Ob autokultur.lu, mobiliteit.lu, stau.lu oder www.carfree.infoladen.lu , die Frage ist ganz klar inwiewit das Auto unser Leben und das der Natur beeinflusst, oder sogar zerstört.
In dieser Rubrik will ich regelmässig darauf eingehen. In dieser Ausgabe schneide ich verschiedene Aspekte kurz an, wobei ich in den nächsten im einzelnen ins Detail gehen will.
Aus dem Autoland Luxemburg:
Wir bauen alles was uns in den Kopf kommt!
Das ist der einzige rote Faden der mir in der Verkehrspolitik in Luxemburg aufgefallen. Ein Beispiel: Nach jahrelangem politischem Streit über die Ost- oder Westvariante der Nordstrasse, legt die Strassebauverwaltung letztes Jahr eine Studie vor, die aussagt, dass die Zeschneidung des Grünewalds gar keine Probleme löst, sondern nur noch welche verursacht. Und was macht die Regierung? Sie baut eine halbe Westvariante in Form von aneinandergereihten Umgehungsstrassen! Und bevor der endgültigen Ausarbeitung eines Gesamtkonzeptes will das Bautenministerium noch schnell das Umgehungsstrassen-Puzzle bis in den Süden verlängern.
Vielleicht trifft der rote Faden nicht auf das Transportministerium zu, denn das Strategiepapier für den öffentlichen Transport, „mobiliteit.lu“, ist dem zuständigen Minister Grethen wohl nicht selbst in den Kopf gekommen. Oder hat er realisiert, dass der Verkehrskollaps vor der Tür steht? Doch auch wenn er das realisiert hat und mit dem angekündigten Ausbau des Schienennetzes einen wichtigen Schritt macht, bedeutet das leider noch nicht die Rettung. Denn hier kommt der rote Faden wieder: Denn auch wenn das Transportministerium den Öffentlichen Transport weiter fleissig ausbaut, fährt das Bautenministerium fleissig mit dem Ausbau der Strassen weiter.
Mehr zu den Plänen der Regierung können beim Mouvement Ecologique angefragt werden.
www.emweltzenter.lu und Grengen Telefon: 439030
Wird Esch ein Fahrradparadies?
Seit der Abwanderung der Stahlindustrie und dem kommen des Automobils kommt es nur noch selten vor, dass in Esch FahrradfahrerInnen zu sehen sind. Dem soll abgeholfen werden. Die Gemeinde Esch hat eine Vekehrskonzept in Ausarbeitung gegeben und das Resultat klingt vielversprechend: 2.000 Escher auf dem Rad, wenn die Pläne umgesetzt werden können! Dafür soll ein regelrechtes Radwege-Netz durch Esch gespannt werden um neben den Hauptachsen auch die Quartiere zu verbinden. Daneben soll es aber auch einen Ausbau des Busevrkehrs geben. So wird vorgeschlagen die TICE-Linien umzustrukturieren und durch einen City-Bus die verschiedenen Wohnviertel an das TICE-Netz besser anzubinden. Doch die sache ist anscheinend „noch nicht gegessen“, so Romain Molitor, einer der Planer. Denn es gilt noch die Geschäftsleute und die Autoklientel zu überzeugen. Dafür wünschen sich die Gemeindeverantwortlichen Verbündete… doch die RadfahrerInnen sind ja noch nicht da…oder?
Quelle: WOXX Magazine nr. 626 – www.woxx.lu
Mit der „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“(LVI) auf Tour und mehr
Die LVI ist ein Verein ohne Gewinnzweck, der seit 1985 das Fahrrad als verkehrsmittel in Luxemburg fördern will. Ob in der Stadt oder auf dem Land, ob als Transportmittel oder zur Freizeitgestaltung: die LVI setzt sich fürs Radfahren in Luxemburg ein wo sie kann.
Mit diesen drei guten Gründen Fahrrad zu fahren, fördert sie vielleicht sogar deine Motivationzum Fahrradfahren:
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Fahrradfahren macht nicht nur Spass – es spart auch noch Zeit. Kein Stau, keine Parkplatzsuche, kein Warten auf den Bus, keine langen Fusswege. Das Fahrrad bringt Dich vor die Haustür – individuell und zu jeder Zeit.
