Rapunzel – ein längst vergessenes Wildgemüse

Die ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum L.) oder Rapunzel ist ein mehrjähriges Glockenblumengewächs (Campanulaceae) das etwa 20 – 80 cm hoch wird und feuchte, krautreiche Laub- und Mischwälder bevorzugt. Die von Mai bis Juli blühende Pflanze ist in fast ganz Europa heimisch. Sie hat herzförmige Grundblätter, ihre Blätter sind wechselständig und die Blütenähre kann eine Länge von bis zu 12 Zentimeter erreichen. Die gelblichweissen Blüten sind vor dem Aufblühen krallenartig gekrümmt.

Die Rapunzel wurde früher u.a. als Wurzelgemüse und Blattsalat zubereitet. Verwendung fanden aber auch frische Blütenähren. Die oftmals verzweigte, tief im Boden steckende Wurzel erreicht nicht selten einen oberen Durschmesser von 1,5 Zentimeter und eine Länge von 10 Zentimeter und lässt sich am besten mit einem Spaten ausgegraben. Die nussartig, angenehm schmeckende Wurzel kann roh als Salat verspeist werden. Dafür wird die etwas härtere Wurzelschale entfernt. Ein gelblicher Milchsaft, der sich an der Luft allmählich schwärzlich verfärbt kommt zum Vorschein. Das Säubern der kleinen Wurzeln ist ein eher mühsames Unterfangen.

Phyteuma spicatum L.

Die Teufelskralle ist nicht zu verwechseln mit dem Feldsalat (Valerianella locusta, ein Baldriangewächs), der auch als Rapunzel oder Rapünzchen bezeichnet wird und als begehrte Salatsorte Zubereitung findet. Ebenfalls nicht zu verwechseln mit der afrikanischen Teufelskralle (Harpagophytum procumbens, ein Sesamgewächs), deren Wurzel u. a.zur Behandlung von Rheuma und Arthrose eingesetzt wird.

Wurzeln von Disteln, Pastinaken oder wilden Möhren, aber auch Gänseblümchen, Spitzwegerich und Weissdorn bereicherten die Tische unserer Vorfahren. Sauerklee (Oxalis acetosella) fand Verwendung als Essigersatz und die frischen, fein gehackten Blätter der Knoblauchsrauke (Alliaria officinalis) wurden wie Schnittlauch verwendet.

Wildpflanzen sollen niemals am Rande viel befahrener Strasen oder in der Nähe von chemisch behandelten Feldern und Weiden gesammelt werden !

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Queesch - October 8, 2002 3:09 pm

Trenner

« Sicherheit der westlichen Welt »

Zur Sicherheit der Kapitalrenditen der fast nur westlichen Anteilseigner an

den Kriegsmaterial herstellenden und Rohrstoffe ausbeutenden Industrien
wird – nicht erst nach den Anschlägen auf die Twin-Towers – weiter massiv
aufgerüstet. Allein der Kriegshaushalt der US-Armee beträgt dieses Jahr 324
Milliarden Dollar. Im Vergleich dazu : 80 Milliarden US-Dollar würden, nach
Berechnung der Vereinten Nationen, genügen um jedem Menschen auf dieser
Erde Kleidung, ausreichend Lebensmittel, sauberes Wasser, eine Ausbildung
und eine medizinische Grundversorgung zu garantieren.

Utopie konkret
Eine andere Welt ist möglich! Eine gewaltfreie Kultur der Solidarität und
der Kooperation kann das chaotische kapitalistische Ausbeutungssystem
ersetzen. Die Situation der Erde ruft nach einem radikalen Wandel in den
wesentlichen Bereichen des Lebens. Es braucht Forschungsplätze und konkrete
Erfahrungsräume, wo die geistigen und sozialen Bedingungen im Sinne einer
strukturellen Gewaltfreiheit erarbeitet, ausprobiert und entsprechende
Alternativen realisiert werden.
Schon seit Anbeginn des kapitalistischen Modernisierungs- und
Individualisierungsprozesses haben assoziative bzw. gemeinschaftliche
Lebensformen in kollektiver Selbsthilfe den psychischen, sozialen und
materiellen Folgekosten entgegenzuwirken versucht und versuchen heute
wieder verstärkt auch neue, alternative Formen des Zusammenlebens zu
finden. In der Rubrik Utopie konkret, wollen wir von dieser Ausgabe der
Queesch an Beispiele experimenteller Vergemeinschaftsformen (Kommunen,
Siedlungskolonien, Wohngemeinschaften, Genossenschaften, Ökodörfer, Soziale
Zentren, Selbstverwaltete Jugendhäuser, …) beschreiben, unsere
Erfahrungen und Hoffnungen austauschen, praktische Tipps geben um zu
motivieren konkret den Aufbau von Gemeinschaften als konkrete Lebensform
des Friedens zu betreiben.
Artikel vum Fismo

Interesse an alternativen Wohn-und Lebensgemeinschaften in Luxemburg?
Wenn ja, dann lasst uns zusammen in diese Richtung gehen. Nach den
Sommerferien wollen einige Leute aus dem Umfeld des Infoladens sich
regelmässig treffen um auch in Luxemburg gemeinschaftliche Projekte in
Luxemburg zu entwickeln und umzusetzen.
Um genauere Infos zu Daten an denen diese Treffen stattfinden werden zu
bekommen, schau unter www.act4wg.lu nach oder melde dich einfach bei uns:
gary@infoladen.lu und claude@infoladen.lu
Lasst uns die Welt gemeinsam ändern. Es wird Zeit…

Einen heißen Sommer der Anarchie erleben? Wenn du Aktivismus und Ferien
kombinieren willst, geben dir  die nachfolgenden Sommercamps die
Gelegenheit dazu. Einige Leute aus dem Umfeld des Infoladens sind schon
dabei ihre Rucksäcke zu packen, wenn du Lust hast mitzukommen, melde dich
einfach bei den Kontaktpersonen.
14.-20. Juli: Widerstandscamp gegen das Endlagerprojekt im lothringischen
Bure. Infos unter http://membres.lycos.fr/burestop/
19.-28. Juli: NO BORDER NO NATION in Straßburg
In den letzten 4 Jahren hat es regelmässig sog. “Grenzcamps” an
verschiedenen Grenzen der EU gegeben, um gegen die staatliche Flüchtlings
und Abschottungspolitik zu protestieren. Dieses Jahr findet vom 19-28 Juli
ein internationales Camp in Strasbourg statt. (Strasbourg ist der Sitz des
europaweiten Überwachungsystems SIS). Wir zeigen einen Film vom letzten
Grenzcamp 2001 in Frankfurt, und wollen motivieren auch dieses Jahr wieder
für offene Grenzen zelten zu gehen. Mehr infos hierzu auch unter
www.noborder.org
Kontakt  in Luxemburg: federationa@hotmail.com

