Demo: “Géint Krich an Terror” am 1.12.01 in Lux.-City

Am letzten Samstag haben etwa 600 Menschen (persönliche Zählung) für eine friedliche Lösung in Afghanistan protestiert.


“Einige hundert Menschen”, hiess es im Wort, 400 laut RTL und rund 1000 nach Angaben des Organisators, des Aktionskomitees “Géint Krich an Terror”. Hauptsache ist, dass nach der spontanen Friddensdemo im Oktober von Jugendlichen, diese durchplante Manifestation eine noch grössere Mobilisierung fand!

Nachdem sich die ManifestantInnen um 15:00 auf der Place Clairfontaine eingetroffen hatten ging die Manifestation nach einer kurzen Rede in Form eines Protestmarschs von der Place Clairefontaine durch die Rue Notre-Dame, die Rue Philippe II, die Grand-rue und die Rue du Génistre bis hin zur Place d’Armes. Auf dem Weg verliehen die Demonstranten ihrem Missmut in Bezug auf die Bombardierungen der US-Streitkräfte in Afghanistan Ausdruck. Unterstützt wurde die Manifestation auch von der “Jugendaktioun fir Fridden a Gerechtegkeet” die für die nötige musikalische Untermalung durch eine solargepowerte Musikanlage sorgten. Auch in diversen Presseberichten wurde hervorgehoben, dass sehr viele Jugendliche sich an dem Friddensmarsch beteiligten.

Diese Friedensdemo wurde neben dem breiten Organisationsbündnis auch ideel und logistisch von folgenden Organisationen CID-Femmes, LIDIA, ATTAC, CLAE, UNICEF, LIFE, Liberté de Conscience, Strossekanner Sao Paulo, Pax Christi sowie den politischen Gruppierungen KPL, Déi Lenk, Déi Gréng unterstützt. RTL leistete sich eine zweideutige Information über die Unterstützung von den politischen Gruppierungen, deshalb wollen wir nochmal klarstellen, dass diese die Demo und das Aktionskomitee “Géint Krich an Terror” an sich lediglich unterstützen und nicht beeinflussen geschweige denn organisieren.

Auf der Place d’Armes versammelte sich die Demo nach dem Protestmarsch. Hier hatte die “Jugendaktioun fir Fridden a Gerechtegkeet” die symbolische aber konkrete Initiative “Food Not Bombs” (Essen anstatt Bomben) organisiert. Die Jugendlichen verteilten so biologisch/vegetarische Spaghetti und Pfefferminztee gegen Spende.

Ausserdem ergriffen Vertreter der OrganisatorInnen das Wort. Die erste Sprecherin, Nicole Jemming, unterstrich, dass sowohl Krieg als auch Terror zu verurteilen sind und dem Terrorismus der Nährboden entzogen werden muss. Auf die unmenschliche Lage der Frauen in Afghanistan hat anschliessend Nicole Lorentz in einer schwarzen Burka aufmerksam gemacht. Saleen SAHIKH von der musulmanischen Gemeinschaft erklärte seine Meinung als ein Anhänger des Islam und sprach sich auch gegen Krieg und Terror aus. Jean-Lous Zeien erklärte aus christlicher Sicht, dass “wer der Logik des Auge um Auge nachgibt, dafür sorge dass zum Schluss alle erblinden. Gilles, von der Jugendaktioun fir Fridden a Gerechtegkeet, hat auf die allgemeinen Widersprüche im Zusammenhang mit Krieg, Wirtschaft und Aufrüstung hingewiesen und sprach sich für eine längerfristige Friedensbewegung aus, denn “mäer faalen no deser Demo net an de Wanterschlof, mee mobiliseieren weider!”.

Die Band “Carefree” unterstütze die Demo durch ihren Auftritt nach den Reden und hat in eigenen Texten auch die Wurzle des Problems angeprangert.

Aber nochmal zurück zum Stichwort “weiter mobilisieren”…hier die nächsten wichtigen Daten:

Die “Jugendaktioun fir Fridden a Gerechtegkeet” trifft sich am Samstag den 8.12. um 15:00 Uhr im Café Villon im 1. Stock um WEITERZUMOBILISIEREN.

Auch die “Aktioun géint Krich an Terror” wird am 10.12. eine Bilanz der Kundgebung ziehen und sich feste Strukturen geben. Treffpunkt ist das Casino Syndicale in Bonnevoie.

Filed under: PapierQueesch,Queesch Nr. 0 — Tags: , — Queesch - February 1, 2002 1:13 pm

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