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Fahrradfahren spart nicht nur Zeit – es spart auch Geld. Mit dem Velo fallen weder benzinkosten noch Fahrgeld an und die Reperaturkosten halten sich ebenfalls in Grenzen.
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Fahrrad fahren spart nicht nur Geld – es ist auch gesund. Statt Zeit und Geld fürs Fitness-Center zu verschwenden, mit dem Velo hast du das tägliche Training gratis und dies fördert deine Sauerstoffzufuhr, deine Durchblutung, stärkt Rückenmuskulatur und beugt Herzkrankheiten vor.
Das alles, ohne die Umwelt durch Abgase, Lärm und Energieverbrauch zu belasten!
Du willst auch etwas fürs Fahrrad machen? Öfters mit dem Fahrrad fahren? Und dies alles nicht alleine? Dann melde dich bei der LVI: www.lvi.lu . Hier kannst Du auch ihren Kalender 2002 anfordern und Mitglied werden.
**********extra matt grafik:
Aktion! Crtical Mass – die alternative Fahrradtour
Es geht wieder los, nach der Winterpasue fahren wir wieder jeden letzte Freitag mit dem Fahhrad durch die Stadt und zeigen den Autos, dass der öffentliche Raum nicht nur ihnen gehört. Aufgepasst: Der Treffpunkt ist jetzt erst um 18:00 Uhr am Bahnhof in der Stadt, so können auch arbeitende Menschen mitfahren! Critical Mass ist eine direkte Aktion, keine Demo!
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Weitere Informationen zum Thema Auto findest du im Infoladen in einigen Zeitungen und Büchern sowie auf dem Internet bei:
www.carfree.infoladen.lu; über Aktionen in Luxemburg, Critical Mass und Reclaim The Streets
www.carbusters.cz; von der internationalen Zeitschrift „Car Busters“
*********layoutanmerkung: diesen abschnitt in den einen Rand oder einen Kasten setzen
Die folgenden zwei Texte geben krasse beispiele wie krank die Autogesellschaft bereits ist. Menschen die allzugut wissen was schlecht ist und zu sensibel sind lesen am Besten nicht weiter.
Die Auszüge sind aus der Zeitung „Car Busters“ und die jeweilige ursprüngliche Quelle ist angegeben.
« Autofahren = Liebe »
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Ein tschechischer Chrysler Händler
Behandle deine Frau wie dein Auto?!
Folgende Anleitung zur Behandlung deiner Frau und deinem Auto sind von der Homepage www.autozena.cz (heisst übersetzt Autowoman).
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Überprüfe und berühre es oft.
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Versichere dich, dass dein Schaltknüppel fest ist und nicht feststeckt.
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Prüfe etwaige Lecks.
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Beachte, dass du das Obere an heissen Sommertagen abziehen kannst und es gut aussieht.
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Sei vorsichtig, dass due nicht die Hälfte deines Gehalts an unnötigem Zubehör verschwendest.
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Leihe es nie an Freunde aus.
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„Long rides can be tiring“ – Lange Fahrten können ermüdend sein. Sei nicht beschämt wenn du in der Mitte eine relaxe Pause einlegst.
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Es ist immer gut mehr davon für verschiedene Angelegenheiten zu haben.
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Deutsche Modelle sind solide und verlässlich doch unpassend für häufigen und schnellen Gebrauch.
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Amerikanische brauchen viel Sprit.
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Italienische Modelle sind begehrlich doch ihre Gefühle sind manchmal zu laut.
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Japaner sind Massenprodukte und bekannt, also unattraktiv.
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Französiche Modelle sind leicht zugänglich aber unbefriedigend.
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Vemeide schnelle Modelle – ihr Vebrauch ist hoch und sie brauchen die ganze Zeit neue Schuhe/Reifen.
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Desto jünger desto besser.
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Pass auf, dass du der einzige Besitzer bist.