20.07.-28.7. Sommercamp im Wendland
Die Gesellschaft zur Randgruppe erklären!
Zelten auf der Wiese der Utopie! Wie spät ist es? Zeit fürs Sommercamp!
1 Woche Zeit für selbstbestimmtes statt fremdbespaßtes Leben…
Diskutieren, lachen, tanzen, lagerfeuern, Gemüse schnippeln, entspannen,
Arbeitskreise (mit)machen und noch einiges mehr
…und darum treffen sich ich/Du/er/sie/es zum 6. Mal in Reddebeitz (bei
Lüchow) auf der Weide, die vom 20.- 28.7. unser Wohn-, Ess-, Arbeits-,
Schlaf”zimmer” sein wird.
Das Sommercamp ist selbstverwaltet, das heißt, dass alle gleichviel
Verantwortung, für alles, was passiert, tragen. Damit dass alles klappt und
kein Mensch übergangen wird, soll auf dem abendlichen Plenum alles wichtige
besprochen und entschieden werden.
Alle Aufgaben, die anfallen, werden gemeinsam und freiwillig gemacht:
schnippel, WCs putzen, Holz sammeln, Essen verteilen, spülen…. denn es
geht auch ohne Pflicht und Befehle!
Verpflegt werden wir beim Sommercamp vegetarisch/vegan, biologisch und
lecker (Rampenplan kocht)

Infos: www.sommercamp-im-wendland.de
Kontakt : claude@infoladen.lu

27.07.-3.08. Brioude (France)
Les XVIIIèmes rencontres internationales de jeunesses se tiendront cette
année en France, à Brioude. Des conditions idéales pour profiter d’une
semaine de discussions politiques et d’activités de loisirs. Ce sont plus
de 500 jeunes venus d’une quinzaine de pays d’Europe qui se rassembleront
pour échanger autour du thème de la mondialisation capitaliste, de ses
méfaits et des moyens de luttes à mettre en ouvre pour esquisser les
contours d’une autre société.
Infos : http://membres.lycos.fr/jcrred/
contact : gilram@infoladen.lu

3. – 11. August: Crossover Summer Camp in Cottbus
Wenn Du denkst, lebst und bist, dann bist Du willkommen!Wir gehen davon
aus, dass saemtliche Macht- und Herrschaftsverhaeltnisse aufs engste
miteinander verzahnt sind.Deshalb machen wir u.a. Nation, Patriarchat,
Kapitalismus, Heterosexismus, Antisemitismus und Rassismus in ihren
Verschraenkungen zum Thema.
Es geht uns dabei darum, neue Widerstandsperspektiven zu eroeffnen.
Das Programm fuer das Camp umfasst politische Aktionen, Performances,
Diskussionen, Theorieworkshops, Kuechenarbeit, Tanzen, Musik, Aufraeumen
und noch viel mehr.
Ziel des Ganzen ist, Leute aus unterschiedlichen politischen Richtungen
zusammenzubringen, Schnittstellen zu finden, neue Buendnisse zu schaffen,
an Interventionsformen zu arbeiten und damit neue Impulse fuer eine
radikale, emanzipatorische, libertaere, linke, antirassistische,
feministische… politische Praxis zu geben. Wir suchen noch
UnterstuetzerInnen und MitstreiterInnen. Ihr seid herzlich eingeladen ! Die
OrganisatorInnen

Infos: www.summercamp.squat.net
contact : sunini@infoladen.lu

Eine fette Tierrechtsaktion fand am Abend der Galavorstellung des Zirkus
Krone in-Lux-city statt. Es werden wohl über 30 Junge Menschen gewesen
sein, die mit Trommeln, Stelzen, und viel Kreativität auf die Tierquälerei
aufmerksam machten, denen viele Tiere in diesem Zirkussupermarkt ausgesetzt
sind. Zirkus ja, aber er sollte allen, also auch Elefanten und Löwen, Spaß
machen. Wie schön war es da zu sehen, dass einige Besucher ihre
Eintrittskarten kurzerhand zerissen.
Viel Spass machte auch das schon fast traditionelle Besetzen des
Armeestandes, dieses Mal auf der Frühjahrsausstellung.Über 2 Stunden
machten wir den Militaristen das Leben schwer indem wir reichlich Lärm
machten und auch mit einem Die-In auf das eigentliche Wesen jeder Armee
aufmerksam machten: Tot und Zerstörung. Peace Now!
Einige Aktivisten aus Luxemburg waren im einige hunderttausend Menschen
zählenden Empfangskommitee für “W” Bush in Berlin, die diesen
mit “Kuhtreiber statt Kriegstreiber” in seine texanische Wüste wünschten.
Stoppt das Bush-Feuer. Nie wieder Krieg!
Zum ersten Mai reiste die “Jugend fir Fridden an Gerechtegkeet” nach
Thionville um gemeinsam mit 10 000 anderen Antifaschisten gegen Le Pen und
die Faschisierung der Gesellschaft zu demonstrieren.A bas le Front
Nazional. Nous sommes tous des enfants d’immigrés.
Obgeliesenes
Obgeliesenes

Es ist die Position all jener, die weder “Optimisten” (“man braucht nichts
zu machen”) noch “Pessimisten” (“man kann nichts machen”),
sondern “Radikale” sind, die den rationalen Glauben an die Fähigkeit des
Menschen haben, der endgültigen Katastrophe entrinnen zu können. Dieser
humanistische Radikalismus geht an die Wurzeln und damit an die Ursachen;
er versucht den Menschen von den Ketten seiner Illusion zu befreien; er
postuliert die Notwendigkeit radikaler Änderungen , und zuvor nicht nur
unseres ökonomischen und politischen Struktur, sondern auch unserer Werte,
unserer Vorstellung von den Zielen des Menschen und unseres persönlichen
Verhaltens.

