Am 23. März, dem ersten Samstag nach Kriegsbeginn, folgten 4.000 – 5.000 Menschen dem Aufruf der “Coordination contre la guerre” auf eine weitere Anti-Kriegs Demo in Luxemburg-Stadt.
Treffpunkt war, wie am 15. Februar, vor dem städtischen Hauptbahnhof. Doch diesmal waren es keine 15.000 Menschen, sondern lediglich ein drittel die von dort aus loszogen. Erklärungen hierfür gibt es womöglich viele, am Wetter kann es jedoch nicht gelegen haben. Gegen 15:10 Uhr gingen wir los in Richtung Pont Adolphe durch die Avenue de la Liberté. Nach überqueren der Brücke marschierten wir über den Boulevard Roosvelt wo unser Marsch auf der Place de la Constitution, vor der Gëlle Fra, endete. Es war den Demonstranten nicht gestattet worden an einer der Botschaften ( U.S.A., G.B., Spanien ) vorbeizuziehen.
Demonstranten/innen jedes Alters sorgten mit Fahnen, Spruchbändern und Musikinstrumenten für lebhafte Stimmung. Die regenbogenfarbenen Friedensfahnen und die NO BLOOD FOR OIL Slogans liesen keinen Zweifel am Sinn und Zweck dieser Demo. Greenpeace hatte sich einen Transporter besorgt auf dessen Ladefläche Aktivisten auf leere Ölfässer trommelten und zu denen die Manifestanten ihre Anti-Kriegs Parolen sangen. Auch die Polizei ging ihrer Arbeit nach. Sie regelten den Verkehr, mischten sich in Zivil unters Volk und filmten sogar die Demonstranten ( mal auf dem Bürgersteig, mal aus dem ersten Stock einer Baustelle).
Vor der Gëlle Fra angekommen, richteten sich vier Redner an die Demonstranten: Nico Wennmacher (FNCTTFEL), Agnès Rausch (Caritas), Élodie Malanda (JFFG) und Pascal Husting (Greenpeace). Sie beklagten sich über die Unmenschlichkeit des Krieges, der ja nun begonnen hatte und warnten vor den Auswirkungen die dieser auf allen möglichen Ebenen provoziert. Die Menschen wurden aufgefordert friedlich aber doch zielstrebig für den Frieden einzutreten. Man wolle Bush und seinen Verbündeten zeigen dass eine Mehrheit gegen den Krieg ist und dass sie somit nicht nur die UNO übergangen haben, sondern vor allem die Demokratie die sie unbedingt verbreiten wollen, untergraben.
Alles in allem war die Demonstration gegen den Irak Krieg ein schönes Beispiel von viel zu selten gezeigtem Aktivismus in Luxemburg. Jedoch spürte man während der ganzen Veranstaltung eine gewisse Bedrücktheit. Dies hatte wohl damit zu tun dass der Krieg schon begonnen hatte (Enttäuschung über die Wirkungslosigkeit der ersten Proteste), aber auch wegen der Vorfälle der vorangegangenen Tagen (Zwischenfälle auf dem Schüler Walk-out und auf der RTS).
+++ Le samedi 23 mars, entre 4.000 et 5.000 personnes s’étaient rendues à Luxembourg-ville pour manifester contre le début de la guerre en Irak.
Partout à travers le monde, les coordinations nationales contre la guerre avaient appelé à manifester le premier samedi après le début de la guerre. La marche luxembourgeoise, menant de la Gare à la Place de la Constitution en passant par l’Avenue de la Liberté, s’est fait sous l’œil (et caméra) veillant de la police. D’innombrables banderoles et drapeaux ont été portés dans les rues pour dénoncer l’injustice d’une guerre pour des ressources naturelles et contre l’opinion publique. Toutefois, l’atmosphère pendant cette manifestation n’a pas été aussi décontractée que lors du 15 février. Ceci était certainement dû au fait que la guerre avait commencé, mais aussi à cause des évènements des jours précédents (incidents au Walk-out des écoliers et lors de la RTS). L’après-midi s’est achevé sans aucun incident et la manifestation a tenu promesse d’une union pacifiste qui croit à d’autres solutions que la violence.