************et hängt vun da Plaz of ops de deen heiten matt dra setz….daat heescht du kanns en och eraushuelen
Rede mit deinem Auto
Willst du verzweifelt anderen zeigen wie du dich fühlst? Dann kauf einen Toyota Pod! Denn dieses Auto hat vorne Leuchststreifen, um durch Farben Änderungen in der Laune des Fahrers anzuzeigen. Durch messen des Herzschlags und des Zuckers im Blut kann das Auto Emotionen wie schreien, weinen und Wut ausdrücken. Gemäss der Stimmung wird es auch Musik oder die Klimaanlage anschalten. Die WerbebrOschüre von Toyota wirbt mit einem „Konzept was die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen einem Menschen und seinem Auto aufzeigt.
-MF Dnes, Oktober 23
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Driven to suicide – zum Selbstmord gebracht
Eine junge Selbtsmörderin ist in Seattle von einer Brücke gesprungen nachdem wütende AutofahrerInnen sie durch Bemerkungen wie „Spring Schlampe“ dazu gedrängt haben. Die FahrerInnen, die durch Schreien und Hupen die Frau bedrängt haben, waren in einem Stau gefangen, weil die Polizei verschiedene Spuren gesperrt hatte und während 3 Stunden versucht hat die Frau von ihrem Vorhaben abzubringen. Die Frau wurde nach ihrem Sprung in den Kanal in einem kritischen Zustand mit einem Bruch des Rückgrats sowie Verletzungen an Brust und Magen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei war vom Benehmen der AutofahrerInnen bestürzt. „Sei haben sie wüst beschimpft und gesagt sie soll springen“, so Clem Benton, der Polizeisprecher. Er sagte die Beschimpfungen wären so obszön gewesen, dass er sie nicht wiederholen will.
-Guardian, August 30 2001
***********Layout: dieen abschnitt in einen anderen Kasten oder Spalte, rand – hei kanns de och een eraushuelen.
Nachrichten aus aller Welt
West Papua / Indonesien
Für unser Öl sterben
Ungefähr eine Million Indigene leben in den Bergen und Wäldern der indonesichen Kolonie, West Papua. Ihre Lebensart und ihr Land werden von Öl-, Minen-, und Abholzfirmen bedroht. Die Firmen werden vom indonesischen Militär beschützt, welche mit Waffen aus dem Westen, über 200.000 Indigene – ein Fünftel der Bevölkerung – umgebracht haben. Die Blutspur kann bis in die westliche Tankzapfe verfolgt werden. Jet Petrol/Conoco fährt weiter mit der Ölförderung im Lorentz Nationalpark, eine UNESCO Biosphäre Reservat, welches eine Fläche von zwei Millionen Hektar Wildnis, ber 350 Vogelarten und 8 Stämme umgibt. Die Stämme haben die Ölförderungsanlagen besetzt, doch dann hat das indonesische Militär angefangen lokale EinwohnerInnen zu töten. Seitdem sind Dörfer zerstört, Flüsse verschmutzt und Wälder abgeholzt worden. Die Papuaner glauben, dass ein Boykott im Westen helfen könnte Conoco aus Lorentz rauszuwerfen.
-The Ecologist, Dez./Jan.
Nordamerika
If you Can’t Beat’Em, Pave’Em
Nach jahrelangem Kampf der Polizei, die “Unerwünschten”, also Obdachlose, von der “United Nations Plaza” zu entfernen, plant die Stadt von San Francisco jetzt eine Strasse durch die Mitte des Platzes zu bauen.In anderen Wörtern: lass die Autos machen, was die Polizisten nicht können. „Die Idee ist es den Raum aufzubrechen und so schwerer für Obdachlose zu machen, dass sie grosse Gebiete als ihr Heim deklarieren“, so der beigeordnete Direktor der Verwaltung für öffentliche Arbeiten.
-San Francisco Chronicle, 7.10.2001
Ecuador
Ölverlust verseucht den Amazon
Öl aus einer verlassenen Ölförderungsanlage im im Amazon des Ecuadors ist unkontrolliert in die Natur gelaufen und hat grosse Teile mitten im Amazon versecht. Laut einer internationalen Naturschutzgruppe wurde die Regierung erst nach Monaten spatter informiert.
-Car Busters Bulletin, 31.1.2002