Glauben heisst wagen, das Undenkbare denken und dennoch innerhalb der
Grenzen des realistisch Möglichen handeln; Glauben ist die paradoxe
Hoffnung, den Messias jeden Tag zu erwarten und doch nicht den Mut zu
verlieren, wenn er zur festgelegten Stunde nicht kommt. Diese Hoffnung ist
nicht passiv und nicht geduldig; sie ist im Gegenteil ungeduldig und aktiv
und hält Ausschau nach jeder Möglichkeit, innerhalb des Bereichs realer
Möglichkeiten zu handeln. Am wenigsten ist sie passiv, wenn es um das
Wachstum und die Befreiung des eigenen Selbst geht. Sicher gibt es
schwerwiegende Einschränkungen für die persönliche Entwicklung, die durch
die soziale Struktur bedingt sind. Aber jene angeblichen Radikalen die
meinen, innerhalb der heutigen Gesellschaft sei eine persönliche Wandlung
weder möglich noch wünschenswert, benutzen ihre revolutionäre Ideologie als
Ausrede für ihren persönlichen Widerstand gegen eine innere Wandlung.

Die Situation der Menschheit ist heute zu ernst, als dass wir uns erlauben
könnten, auf die Demagogen zu hören – und am allerwenigsten auf alle jene
Demagogen, die von der Destruktion angezogen sind – oder jene Führer, die
nur ihren Verstand benutzen und ihr Herz verhärtet haben. Kritischens und
radikales Denken wird nur dann fruchtbar sein, wenn es mit der kostbarsten
Eigenschaft des Menschen vereint ist – mit einer Liebe zum Leben.

(aus: Erich Fromm, Studie zur Destruktivität des Menschen)

. Place à la magie !
Place aux mystères objectifs !
Place à l’amour !
Place aux nécessités !

. Au terme imaginable, nous entrevoyons
l’homme libéré de ses chaìnes inutiles,
réaliser dans l’ordre imprévu, nécessaire
de la spontanéité, dans l’anarchie
resplendissante, la plénitude de ses dons
individuels .

D’ici là, sans repos ni halte, en communauté
de sentiment avec les assoiffés
d’un mieux-être, sans crainte des longues
échéances, dans l’encouragemant ou la
persécution, nous poursuivrons dans la
joie notre sauvage besoin de libération
(extrait de REFUS GLOBAL, de Paul-Emile Borduas)

Queesch duerch den Gaart

Baptême
Me promenant souvent au bord de la musique,
Je vis un jour ses flots déposer à mes pieds
Une belle guitare ; et le sort habillé
De son manteau hasard, ce mécène pudique,
A sans doute voulu m’accorder ce scaphandre,
Appareil pour plonger dans l’univers des sons
Et, pour voir à travers, percé d’un trou mignon,
Parce que je chéris les calmes scolopendres,
Mille-notes rivés à l’acier des portées,
Qui, sans mots, m’ont confié l’endroit de la poterne
Menant à mon bonheur ; ces insectes hibernent
Jusqu’à ce qu’en riant vienne les ranimer
L’été d’un musicien. Dans l’élément sonore,
Pourvu d’une bouteille à airs joyeux et tristes,
Je trempe tout mon coeur, tandis que les touristes
Se trompent de bonheur, pour voir les madrépores
Cachés dans la musique il faut être profond.
Ô plage remplis-toi d’un public indigène
Des pays enchanteurs quand la mer est sur scène
Pour faire, onde pour onde, une immense audition !
Et qui sait condenser l’infini qui déferle,
Qui sait, comme la nuit, attraper une lune
Pour faire des marées notre langue commune,
Tout le monde l’appelle un vrai pêcheur de perles.

Daniel

Vocabulaire :
Le sort : 1. Das Schicksal 2. Der Zauber
Le mécène : Der Gönner
Pudique : 1. Keusch, sittsam 2. Plein de discrétion, de réserve
Le scaphandre : Der Taucher-, Raumfahrer-anzug
Le scolopendre : Der Tausendfüssler, le myriapode
La portée : 5. Die Notenlinien
La poterne : porte dérobée dans la muraille d’enceinte d’un château
Hiberner : Winterschlaf halten
Le madrépore : die Schwammkoralle
Indigène : eingeboren, einheimisch
Une audition : eine musikalische Aufführung
Condenser : 1. Verdichten, kondensieren 2. Bündig ausdrücken, zusammenfassen
Déferler : branden, fig. Niederprasseln, sich ergiessen
Les marées : Ebbe und Flut, die Gezeiten

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Queesch - 3:08 pm

Trenner

Act4Life: ein Mittel für einen Weg zu einer Utopie

(um zu betonen: einer von vielen!)

Act4Life asbl ist im Dunstkreis von LIFE und der Schifflinger WG entstanden und sollte eine Struktur werden deren Hauptidee es ist zusammen wohnen und leben auf nachhaltige und freundschaftliche Art und Weise zu verwirklichen. Um dies zu erreichen haben wir im vergangenen Jahr mit einem ersten Projekt angefangen und konnten bereits nach kurzer Zeit unsere Aktivitäten ausweiten.

Das erste Projekt, das wir in Angriff genommen haben, war eine Bio-Lebensmittelkooperative „De Koup“. Die Idee besteht darin biologische Lebensmittel beim Grosshandel einzukaufen und sie an einen Mitgliederkreis weiter zu verkaufen. Da die Kooperative durch die Mitglieder funktioniert, kaum Personalkosten anfallen und keine kommerzielle Räumlichkeiten (das Lager befindet sich in der Schifflinger WG ) genutzt werden, ist es möglich die Lebensmittel für einen niedrigen Preis weiter zu verkaufen. Diese niedrigen Preise, die an die Preise von konventionellen Lebensmittel herankommen, ermöglichen es so mehr Menschen, besonders Menschen mit geringem Einkommen, sich von biologischen Lebensmittel zu ernähren. Diese Idee wollten wir umsetzen und haben sie dabei weiter ausgebaut: neben biologischen Lebensmittel vertreiben wir auch fair gehandelte Produkte.

Des weiteren haben wir auch „Second-Hand“ und „Give-Away“ in unser Konzept einer Kooperative integriert. Ob gebrauchte Haushaltsartikel, Möbel, Kleider und Bücher oder Selbstgemachtes (z.B. Marmelade, Apfelsaft, Tee,Brot,…): innerhalb der Kooperative kann alles getauscht, verschenkt oder verkauft werden. Das Ziel ist es nicht immer weiter zu expandieren, sondern Menschen die Möglichkeiten zu zeigen, die es gibt sich selbst zu organisieren und nicht reiner Konsument zu sein. Bis jetzt sind hauptsächlich WG’s, Organisationen, Familie und Menschen aus dem Umkreis von LIFE Mitglied der Kooperative.

