass sich politische Überzeugung durchaus auf pekuniäre Belohnung reimt.

Na gut, da gibt es dann noch so ein Faltblatt, das immer Freitags erscheint, dessen Autoren unbegreifliche Vergewaltigungen der in ihren Artikeln verwendeten Sprachen begehen, auf noch so dämliche wie peinliche Eigennamen-Verballhornungen nicht verzichten mögen und wohl deshalb (verständlicherweise) auf Anonymität bestehen.

Man mag mit Genugtuung hinnehmen, dass selbes Blättchen deswegen erfolgreich verklagt und belangt wurde. (Leider nur in einem Punkt. Beleidigung der Intelligenz des Lesers scheint kein gegen das Menschenrecht verstossendes Verbrechen darzustellen.)

Ausserdem ist das Layout hässlich und unübersichtlich.

In diesem Land wird alle paar Monate ein Flüchtling wegen Drogendealerei – oder Verdachts auf Terrorismus – ins Gefängnis gesteckt, damit die örtliche Menschenrechtskomission nicht in Morosität versinkt.

Denn: dieses Land hat ernstzunehmende Probleme.

Zum Beispiel den besorgniserregenden Alkohol- und Drogenmissbrauch. Die überdurchschnittliche Selbstmordrate.

Den unvertretbaren Anteil an Beamten in der Bevölkerung.

Die Anzahl der Ureinwohner sowieso.

Wir liegen in sämtlichen aufgezählten Punkten statistisch gleichauf mit den kanadischen Inuit.

Wir sollten, wie sie, Kooperativen gründen und traditionelle Kunst exportieren:

Esoterisches Kollektivhüpfen, Kinderbuchautoren und Stumme Missbilligung.

Leider habe ich jetzt keine Zeit zum Weiterschreiben, auch Dichter und Denker müssen mal. Zu Aldi.

(à suivre)

Filed under: Queesch Nr. 18 — Queesch - 4:46 pm

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che guevara

==Ernesto “Che” Guevara, Engel oder Teufel?

Das Buch von Jacobo Manchover “Das andere Gesicht des Che” * versorgt mittlerweile die Kontroverse um die politische Person des “Che”. War er ein Freiheitskämpfer oder, wie es das Buch beschreibt, ein Mörder? In der Tat, Ernesto Guevara war mal Revolutionär, mal Befehlsausführer niederer Aufgaben, “El Commandante” war ein Mensch wie jeder andere, der sich von seinen Leidenschaften übermannen ließ und der schlimmsten Vergehen imstande gewesen ist.

Am 9.Oktober 1967 erhallen im Kleinod von La Higuera Schnellfeuergewehrsalven die zum Tode von Ernesto Rafael Guevara de la Serna führen. Dieser Tod wird ein Mythos gebären, den Mythos des “Che Guevara”, unumgängliche Ikone einer jeden Revolution und Symbol des Kampfes für die Rechte der Unterdrückten. Doch wer war Ernesto Guevara? Ein wahrlich altruistisches Individuum wie es im Film “The motorcycle diaries” von Walter Salles oder doch ein Blutrünstiges Monster wie ihn Jacobo Manchover zu beschreiben vermag?

Hinter der charismatischen Darstellung des Mannes mit dem Stern an der Baskenmütze entdecken wir eine reißende Gestalt, kompromisslos und Furcht einflößend, behaftet mit einem revolutionären Gedanken, näher am Totalitarismus als am ideologischen Kampf für die fundamentalen Rechte der Menschen. Es muss sich daher die Frage stellen ob die kommunikative Kraft Castros nicht die Konsequenz der “Che Guevara Bewegung” war, die Millionen Menschen durch das Bild des Fotografen Alberto Korda übersetzten, und schließlich die Realität die Natur des Menschen eingeholt hat, verblendet vom ideologischen Kampf der geführt werden musste.

Politische “Message” für die einen, Marketingprodukt für die anderen, “El Commandante” hat niemanden gleichgültig gelassen. Stehen doch die tugendhaften Visionen im Vordergrund und verdecken die Fehler des sich im Kampfe befindlichen Menschen, der sich in der aufständischen Spirale mit ihrer ganzen Brutalität verfangen hat. Revolutionen sind aber nun einmal nicht frei von Gewalt und der Kampf für Freiheit geht nicht ohne Schmerzen und Hass einher. Doch darf auch dieser Kampf nicht in der Selbstherrlichkeit der Sache verenden. Die Lage Kubas ist ein eklatanter Nachweis hierfür – so die allgemeine Haltung des kapitalistischen Systems – hat sich doch Castros Revolution in ein starres Regime verwandelt, welches sein Volk unterdrückt, wo es doch einem besseren Leben versprochen war. Sich Fragen zu stellen über die Formen der Macht, die Mutation des Individuums zeigt uns, dass wenn auch einige Wahrheiten nicht gut auszusprechen sind, diese doch zum besseren Verständnis beitragen und uns verstehen lassen dass die Natur des Menschen dann zur Gefahr werden kann, wenn sie von zuviel Leidenschaft und Kampfeslust geprägt wird.

