Monochrome „Ferro“ Tour 2003

Unglaublich aber wahr. Auf der Homepage des deutschen Labels Transsolar records, steht schwarz auf weiss geschrieben, dass die wunderbaren Monochrome samt neuem Album auf Tour gehen. Die neue Platte mit dem Namen „Ferro“ ist zum Tourbeginn am 01.03.03 in Strassbug veröffentlicht worden. Das Album beinhaltet leider nur sieben neue Stücke und dauert genau 20 Minuten, klingt nach langer Pause und leicht veränderter Besetzung trotzdem sehr vielversprechend (weitere Beschreibung siehe Review Monochrome CD emile). Überhaupt tut es gut, endlich mal wieder etwas von Monochrome zu hören.

Am 07.03.03 stand Blieskastel (nahe Saarbrücken) als nächste Etappe auf dem Tourplan. Worauf wir die Möglichkeit ergriffen und uns auf den Weg nach Blieskastel gemacht haben. Im Vorprogramm spielten Van Norden, eine neue lokale Band und Brazen aus der Schweiz (die zur Zeit mit Monochrome auf Tour sind).

Etwa gegen 10 Uhr fing das Konzert an. Zu dem Zeitpunkt waren etwa 150 Leute im P-Werk anwesend. Van Norden haben angefangen und etwa eine halbe Stunde später gespielt. Die verspielten Stimmungswechsel liessen erahnen, dass ihre Influenzen aus der Indy-Core Ecke stammen. Von wechselnden melodiösen Pickings bis zu schnellen vertrackten noisigen Übergängen, begleitet von einem etwas einfachen aber treffendem Gesang. Gesangspassagen wie: „das Leben in snack.size … so wie Barbara Salesch, der Termin beim Zahnarzt … oder alles was ich will ist, dass es mir egal ist“ sind mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Zurzeit ist Van Nordens ein Demo-Tape mit vier Songs zu einem freundlichen Preis von 3 Euro erhältlich.

Weiter ging es mit Brazen. Die Schweizer Band aus Genf hat vor kurzem ein neues Album veröffentlicht. Die Platta mit dem Namen „Orphaned“ ist auf dem Hamburger Label „Sticksister“ erschienen. Die neuen Stücke sind insgesamt melodischer und vom Gesang her eher ruhiger geworden. Ihren Stil könnte man als eine Mischung zwischen Post-Hardcore, Emo und Indierock betrachten. Dabei erinnern sie an Bands wie Cave-In oder Quicksand.

Schlussendlich war es soweit, es war Zeit für Monochrome. Mittlerweile sind es fünf Jahre her, seitdem ich das erste Mal das Vergnügen hatte, Monochrome in Oberkorn (Lux) zu sehen. Allerdings war meine Freude damals begrenzt, da ich diese Band zu dem Zeitpunkt nicht gut kannte und ich nicht so recht wusste, was mich erwarten würde. Das erste Stück mit dem sie begonnen haben, war ein Klassiker von ihnen. Sie haben den ganzen Abend hindurch zwischen neuen und alten Liedern gewechselt. Bei den älteren Stücken ist mir aufgefallen, dass die Songs etwas in Rhythmik und Gesang verändert wurden. Was zum Teil auch daran liegt, dass der Drummer gewechselt wurde.

Gerade die jazzigen Übergänge, die mir gut gefielen, klangen punkrockiger. Womit die Atmosphäre etwas an Charme verloren hat. Trotz allem haben Monochrome (wie im Greenhell recordstore beschrieben), mit ihrem Sound und dem Doppelgesang von Mark Calmbach und Ahlie Schaubel, der seinesgleichen sucht, Massstäbe gesetzt. Als Krönung des Abends, gaben die sechs Stuttgarter, der Nostalgie wegen (so Sänger Mark Calmbach), einen alten Dawnbreed Klassiker zum besten. Mit dem ersten Song der Downbreed 7th Luxus, mit dem Titel „Astronaut“ haben sich Monochrome glanzvoll verabschiedet.

Die Leute haben den Abend förmlich genossen, getanzt und Textzeilen laut mitgesungen. Auf jeden Fall ist es immer wieder ein tolles Erlebnis diese Band live zu erleben.

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 3 — Queesch - March 13, 2003 3:49 pm

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