Im laufe des Jahres haben wir dann ein Car-Sharing Projekt gestartet. Es funktioniert so, dass Einzelpersonen und Organisationen ihr Auto ins Car-Sharing bei Act4Life geben und Act4Life sich um den Unterhalt kümmert. Die Menschen und Organisationen, die ein Auto aus dem Car-Sharing benutzen müssen Mitglied bei Act4Life sein und einen Betrag pro Kilometer bezahlen, der es erlaubt den Unterhalt und das Benzin zu finanzieren. Momentan sind der Minibus von LIFE und ein Ford Fiesta von Johny und Gary Diderich im Car-Sharing.

Schlussendlich stellt Act4Life als „Ressourcezentrum“ den Organisationen und Menschen die in der „Schifflinger WG“ wohnen und/oder arbeiten die nötigen Infrastrukturen zur Verfügung um ein möglichst nachhaltiges und freundschaftliches Zusammenleben und -wohnen zu ermöglichen. Neben den 5 Jugendlichen die in der WG wohnen haben hier auch LIFE, der Infoladen „Schréibs“, 4motion, Youthmedia und Schalltot Teile ihrer Infrastruktur. So ist es möglich trotz geringer Mittel der Organisationen bzw. BewohnerInnen allen eine recht gute Infrastruktur mit Telefon, Fax, Computer, DSL Anschluss, Küche, Badezimmer und Schlafplatz zur Verfügung zu stellen.

Act4Life funktioniert von der Struktur her so, dass alle Mitglieder sich soweit einbringen können wie sie wollen. In der Praxis ist es momentan so, dass hauptsächlich Gary Act4Life und die einzelne Projekte verwaltet. Einzelne Mitglieder beteiligen sich bei konkreten Arbeiten und nehmen auch an den Entscheidungen teil. Ziel ist es jedoch eine Praxis zu erreichen in der mehr Menschen an der Gestaltung von Act4Life teilnehmen.

Act4Life freut sich über weitere neue Mitglieder, SpenderInnen und MitarbeiterInnen. Weitere Informationen sowie aktuelle Preislisten erhalten sie bei: Act4Life asbl, 53, Ellergronn, 3811 Schifflingen, Tel 26 53 28 95, Fax: 26 53 28 96, email: act4life@pt.lu, web: http://webplaza.pt.lu/act4life

Beiträge 2003

Einzelpersonen

12,50 EUR

Mit Car-Sharing:

42,50 EUR

Organisationen , WG’s, Familien

25,00 EUR Mit Car-Sharing: 55,00 EUR

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Queesch - 3:07 pm

Trenner

an dich,

Die Inspiration zum Schreiben durch dich geweckt,

die Feder erhoben zum Schutz gegen den Schmerz der vom Schlachtfeld der Liebe zu mir dringt.

Dich, die ich nur schwer zu akzeptieren vermag.

Die Hinweise deiner Existenz verneint, alle Wege gegangen dir zu entfliehen.

Von der Angst verfolgt glücklich zu sein,

Angst davor neues Land zu betreten.

Zugleich Neugier, der nur durch Disziplin Einhalt geboten werden kann.„

Der Kampf mit mir selbst war mein ständiger Begleiter, bevor ich dich traf.

Der Kampf gegen dich ist tödlich.

Dich, mit der ich ringe und die ich doch so sehr brauche.

Das Lächeln bezaubert von dir, die Gedanken klar, das Herz schlägt schnell.

In dir vermag die Sonne zu scheinen, die Zeit zu ruhen.

Die Anmut deiner Präsenz öffnet den schüchternen Raum, du bist rein.

Dich zufällig begegnet, mit offenen Armen.

Die Klarheit der Gegenwart konnte ich durch dich erblicken.

Werde dir mein Leben geben weil es nicht anders geht,

setze alles auf dich Trauer, Wut, mein innigstes Gebet.

Jeden Schutz abgelegt, dem gelb orange siedenden Horizont zutanzend.

Die stille Quelle des Alltags lässt den kleinen Bach über seine Ufer treten.

In mir bist Du. Du, die nun reissenden Lebensstromschnellen der Einheit die mich zu dir und somit zu mir bringen. Nur in dir kann ich mich selbst und somit Frieden finden.

Dem Sturm zugezwinkert, seine Augen nicht gemieden um dir zu begegnen.

Den Duft der warmen Sommernacht geschnuppert.

Der Vollkommenheit Gast gewesen.

Nur Du kannst Gott sein.

Mit dir Gott will ich Frieden schliessen,

bereue dir das Gute abgesprochen zu haben.

Im Gefängnis des Rationellen haftend, konnten wir uns nie begegnen.

Dich wirklich kennen zu lernen wäre mir ein Vergnügen.

So oft an dich gedacht, der Radiokopf zaubert mir dein Bild vor meine verschlossenen Augen.

Die intensiv pulsierenden Ströme deiner Gegenwart,

verwandeln jeden Augenblick ohne dich zur leblosen Folter.

Aus dir erwachsen wirkliche Menschen, frei von allen Zwängen, dir verbunden.

Du bist Vater und Mutter.

Die strahlende Schönheit die du in dir trägst,

der kühne Traum eines Kindes.

Sorglos, schwebend, frei.

Zeig mir die Welt die Ich liebe.

Die Angst mich in dir zu verlieren immer in mir getragen,

doch du führtest mich zu den Sternen

und hast mir den Sinn des Lebens gezeigt.

an dich,

liebe Liebe.

Gewidmet an die Liebe & an dich

Filed under: PapierQueesch,poetry,Queesch Nr. 2 — Queesch - 3:05 pm

Trenner

Anarchismus und Utopie

Anarchismus und Utopie

Entgegen der landläufigen Vorstellung ist Anarchismus keine Utopie, und wir wollen gegen ein solches Verständnis libertärer Politik einige Klarstellungen machen, wie auch gegen den allgemein undifferenzierten Gebrauch des Utopiekonzeptes/Begriffes. Warum, wollen wir im folgenden erklären.