Dieser packende Kontrast zwischen der Ikone des “Che” und dem menschlichen Verhalten das Ernesto Guevara bezeugt wird, beweist dass über den Schein hinaus die Realität von punktuellen Situationen übermannt wird. Es ist durchaus vorstellbar, dass der Weg der Revolution sein Teil an Veränderungen mit sich brachte, das gute und rechtschaffene ins böse und grausame verwandelte. “El Commandante” musste, ohne sich dem guten abzuwenden, auch dem bösen zuwenden falls es die Situation erforderte.

Folglich ist der Held an den wir hier erinnern wollen, von Handlungen die im krassen Gegensatz zu seiner Menschenliebe – immerhin war Ernesto Guevara ein Mediziner in Ausbildung und nicht ein simpler Soldat oder Guerillero – stehen nicht ausgenommen. Daher ist es schon von Interesse auch die Schattenseite, die jedem Menschen anhaftet, zu beleuchten und anzunehmen dass auch die respektabelsten Anlässe einem gewissen Nihilismus zu unterliegen vermögen.

Es geht denn auch nicht darum ein sektiererisches Urteil zu fällen, sondern eher die Handlungen geschichtsträchtiger Menschen zu begutachten, das positive vom negativen trennend. Ist dies doch der vernünftigste Weg die Realität in einer Welt anzugehen, wo alles gemustert, vorgefertigt ist und anzunehmen ist als sei es eine gute Sache. Doch die Grenze zwischen Mythos und Mystifikation ist dünn und hält gar manch böse Überraschung bereit für jene die dem Kampf um Freiheit und Recht stehen.

KP

(*) La face cachée du Che (205 pages) Editeur: BUCHET-CHASTEL / N° isbn: 978-2-283-02252-8

Filed under: politics,Queesch Nr. 18 — Queesch - 4:45 pm

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WWW:EBTIPS

http://www.filmreakter.lu The Filmreakter asbl was founded in 2002 as a non-lucrative collective of young luxembourgish filmmakers. As the only association of it’s kind in the country, it has quickly established itself as the representative for the local underground scene.

http://www.12345kjt.lu Website vum Kanner-Jugendtelefon. Hei fannt dir interesantes iwert an fir d’Jugend.

http://www.youthnet.lu “Youthnet”, c’est le portail du secteur Jeunesse au Grand-Duché de Luxembourg: un agenda des formations et les nouvelles importantes pour bénévoles et professionnels travaillant avec les jeunes.

http://www.indymedia.lu Indymedia ist ein Zusammenschluss von unabhängigen Medienorganisationen und hunderten von JournalistInnen, die nichthierarchische, nicht konzerngebundene Berichterstattung leisten. Indymedia ist eine demokratische Medienplattform für die Verbreitung einer radikalen , sorgfältigen, und leidenschaftlichen Sicht der Realität. (falls meiglech, de banner als grafik matasetzen w.e.g.)

http://www.asti.lu ASTI est une organisation non gouvernementale, créée en 1979 pour lutter pour le droit de vote et pour des droits égaux des immigrés au Luxembourg. Aujourd’hui, l’ASTI est aussi à côté des demandeurs d’asile, des sans papiers et offre un large éventail de projets et de services pour les enfants, les jeunes et les adultes de toutes nationalités des quartiers nord de la capitale. L’ASTI s’engage pour une société nouvelle, riche de sa diversité.

http://www.clae.lu Plate-forme associative créée en 1985, le CLAE milite pour l’égalité des droits entre tous les résidents, pour une citoyenneté de résidence, pour la reconnaissance et la valorisation des cultures issues de l’immigration, pour une politique d’immigration ouverte et solidaire au Luxembourg et en Europe.

http://www.france.attac.org Fondée en 1998, Attac (Association pour la Taxation des Transactions pour l’Aide aux Citoyens) promeut et mène des actions de tous ordres en vue de la reconquête, par les citoyens, du pouvoir que la sphère financière exerce sur tous les aspects de la vie politique, économique, sociale et culturelle dans l’ensemble du monde.

http://www.antiwarcommittee.org The Twin Cities Anti-War Committee began in December 1998, with 13 people who committed civil disobedience to protest the bombing of Iraq. They educate theirselves and the community about the injustices of U.S. foreign policy.

http://www.vegan.org VEGAN ACTION is a nonprofit organization dedicated to helping animals, the environment, and human health by educating the public about the benefits of a vegan lifestyle and encouraging the spread of vegan food options through our public outreach campaigns.

http://www.worldcarfree.net Worldcarfree.net is a clearinghouse of information from around the world on how to revitalise our towns and cities and create a sustainable future. In addition to serving the carfree movement, Worldcarfree.net offers resources for architects, planners, teachers/professors, students, decision-makers and engaged citizens.

http://www.streetfilms.org Walk and bike for life! Her you can see “street films” on the safe traffic, bike lanes and urban planning. Walk and bike for life objectives:

Filed under: Culture,Queesch Nr. 18 — Queesch - 4:43 pm

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