Der Begriff Utopie wird heute meist benutzt, um auf abwertende Weise die Vorstellung einer Welt (genauer : einer sozialen Ordnung) zu bezeichnen, die als unrealisierbar, naiv, und deswegen mitunter gefährlich erscheint. Den im Grunde gleichen Utopiebegriff benutzen diejenigen , die darauf antworten, die Utopie sei sehr wohl möglich und realisierbar. In diesem Verständnis ist das Unreelle an der Utopie die Schwäche, das mehr oder weniger Realisierbare die mehr oder weniger große Stärke.

Für uns ist es umgedreht. Der Sinn der Utopie (griechisch, übersetzt : nicht-Ort) liegt gerade in ihrem Irrealen, und dem Spannungsfeld das zwischen dieser und der positiven Realität entsteht, nicht aber primär in der beschriebenen Endrealität der Utopie. Denn allen Utopien ist gemeinsam, daß sie die Vorstellung einer ahistorischen und von Widersprüchen freien Gesellschaft pflegen. Die Utopie will sich selber als Ende der Geschichte. Von der namensgebenden Insel „Utopia“ des Thomas Morus im 16 Jahrhundert über Campanellas Sonnenstaat bis hin zur marxistisch-leninistischen Planwirtschaft (die sich von den andern nur insofern unterscheidet, als sie vor allem von einer zwangsläufigen baldigen Realisierung ausgeht, und das „wissenschaftlich“ nennt) ist der Utopie dieser statische endgültige Charakter gemein.

Diese Vorstellung der perfekten Gesellschaft diente am Anfang vor allem der Kritik der Bestehenden. Im Laufe der Geschichte jedoch verzeitlichte sich die Utopie, aus der geheimnisvollen Insel wurde ein in die Zukunft projiziertes Hier, und mit zunehmendem Fortschrittsglauben wurde die Utopie von einer Negation des Bestehenden zu einer Prognose des Zukünftigen.

Dies ist gefährlich. Nicht daß wir keine Wünsche, Vorstellungen, Verbesserungsvorschläge usw. für die Zukunft hätten. Aber die meisten Utopien weisen in ihren Schilderungen totalitäre Merkmale auf, wie etwa daß Erziehung, Kunst, Wissenschaft usw. der Utopie zu dienen hätten und daß die soziale Organisation und Symetrie der Freude größter Quell sind. Das ist kein Wunder, den wie anders soll eine perfekte (oder vielmehr : sich selbst als vermeintlich perfekt ansehende) Gesellschaft erhalten werden. Utopien sind so meist zutiefst antiindividualistisch. Durch die Hervorhebung des gesamtsozial gesetzten Guten, die Identität von Individuum und Gesellschaft, und die Organisierung des Lebens in Gruppen, Zellen usw. , ist zumindestens die Gefahr gegeben, das jenes entsteht was die Soziologie „totale Institution“ nennt, und was sich durchaus in manchen Utopieschilderungen finden läßt. (Darunter wird verstanden eine Institution, in der das Individuum völlig aufgeht bez. aufgehen muß, das keine andere sozialen Kreise/Identitäten neben sich duldet und den letzten Rest individuellen Rückzugsraum auffrißt) . So müßte auch eine „anarchistische“ Gesellschaft alle ihre Mitglieder und Kinder anarchistisch normieren, was ein Widerspruch in sich ist. Das andere, daß alle Menschen von sich aus (oder etwa sogar kraft unsere idealistischen Ausstrahlung) AnarchistInnen werden und bleiben, ist aber ebenso eine Illusion, auf jeden Fall für die überblickbare Zukunft.

Denn wenn es etwas gibt, was wir gelernt haben von Proudhon und Marx (den Antisemitismus von ersterem und den ganzen teleologischen Unsinn vom zweiten haben wir glücklicherweise überwunden), dann das Denken in Antinomien, Widersprüchen.

Anarchismus bezieht sich auf das hier&jetzt. Wir beziehen die Gründe für unseren Kampf aus der schlechten Wirklichkeit, nicht nur aus unseren Idealen. Wir suchen die Mittel zur – und Ziele der – Veränderung der Realität in ihr selbst, und nicht in einer Utopie. Keine perfekte Welt, sondern eine freiere !!

Wer Utopien antizipieren will, realisieren will, begibt sich auf gefährliches Terrain. Denn die Utopie findet ihren Sinn in der Kritik dessen, was ist, und in einer idealtypischen Darstellung von wünschenswerter Zukunft, aus der Inspirationen gezogen werden können.

Nicht aber im Kult eines widerspruchsfreien „aufgelösten Rätsel der Geschichte“ (als solches umschrieb der junge Marx den Kommunismus), das sich angeblich realisieren läßt.

Wer zulange einem allzukruden Idealismus und Utopismus nachhängt, ist mit 50 Jahren entweder Diktator oder enttäuschter Alkoholiker.

Darum , lieber heute noch AnarchistIn werden, und deine eigene Geschichte selbst schreiben statt an ihrer gesamtsozialen Aufhebung zu basteln !

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Tags: — Queesch - 3:03 pm

Trenner

—19.10.2002 – Luxembourg – 1000 personnes –  Non à la guerres —

Le 19 octobre 1000 personnes ont démonstré dans les rues du Grand-Duché du Luxembourg contre toute participation de l’Etat luxembourgeois dans une éventuelle guerre en Iraq. Il ne faut pas nier l’ambiance euphorique qui régnait ce jour là dans nos rues, qui était surtout due à l’énorme participation de jeunes. Le mot d’ordre de cette journée « révolutionnaire pour le Luxembourg « était : PAS DE SANG POUR LE PETROL, NON A LA GUERRE EN IRAQ.

Cette journée a clairement montrée qu’il y a un fort mécontentement au sein de la jeunesse et qu’on est pas prêt à accepter des pertes humaines quelles qu’elles soient.

Cette opposition remarquable n’est pas le résultat des soi-disants partis politiques de gauche qui au sein du parlement ne font leur travail convenablement. Mais la jeunesse a très vite compris toute l’envergure des horreurs de la guerre et les jugeant inadmissibles, ils ont trouvé leur propres moyens de s’opposer à ces injustices. Nous ne nous réferons pas qu’aux conséquences éconmiques mais des milliers de victimes innoncentes.

L’atmosphère contagieuse, qui a atteint son point culminent devant l’ambassade américaine était également dûe à ces nombreuses interventions musicales (Djémbees, etc.), mais il ne faut surtout pas oublier les actions symboliques :

- les tracts imprimés de bombes avec le message With Love from The USA

- les tonneaux de pétrole remplis d’une couleur rouge symbolisant le sang jettés devant l’ambassade américaine

Une oratrice de la « Jeunesse pour la Paix et la Justice » a repris un discours des manifestants pacifistes américains qui s’opposaient de toute forme à cette guerre avec ses conséquences désastreuses.

La conclusion qu’on peut tirer cette journée remarquble organisée par La Jeunesse Pour La Paix et la Justice, La Friddensinitiativ et Le Comité pour une paix Juste au Proche-Orient est celle qu’elle était un énorme succès.

C’est grâce au dynamisme des nombreux manifestants que notre motivation est toujours aussi forte pour continuer notre combat pour la paix.

C’est pourquoi que nous serons à nouveau présents dans les rues le 15 février suivant l’appel du Forum Social Européen.

Nous vous donnons rendez-vous à 15h00 devant la Gare de Luxembourg.

–des jeunes pacifistes–

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Tags: — Queesch - 3:02 pm

Trenner

Une vue historique sur l’Iraq

Nous pouvons affirmer aujourd’hui que le gouvernement américain fait profit du 11 septembre. Il se sert du prétexte de la guerre contre le terrorisme pour avoir davantage d’influence sur quelques pays du monde arabe. D’abord l’Afghanistan, maintenant l’Iraq.

Après la guerre en Afghanistan, qui désormais a un régime pro-américain, mais sûrement pas démocratique et ou les femmes sont toujours discriminées et souffrent d’une double même triple oppression :

  1. par les hommes

  2. par le régime

  3. par les conséquences de la guerre

Le gouvernement américain a maintenant comme cible l’Iraq, qui après l’Arabie Saoudite dispose les réserves de pétrole les plus importantes au monde.

Après avoir accusé Saddam Hussein de complicité avec les sbires de Ben Laden il sera rabattu sur l’idée de Bagdad posséderait un « terrifiant » stock d’armes. Comme si les arsenaux irakiens n’avaient pas déjà été contrôlés par les inspecteurs de l’ONU à la suite de la première guerre du Golfe il y a dix ans et il ne faut pas oublier que le gouvernement irakien est prêt à laisser les inspecteurs retourner sur leur territoire ! De plus les armes dont ils disposent proviennent des Etats-Unis eux-mêmes qui ont supporté l’Iraq pendant la guerre Iraq-Iran.

Comme si ce pays n’était pas en permanence sous l’étroite surveillance des satellites espions du pentagone ! Comme si ses infrastructures et sa population ne subissaient pas régulièrement le déluge de feu des appareils le l’US Air force !

Sans doute Saddam Hussein est-il un dictateur de la pire espèce terrorisant sa population et coupable du gazage de 5000 Kurdes en 1988. Mais avant qu’il ne s’aventure à occuper le Koweït en 1990, Washington le considérait selon les termes même de Georges Bush père comme un ami « servant nos intérêts  à longs termes »autant dire que le renversement aujourd’hui recherché du régime américain n’a pour objectif ni de restaurer la démocratie ni d’ouvrir aux Kurdes le chemin de l’autodétermination impuissante continue de payer le prix d’une double intransigeance. Celle des Etas-Unis et celle du régime du Président Saddam Hussein qui est totalitaire et moralement inacceptable.

Surtout les enfants, qui sont des victimes innocentes, sont soumis à un meurtrier système d’embargo qui affame sa population et renforce le régime de Saddam Hussein.

C’est vrai que le programme « pétrole contre nourriture » a autorisé l’importation de nourriture et de médicaments, mais elle n’a pas permis è Bagdad de reconstruire ses infrastructures civiles, ni de relancer son économie. Une suspension de l’embargo est impossible parce qu’on se heurte au droit de veto des Etats-Unis.

Il s’ajoute que l’Iraq doit payer le coût de fonctionnement de l’U.N.C.C la commission d’indemnisation des Etats-Unis qui a décidé que 30% des exportations de pétrole et de produits pétroliers irakiens seront consacrés aux indemnisations.

Il s’agit de se poser la question des conséquences que cette guerre aura sur le monde arabe déjà ébranlé par l’offensive du gouvernement israélien contre les Palestiniens.

Arrêtons la guerre. Nous réussirons à porter dans le monde un message de paix. Pour nous, il s’agit d’engagement militant, une raison de vie. Les doutes qu’il puisse avoir des guerres dans le futur grandissent chaque jour. Aujourd’hui c’est seulement un premier moment important d’une mobilisation qui sera gagnante.

Michèle Cloos

Cinthia Domingues de Matos

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Tags: — Queesch - 3:00 pm

Trenner

Autos töten!

Ultimately it is in the streets that power must be dissolved: for the streets where daily life is endured, suffered and eroded, and where power is confronted and fought, must be turned into the domain where daily life is enjoyed, created and nourished.

www.reclaimthestreets.net

Landschaft, Tiere, Menschen und ihre Lebensqualität, die Wälder und das Klima, alles geht drauf für unseren Mobilitätswahn. Und das nur, damit Millionen jeden morgen zur Arbeit kommen, um für ihre Blechkarossen zu schuften. Und nach den 8 Stunden Leistung bringen, entfremdeter Arbeit zum Wohle des Chefs oder der Aktienbesitzer, können sie nichtmal fix nach Hause fahren sondern öden sich im Stau an. Kein Wunder, dass die meisten danach nur noch vor der Glotze verblöden können. Und wenn sie sich dann doch mal rein privat auf die Strassen begeben, dann soll das auch möglichst effizienten Spass bringen, soviel wie möglich in kürzester Zeit. Das geht am Besten, indem sie die Früchte anderer Leute Arbeit konsumieren, egal unter welchen Umständen das Produkt hergestellt wird. Hunger in der Welt oder die Zerstörung der Lebensgrundlagen der künftigen Generationen sind ihm scheissegal, dem Homo Consumentus, der braucht nach der Jobmühle erstmal den Konsumrausch. Und entsprechend sehen die Menschen auf der Strasse dann auch aus, alle rennen aneinander vorbei, hetzen zum Auto oder zum nächsten Konsumtempel und versuchen dabei so gut als möglich den Blicken der anderen auszuweichen. Und weil die Luft von Lärm und Abgasen sowie die sterile Betonatmosphäre von fremden Blicken erfüllt ist, hällt sich auch niemand gerne in unseren Innenstädten auf. Glücklich ist, wer mit dem Auto zum letzten Stückchen Wald fahrend kann um die Natur zu geniessen!

—Reclaim The Streets heisst mehr als weniger Autos mehr Natur, hier geht um die Struktur einer Gesellschaft die den Lebensraum Strasse den Autos geopfert hat. Schau dir das Leben auf der Strasse an, welche Atmosphäre und Kommunikation herrscht da noch?—

Doch es geht auch anders. Unser sei die Strasse!

Denk dir „Einen Tag am Meer“ von den Fantastischen Vier und stell dir das auf der Rue de la Liberté in Luxemburg-Stadt vor. Du sitzt da mitten auf der Strasse in einem Sofa und siehst den Jongleurern und Feuerspuckern zu. Hinter dir spielen Leute Volleyball, um die Nase weht der Duft des Essens, das es dahinten für umsonst gibt. Auf der anderen Seite bricht die Menge in ein Geheule aus, weil die Trommler nochmals das Tempo erhöhen… das Ganze Spektakulum wird überwacht von einer 3,50 m grossen Hexe auf Stelzen und, heutzutage leider unvermeidlich, von den Ordungshütern, die aber wissen, dass sie nicht dagegen ankommen, weil wir vorher geübt haben, wie wir eine Strasse effektiv und ohne Gewalt besetzt halten. Damit ist aber auch klar, dass die ganze Aktion mehr ist als eine Party. Wir setzen unser Weltbild gegen die Vorstellungen von Recht und Ordnung und müssen damit rechnen, dass die Vetreter desselben auch ihre Vorstellungen gegen unsere setzen werden. Das bedeutet nicht, dass wir auf Konfrontation aus sind und die Veranstaltung erst als Erfolg begreifen, wenn 50% der Leute im Knast und die anderen im Krankenhaus gelandet sind. Aber jeder sollte sich bewusst sein, dass es eine illegale Aktion ist, die entsprechende Konsequenzen haben könnte. Bisher gab es jedoch keine Konsequenzen und es haben jetzt bereits drei Reclaim The Street Parties in Luxemburg stattgefunden. Die nächste Reclaim The Streets soll am Montag, den 7. Juli stattfinden. Das verhindert nicht, dass schon eine vorher stattfindet… Beim RTS-Konzept ist es wichtig, dass Menschen sich in kleinen Gruppen zusammentun. Diese Gruppen können sich drauf vorbereiten und auch etwas organisieren, sei es Essen, Musik, Blockade, Malen, spielen,…. Also rede mal schon mit FreundInnen darüber und denk dir was aus! Desto mehr Menschen dabei sind, desto lebendiger wird eine RTS – also mach mit! Die Koordination läuft über eine Mailingliste. Wenn du interessiert bist dann mail einfach an rts@infoladen.lu Infos wird es auch auf www.carfree.infoladen.lu geben.

More Links: http://www.reclaimthestreets.net/

Critical Mass

Die alternative Fahrradtour, die jeden letzten Freitag stattfinden sollte ist momentan wieder regelrecht auf Eis gelegt. Wir wollen noch immer Menschen motivieren, sich jeden letzten Freitag im Monat um 18:00 am städtischen Bahnhof zu treffen um gemeinsam durch die Stadt zu fahren, doch hat es in der Vergangenheit nur funktionniert wenn richtig Werbung gemacht wurde. Zusätzlich zu der monatlichen wollen wir deshalb 1-2mal im Jahr eine grosse Critical Mass veranstalten. Die erste grosse CM im Jahr 2003 soll somit am 30. Mai stattfinden. Hope to see you and your friends there! Infos und Flyer auf www.carfree.infoladen.lu

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Tags: — Queesch - 2:58 pm

Trenner

Krich/Fridden

Crions plus fort que les armes

Les marchands d’armes et de bataille

Derrière ces murs sont attablés

Ils font bombance, ils font ripaille

Sur le dos des peuples accablés

À ces barons bien peu importe

La vie d’un enfant ou d’un chien

Puisque les tanks des sous rapportent

Les mines ça tue mais ça paye bien

C’est avec une bien étrange morale

Pour des notables, pour des pachas

De penser que c’est bien normal

De tuer des femmes et des chats

Pour maintenir l’ordre, la paix civile

Normalisons! Normalisons!

Y’aura toujours des imbéciles

Pour t’nir l’p’loton d’exécution

Regarde un peu mon beau joujou

Full contact automatique

Ça tire, ça pète, ça fait des trous

Dans la poitrine des hérétiques

La terre un peu plus chaque jour

Subit la loi de ses nantis

Qui pour des fêtes, des beaux atours

Sont prêts à aider des bandits

S’il faut donner à un pauvre homme

La canne pour pêcher le poisson

Que signifie lancer des tonnes

De flingues dans tous les horizons?

Ces hommes tellement respectables

Qui connaissent tout l’art de tuer

Croyez-vous qu’ils rigolent à table

De blagues sur les torturés?

Après tout les gardiens des camps

Pensaient aussi l’air très honnête

Que ce qui compte ce n’est pas tant

La conscience qu’une belle assiette

Et sont-ils fiers, sont-ils croyants

Les as du lance roquette

Et les mains couvertes de sang

Devant la glace, quelle est leur tête?

La réponse est dissimulée

Derrière ces murs bien gardés

Où les profits accumulés

Sont bon prétexte pour parader

Allons-nous les laisser manger

Les princes du sang, les rois d’la cogne

Qui tous les jours mettent en danger

Les clowns, les rats et les cigognes

Pouvons-nous seulement approcher

Et chanter une ode en mémoire

À tous nos frères écorchés

Morts d’avoir proclamé l’espoir

Comme le disait le vieil ermite

Qui même aux loups a pardonné

Gloire et pouvoir sont des mythes

Seule la joie vaut d’être adorée.

Arts Libres*

*Cette troupe d’artistes militant(e)s fait partie du collectif «Fermons

Eurosatory !». Eurasatory, salon d’armes qui se tient chaque année à

Villepinte/France, se prétend la référence mondiale de l’armement.Le texte

Crions plus fort que les armes d’Arts Libres est tiré du no 399

(août-septembre 2002) du périodique Union pacifiste (Url:

www.unionpacifiste.org)

Dividendes pas moraux

· Le coût d’un seul nouveau sous-marin nucléaire équivaut au budget annuel

de l’éducation de 23 pays en voie de développement où vivent 160 millions

d’enfants d’âge scolaire.

· Dans le monde, il y a 556 soldats pour 100 000 personnes, et seulement

85 médecins.

· Dans le monde, la dépense moyenne par soldat est de 18 294 euros par an.

Pour chaque enfant d’âge scolaire, la dépense moyenne d’éducation est de

305 euros.

· Chaque minute, 30 enfants meurent de faim, par manque de vaccins peu

coûteux.

· Chaque minute, le budget militaire mondial détourne 1,06 million d’euros

du trésor public.

(source: Union pacifiste, No. 399, p.5)

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Queesch - 2:56 pm

Trenner

1. Europäisches Sozialforum in Florenz

Vom 6. zum 10. November 2002 fand in Florenz das erste europäische Sozialforum, als kontinentaler Ableger des Weltsozialforums statt. Eine Vielzahl von sozialer Bewegungen, kapitalismuskritischer Netzwerke und Gruppen traf zusammen um sich über Aktualität, Alternativen zum Bestehenden und Strategien auszutauschen.

Die drei Hauptthemenbereiche Globalisierung und Liberalismus, Krieg und Frieden und

Bürgerrechte/Demokratie waren tonangebend in den grossen Morgenkonferenzen. Ausserdem wurden eine Vielzahl anderer Seminare, Gesprächen und Workshops zu den verschiedensten Themen angeboten. Die Gesamtzahl der Veranstaltungen belief sich auf rund 300.

Bei den Themen dürfte wohl für jeden etwas dabei gewesen sein. Wenn nicht bei den Grossveranstaltungen, dann bei einer der zahlreichen Kleineren die so breit gefächert waren, dass man zwangsweise den Überblick verlor. Die Auswahl war so gross, dass sich jeder der da war wohl mehr Zeit wünschte. Dann waren da noch die Stände der Organisationen und praktisch unbegrenzte Möglichkeiten Bekanntschaften zu machen, Kontakte zu knüpfen und Diskussionen zu führen. Eine sehr interessante! Photoausstellung über Genua war auch zu besichtigen. Auch für Kultur war gesorgt. Konzerte, Strassenmusik und kleine Vorfürungen aller Art an jeder Ecke.

Wie im Vorjahr, zum G8 Gipfel von Genua, wurde das Schengener Abkommen zeitweilig ausser Kraft gesetzt (1.-10. November). Insgesamt wurde in dieser Zeit mehr als tausend Leuten die Einreise verweigert. Die Panikmache der italienischen Regierung und Massenmedien im Vorfeld des ESF war erschreckend. Man sprach von Bombendrohungen, Terroristen, einem gigantischen BlackBlock aus verschiedenen Organisationen (u.A. Attac!), selbst von einer Wiedergeburt der Roten Brigaden war die Rede. Sätze wie „eine Horde von Wilden wird sich auf Florenz stürzen“ und „die Stadt, mit ihren Monumenten und Kunstschätzen, läuft Gefahr eine Geisel der Gewalt zu werden“ wurden immer wieder hörbar.

Dementsprechend gespannt war die Stimmung in der Stadt dann auch zu Beginn des Forums.

Viele Florentiner hatten ihre Geschäfte verbarrikadiert und sich für einige Tage aufs Land abgesetzt, in Sicherheit vor den „Barbaren“. Und dies trotz der Bestrebungen des Bürgermeisters Florenz als „città aperta“ zu präsentieren. Auch viele andere Florentiner waren am Anfang in angstvoller Erwartung, doch im Laufe des Forums schienen sich die Einwohner immer stärker mit den vielen, hauptsächlich jungen, Aktivisten zu identifizieren. Die Stimmung wurde immer ausgelassener und bald waren die Besucher des Forums für Viele weitaus mehr als nur willkommene Gäste.

Vor allem während der grossen Anti-Kriegs-Demo wurde eine unbeschreibliche Aufbruchsstimmung spürbar. Viele Einwohner hatten weisse Tücher und Transparente mit Aufschriften wie „Grazie Ragazzi“ aus ihren Wohnungen gehängt auch Tee, Brot und Wasser wurden aus den Fenstern gereicht. Die rund 1000000 friedlichen Demonstranten auf den Strassen ihrer Stadt sind für diese Menschen die Träger einer neuen Hoffnung. Während dieser Stunden konnte man keine klare Trennung zwischen Einwohnern und Demonstranten ziehen. Wieder einmal wurde sichtbar, dass wir eigentlich alle (oder fast alle!) in einem Boot sitzen. Zumindest für einen Nachmittag war das „andere Europa“ kein fernes Ziel mehr. Das andere Europa schien nicht nur möglich, sondern schon erreicht, ein farbenfrohes Durcheinander von Menschen, Klängen, Fahnen und Ideen. Friedlich aber entschlossen. Die Demo war zwar offiziell eine Anti-Kriegs-Demo doch für viele ist es wohl eine Demonstration geworden, wie eine andere Welt aussehen könnte.

Die Polizei hatte sich, wohl in der Hoffnung, dass die Ausschreitungen von selbst kommen würden, nicht gezeigt. Doch Berlusconis Rechnung ging nicht auf. Die Aktivisten zeigten dass Freiheit und Verantwortung unbedingt zusammengehören und machten endgültig klar wo der Grossteil der Gewalt in unserer Gesellschaft herkommt. Florenz demonstrierte auch die pubertäre Unreife von Leuten die denken, dass Demos dazu da sind den Bullen auf die Fresse zu schlagen. Hoffentlich lernen wir endlich, dass sich Gewalt nicht mit Gewalt bekämpfen lässt und dass man so nur in der dreckigen Logik des Systems steckenbleibt. Natürlich will ich niemandem das Recht auf Selbstverteidigung absprechen, doch wahre Veränderung wird so nicht eintreten.

Wir haben zwar noch einen weiten Weg vor uns und wir sind noch am Anfang eines politischen und menschlichen Reifeprozesses. Doch die bunte Dynamik, das farbenfrohe Durcheinander und die friedliche Entschlossenheit von Florenz sind mehr als ein guter Ansatz. Vielleicht können wir diesmal zeigen, dass wir wirklich aus der Vergangenheit gelernt haben wie man wirklich aus dem System und seiner todbringenden Logik ausbricht.

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 2 — Queesch - 2:55 pm

Trenner
Older Posts »